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Mehrwegventil für hydraulische Steuerungen, insbesondere für Ladekräne
Die Erfindung betrifft ein Mehrwegventil für hydraulische Steuerungen, insbesondere für Ladekräne, mit einem axial verschiebbaren und verschwenkbaren Schieberkolben. Derartige Ventile sind für Niederdruck bereits bekannt, haben aber in ihrer Anwendung auf Hochdruckventile, wie sie etwa für hydraulische Steuerungen von Lasthebemaschinen bis zu Drücken von 10U bis 200 atü in Frage kommen, den Nachteil, dass der einseitig auf Druck beanspruchte, verschiebbare und verschwenkbare Schieberkolben ohne Entlastungseinrichtung in seiner Führungshülse verklemmt und daher weder verschiebbar noch verdrehbar ist.
Erfindungsgemäss werden diese Nachteile dadurch beseitigt, dass der Schieberkolben mit einer beider- seits geschlossenen Axialbohrung versehen ist, in welche Radialbohrungen münden, wobei oberhalb der radialen Austrittsbohrungen im gegenüberliegenden Umfang das Schieberkolbens eine dem Bohrungsdurchmesser entsprechende Umfangsrille von etwa 120 in gleicher Breite ausgedreht ist und im Ventilgehäuse die entsprechenden Auslassbohrungen für den Ölumlauf angeordnet sind.
Durch diese Inneneinrichtung des Schieberkolbens können zunächst vielfache Arbeitsorgane von den einzigen Steuerkolben gesteuert werden, da die Anzahl der Radialbohrungen, die in die Axialbohrung münden sehr gross sein kann. (In der Zeichnung sind sechs derartige Auslässe dargestellt, es können aber auch zehn und mehr Auslässe vom gleichen Schieberkolben aus in der beschriebenen Art gesteuert werden). Dies ist nur bei Anordnung der axialen LÅangsbohrung im Schieberkolben möglich. Hiebei ist nur eine einzige
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für die Druckflüssigkeit erforderlich,1200ige Umfangsrille des Schieberkolbens jeweils in den Rücklauf erfolgt.
Die Druckentlastung des Schie- berkolbens wird einerseits durch die Abdrehung gewährleistet sowie dadurch, dass der durch das Zulaufrohr einseitig auf den Schieber ausgeübte Hochdruck auch bei geschlossenen Arbeitsgeräten durch die gegen die Mantelwand des zylindrischen Ventilgehäuses gerichteten Radialbohrungen kompensiert wird, welche in bezug auf den Umfang des Schieberkolbens um 1800 gegeneinander versetzt sind und daher eine einseitige Druckbelastung des Schieberkolbens, die bei dem hohen Druck dessen Verklemmung bewirken würde, ausschliessen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes für sechs Funktionen dargestellt, doch kann durch entsprechende Anordnung einer vierten Bohrung in der Hülse des Schieberkolbens die gleiche Einrichtung auch zur Steuerung acht verschiedener Funktionen herangezogen werden.
Fig. l zeigt einen Längsschnitt durch das Ventil, die Fig. 2 und 3 dieselben Schnitte bei verschiedenen AxialstellungendesSchieberkolbelisunddieFig. 4-7 Querschnitte : durch das Ventil bei verschiedenen Radialstellungen des Schieberkolbens.
Der Öleinlauf ist mit 1 und der Ölrücklauf mit 2 bezeichnet. In dem zylindrischen Ventilgehäuse ist ein Schieberkolben 3 drehbar und axial verschiebbar gelagert, der eine axiale Bohrung 4 besitzt, in welche radiale Bohrungen 5, 5a, 6, 7 und 8 münden. Zu beiden Seiten der radialen Bohrung 5 ist der Schieberkolben bei 9 rundum abgedreht, um eine Druckentlastung für die Erleichterung des axialen Gleitens zu ermöglichen, während oberhalb der unteren radialen Bohrung 8 der Schieberkolben eine etwa 1200ige rillenförmige Ausdrehung 10 trägt, deren Durchmesser jenen der Bohrungen 5 - 8 entspricht. Zur Längs- und Drehsteuerung des Schieberkolbens 3 dient ein Schalthebel 16, der in an sich bekannter Art in Kulissen 17
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wahlweise eingerastet wird.
Je nach der Schieberstellung erfolgt der Ölzulauf demnach entweder zu einem Stutzen 11 zum Anschluss eines weiteren Schiebers zur Multiplikation der Funktion, während durch die Hülsenbohrungen 12, 13, 14 bzw. bei gleicher Axialstellung des Schieberkolbens 3 durch die Hülsenbohrungen 12a, 13a, 14a die Schlauchleitungen zu den einzelnen Arbeitskolben für die jeweilige Funktion führen. Ein Überdruckventil 15 öffnet sich, wenn der Öldruck die zulässige Grenze übersteigt und gibt für den Überdruck den Rücklauf 2 frei.
In den Fig. 2 und 3 sind verschiedene Axialstellungen des Schieberkolbens 3 gezeichnet, wobei die zugehörigen Querschnitte in den Fig. 4, 5, 6 und 7 dargestellt sind. Durch die Bezifferung der einzelnen Kanäle ist die Sechsweg-Funktion des Ventils im gezeichneten Ausführungsbeispiel leicht verständlich. Bei Anschluss eines gleichgearteten zweiten Ventils an die Leitung 11 können damit zwölf Wege gesteuert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Mehrwegventil für hydraulische Steuerungen, insbesondere für Ladekräne mit einem axial verschiebbaren und verschwenkbaren Schieberkolben, dadurch gekennzeichnet, dass der Schieberkolben (3) mit einer beiderseits geschlossenen Axialbohrung (4) versehen ist, in welche Radialbohrungen (5, 5a, 6, 7, 8) münden, wobei oberhalb der radialen Austrittsbohrung (8) am gegenüberliegenden Umfang des Schieberkolbens eine dem Bohrungsdurchmesser entsprechende Umfangsrille (10) von etwa 1200 in gleicher Breite ausgedreht ist und im Ventilgehäuse die entsprechenden Auslassbohrungen (11, 12, 13, 14) für den Ölumlauf angeordnet sind.