AT22691B - Einrichtung an Weichen zur Überführung der Räder bei halbgestellter Weiche. - Google Patents

Einrichtung an Weichen zur Überführung der Räder bei halbgestellter Weiche.

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AT22691B
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Janos Schilhan
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Janos Schilhan
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  Einrichtung an Weichen zur Überführung der Räder bei halbgestellter Weiche. 



   Vorliegende Erfindung bezweckt die Entgleisung von Fahrbetriebsmitteln auf Weichen zu verhindern, indem die Weichenzungen derart ausgebildet werden, dass bei halbgestellter Weiche, wenn also keine der beiden Weichenzungen an die Backenschienen   anschliesst,   die zwischen Zungen und   Backenschienen   einlaufenden Räder unbedingt auf das eine Gleis überführt werden. 



   In der Zeichnung ist eine Ausführungsform in Fig. 1 und 2 in Draufsicht und Seitenansicht, eine zweite Ausführungsform in Fig. 3,4, 5 in Draufsicht, Seitenansicht und Querschnitt, in Fig. 6 und 7 eine dritte Ausführungsform in Draufsicht und Seitenansicht dargestellt. Fig. 8 ist ein Grundriss der ganzen Anordnung. 



   Bei der einen Weichenzunge ist der Kopf an der Spitze auf eine gewisse Länge bis zum Fuss vollkommen   horizontal abgehobelt   und auf die derart eben bearbeitete Fläche des Fusses wird ein der normalmässigen Ausführung der Zunge entsprechendes separates Anfsatz-   stück   17 aufgesetzt.

   Das Aufsatzstück ist um den   iotrechten,   starken Bolzen 18 wagrecht verdrehbar auf der Zunge befestigt und legt sich mit   seinem abgeschrägten,   der Zungenwurzol zugekehrten Ende an den   normal mässig   bleibenden Kopfteil der Zunge an ; um bei normaler Benützung der Zunge eine Verschiebung des Aufsatzstückes 17 zu verhüten, ist dieses ausserdem noch mit einem zweiten ebenfalls lotrechten, jedoch schwächeren Bolzen 1. 9 an der Zunge befestigt und gegen Verdrehung unter gewöhnlichen Umständen gesichert.

   Wenn nun bei halbgestellter Weiche die beiden Räder einer Achse in die beiderseits vorhandenen Fugen zwischen Zungen und Backonschienen einlaufen, so wird alsbald unter allen Umständen das eine Rad von der einen normalen Zunge der Weiche geführt und   hiedurch   das andere Rad mit grosser Kraft an die Aussenkante des Aufsatzstückes 17 der vorher beschriebenen anderen Zunge der Weiche nach innen gedrückt ; durch diesen Druck wird der schwache Bolzen   19   abgeschert, das Aufsatzstück 17 um den Bolzen 18 nach   innen verdreht   und das Rad wird auf die Innenkante dieser Zunge übergehen. Der ab-   gf'schcrt'Bolzen-   bietet eine Kontrolle des erfolgten Zweispurigfahrens oder dass beim Einfahren die Weiche   halbgostellt   war ; der Bolzen kann jederzeit sofort wieder ersetzt werden. 



   Wenn jedwede abnormale Ausarbeitung der Weichenzunge vermieden werden soll, so   lässt sich   der gleiche Zweck auch durch die in den Fig. 3,4 und 5 dargestellte Einrichtung erreichen. Es wird an der einen Zunge an jener Stelle wo der Abstand der   Aussenkanten zwischen den   beiden Zungen einer Weiche gleich dem inneren, lichten Abstande der beiden Räder einer Achse ist mittelst des Bolzens 21 um diesen drehbar ein mit einer Keilfläche versehenes Backenstück 20 befestigt, welches bei geöffneter Zunge auf dem   GIeitstnh ! 22 aufruht.   Der Gleitstuhl ist gegen die Backenschiene   abgeschrägt,

     so dass   beim Schliessen der Weichenzunge   das Backenstück 20 sich zufolge eigenen Gewichtes senkt und unter den Kopf der Backenschiene zu liegen   komnrn.   Bei geöffneter Zunge wird nun beim Zweispurigfahren das eine Rad des durch die   gegenüberliegende   Zunge unter allen Umständen geführten Räderpaares'auf der Keilfäche des   Backenstückes   20 hinaufliuifon, alsbald auf die Oberkante der Zunge übertreten, von   welchem   es beim Weiterrollen auf   dip Innenlmnte   der Weichenzunge   herabgleitot.   

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 wurzel ansteigenden, keilförmig ausgearbeiteten Nut M versehen, welche dem Spurkranz des Rades als Auflauframpe dient.

   Diese keilförmige Nut beginnt an jener Stelle, wo der Abstand der Aussenkanten der beiden Zungen einer Weiche gleich dem inneren Abstand der beiden Räder einer Achse ist. Die Nut   28   durchschneidet den Zungenkopf nicht, sondern deren auf dem Zungenkopf verlaufende Kante läuft nahezu oder ganz parallel zur Aussenkante der anderen Weichenzunge.

   Wenn nun die beiden Räder einer Achse bei halbgestellter Weiche in die zwischen Zungen und Backenschienen beiderseits klaffende Fugen einlaufen, so wird die andere Zunge alsbald unter allen Umständen die Führung des einen Rades der Achse übernehmen, während das zweite Rad an die andere, vorher beschriebene Zunge nach innen gedrängt wird und auf der keilförmig ausgearbeiteten, schiefen Ebene auf die Oberkante der Zunge   hinaufläuft   und beim Weiterlaufen wieder eingegleist, d. i. auf die Innenkante dieser Zunge überführt wird. Es wäre wohl naheliegend, die Zunge an dieser Stelle mit einem durchquerenden Einschnitt zu versehen, dies hätte jedoch eine bedeutende Verschwächung und Verstümmelung der Zunge zur Folge.

   Diese keilförmige Hobelung braucht also nur an der Aussenkante der geraden Weichenzunge vorgenommen zu werden und kann bei entsprechender Regelung des Abstandes der Weichenzungen an der Spitze der   Zungenvorrichtnng stets an   eine solche Stelle der Zunge gebracht werden, dass dieselbe noch vor dem tragenden Querschnitt der Zunge liegt, so dass diese keinerlei, die normale Benützung beeinträchtigende Verschwächung oder Verstümmelung zu erleiden hat. 



   PATENT-ANSPRÜCHE : 
1. Einrichtung an Weichen zur Überführung der Räder bei halbgestellter Weiche, gekennzeichnet durch ein dem abgearbeiteten Kopfe der Zungenspitze entsprechend geformtes besonderes Aufsatzstück   (17),   welches sich mit dem der Zungenwurzel zugekehrten abgeschrägten Ende an den übrigbleibenden ebenfalls entsprechend   abgeschrägten   Teil des Zungenkopfes anlegt und welches beim Einfahren eines Fahrbetriebsmittels in die   halbgeöffnete   Weiche durch die zwischen den beiden Rädern einer Achse auftretende starke Spannung nach Abscherung eines schwachen Bolzens (19) um einen stärkeren Bolzen (18) verdreht wird, so dass das Rad dem abgeschrägten Teil der Zunge entlang auf die Innenseite derselben geführt wird. 



   2. Einrichtung an Weichen zur Überführung der Räder bei halbgestellter Weiche, gekennzeichnet durch ein auf der der Backenschiene zugekehrten Aussenseite der einen Weichenzunge um einen horizontalen Bolzen (21) drehbar gelagertes Backenstück   (20)   mit einer gegen die Zungenwurzel aufsteigenden Keilfläche, welches bei halbgestellter Weiche auf einem Gleitstuhle   (22)   der Weiche aufliegt und dem bei halbgestellter Weiche darauf gelangenden einen Rade eines Räderpaares als Auflauframpe dient, über welches dasselbe hinauflaufend auf die Innenseite der Zunge gelangt, welches Backenstück beim Schliessen der Weiche infolge einer Abschrägung des Gleitstuhles   (22)   durch sein Eigengewicht unter den Schienenkopf hinabsinkt. 

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Claims (1)

  1. 3. Einrichtung an Weichen zur Überführung der Räder bei halbgestellter Weiche, bei welcher das in die halbgestellte Weiche gelangende Rad mittels einer auf der der Backenschiene zugekehrten Seite der einen Weichenzunge angeordneten keilförmigen Nut eingegleist wird, dadurch gekennzeichnet, dass die auf dem Zungenkopf verlaufende Kante der den letzteren nicht durchschneidenden, keilförmigen Nut (23) nahezu oder ganz parallel ztir Aussenkante der anderen Weichenzunge verläuft. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT22691D 1904-02-03 1904-02-03 Einrichtung an Weichen zur Überführung der Räder bei halbgestellter Weiche. AT22691B (de)

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