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Anbringung der Zwischenstege für aufblasbare Hohlkörper
Die Erfindung betrifft eine neue Art der Anbringung von an sich bekannten dünnwandigen Kunststoff- schläuchen als Zwischenstege für aufblasbare Hohlkörper, wie Luftmatratzen, Luftkissen u. dgl., insbe- sondere aus thermoplastischem Kunststoff bzw. aus mit Kunststoff beschichtetem Gewebe.
Bei Luftmatratzen od. dgl. aufblasbaren Hohlkörpern werden bekanntlich die äusseren Hohlkörper- wände zur Erzielung der im aufgeblasenen Zustand gewünschten Gestalt durch innere Zwischenstege zu- sammengehalten. Diese Stege, die zumeist einfache Streifen sind und bei Hohlkörpern aus Kunststoff- folien bzw. aus mit Kunststoff beschichtetem Gewebe aus dem gleichen Material bestehen, werden durch
Schweissung, insbesondere Hochfrequenzschweissung, mittels entsprechend geformter Elektroden mit den beiden äusseren Hohlkörperwänden verbunden. Ferner ist es auch bekannt, als Zwischenstege dünnwandige
Kunststoffschläuche zu verwenden. Diese werden durch je eine diametral gegenüberliegende liniengerade
Schweissnaht mit der oberen und unteren Hohlkörperwand verschweisst.
Erfindungsgemäss wurde nun gefunden, dass bei Verwendung solcher Kunststoffschläuche als Zwischen- stege, einerseits eine bessere Verbindung mit den Hohlkörperwänden und anderseits neuartige Effekte in bezug auf die Oberflächengestaltung dadurch erzielt werden können, wenn man die Kunststoffschläuche durch eine im gewünschten Abstand geführte Doppelschweissnaht mit den Hohlkörperwänden verbindet.
Nachdem der Kunststoffschlauch als Zwischensteg einen einheitlichen Durchmesser bzw. Umfang besitzt, kann durch Einhaltung eines mehr oder weniger weiten Abstandes der beiden Schweissnähte die Steghöhe geregelt werden. Dieser Umstand wird in weiterer Ausgestaltung der Erfindung zur Entlastung der bekanntlich am meisten spannungsgefährdeten Stellen an den beiden Stirnseiten der Stege dadurch nutzbar gemacht, dass die Doppelschweissnaht im Bereich der Stegenden konisch zusammenläuft und vorzugsweise halbkreisförmig endet.
Durch die erfindungsgemässe Doppelschweissnaht kann auch die Oberflächengestaltung der aufgeblasenenHohlkörper verschiedentlich verändert werden. Dies wird z. B. erreicht, wenn die Doppelschweissnaht wellenförmig, zick-zack-förmig oder in einer beliebig andern regelmässigen oder unregelmässigen Linienführung verläuft, wozu lediglich entsprechend geformte Schweisselektroden verwendet werden brauchen.
Bei Hohlkörpern, die im aufgeblasenen Zustand eine Keilform aufweisen sollen, wie z. B. Kopfkissen oder der Kopfteil bei Luftmatratzen, sind nicht, wie bisher üblich, keilförmig zugeschnittene Stege erforderlich, sondern werden bei Verwendung von Kunststoffschläuchen als Stege und Anwendung der erfindungsgemässenDoppelschweissnaht dadurch erhalten, dass die Doppelschweissnaht von einem Stegende zum andern mit stetig abnehmendem Abstand verläuft.
Die Erfindung soll an Hand der schematischen Zeichnung näher erläutert werden.
Fig. 1 und 2 zeigen einen teilweisen Quer- und Längsschnitt durch einen Luftmatratzenteil in der bekannten Art der Anbringung eines Kunststoffschlauches als Zwischensteg.
Fig. 3, 4 und 5 zeigen im analogen teilweisen Quer-und Längsschnitt sowie in Draufsicht den gleichen Teil der Luftmatratze in erfindungsgemässer Ausführung.
Fig. 6, 7 und 8 zeigen im teilweisen Längs- und Querschnitt sowie in Draufsicht einen Hohlkörper in Keilform.
Der Hohlkörper wird gebildet aus den beiden äusseren Hohlkörperwänden l und 2, die aus Kunststofffolien, insbesondere Polyvinylchlorid oder aus mit Kunststoff beschichtetem Gewebe bestehen, wobei im letzteren Falle die Kunststoffschicht an der Innenseite liegt. Als Steg, der die Aufblähung des Hohlkör-
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pers begrenzt, wird gemäss Fig. 1 und 2 eir dünnwandiger Kunststoffschlauch 3 verwendet, der in bekannter Weise mittels liniengerader Elektroden bei 4 und 5 mit den Hohlkörperwänden 1, 2 verschweisst wird.
Der Steg reicht hiebei nicht bis in die Randverschweissung 6 der Hohlkörperwände.
Bei der erfindungsgemässen Ausführung nach Fig. 3-5 wird der den Steg bildende Kunststoffschlauch 3 durch je eine Doppelschweissnaht 7 und 8 mit den Hohlkörperwänden 1, 2 verbunden. In Fig. 5 ist der Verlauf dieser Doppelschweissnaht strichliert angedeutet. Diese Doppelschweissnähte 7 bzw. 8 laufen im Bereich der Stegenden konisch zusammen und schliessen an den Enden halbkreisförmig ab. Damit wird erreicht, dass durch das Zusammenführen der Schweissnähte der Steg 3 an den Enden höher wird, so dass die Stegenden bei aufgeblasenem Hohlkörper unter einem spitzen Winkel zu den Flächen der äusseren Hohlkörperwände 1, 2 auslaufen. Diese Massnahme hat den Zweck, die bekanntlich am meisten spannungsge- fährdeten Stegenden zu entlasten und damit die Gefahr des Abtrennens bzw.
Einreissens zu unterbinden.
Unterstützt wird dieser Zweck noch dadurch, dass die Stirnkanten 9 des Schlauchsteges 3 in bekannter Weise nach innen eingezogen sind.
Zur Herstellung eines aufblasbaren Hohlkörpers in Form eines Keiles nach Fig. 6 - 8 ist es nicht erforderlich, wie bisher besonders zugeschnittene Stege anzufertigen. Wird der Schlauchsteg 3 mit den Hohlkörperwänden 1,, 2 so verschweisst, dass die Doppelschweissnaht 10, 11 von einem Stegende zum andern mit stetig abnehmendem Abstand verläuft, wie dies in Fig. 8 strichliert angedeutet ist, verringert sich die Höhe des Schlauchsteges 3 zwangsläufig. Der Hohlkörper wird dadurch im aufgeblasenen Zustand in der gewünschten Keilform gehalten.
Es ist ohneweiters ersichtlich, dass bei besonderer Führung der erfindungsgemässen Doppelschweissnaht verschiedene Effekte in bezug auf die Oberflächengestaltung der aufgeblasenen Hohlkörper, insbesondere bei Luftmatratzen od. dgl., erzielt werden können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anbringung der Zwischenstege für aufblasbare Hohlkörper, insbesondere aus thermoplastischem Kunststoff bzw. aus mit Kunststoff beschichtetem Gewebe unter Verwendung dünnwandiger Kunststoff-
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wünschen Abstand geführte Doppelschweissnaht mit den Hohlkörperwänden verbunden sind.