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Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Computermaus, mit einem Handgehäuse, in dem ein an der Unterseite des Gehäuses teilweise freiliegender Trackball gelagert ist und das mit zumindest einem Tastschalter ausgestattet ist.
Bei herkömmlichen Computermäusen sind der oder die Tastschalter auf der Oberseite des Gehäuses angeordnet und werden mit den Fingern betätigt, während das Gehause mit der Handfläche ergriffen und auf einer Unterlage verschoben wird, welche Bewegung der Trackball erfasst. Diese Art der Mausbedienung bereitet Benutzern Probleme, deren manuelle Geschicklichkeit, insbesondere Fingerfertigkeit, beeinträchtigt ist, beispielsweise Personen mit einer Körperbehinderung im Bereich der Finger. Sie können die an der Oberseite angebrachten Tastschalter nur mit Mühe oder auf umständlichem Wege unter Zuhilfenahme der zweiten Hand oder der Handfläche bedienen.
Die Erfindung setzt sich zum Ziel, eine Computermaus zu schaffen, die speziell von Personen mit einer Behinderung ihrer Fingerfertigkeit auf einfache Weise bedient werden kann. Dieses Ziel wird mit einer Computermaus der einleitend genannten Art erreicht, die sich erfindungsgemäss dadurch auszeichnet, dass der Tastschalter an der Unterseite des Gehäuses in einem Abstand vom Trackball angeordnet ist.
Dies stellt ein völlig neuartiges Konzept einer Computermaus dar : Es wurde in überraschender Weise gefunden, dass die Tastschalter selbst als "Gleitknöpfe" an der Unterseite der Maus dienen können und durch einfaches Kippen des gesamten
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Handgehäuses betätigbar sind. Dadurch ist keine Fingerbetätigung der Maus mehr erforderlich, sondern es genügt eine Betätigung mit der gesamten Hand aus dem Handgelenk oder aus den Armgelenken heraus. Die Maus ist daher selbst für Personen mit einer Beeinträchtigung ihrer Fingerfertigkeit einfach bedienbar.
Darüber hinaus ergibt sich der zusätzliche Vorteil, dass an der Oberseite des Handgehäuses keinerlei bewegliche Teile vorhanden sind, welche der Gefahr einer Verschmutzung oder Beschädigung unterliegen könnten, so dass der Betrieb der Computermaus störungsunanfälliger wird. Das Gehäuse kann bevorzugt (mit Ausnahme seiner Unterseite) vollständig geschlossen, besonders bevorzugt grifffreundlich verkleidet sein.
Es können sowohl ein, zwei als auch mehr als zwei Tastschalter an der Unterseite rund um den Trackball verteilt vorgesehen werden ; entsprechend der Anzahl der Tastschalter ergeben sich ebensoviele mögliche Kippachsen des Handgehäuses. Bevorzugt werden zwei voneinander beabstandete Tastschalter vorgesehen, so dass die Maus als Ersatz für herkömmliche Zwei-Tasten-Mäuse eingesetzt werden kann.
Erfindungsgemäss werden als Tastschalter bevorzugt Kurzhubtaster, besonders bevorzugt Mikroschalter eingesetzt, welche einen kleinen Kippwinkel und damit eine angenehme Betätigung ermöglichen.
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform wird vorgesehen, dass der Tastschalter als Betätigungselement einen Gleitknopf mit einer Erstreckung in der Grössenordnung von Millimetern hat.
Dies reduziert die Gleitreibung der Maus beim Schieben.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispieles näher erläutert. In
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den Zeichnungen zeigt Fig. 1 die erfindungsgemässe Computermaus in der Seitenansicht und Fig. 2 in der Untersicht.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Computermaus umfasst ein mit der Hand ergreifbares Handgehäuse 1, in dem ein an der Unterseite 2 des Gehäuses teilweise freiliegender Trackball 3 drehbar gelagert ist und durch Abrollen auf einer Unterlage 4, auf welcher die Maus verschoben wird, die Bewegungen des Handgehäuses 1 relativ zur Unterlage 4 in bekannter Weise erfasst und über eine Datenleitung 5 einem (nicht dargestellten) Computer als Eingabeinformation zur Verfügung stellt. Die Unterseite 2 kann mit Gleitknöpfen 6,7 versehen sein.
An der Unterseite 2 des Handgehäuses 1 sind ferner zwei nach unten vorragende Tastschalter 8,9 in gegenseitigem Abstand und mit Abstand zum Trackball 3 angeordnet. Jeder Tastschalter 8,9 wird durch einen Mikroschalter gebildet, dessen Betätigungselement 10,11 in Form eines Gleitknopfes ausgebildet ist. Die Tastschalter 8,9 haben bevorzugt einen Tasthub in der Grössenordnung von Millimetern, z. B. 0, 5 mm, und die Betätigungselemente 10,11 haben bevorzugt eine Erstreckung in der Grössenordnung von Millimetern, beispielsweise 1 mm x 2 mm.
Die Tastschalter 8,9 haben einen signifikant zu überwindenden Druckpunkt, so dass im Ruhezustand das Handgehäuse 1 auf deren Seite (in der Zeichnung links) auf den Betätigungselementen 10,11 aufruht, ohne dass diese betätigt werden. Im übrigen (in der Zeichnung rechts) ruht das Handgehäuse 1 entweder auf den Gleitknöpfen 6,7 oder ähnlichen Gleitflächen (soferne vorhanden), wenn der Trackball 3 in Richtung nach oben beweglich gelagert ist, oder auf dem Trackball 3 selbst, wenn dieser in vertikaler Richtung nicht beweglich gelagert ist, in welchem
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Fall die Gleitknöpfe 6,7 bzw. ähnliche Gleitflächen auch entfallen könnten. Durch Niederdrücken des Handgehäuses 1 im Bereich oberhalb eines der Tastschalter 8,9 kippt das Handgehäuse 1, und das entsprechende Betätigungselement 10,11 wird betätigt.
Je nachdem, ob der Trackball 3 in vertikaler Richtung starr oder beweglich gelagert ist, erfolgt das Kippen entweder um eine gedachte Achse, die vom Aufsetzpunkt des nicht betroffenen Tastschalters zum Abrollpunkt des Trackballs 3 verläuft, oder um eine gedachte Achse, die vom Aufsetzpunkt des nicht betroffenen Tastschalters zum diametral gegenüberliegenden Gleitknopf verläuft. Auch die gleichzeitige Betätigung beider Tastschalter 8,9 ist möglich, wobei sich dann eine entsprechend andere Kippachse ergibt.
Anstelle von zwei Tastschaltern 8,9 können auch nur einer vorgesehen werden, oder alternativ mehr als zwei, welche dann im wesentlichen um den Trackball 3 herum bzw. über den Aussenrand der Unterseite 2 des Handgehäuses 1 verteilt angeordnet werden. Der Druckpunkt der Tastschalter kann sprunghaft oder kontinuierlich zu überwinden sein.
Das Handgehäuse 1 kann mit Ausnahme seiner Unterseite 2 vollständig geschlossen ausgeführt und grifffreundlich und/oder schmutzabweisend beschichtet und/oder verkleidet werden, beispielsweise mit Gummi, textilem Material, Plüsch, Fell od. dgl.