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Verfahren zum Kopieren der Mischfarbe einer Vorlage auf einem Farbträger
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zentrationsbereiches von 0,005 bis 2%. Von diesen Färbeproben werden dann durch Auftragen der Remission R in 11/0 über der Wellenlänge die spektralen Remissionskurven (Fig. 2-4) bestimmt, wobei Fig. 2 die Remissionskurven a für den Grundfarbstoff Blau, Fig. 3 die Remissionskurven c für den Grundfarbstoff Scharlach und Fig. 4 die Remissionskurven b für den Grundfarbstoff Gelb zeigt.
Aus diesen Remissionskurven a, b, c werden nun eine der Zahl dieser Grundfarben entsprechende Anzahl von Wellenlängen ausgewählt, u. zw. werden durch Vergleich der drei Kurvenbilder Fig. 2 - 4 jene Wellenlängen ausgewählt, bei welchen je das Verhältnis der Remission der einen Grundfarbe zur Remission jeder andern Grundfarbe ein Minimum ist. Aus den Fig. 2 - 4 ist ersichtlich, dass die Remission des Grundfarbstoffes Blau bei der Wellenlänge X = 640 mg gegenüber den Remissionen der beiden andern Grundstoffe Scharlach und Gelb minimal ist. Dabei ist zu beachten, dass es nicht auf den absolut kleinsten Wert der Remission der Grundfarbe Blau ankommt (dieser liegt etwa bei X = 600 m/l), sondern auf das Verhältnis zu den Remissionen der übrigen Grundfarbstoffe.
Ebenso ist aus den Fig. 2 - 4 ersichtlich, dass das genannte Minimalverhältnis für die Grundfarbe'Scharlach bei X = 510 mg und für die Grundfarbe Gelb bei X = 404 mg liegt. Nun werden für die so ausgewählten drei Wellenlängen die Remissionswerte der drei Grundfarben in Funktion der Farbbadkonzentration K graphisch aufgetragen ; zweckmässig erfolgt dies wie beim gezeichneten Bei-
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Nachfärbung bestimmt.
Gemäss der in Fig. 1 gezeigten Remissionskurve 1 der Farbvorlage wird bei der Wellenlänge X = 640'm/l eine Gesamtremission von 27% verlangt. Da, wie die Fig. 2 - 4 zeigen, bei dieser Wellenlänge die Grundfarbe Blau allein'massgebend ist, wird nun in Fig. 5 bei der Remission R = 27% die Konzentration K auf der Kurve A gesucht ; die geforderte Blaukonzentration beträgt dort 0, 058%. Für die Wellenlänge X = 510 mg fordert die Farbvorlage gemäss Kurve 1 in Fig. 1 eine Remission von 37, 5% ; bei
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- 4ten werden müsse. Demzufolge wird in Fig. 6 auf der Kurve C bei der Remission R = 37, 5% eine Scharlachkonzentration K von 0,035 festgestellt.
Da aber in Wirklichkeit bei der Wellenlänge 510 II1f1 gemäss Fig. 6 auch die Grundfarbe Blau auf die tatsächliche Remission der Nachfärbung einen wesentlichen Einfluss ausübt, so ist der Wert K von 0, 035% für die erforderliche Scharlach-Farbkonzentration entsprechend zu korrigieren. Die bereits bekannte Farbbadkonzentration von Blau (Kurve A) von 0, 0581lu führt nach
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tration Gelb (Kurve B) von 0, 0095% entspricht.
Der Einfluss der ebenfalls bekannten Farbbadkonzentration Scharlach (Kurve C) 0, 006% bei der Wellenlänge 404 mu ist sehr klein und beträgt wie Fig. 7 zeigt, höchstens zirka 0, 001%. Die korrigierte Farbbadkonzentration Gelb ermittelt sich somit wiederum aus der Differenz der theoretischen Gesamtkonzentration von Gelb und der durch die Einflüsse von Blau und Scharlach bedingten Konzentrationen ; sie beträgt somit : 0, 0155-0, 0095-0, 001 = 0, 005%.
Da bei der Bestimmung derFarbbadkonzentrationScharlach der Einfluss der Grundfarbe Gelb vernachlässigt wurde, muss nach erfolgter Bestimmung der Farbbadkonzentration Gelb nachgeprüft werden, ob diese Vernachlässigung erlaubt war. Beim vorliegenden Beispiel ist dies der Fall, wie Fig. 6 zeigt. Ist der Einfluss der Farbbadkonzentration Gelb aber von Bedeutung, so muss die zuerst bekannte Farbbadkonzentration Scharlach in bekannter Weise auf Grund der Fig. 6 korrigiert werden und dies bedingt eine Kontrolle der Farbbadkonzentration Gelb.
Eine zweite Korrektur der Farbbadkonzentration Gelb durch die korrigierte Farbbadkonzentration Scharlach ist aber in den meisten praktischen Fällen überflüssig, was in jedem Fall sofort aus Fig. 7 hervorgeht.
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<tb> Farbbadkonzentration <SEP> Blau <SEP> = <SEP> 0,058go
<tb> Farbbadkonzentration <SEP> Scharlach <SEP> = <SEP> 0, <SEP> 006So
<tb> Farbbadkonzentration <SEP> Gelb <SEP> = <SEP> 0, <SEP> 005% <SEP>
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Die spektrale Remissionskurve der dieser Rezeptur entsprechenden Nachfärbung ist in der Fig. 1 als Kur- ve 2 dargestellt. Die Übereinstimmung ist gut und liegt innerhalb der praktischen Toleranz. Die geringen
Abweichungen rühren daher, dass die verwendeten Farbstoffe einer gewissen gegenseitigen Beeinflussung unterworfen sind.
Die Abweichungen können, sofern dies überhaupt nötig ist, mit einer einzigen Korrek- turfärbung eliminiert werden, u. zw. wie die vorbeschriebenen Korrekturen auf Grund der Fig. 5 - 7.
Da die Probeeinfärbung mit den Grundfarben erfolgt, stimmen die Grundfarbkurven nur dann, wenn der betreffende Grundfarbstoff vollständig vom Farbstoffträger aufgenommen wird ; beim Einfärben des
Farbstoffträgers mit der Mischfarbe ist dies jedoch nicht unbedingt der Fall und hängt weitgehend vom
Material des Farbstoffträgers ab. So saugt z. B. Wolle bedeutend mehr Farbstoff auf als Kunstfasern; bei letzteren erhält man meist eine etwas zu helle Nachfärbung, wie dies durch die Kurve 2 in Fig. 1 er- sichtlich ist. So wird z. B. bei der Wellenlänge 510 mg von der Farbvorlage eine Remission von 37, 5'10 (Kurve 1) verlangt, während bei der Nachfärbung aus Kurve 2 bei dieser Wellenlänge eine Remission von 401o erhalten wurde.
Aus Fig. 6 ist ersichtlich, dass eine Remission von 4cp/o (statt 37, 5) nur eine Schar- lachkonzentration von 0, 030/0 (statt 0,035) ergeben würde ; somit ergibt sich für die korrigierte Scharlach- konzentration als Differenz nicht mehr O, 00fJ1/o, sondern 0, 011o. Damit erhält man eine korrigierte
Rezeptur, die nun eine noch bedeutend genauere Angleichung der Nachfärbung an die Vorlage ergibt.
Man kommt so mit einer einzigen Probefärbung und anschliessender Korrektur in allen praktisch vorkom- menden Fällen aus. Dadurch können die bisher stets notwendigen zahlreichen Probefärbungen, deren
Korrektur vom Fachpersonal je nach Geschick erfolgte, vermieden werden ; damit wird Zeit, Arbeitsauf- wand und Material eingespart und ausserdem sind an das Färbereipersonal bedeutend weniger hohe Anforderungen zu stellen, da die korrekte Nachfärbung einer Vorlage nicht mehr vom Geschick des die Korrekturen der Probefärbungen bestimmenden Personals abhängt.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Kopieren der Mischfarbe einer Vorlage auf einem Farbträger, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl Grundfarben in einer Mehrzahl von Farbkonzentrationen auf dem gleichen zu färbenden Farbstoffträger ausgefärbt und aus diesen Färbeproben die spektralen Remissionskurven bestimmt werden, dass ferner die spektrale Remissionskurve der Mischfarbvorlage bestimmt und dann auf Grund der spektralen Remissionskurven der Grundfarben die der Anzahl Grundfarben entsprechende Zahl jener Wellenlängen ausgewählt wird, bei welchen je das Verhältnis der Remission der einen Grundfarbe zur Remission je der andern Grundfarbe ein Minimum ist,
wonach für diese Wellenlängen die Remissionswerte der Grundfarben in Funktion der Farbbadkonzentration graphisch aufgetragen und aus diesen Kurven an den Stellen der den genannten Wellenlängen entsprechenden Remissionswerte der Farbvorlage die Badkonzentration der einzelnen Farbkomponenten der Mischfarbe bestimmt wird, und dass anschliessend die Farbkomponenten in der bestimmten Konzentration gemischt und der Farbstoffträger mit dem Farbstoffgemisch eingefärbt wird.