AT225735B - Verfahren zum Überwachen der Querneigung eines Gleises während des Unterstopfens mittels einer Gleisstopfmaschine und Gleisstopfmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Überwachen der Querneigung eines Gleises während des Unterstopfens mittels einer Gleisstopfmaschine und Gleisstopfmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens

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AT225735B AT194961A AT194961A AT225735B AT 225735 B AT225735 B AT 225735B AT 194961 A AT194961 A AT 194961A AT 194961 A AT194961 A AT 194961A AT 225735 B AT225735 B AT 225735B
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Matisa Materiel Ind Sa
Const Mecaniques Sa Renens
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Description


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   Verfahren zum Überwachen der Querneigung eines Gleises während des Unterstopfens mittels einer Gleisstopfmaschine und
Gleisstopfmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens 
Die vorliegende Erfindung betrifft ein neues Prinzip zum   Überwachen   und zum Steuern der Arbeit einer Gleisstopfmaschine sowie die dazugehörigen geeigneten   Mess- und   Steuerapparate. 



   Es ist bekannt, dass man beim Nivellieren einer Schiene diese zuerst auf der gewünschten Höhe mit irgendwelchen provisorischen Mitteln, wie   z. B.   mit   Hebewl11den,   verkeilt. Hierauf wird das Schotterbett gestopft,   d. h.   unter jeder Schwelle derart angehäuft und verdichtet, dass das Gleis einen festen und überall regelmässigen Sitz erhält. 



   Die Erfahrung hat gezeigt, dass das Stopfen des Gleises immer noch ein heikler Vorgang ist. Die heutigen Anforderungen an die Genauigkeit des Schienenniveaus sind sehr hoch, sie liegen in der   Grössen-   ordnung von Millimetern und die vorbereitenden Massnahmen zum Verbringen der Schienen aut die gewünschte Höhe sind deshalb sehr heikel, verhältnismässig langwierig und kostspielig, erheischen ein ge- übtes Personal usw. Daraus ergibt sich, dass es äusserst wichtig ist, wenn irgend möglich zu verhindern, dass die unter so grossen Schwierigkeiten erreichte Nivellierung zerstört wird. Das moderne Gleisstopfen ist ein sehr rascher Vorgang, welcher pro Schwelle einige Sekunden dauert. Es genügt ein zufälliges Verklemmen zwischen den Steinen des Schotters, um ein unzulässiges Abweichen vom vorgeschriebenen Niveau hervorzurufen. 



   Dieser Fehler wiegt besonders schwer, wenn das gewünschte Niveau in Querrichtung zum Gleis verfälscht wird,   d. h.   wenn eine auch noch so kleine Abweichung der gewünschten Neigung zwischen zwei Schienen hervorgerufen wird. Die Neigung zwischen zwei Schienen wird in der Eisenbahntechnik Überhöhung genannt. 



   Man hat schon Apparate zum Überwachen der Nivellierung quer zum Gleis vorgeschlagen, welche die Neigung mit einer Wasserwaage mit Gasblase, mit einem Pendel oder mit einem Gyroskop messen. Unter den herrschenden Umständen weisen diese Apparate eine Reihe von Nachteilen auf, von denen die wichtigsten folgende sind : 
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 von i & OU mmBedingungen gebraucht wird. 



   Es ist selbstverständlich, dass jede verbesserte Einrichtung, z. B. zum Anheben einer Schiene oder zum Anhalten der Aufwärtsbewegung einer Schiene, welche durch eines der genannten bekannten Geräte gesteuert wird, zu keiner grösseren Genauigkeit führen kann, als derjenigen des Steuergerätes. 



   Wasserwaagen sprechen zu langsam an und erreichen nur langsam ihren stabilen Zustand. Sie sind für horizontale Beschleunigungen empfindlich, welche oft sehr gross sein können und welche unvermeidlich und unregelmässig in Querrichtung zum Gleis als Folge der Werkzeugschwingungen im Schotter und der vom Stopfen erzeugten Stösse auftreten. Wasserwaagen sind auch für andere parasitäre Beschleunigungen empfindlich und zeigen deshalb häufig eine aufgetrennte oder sogar momentan pulverisierte Gasblase. 

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Ausser diesen, in der Praxis schwer zu behebenden Nachteilen, weisen Wasserwaagen ferner den grossen
Nachteil auf, dass ein zufälliges Zerbrechen des Schauglases das Messen vollständig unmöglich macht. 



   Bei Messgeräten mit Pendeln mit hoher Eigenfrequenz ist die Genauigkeit schlecht, während mit Pen- deln von grosser freier Länge die Ansprechzeit zu lang ist. Alle diese Geräte sind ebenfalls für horizon- tale parasitäre Beschleunigungen empfindlich, welche in der Schwingungsebene sowohl auf den Aufhän- gepunkt wie auch auf die unvermeidliche Dämpfungsvorrichtung wirken. 



   Es sei betont, dass die genannten unerwünschten Beschleunigungen am Ende des Stopfens mit grösster
Intensität auftreten, also gerade dann, wenn die Genauigkeit am grössten sein sollte. 



   Es ist bekannt, dass der schwerwiegendste Nachteil des Gyroskops im Verlust der Richtung besteht, welcher nicht angezeigt wird und welcher früher oder später unvermeidlich eintritt, sei es infolge einer zufälligen Ursache, von Änderungen der Reibung in den Zapfenlagern, unter der Wirkung einer Änderung der Steigung oder der Richtung des Gleises oder aus andern Gründen. Die Genauigkeit des Gerätes kann ferner unter der bekannten Wirkung der Präzision und der durch das Stopfen hervorgerufenen Schwingun- gen und Stösse leiden. Der heikle Mechanismus eines Gyroskops, welcher im übrigen die Herstellung und den Unterhalt verteuert, macht dieses für Störungen anfällig, welche das Messen lahmlegen können. 



   Keine der drei Arten von Messgeräten, welche für das Messen der Überhöhung vorgeschlagen worden sind, erlaubt es, in einfacher Weise eine Vorrichtung, beispielsweise eine Korrekturvorrichtung, zu steuern, welche auf die Organe einer Gleisstopfmaschine einwirkt, denn die verfügbare   Steuerkraft ist   äusserst schwach. Ein   Kraft-oder Leistungsrelais   mit grosser Verstärkung ist nötig, was die Konstruktion kompliziert und schwerer macht. 



   Bei Messgeräten mit direkter Ablesung tritt ausserdem ein allen aus Distanz erfolgenden Ablesungen anhaftender schwerwiegender Nachteil auf. Wenn man   z. B.   die Überhöhung   von + 150-mm bis-150   mm auf einen Millimeter genau messen können soll, muss die Anzeigeskala des Messgerätes im   Verhältnis   zur Skaleneinheit sehr lang sein. Das erfordert entweder eine einzige Skala von sehr grosser Länge, was oft nicht zu verwirklichen ist, oder aber eine oder mehrere aufgeteilte Skalen mit einer Vorrichtung zum Verschieben des Nullpunktes, welche aus Distanz vom Standort des Beobachters aus steuerbar sein muss, oder schliesslich eine noch heiklere und noch kompliziertere Konstruktion, welche die verschiedensten Manipulationen erfordert. 



   Bei einer Wasserwaage nimmt die Ablesbarkeit mit zunehmender Entfernung zum Beobachter rasch ab. Bei Dämmerung und nachts wird die Ablesbarkeit noch mühsamer und ungewisser. Die Wasserwaage muss im Messfeld mit einer über die Distanz zum Beobachter wirkenden Übertragungsvorrichtung justiert werden können, wenn man vermeiden will, dass sich der Beobachter ständig zur Wasserwaage und von dieser weg wieder an den Beobachtungsplatz begeben muss, was übrigens manchmal unter gewissen Umständen sogar unmöglich ist. 



   Die direkte Ablesung von Messwerten bei Pendeln und Gyroskopen stösst auf ähnliche Schwierigkeiten, denn ihre Fähigkeit zur Verstärkung angezeigter Messwerte ohne Relais ist gering. 



   Die Summe der genannten Schwierigkeiten lässt keine befriedigende, praktisch anwendbare Lösung zu, wenn man versucht, bekannte Vorrichtungen zum Messen der Überhöhung während des Stopfens zu verbessern. Eine ideale Lösung des Problems würde in einem Apparat bestehen, welcher die genannten Nachteile nicht aufweist und welcher genügend genaue und klar lesbare Messwerte bei kurzer Ansprechzeit gibt, damit man rechtzeitig im richtigen Sinne wirken kann. 



   Die vorliegende Erfindung bezweckt, dieses Ideal zu verwirklichen, indem man während des Stop-   fens nicht mehr die Überhöhung, sondern die Änderung der Überhöhung, d. h.   die Verwindung,   misst.   Die Erfindung schafft auch die hiezu nötigen Vorrichtungen. 



   Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überwachen der Querneigung eines Gleises während des Unterstopfens mittels einer Gleisstopfmaschine, bei dem während der ganzen Stopfarbeit durch fortlaufende Messung die Grösse der durch das Stopfen auftretenden relativen Höhenverschiebung der beiden Schienen gegeneinander im Bereich der Stopfwerkzeuge ermittelt wird und die Stopfarbeit der der einen Schiene zugeordneten Stopfwerkzeuge beendet oder unterbrochen wird, sobald diese Schiene gegenüber der andern Schiene um soviel gehoben worden ist, dass die ermittelte Verschiebungsgrösse einen vorbestimmten Sollwert überschreitet.

   Das Verfahren selbst ist dadurch ausgezeichnet, dass zum Ermitteln der Grösse der Höhenverschiebung der beiden Gleisschienen gegeneinander die Gleisverwindung zwischen den beiden Endquerschnitten eines Gleisabschnittes gemessen wird, dessen eines Ende im Arbeitsbereich der Stopfwerkzeuge liegt und dessen anderes Ende sich vor den Stopfwerkzeugen in einem durch den Stopfvorgang nicht beeinflussten Gleisbereich befindet, wobei das Beenden oder Unterbrechen der Stopfarbeit beim Überschreiten des Sollwertes vorzugsweise selbsttätig erfolgt. 

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   Die Erfindung betrifft ferner eine Gleisstopfmaschine zur Durchführung des erfindungsgemässen Ver- fahrens, die mit einer Messvorrichtung versehen ist, um während der Stopfarbeit fortlaufend die Grösse der
Höhenverschiebung der beiden Schienen gegeneinander in einer quer zum Gleis stehenden, den Stopfwerk- zeugen unmittelbar benachbarten Ebene ermitteln zu können. Die Maschine selbst zeichnet sich dabei da- durch aus, dass als Messvorrichtung eine Vorrichtung zum Messen der Gleisverwindung dient, deren eine quer zum Gleis liegende Basis sich in der Nähe der Stopfwerkzeuge und deren andere ebenfalls quer zum
Gleis liegende Basis sich - in Arbeitsrichtung der Maschine gesehen-vor der erstgenannten Basis befin- det. 



   An Hand der beiliegenden   Zeichnung werden nachfolgend beispielsweise eine Ausführungsform des er-   findungsgemässen Verfahrens und eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung sowie des er- findungsgemässen optischen Anzeigegerätes beschrieben. 



   Die Fig. 1 und 2 zeigen schematisch das Prinzip des Verfahrens, wobei Fig. 1 sich auf ein horizon- tal nivelliertes Gleis (dessen Schienen also in einer horizontalen Ebene liegen) und Fig. 2 sich auf einen Übergang von einem geraden Gleisabschnitt in eine Kurve bezieht, welchem Übergang beim Verkeilen eine gewisse, wohl definierte Verwindung erteilt wird. Die Fig. 3 und 4 erläutern schematisch ein op- tisches Anzeigegerät, wobei Fig. 3 eine erste Ausführungsform und Fig. 4 eine Variante davon betrifft.
Die Fig.   5 - 7   zeigen schematisch eine Ausführungsform einer Vorrichtung zur Durchführung des erfin- dungsgemässen Verfahrens, wobei Fig. 5 eine Seitenansicht, Fig. 6 eine Teilansicht von oben und Fig. 7 eine Ansicht von vorn darstellt. 



   Fig. 1 zeigt perspektivisch zwei parallele Schienen 1 und la eines Gleises in ebener horizontaler
Soll-Lage. Eine bekannte Gleisstopfmaschine mit   überhängenden   Stopfwerkzeugen ist der Einfachheit hal- ber lediglich schematisch durch ihre Vorderachse 2 und die Hinterachse 3 sowie durch die Spuren 4,5, 6,
7,4a, 5a, 6a und 7a ihrer Stopfwerkzeuge auf der Rollebene angedeutet. 



   In der mit ausgezogenen Linien gezeichneten Gleislage ist die vordere, zu den Gleisen senkrechte
Verbindungslinie 8 parallel zur hinteren, senkrechten Verbindungslinie 9, da die beiden Verbindungsli- nien in den Punkten 10 und 11 die Schiene 1 und in den Punkten   10a   und 11a die Schiene la berühren. 



   Wenn während des Stopfens der Druck im Schotter unter einer Schiene zu gross wird, zeigt diese das
Bestreben, sich am Ort des Stopfens über das vorgeschriebene Niveau zu erheben und einen Buckel zu bil-   'den,   wie er übertrieben durch die unterbrochene Linie 12 dargestellt ist. Der Punkt 11a wird dabei um die Höhe h nach llb gehoben, welche die Verwindung in bezug auf den Abstand L (in Metern) zwischen den Verbindungslinien 8 und 9 darstellt. Die Distanz L wird hier als Einheit betrachtet, auf welche die
Höhen h bezogen werden. Die Gerade 9 wird nach 9b verschoben. Der Winkel x zwischen den Geraden
9 und 9b wird als Verwindungswinkel des Gleises bezeichnet. 



   Es handelt sich nun darum, während des Stopfens die Verwindung zu überwachen, indem man dauernd den Winkel zwischen den beiden durch die unveränderliche Distanz L getrennten Geraden 8 und 9 misst. 



   Es ist klar, dass der Fehler h, welcher in der Zeichnung stark vergrössert dargestellt ist, klein bleiben muss, wenn man ihn leicht korrigieren können soll. In der Praxis hat es sich gezeigt, dass es beispielsweise genügt, die Schliessbewegung der Stopfwerkzeuge anzuhalten, damit unter der Wirkung ihrer Schwingun- gen im Schotter, kombiniert mit dem Eigengewicht der Schiene, dem Druck der   vordern   Achse und der Elastizität der Schiene, der Buckel verschwindet. 



   Man versucht auch, die Form des ungewollt auftretenden Buckels zu verwerten, welche offensichtlich erlaubt, eine verhältnismässig sehr kurze Distanz L zu wählen, was für die Messgeräte und das Verfahren grosse Vorteile und insbesondere eine ausgezeichnete Genauigkeit bietet. 



   Falls der Fehler in einem nach unten gerichteten Buckel besteht, welcher durch das Ausfallen einer Hebewinde unter der Wirkung der benachbarten schwingenden Stopfwerkzeuge entstehen kann, kann dieser natürlich durch stärkeres Stopfen beseitigt werden. 



   Desgleichen kann ein gleichzeitig auf beiden Schienen in der einen oder andern Richtung auftretender Fehler derart behoben werden, dass die Verwindung verschwindet. 



   Man sieht also, dass man, um während des Stopfens solche Fehler und ihre Folgen dauernd vermeiden zu können, über ein rasch ansprechendes   Mess- und Steuergerät   verfügen muss. 



   Wenn die Rollebene in Querrichtung geneigt ist,   d. h.   wenn das Geleise eine gewisse Überhöhung aufweist, ist es klar, dass die Verwindung in einem bestimmten Massstab ein Mass für die Änderung der Überhöhung zwischen den Geraden 8 und 9b darstellt. Dies gilt auch, wenn die Rollebene in Gleisrichtung ansteigt oder abfällt oder wenn das Gleis eine regelmässige Kurve beschreibt   usw. Um dieBeschreibung nicht   unnötig zu verlängern, wird nachfolgend nur der Fall des Übergangs von einem geraden Gleisabschnitt in eine Kurve besprochen. 

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   In Fig. 2 ist mit den gleichen Bezugszeichen ein Teil der Elemente der Fig. 1 dargestellt. Es sei angenommen, dass nur die (in Pfeilrichtung) linke Schiene la bei diesem Übergang nach oben gebogen ist, wobei sie die durch eine ausgezogene Linie dargestellte Lage einnehmen soll. Der Geraden   10 - 10a   entspricht nun eine Parallele 11 - 11b, welche mit der Geraden   11- la   den Winkel x bildet. In der Solllage muss also das Gleis eine Verwindung von h Millimetern aufweisen, was einer Verschiebung des Nullpunktes des Messapparates gleichkommt. Diese Verschiebung kann man sich als einen gewollten, nach unten gerichteten Fehler vorstellen,   d. h.   als eine der über die Distanz L vorzunehmende Erhöhung h entgegengesetzt   gerichtete Grösse.   



   Wie in den Fig. l und 2 dargestellt, erfolgt das Messen der Verwindung in diesem Fall durch Messung des Abstandes, den der eine   Endpunkt (z. B. 11b) gegenüber einer Ebene aufweist, welche durch den an-   dern Endpunkt 11 der gleichen Basis 9 und durch die beiden andern Endpunkte 10, 10a der andern Basis 8 bestimmt ist. 



   In Fig. 3 ist schematisch in allgemeiner Form die Einrichtung eines optischen Anzeigegerätes derart dargestellt, dass man seine Arbeitsweise klar erkennen kann. Der Einfachheit halber ist nur ein Abschnitt des Gerätes dargestellt. 



   Eine Lichtquelle 57 (beispielsweise ein Glühfaden) sendet horizontale, nach rechts (Fig. 3) gerichtete Strahlen aus. Senkrecht zu den Lichtstrahlen sind zwei Unterbrechungsorgane 58 und 59 angeordnet, welche in Fig. 3 im Schnitt in der durch die Lichtquelle 57 gehenden Ebene dargestellt sind. Der Einfachheit halber wird angenommen, dass das Unterbrechungsorgan 58 unbeweglich ist und schmale Spalte 60,61 und 62 aufweist, welche alle von gleicher Breite und in regelmässigen Abständen angeordnet sind, so dass die unteren Kanten 60a ; 61a und 62a voneinander den Abstand z besitzen. 



   Das Unterbrechungsorgan 59 ist parallel zu 58 verschiebbar. Es besitzt breite Spalten 63,64 und 65, deren obere Kanten 63a, 64a und 65a gegen unten einen zunehmenden Abstand von den entsprechenden Kanten 60a, 61a und 62a besitzen. 



   Das Gerät arbeitet wie folgt. 



   In der in Fig. 3 dargestellten Lage überdecken sich die Steuerkantenpaare 60a und 63a, 61a und 64a sowie 62a und 65a, so dass keine Lichtstrahlen die Vorrichtung passieren können. Das Gerät ist für einen auf der rechten Seite sich befindlichen Beobachter undurchsichtig. 



   Wenn, das Organ 59 allmählich nach oben verschoben wird,   verschwindet zunächst   die Bedeckung yl zwischen 60a und 63a, so dass ein0 Lichtstrahl durch die Spalte 63 und 60 hindurchdringen kann. Die andern Bedeckungen bleiben jedoch noch   genügend   gross, um das Durchdringen von Lichtstrahlen durch die Spalte 61 und 62 zu verhindern. Auf dem   dargestellten Geräteabschnitt sieht der Beobachter   also nur einen einzigen Lichtstrahl. 



   Wenn das Organ 59 weiter nach oben verschoben wird, verschwindet auch die Bedeckung y2 zwischen den Spalten 61a und 64a, so dass auch durch die Spalten 64 und 61 ein Lichtstrahl dringen kann und der Beobachter nun gleichzeitig zwei Lichtstrahlen sieht. Beim weiteren Verschieben des   Organs 5 9 nach oben   werden also vom Beobachter immer mehr Lichtstrahlen wahrgenommen. 



   Es ist ohne weiteres verständlich, dass, wenn man die Bedeckungen yl, y2, y3 usw. zu 1 mm, 2 mm 3 mm usw. wählt, der Beobachter nacheinander einen, zwei, drei usw. Lichtstrahlen sieht, welche die Verschiebung des Organs 59 nach oben in Millimetern anzeigen. 



   Es ist ersichtlich, dass der Abstand z willkürlich so gross wie nötig,   z. B.   zu 100 mm, gewählt werden kann. 



   Das Gerät zeigt dann die Aufwärtsbewegung an und dient gleichzeitig als Verstärker im Massstab   100 : 1.    



   Es ist klar, dass die Abwärtsbewegung im umgekehrten Sinn angezeigt wird. 



   Es ist ferner klar, dass die Abstände z zwischen den Steuerkanten des Organs 58 variabel sein können, damit man eine variable Verstärkung längs der Skala erhält. 



   In Fig. 4 ist mit gleichen Bezeichnungen eine Variante der Elemente der Fig. 3 dargestellt. 



   Die Spalten 63,64 und 65 des Organs 59 haben hier die gleiche Breite wie die Spalte 60,61 und 62 des Organs 58. 



   Man sieht, dass die Steuerkantenpaare 63b und 60b, 64b und 61b sowie 65b und 62b analog wie oben beschrieben, jedoch in umgekehrtem Sinn zusammenarbeiten. Somit sieht der Beobachter eine0 konstante Anzahl von Lichtstrahlen, beispielsweise einen einzigen, dessen mehr oder weniger nach oben verschobene Lage die Verschiebung des Organs 59 mit einer den   gewählten Verhältnissen entsprechenden Verstär-   kung anzeigt. 



   In Fig. 5 ist die in Pfeilrichtung gesehene rechte Schiene 13 eines horizontalen Gleises dargestellt. 

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Die Ziffer 14 bezeichnet das Vorderende einer Gleisstopfmaschine mit vorgebauten Stopfwerkzeugen, vor welcher der nachfolgend beschriebene Gleisverwindungsmessapparat mit dem optischen Anzeigegerät an- gehängt ist. 



   Die ganze Vorrichtung ist symmetrisch in bezug auf die Gleismitte, so dass in Fig. 6 lediglich eine Ansicht von oben des linken Teiles des Messapparates gezeichnet ist. Die Elemente, die sich auf die lin- ke Seite des Messapparates beziehen, sind mit dem Index a bezeichnet. 



   Die vordere Traverse 15 endigt in einer Platte 16, an welcher mittels Schrauben 17 und 18 ein Gleit- schuh 19 angebracht ist. Dieser hat eine   runde Gleitfläche   20 mit einer Führung 21. In der Mitte der Tra- verse 15 ist ein Mittelrohr 22 angeschweisst, welches am andern Ende an eine Platte 23 angeschweisst ist, die an ihren Enden die Anschläge 24,24a besitzt. 



   Ein in jeder Richtung frei beweglicher, über der Gleismitte befindlicher Haken 25 steckt in einer Öse der Platte 26, welche an die hintere Traverse 27 angeschweisst ist. Diese endigt ebenfalls in einer Platte
28, an welcher mittels Schrauben 29 und 30 ein Gleitschuh 31 mit einer runden Gleitfläche 32 und einer
Führung 33 angeschraubt ist. 



   Auf der hinteren Traverse 27 ist in der Mitte ein Gehäuse 35 mit einem Fuss 34 befestigt, wobei eine Gehäusewand 36 mit Schlitzen versehen ist. Die Traverse 27 mit dem Gehäuse 35 ist mittels dreier Haken   37, 39 und 39a   in der Höhe frei beweglich mit dem Vorderteil 14 der Stopfmaschine verbunden. Diese Haken stecken in Ösen 38, die am Vorderteil 14 angeschweisst sind. 



   Ein Finger 40, welcher in der Führung 41 angeordnet ist, trägt den Anschlag 24. 



   In Fig. 6 ist die soeben beschriebene Anordnung von oben   nut den gleichen Bezugszcichen   dargestellt, wobei die Symmetrie klar ersichtlich wird. 



   Fig. 7 zeigt mit den gleichen Bezugszeichen einen Teil der oben beschriebenen Elemente von vorne, insbesondere die von den Fingern 40 und 40a getragenen Anschläge 24 und 24a, welche in den Führungen 41 und 41a gleiten und sich bei 42 und 42a auf die bei 44 und 44a an die Traverse 27 angelenkten Hebel 43 und 43a abstützen. An den Enden 45 und 45a dieser Hebel ist eine Kette 46 befestigt, welche durch den Fuss 34 hindurch ein im Zentrum des Gehäuses 35 angeordnetes Zahnrad 47 antreibt. Dieses Zahnrad ist mit einer Scheibe 48 verbunden, welche Segmente 49,50 und 50a, 51 und 51a, 52 und 52a besitzt, welche die in der Gehäusewand 36 ausgesparten Schlitze 53 und 53a, 54 und 54a, 55 und 55a, 56 und 56a verdecken können. Das Gehäuse 35 beherbergt eine ständige (nicht dargestellte) Lichtquelle, welche die Schlitze in der Gehäusewand 36 von hinten her beleuchtet. 



   Das Gerät arbeitet, unter Berücksichtigung des bereits weiter oben ausgeführten, wie folgt :
In der dargestellten Lage sei die Verwindung gleich Null und der Messapparat mittels der Schrauben 17,18, 29 und 30 justiert. Da die vordere Traverse 15 also horizontal liegt, befinden sich die beiden Anschläge 24 und 24a auf dem gleichen Niveau, die Hebel43 und 43a sind horizontal und die Zahnscheibe 48 bedeckt alle Schlitze der Skala. 



   Wenn nun aus irgendeinem Grunde,   z. B.   wegen eines Niveaufehlers von 1 mm der linken Schiene in der Nähe der Stopfwerkzeuge, die hintere Traverse 27 um den Auflagepunkt der Gleitfläche 20 auf der gegenüberliegenden Schiene gedreht wird, werden die Anlenkpunkte 44 und 44a gehoben, u. zw. 44a etwas mehr als 44. Da die vordere Traverse 15 ihre Lage nicht verändert, verschieben sich die Anschläge 24 und 24a und damit die Finger 40 und 40a beiderseits um den gleichen Betrag. Die Berührungspunkte 42 und 42a bewegen sich somit auf gleicher Höhe, wodurch die Hebel 43 und 43a, die durch die Kette 46 über das Zahnrad 47 miteinander verbunden sind, verschwenkt werden. Das Zahnrad 47 und die mit ihr verbundene Scheibe 48 werden im umgekehrten Drehsinn zur Schwenkbewegung der hinteren Traverse 27 verdreht.

   Die relative Lage der Segmente 49 ff. und der Schlitze 53 ff. wird dadurch verändert. Bei einem Niveaufehler von 1 mm auf der linken Seite wird dann beispielsweise der erste Schlitz 53a auf der linken Seite der Gehäusewand 36 freigegeben, so dass Licht aus der Lichtquelle im Gehäuse 35 austreten kann. Alle andern Schlitze bleiben bedeckt. 



   Wenn der Fehler der linken Schiene 2 mm beträgt, wird durch die entsprechend grössere Rotation der Scheibe 48 auch noch der folgende Schlitz 54a freigegeben. Entsprechendes gilt für grössere Fehler. 
 EMI5.1 
 nommenen Beispiel nach oben gerichtet ist. 



   Wenn die rechte Schiene vom vorgeschriebenen Niveau abweicht, werden die Schlitze auf der rechten Seite in analoger Weise freigegeben. 



   Aus Fig. 7 ist ohne weiteres ersichtlich, dass, wenn man die Länge der Hebelarme, den Zahnraddurchmesser, den mittleren Radius der Schlitze und ihren Winkelabstand in geeigneter Weise wählt, es möglich ist, den zu messenden Wert der Verwindung erheblich vergrössert anzuzeigen, z. B. im 

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 EMI6.1 


Claims (1)

  1. <Desc/Clms Page number 7>
    6. Gleisstopfmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anzeigevorrichtung (36) eine Lichtquelle (57), eine ortsfeste Unterbrechungsblende (58) mit Ausschnitten (60, 61, 62), um von der Lichtquelle kommende Lichtstrahlen nur an der Stelle der Ausschnitte durchzulassen, und eine gegen- über der ortsfesten Unterbrechungsblende angeordnete bewegliche Unterbrechungsblende (59) mit Ausschnitten (63, 64, 65) enthält, die sich gegenüber den erstgenannten Ausschnitten bewegen, so dass Licht nur dort diese beiden Blenden durchstrahlen kann, wo ein Ausschnitt der einen Blende einem Ausschnitt der andern Blende gegenüberliegt und dass im optischen Anzeigegerät die den Durchtritt eines Lichtstrahls freigebenden Steuerkanten von aufeinanderfolgenden Ausschnitten der einen Blende gegenüber den entsprechenden Ausschnitten der andern Blende um zunehmende Beträge (y)
    verschoben sind, so dass die zu- gedeckte Fläche eines zu den beidenunterbrechungsblenden gehörendenausschnittspaares von einem zum folgenden Paar regelmässig zunimmt.
AT194961A 1960-03-15 1961-03-09 Verfahren zum Überwachen der Querneigung eines Gleises während des Unterstopfens mittels einer Gleisstopfmaschine und Gleisstopfmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens AT225735B (de)

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