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Drehbare Panzer-Dachkuppel @ mit Kugel- oder Rollenlagerung des Kuppelrandes.
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Bei solchen drehbaren Panzer-Dachkuppeln, bei welchen die Kuppel unter Zwischenschaltung von Kugeln oder Walzen von einem auf dem Turmrande verankerten Kranzstück getragen wird, kann es vorkommen, dass die untere Ringfächo der Kuppel durch das Auftreffen von Geschossen auf die unteren Kuppelteile Formveränderungen erleidet, die eine weitere Drehung der Kuppel erschweren oder unmöglich machen.
Um dies zu vermeiden, wird nach vorliegender Erfindung die Kalotte nicht unmittelbar
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als Auflage für die Kuppel dienender Rand mit einem nachgiebigen Material, z. B. Blei, bekleidet ist, während dessen untere Ringfläche auf den Kugeln oder Rollen aufliegt. Diese Bekleidung der oberen Kranzfläclie muss von solcher Stärke und Anordnung sein, dass dadurch etwaige,
von Geschossen an der Kuppel verursachte Formveränderungen nicht auf das drehbare Kranzstück übertragen worden können und die Drphbarkeit der Kalotte nicht beeinträchtigt wird. Die beigefügte Zeichnung stellt zwei verschiedene Ausführungsformen
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sprechender Lagerfläche versehenen Kranz 3 ruht und Illit dem Kranz 2 durch die Schrauben 12, unter Einschaltung der Feder 7, verbunden ist.
Zwischen der Kuppel 1
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schädigung der Kuppel nicht in einer ihre Drehung beeinträchtigenden Weise auf den Kranz 2 übertragen werden kann, da das Blei boi einer stellenweises Beanspruchung der Kuppel eher nachgibt wie der Gussstahl, während eine Druckwirkung, die sich auf einen grösseren Teil der Kuppel erstreckt, nicht einmal eine Formveränderung des Bleies hervorbringt.
Durch Herunterschrauben der Schrauben 6 kann man den Kranz 2 zusammen mit der Kuppel senken, bis der Ringteil 10 mit jenem der Grundplatte 3 in Berührung kommt, die alsdann der Kuppel ein festes Widerlager gegen auftreffende Geschosse bildet. Denn da man den Kranz 2 etwas anheben oder senken kann, wird eine Verbindung zwischen den Kränzen 2, 3 in solcher Weise möglich, dass sich diese Teile oben ohne Druck be- rühren. mithin die Konstruktion erforderlichenfalls sowohl eine feste Auflage der Kuppel, als auch andererseits eine leichte Drehung derselben gestattet ;
die Senkung der Kuppel bis zur Auflage des Ringteiles 10 auf jenem der Grundplatte geschieht durch Auftreffen der Geschosse auf die Kuppel, wodurch die Federn 7 zusammengedrückt werden.
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Erschütterungen beim Auftreffen eines Geschosses auf die Kuppel nicht an der Anfangs- stelle des Gewindes abbrechen. Unten tragen die Bolzen 58 die aus zwei flachen Schalen gebildeten Federn 55, deren Kraft durch die Muttern 54 geregelt werden kann ; die
Wirkungsweise dieser Einrichtung geht aus Fig. 4 und 5 hervor. Trifft ein Geschoss 56 unter steilem Winkel die Kuppel nahe dem Rande, so verbiegt es ihn in der aus Fig. 5 ersichtlichen Weise.
Würde die Kuppel auf dem Kranze 2 unmittelbar ohne Zwischenlage nachgiebigen Materiales aufliegen, so könnte auch eine Forl8veränderung des Kranzes 2 eintreten, die unter Umständen eine weitere Drehung der Kuppel unmöglich machen würde.
Die Bleieinlage bewirkt jedoch vor allem eine Schwächung der Geschosswirkung, so dass nur ein Teil des Stosses auf den Kranz 2 übertragen wird ; das Blei drückt sich in die seitlichen Ringnuten 52 sowie in den Zwischenraum 58, weshalb die Teile 1, 2 ihre gegen- seitige Stellung ziemlich unverändert beibehalten, so dass der Kranz 2 höchstens schwache, sich keinesfalls bis auf den Stützflansch erstreckende Formveränderungen erleidet, wodurch die Drehbarkeit stets erhalten bleibt.
Da die Bolzen 52 sich auf elastische Widerlager stützen, so sind sie der Gefahr des Bruches weniger ausgesetzt, als wenn sie einen festen Widerstand haben und können sich daher verlängern und biegen, ohne dass die Verbindung zwischen der Kuppel und dem
Kranze 2 aufgehoben wird.
PATENT-ANSPRÜCHE : l. Drehbare Panzer-Dachkuppel mit Kugel-oder Rollenlagerung des Kuppelrandes, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Kuppelrande und einem von den Kugeln oder Rollen getragenen Stützring für die Kuppel eine nachgiebige Auflage für den Kuppelrand eingeschaltet ist, die verhindert, dass die Wirkung von die Kuppel treffenden Geschossen auf den Stützring und das Ringlager übertragen wird.