AT226329B - Einrichtung zur Regelung der Banddicke bei Kaltwalzwerken - Google Patents

Einrichtung zur Regelung der Banddicke bei Kaltwalzwerken

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AT226329B AT157162A AT157162A AT226329B AT 226329 B AT226329 B AT 226329B AT 157162 A AT157162 A AT 157162A AT 157162 A AT157162 A AT 157162A AT 226329 B AT226329 B AT 226329B
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  Einrichtung zur Regelung der Banddicke bei Kaltwalzwerken 
Bei Kaltwalzwerken lässt sich bekanntlich die Banddicke in beachtlichem Ausmass durch den Bandzug, insbesondere den abhaspelseitigen Bandzug, beeinflussen. Es sind elektromotorisch angetriebene Kaltwalzwerke bekannt, bei denen die Dicke des den Walzspalt verlassenden Bandes laufend gemessen und bei Abweichung von der Solldicke ein Bandzugregler beeinflusst wird, der auf den Abhaspelmotor einwirkt und einen entsprechend grösseren oder kleineren Bandzug einstellt. Bei grösseren Abweichungen von dem vorgeschriebenen   Dickenmass   wird dabei zusätzlich eine entsprechende Änderung der Walzenanstellung vorgenommen. 



   Die Erfindung betrifft eine Verbesserung der Banddickenregelung von Kaltwalzwerken. Die Erfindung benutzt ebenfalls einen Dicken- und einen Bandzugregler und macht von den bekannten Vorteilen vermaschter Regelkreise Gebrauch, wobei jeder einzelnen Grösse ein eigener Regelkreis zugeordnet ist und die einzelnen Regelkreise einander   über-bzw. unterlagert   sind. Unter einem überlagerten Regelkreis ist dabei ein solcher zu verstehen, dessen Ausgangssignal den Sollwert oder einen Zusatzsollwert für einen andern,   d. h.   den ihm unterlagerten Regelkreis liefert. 



   Die Erfindung besteht darin, dass der Bandzugregler einem Stromregler für den Abhaspelmotor überlagert ist und von dem ihm selbst überlagerten Dickenregler bei Abweichungen von der Solldicke des Bandes einen Zusatzsollwert erhält, der ausser   \on   der Dicke des aus den Walzen austretenden Bandes auch von der Dicke, insbesondere von der Dickenänderung des in die Walzen einlaufenden Bandes ab-   hsnst.   



   An Hand eines nach Art   eine : Wirkschaltbildes   dargestellten Ausführungsbeispieles sei die Erfindung nachstehend näher beschrieben. 
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 ist. 



   Bei einem Kaltwalzwerk hängt die Dicke des gewalzten Bandes bei konstanter Walzgeschwindigkeit und gleichbleibender Schmierung im wesentlichen vom Walzdruck bzw. von der   Walzenanstellung   und vom Bandzug, insbesondere vom abhaspelseitigen Bandzug, ab. Es sind daher Mittel zur Dickenmessung, zur Bandzugmessung und zur Walzdruckmessung vorgesehen. Hiezu können an sich bekannte Messgeräte Verwendung finden. 



   Die Messung der durch die Abwalzung erreichten Dicke kann nur hinter dem Walzgerüst erfolgen. 



  Bei der angenommenen Walzrichtung geschieht dies durch das bei   D   angedeutete Dickenmessgerät, für das ein Durchstrahlungsgerät angenommen ist. Es vermittelt die Dicke h2 des Bandes und wandelt sie in einen entsprechenden elektrischen Wert um. Bei umgekehrter Walzrichtung tritt an dessen Stelle das Dickenmessgerät   tl.   



   Die Zumessung kann beispielsweise in an sich bekannter Weise durch ein sogenanntes DreirollenUmlenksystem vorgenommen werden, bei dem zwei Rollen ortsfest und die dritte Rolle etwas erhöht auf Messdosen, od. dgl. gelagert sind. Man erhält dadurch eine dem Bandzug proportionale elektrische Grö- sse. Die zugehörigen Messeinrichtungen sind mit Zl und   Z,   bezeichnet. Da der Bandzug auf der Abhaspelseite von grösserem Einfluss auf die Banddicke ist als der Aufwickelzug, wird nur der abhaspelseitige Zug zur Banddickenregelung herangezogen. 

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   Die Messung des Walzdruckes, der vor allem zur Vermeidung von Überbeanspruchungen berücksichtigt werden muss, kann in bekannter Weise erfolgen, beispielsweise wiederum mittels Druckdosen, die in dem Druckübertragungsweg zwischen Anstellmotor und Walzenlagern eingebaut sein können. Die Druckmesseinrichtung ist mit P bezeichnet. Der Einfachheit halber ist nur ein Anstellmotor AM angenommen und die zugehörigen Einstellmittel sind bei S angedeutet. 



   Für den Anstellmotor ist ein Stromregler   Rjg   vorgesehen, der über einen Gittersteuersatz   Sta einzen   Stromrichter   Stg   beeinflusst. 



   Seinen Istwert erhält der Stromregler von einem Stromwandler   Ig   und seinen Sollwert von einem Druckregler Rp. Mit   Tg   ist der zugehörige Netztransformator bezeichnet. 



   Der Stromregelkreis für den Abhaspelmotor   HM,   enthält den Stromwandler   11'den   Regler RI, und 
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 derliegt. 



   Die Wirkungsweise der Einrichtung ist folgende :
Der vom Dickenmessgerät Dh2 gelieferte Messwert wird in dem Dickenregler Rh mit dem einstellbaren Dickensollwert hs verglichen. Das Ausgangssignal des Dickenreglers fliesst dem Zugregler   R. z1 als   Zusatzsollwert zu dem entsprechend dem Walzprogramm eingestellten Zugsollwert zsl zu, um eine von der Dickenabweichung abhängige Zugkorrektur zu bewirken. Der Bandzug wird erzeugt durch das Drehmo- 
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Der Zugregler Rzl, dem als Istgrösse der vom Zugmessgerät   Z1   gelieferte Wert zufliesst, muss also den
Sollwert für den Stromregler   RI1 liefern,   der den Ankerstrom des Haspelmotors HMl beeinflusst. 



   Die Regelung des Bandzuges erfolgt somit durch zwei, die Regelung der Banddicke durch drei unterlagerte Regelkreise. 



   Da sich die Fehldicke des Bandes erst hinter den Walzen am Messort bei Dh2 erfassen lässt, kann eine zwischen Walzgerüst und Messgerät auftretende Dickenabweichung des Bandes nicht mehr beseitigt werden. Man wird daher einerseits das aufhaspelseitige   Dickenmessgerät   so nahe wie möglich an das Walzgerüst heranrücken, um derartige Fehlstellen möglichst kurz zu halten. Anderseits kann aber gemäss der Erfindung dafür gesorgt werden, dass solche Fehlstellen nach Möglichkeit überhaupt nicht auftreten. Hiezu kann die Ursprungsdicke hl, die das Band vor dem Eintritt in das Walzgerüst hat, erfasst werden, um eine gewisse Vorsteuerung auf den Dickenregler geben zu können.

   Dadurch wird bei gegebener Walzgeschwindigkeit und entsprechender Regelverzögerung der Regelkreis bei Dickenänderungen des einlaufenden Bandes im erforderlichen Zeitpunkt korrigierend beeinflusst. Zu diesem Zweck wird der vor dem Walzgerüst vorhandene Dickenmesser   Dt1   zur Messung der Ursprungsdicke h2 verwendet. Solange der Messwert von hl konstant ist, braucht die Dickenregelung nicht zusätzlich beeinflusst zu werden. Sobald aber hl sich ändert, soll der Dickenregler   Rh   einen Anstoss erhalten, der sich im wesentlichen als Vorhalt auswirkt. Hiezu kann ein vom Dickenmesser    beeinflusster'Verstärker Vh1   mit entsprechenden dynamischen Eigenschaften dienen, der in erster Linie differenzierend wirkt und im geeigneten Augenblick einen entsprechenden Zusatzsollwert an den Dickenregler Rh gibt. 



   Der höchst zulässige Bandzug ist durch die Festigkeit des Bandes begrenzt. Um zu vermeiden, dass dem Zugregler Rzl ein unzulässig grosser Sollwert zugeführt wird, kann ihm ein vorteilhaft einstellbarer   Begrenzen gaz   vorgeschaltet werden. Der Regler Rh kann ausser dem zur Lieferung des Zugzusatzsollwertes vorhandenen Verstärker noch einen weiteren Verstärker ernhalten, dessen Ausgangssignal den Reg ler Rp beeinflusst und dadurch dem Stromregler RI3 einen Sollwert zur Verstellung des Walzspaltes vorgibt. Beide im Regler   Rh   vorhandenen Verstärker haben vorteilhaft unabhängig voneinander einstellbare Ansprechgrenzen. Dadurch kann man sie nach den Gegebenheiten des gerade vorliegenden Walzprogrammes wirken lassen, je nachdem die Dickenregelung über den Bandzug oder über den Walzdruck bzw. den Walzspalt gerade die wirksamere ist.

   Letzteres ist beispielsweise beim ersten oder bei den ersten Stichen häufig der Fall. Man kann daher beispielsweise den Ansprechwert des auf den Regler Rp wirkenden Verstärkers zunächst niedrig einstellen und dann mit der Stichzahl erhöhen, während der Ansprechwert des auf den Zugregler Rzl wirkenden Verstärkers zunächst hoch liegen und mit der Stichzahl kleiner werden kann, so dass der Dickenregler zunächst die Anstellung allein oder bevorzugt beeinflusst und mit zunehmender Stichzahl der Einfluss auf den Bandzug zunimmt und der Einfluss auf die Anstellung abnimmt. Die beiden Einflüsse können sich dabei gegenseitig ablösen ; es ist aber   auch möglich,   einen bestimmten Über- 
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 bestimmtes Mass   überschreitet,   auch der andere Regler beeinflusst wird. 



   Anderseits ist für den Bandzug auch eine untere Grenze zu wahren. Dies kann dadurch geschehen, dass dann, wenn der dem Zugregler Rzl zufliessende Zusatzsollwert einen zu grossen negativen Betrag an- 

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 nimmt, der Begrenzer   Gz1   wiederum anspricht und eine entsprechende Vergrösserung des Walzspaltes auslöst (in der Zeichnung nicht angedeutet). Die von der Walzgutdicke abhängige Regelung kann für beide   Wdizrichtungen ausschaltbar sein.    
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 i zahlregelung vorgesehen sein. Dementsprechend erfolgt die Rückführung vom Motor AM auf den Verstär- ker Rp, dem der Anstellsollwert vorgegeben ist. Gegebenenfalls kann statt oder ausser dieser Rückführung auch eine Rückführung des Walzdruckes vom Druckmesser P über einen Begrenzer Gp vorgenommen wer- den.

   Man kann aber auch dem Begrenzer Gp eventuell nur die Aufgabe übertragen, von einem gewissen
Walzdruck ab eine weitere Verkleinerung des Walzspaltes zu vermeiden. 



  Bei der Umkehrung der Walzrichtung wird der Bandzug durch Beeinflussung des Stromes und damit des, Drehmomentes für den den Abhaspel bildenden Haspel H, geregelt.   Dabei   sind Zug und Strom auf dieser Seite des Walzgerüstes zu messen und zu regeln, wobei die beiden Dickenmessgeräte   Dh1   und   Dn   
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 regler Rz2 und der Stromregler   RI2   dem Dickenregler Rh untergeordnet. Durch Umlegen des Schalters   53   in die linke Endlage fliesst dem Regler Rh der Messwert des Dickenmessers Dh1 als Istwert zu, während nunmehr der Dickenmesser Dh2 über den Vorverstärker Vh den Vorgabeeinfluss für die Dickenregelung lie-   fert.   Im übrigen ist der rechte Teil der dargestellten Schaltung mit dem vorher beschriebener linken Teil identisch.

   Die Regelung der Anstellung bzw. des Walzdruckes bleibt von der Umschaltung bei einer Walz- richtungsänderung unbeeinflusst. 



   Sämtliche Einrichtungen, die in der vorbeschriebenen Weise miteinander verkoppelt und gegenseitig unterlagert sind, arbeiten jede für sich stabil. Die jeweils geregelten Werte können wegen der vorhande- nen Begrenzer keine unzulässig grosse Grössen erreichen. Solche Begrenzer sind vorteilhaft auch für die
Ströme vorhanden, so dass die Einrichtung zwar bis zur einstellbaren Grenze der Leistungsfähigkeit ausge- nutzt werden, aber niemals infolge Überlastung ausfallen kann. 



    PATENTANSPRüCHE   
1. Einrichtung zur Regelung der Banddicke bei Kaltwalzwerken durch einen Bandzugregler und einen diesem überlagerten Banddickenregler, dadurch gekennzeichnet, dass der Bandzugregler einem Stromregler für den Abhaspelmotor überlagert ist und von dem ihm überlagerten Banddickenregler bei Abweichungen von der Solldicke des Bandes einen Zusatzsollwert erhält, der ausser von der Dicke des aus den Walzen austretenden Bandes auch von der Dicke, insbesondere von der Dickenänderung des in die Walzen einlaufenden Bandes abhängt.

Claims (1)

  1. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Dickenregler zwei Regelverstärker mit unabhängig voneinander einstellbaren Ansprechgrenzen zugeordnet sind, deren einer einen Zusatzsollwert an den Bandzugregler und deren anderer einen Zusatzsollwert an einen Anstellungsregler liefert.
    3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansprechgrenzen der beiden Verstärker insbesondere bei den ersten Stichen so eingestellt sind, dass die Regelabweichungen primär auf den Anstellungsregler und erst beim Erreichen eines vorgegebenen Wertes auch auf den Bandzugregler wirken.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Ansprechgrenzen der beiden Verstärker so eingestellt sind, dass die Regelabweichungen primär auf den Bandzugregler und bei Erreichen eines vorgegebenen Wertes auch auf den Anstellungsregler wirken.
    5. Einrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Bandzugregler und dem diesem überlagerten Dickenregler ein Begrenzer mit vorzugsweise einstellbarer Ansprechgrenze eingeschaltet ist, der beim Überschreiten der Ansprechgrenze eine entsprechende Änderung der Walzenanstellung auslöst.
    6. Einrichtung nach Anspruch 1 mit je einem vor und hinter den Walzen angeordneten Dickenmess- gerät, dadurch gekennzeichnet, dass der Einfluss der Messwerte der beiden Dickenmessgeräte auf den Dikkenregler durch eine Umschalteinrichtung vertauschbar ist.
    7. Einrichtung nach Anspruch 1 mit einer Einrichtung zur Messung des Walzdruckes, gekennzeichnet durch eine den Walzdruck überwachende, vorzugsweise einstellbare Begrenzungseinrichtung, welche auf dieWalzenanstellmittel wirkt und eine Erhöhung des Walzdruckes nach Erreichen des eingestellten Grenz- <Desc/Clms Page number 4> druckes verhindert.
    8. Einrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzer auch beim Überschreiten eines negativen Grenzwertes anspricht und eine entsprechende Verringerung des Walzdruckes auslöst.
AT157162A 1961-08-26 1962-02-26 Einrichtung zur Regelung der Banddicke bei Kaltwalzwerken AT226329B (de)

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