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Verfahren zum Verwinden einer Bewehrungseinlage für Eisenbeton ab Ring und Verwindeanlage zur Durchführung des Verfahrens
Es ist bekannt, Profilstäbe jeglicher Art, insbesondere Bewehrungseinlagen für Eisenbeton, zwecks
Erhöhung ihrer Streckgrenze und ihrer Bruchfestigkeit zu verwinden. Ausserdem soll durch das Verwinden von profilierten Bewehrungseinlagen deren Haftfestigkeit im umgebenden Beton erhöht werden. Es sind bereits Verwindeanlagen bekannt, mittels welcher fertig abgelängte Stäbe verwunden werden. Hiebei werden die abgelängten Stäbe gebündelt mittels einer Krananlage zur Verwindeanlage gebracht. Vor dem Verwinden müssen die Bündel gelöst und die einzelnen Stäbe griffbereit neben der Verwindeanlage gelagert werden.
Das Bündeln, Transportieren der Bündel und Bereitlegen der Stäbe neben der Verwinde- anlage ist hiebei mit einem erheblichen Zeitverlust verbunden und hat deshalb eine Leistungsminderung zur Folge. Es ist auch bekannt, Bewehrungseinlagen nach dem Warmwalzen zu Ringen aufzuhaspeln, sie dann in einer Richtanlage zu richten und abzulängen. Dabei werden zweckmässigerweise die Richtmaschi- ne und die Verwindemaschine nebeneinander angeordnet. Die Nachteile einer solchen Anordnung sind einerseits der grosse konstruktive Aufwand und anderseits der grosse Platzbedarf einer solchen Anlage.
Nachteilig ist dabei ferner, dass der Richtvorgang vom Verwinden getrennt abläuft und dass das Richten von mit quer oder schräg zur Stabachse verlaufenden Rippen versehenen Bewehrungseinlagen mit Schwierigkei- ten verbunden ist.
Um diese Nachteile zu beheben, ist schon vorgeschlagen worden, Bewehrungseinlagen direkt ab Ring zu verwinden. Hiefür wird die aus der Walzmaschine auslaufende Bewehrungseinlage ohne Ablängen auf einen Haspel zu einem Ring aufgewickelt. Dieser Ring wird dann zur Verwindeanlage gebracht. Bei einer für diese Arbeitsweise bestimmten Verwindeanlage ist der rotierende Verwindekopf auf einem Fahrgestell angeordnet, welches auf einem Geleise vorwärts und rückwärts gefahren werden kann. Der Ring wird am einen Ende des Geleises auf einen drehbaren Haspel gelegt. Nächst diesem Haspel ist ein ortsfester Spannstock vorgesehen. Die vom Haspel abgewickelte Bewehrungseinlage wird durch diesen noch geöffneten Spannkopf hindurchgezogen und in den an diesen Spannstock herangefahrenen Verwindekopf eingespannt.
Hierauf wird das Fahrgestell mit dem Verwindekopf bis zur gewünschten Stablänge ausgefahren, wobei die Bewehrungseinlage vom Haspel abgewickelt wird und durch den geöffneten Spannkopf gezogen wird.
Nach Schliessen des Spannkopfes kann dann die einerseits im Spannkopf und anderseits im Verwindekopf eingespannte Bewehrungseinlage verwunden werden. Nach dem Verwinden der Bewehrungseinlage wird der verwundene Teil derselben am Spannkopf abgetrennt und nach Öffnen des Spannkopfes und des Verwindekopfes wird der fertig gewundene Teil der Bewehrungseinlage entfernt. Das Fahrgestell mit dem Verwindekopf wird wieder an den Spannstockherangefahren, worauf sich der Vorgang in gleicher Weise wiederholt, bis der auf dem Haspel befindliche Ring erschöpft ist.
Um die Leerlaufzeiten möglichst klein zu halten, kann eine solche Verwindeanlage in der Weise verbessert werden, dass an beiden Enden des Geleises ein Haspel und ein ortsfester Spannstock angebracht werden, so dass mittels des auf dem Fahrgestell angeordneten, zweiseitig ausgebildeten Verwindekopfes in der einen Eahrrichtung vom einen und in der andern Fahrrichtung vom andern Haspel unverwundene Bewehrungseinlagen abgewickelt werden können. Gegebenenfalls kann eine solche Verwindeanlage auch ein Fahrgestell mit zwei oder mehr zweiseitigen Verwindeköpfen und an beiden Enden der Geleiseanlagen zwei oder mehr Haspel und eine entsprechende Zahl von ortsfestenspannstöcken aufweisen, damit gleichzeitig zwei oder mehr Bewehrungseinlagen nebeneinander eingezogen und hernach verwunden werden
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können.
Bei derartigen Verwindeanlagen wirkt sich aber der Umstand ungünstig aus, dass das Fahrgestell mit dem schwerenVerwindemechanismus und dessenAntriebsmaschine hin-und hergefahren werden muss.
Ferner muss zur Erzielung der erforderlichen Stabilität das Fahrgestell mit dem Verwindemechanismus während des Verwindens blockiert werden.
Um das Hin- und Herfahren des Fahrgestells mit dem Verwindekopf zu vermeiden, kann der Verwin- dekopf ortsfest und die Abschneidevorrichtung unmittelbar vor dem Verwindekopf angebracht werden. Die fertig verwundene Bewehrungseinlage wird hiebei nach dem Öffnen des Spannstockes und des Verwinde- kopfes mittels einer Abzugsvorrichtung durch den Verwindekopf hindurch in gleicher Richtung abgezogen, wobei gleichzeitig ein neuer Teil der unverwundenen Bewehrungseinlage durch den Spannstock eingezo- gen wird. Nach dem Einziehen des neuen Teiles der unverwundenen Bewehrungseinlage wird dann erst der fertig verwundene Teil abgeschnitten und durch die Abzugsvorrichtung ganz fortgeschafft, worauf der neu eingezogene Teil der unverwundenen Bewehrungseinlage im Spannstock und im Verwindekopf einge- spannt wird..
Eine derartige Verwindeanlage erfordert aber ausserordentlich viel Platz, da ihre Länge mehr als das Doppelte der vorgesehenen Länge der Bewehrungseinlagen beträgt.
Alle diese bekannten Verwindeanlagen für direktes Verwinden ab Ring haben ausserdem den gemein- samenNachteil, dass das Einziehen der Bewehrungseinlage und das Verwinden derselben zeitlich aufeinan- der folgen. Während des Einziehens kann nicht verwunden werden und während des Verwindens kann nicht eingezogen werden. Alle diese Nachteile können durch die Erfindung behoben werden.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Verwinden einer Bewehrungseinlage für Eisenbeton ab Ring, gemäss welchem gleichzeitig mit dem Verwinden einer in bekannter Weise zwischen einem Verwindekopf und einem Spannstock eingespannten Bewehrungseinlage ein neues Stück der rohen. unverwundenen, kalten Bewehrungseinlage direkt von dem auf einem aussenseitig des Spannstockes angeordneten Haspel befindlichen Ring abgezogen und in bekannter Weise in eine Bereitschaftsstellung neben der im Verwinden und gleichzeitigen Strecken befindlichen Bewehrungseinlage gebracht wird und mit seinem Ende nach Lösen der fertig verwundenen Bewehrungseinlage aus dem Verwindekopf und dem Spannstock in den Verwindekopf eingesetzt und in den Spannstock eingelegt wird,
wobei gleichzeitig mit dem Schliessen des Spannstockes das Abtrennen des in Bereitschaftsstellung gebrachten Stückes der Bewehrungseinlage vom auf dem Ring befindlichen Vorrat erfolgt.
Die Erfindung betrifft ferner eine Verwindeanlage zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens. Ein Ausführungsbeispiel einer solchen Verwindeanlage zum Verwinden von Bewehrungseinlagen für Eisenbeton ab Ring ist in der Zeichnung schematisch dargestellt und bei deren Erläuterung wird auch das erfindungsgemässe Verfahren näher beschrieben. In der Zeichnung zeigen :
Fig. 1 eine.
Vorderansicht des einen Endes der Verwindeanlage mit dem Verwindekopf und dessen Antrieb, Fig. 2 eine Vorderansicht des andernEndes dieser Verwindeanlage mit dem Spannstock, der Einzugsvorrichtung und dem Haspel für den Ring unverwundener Bewehrungseinlage, Fig. 3 eine Stirnansicht der Verwindeanlage von der Seite her gesehen, auf welcher sich der Antrieb für den Verwindekopf befindet, Fig. 4 eine Ansicht eines Zwischenständers dieser Verwindeanlage, Fig. 5 eine Draufsicht auf den mit der Abschneidevorrichtung kombinierten Einspannstock dieser Verwindeanlage in grösserem Massstab, teilweise im Schnitt, Fig. 6 eine Ansicht der Abschneidevorrichtung des Einspannstockes von der vom Haspel abgewendeten Seite her gesehen und Fig. 7 eine Ansicht eines Einziehwagens der Einziehvorrichtung in grösserem Massstab.
Die dargestellte Verwindeanlage für Bewehrungseinlagen für Eisenbeton besitzt auf ihrer einen Seite einen ortsfest gelagerten Ständer l, in welchem ein Elektromotor 2 angeordnet ist. Auf der Welle 3 dieses Elektromotors 2 ist eine Keilriemenscheibe 4 frei drehbar angeordnet, welche mittels einer elektromagne- tischen Kupplung 5, die durch einen Druckknopfschalter 6 gesteuert wird, mit der Welle 3 kuppelbar ist.
Die Keilriemenscheibe 4 treibt über einen Keilriemen 7 eine auf dem einen Ende einer in einem Spindelstock" 8 auf dem Ständer 1 gelagerten Welle 9 sitzende Keilriemenscheibe 10 an. Auf dem andern Ende der Welle 9 sitzt ein Verwindekopf 11 mit einer an sich bekannten, hydraulisch betätigten Einspannvorrichtung. Zum Öffnen und Schliessen der in der Zeichnung nicht dargestellten Spannbacken dieser Einspannvorrichtung ist auf dem Verwindekopf 11 ein Ring 12 axial verschiebbar und drehbar angeordnet, welcher mittels zweier Achszapfen in einem auf einer Achse 13 am Spindelstock 8 gelagerten Gabelhebel 14 gehalten ist. Am freien Ende dieses Gabelhebels 14 ist eine Kolbenstange 15 angelenkt, welche an einem Kolben 16 sitzt, der in einem Zylinder 17 verschiebbar ist.
Auf dem Wellenstumpf auf der andern Seite des Elektromotors 12 ist ein Zahnrad 18 verkeilt, welches eine Ölpumpe 19 antreibt, welche Öl aus einem Vorratsbehälter 20 ansaugt und über eine Druckölleitung 21 einem Mehrweghahn 24 zuleitet, von welchem Ölleitungen 22 und 23 in die Räume beidseitig des Kolbens 16 im Zylinder 17 führen.
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Je nach der Einstellung des Mehrweghahnes 24 wird der Kolben 16 zum Schliessen und Öffnen der
Einspannvorrichtung des Verwindekopfes 11 von der einen oder andern Seite mit Drucköl beaufschlagt, während das aus dem Raum auf der andern Seite des Kolbens 16 verdrängte öl über den Mehrwegsteuer- hahn 24 und durch eine Ölrückleitung 21'in den Vorratsbehälter 20 zurück geleitet wird. Bei seiner Verschiebung im Zylinder 17 verschiebt der Kolben 16 über die Kolbenstange 15 und den Gabelhebel 14 den
Ring 12 auf dem Verwindekopf 11 und öffnet oder schliesst dadurch die Einspannvorrichtung. Das Öffnen und Schliessen der Einspannvorrichtung des Verwindekopfes 11 kann statt hydraulisch auch pneumatisch be- wirkt werden.
Am andern Ende besitzt diese Verwindeanlage einen ortsfest angeordneten Ständer 25. Auf der vom
Ständer 1 abgewendeten Seite des Ständers 25 ist ein Bock 26 angeordnet, auf welchem auf einer Achse
27 ein Haspel 28 gelagert ist, auf welchem ein Ring 29 unverwundener und nicht abgelängter Bewehrung- einlage aufgebracht ist. Das Ende dieser Bewehrungseinlage 29 wird durch ein auf dem Ständer 25 ange- ordnetes Führungsrohr 30 gezogen. Auf der gegen den Ständer 1 zu liegenden Seite des Ständers 25 ist ein weiterer Ständer 31 angeordnet, welcher auf Rollen 32 auf einem in Achsrichtung des Verwindekopfes 11 verlaufenden Geleise 33 fahrbar ist und mittels Befestigungsschrauben 34 feststellbar ist. Dieser Ständer
31 wird in eine der verlangten Länge der Bewehrungseinlagen 29'entsprechende Stelle auf dem Geleise 33 gefahren und dort festgemacht.
Auf dem Ständer 31 ist ein Schlitten 35 in einer in Achsrichtung des Verwindekopfes 11 verlaufenden
Führung verschiebbar geführt. Auf dem gegen den Ständer 1 zu liegenden Ende dieses Schlittens 35 ist ein
Spannstock 36 angeordnet, welcher eine feste Spannbacke 37 und eine bewegliche Spannbacke 38 besitzt.
Die bewegliche Spannbacke 38 ist an einem Gleitstück 39 angeordnet, welches in zur Verschiebungsrich- tung des Schlittens 35 senkrechter, horizontaler Richtung verschiebbar amSpannstock 36 geführt und durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Feder von der festen Spannbacke 37 weggedrückt ist.
In die be- wegliche Spannbacke 38 ist auf der gegen den Haspel 28 zu liegenden Seite ein Messer 40 fest eingesetzt, welches zusammen mit der gegen den Haspel 28 zu liegenden vertikalen Kante der festen Spannbacke 37 eine Abschneidevorrichtung für die vom Ring 29 abgezogene und durch das Führungsrohr 30 hindurchge- führte unverwundeneBewehrungsein1age 29'bildet. Der Spannstock 36 mit seinen Spannbacken 37 und 38 sowie dem Messer 40 wirken derart, dass bei seinem Schliessen die zwischen den Spannbacken 37 und 38 liegende Bewehrungseinlage 29'abgeschnitten und zugleich das Ende des abgeschnittenen, nach dem Ver- windekopfll sich erstreckenden Teiles der Bewehrungseinlage 29'fest eingespannt wird.
Auf das von der
Spannbacke 38 abgewendete Ende des Gleitstückes 39 wirkt über einen Wälzkörper 41 das eine Ende eines zweiarmigen Hebels 42 ein, welcher Hebel 42 auf einer vertikalen Achse 43 am Spannstock 36 gelagert ist. Am andern Arm des Hebels 42 ist das eine Ende einer Pleuelstange 44 angelenkt, deren anderes Ende auf einer Pleuelachse 45 eines Kolbens 46 gelagert ist, welcher Kolben 46 in einem auf dem Schlitten
35 fest angeordneten Druckzylinder 47 verschiebbar ist. Der Schlitten 35 besitzt an seiner Unterseite eine
Nase 48, auf welche eine Kolbenstange 49 einwirkt, die an einem im Ständer 31 angeordneten und in einem Druckzylinder 50 verschiebbaren Kolben sitzt. An der Vorderseite des Druckzylinders 47 ist ein
Mehrwegsteuerhan 51 vorgesehen.
Eine motorisch angetriebene Olpumpe 52 saugt Öl aus einem Vorratsbehälter 53 an und fördert Drucköl zum Mehrwegsteuerhahn 51, von welchem eine in der Zeichnung nicht dargestellte Leitung in den Raum vor dem Kolben 46 im Druckzylinder 47 und Leitungen 54 und 55 in die beiden Räume beidseitig des Kolbens im Druckzylinder 50 führen.
Der Mehrwegsteuerhahn 51, welcher mit einem Handhebel 51'versehen ist, ist derart ausgebildet, dass bei einer Drehung des Handhebels 51'in der einen Richtung zuerst dem Druckzylinder 47 Drucköl zugeleitet wird, so dass von dem sich im Druckzylinder 47 verschiebenden Kolben 46 über die Pleuelstange 44, den Hebel 42 und den Wälzkörper 41 das Gleitstück 39 entgegen der Wirkung der Feder so verschoben wird, dass die an diesem befindliche Spannbacke 38 gegen die feste Spannbacke 37 bewegt wird, und erst bei einer weiteren Drehung des Handhebels 51'in der gleichen Richtung dem Druckzylinder 50 auf der gegen den Ständer 1 zu liegenden Seite Drucköl durch die Leitung 54 zugeleitet und das auf der andern Seite des Kolbens verdrängte Öl durch die Leitung 55, den Mehrweghahn 51 und die Ölrückleitung in den Vorratsbehälter 53 zurückgeleitet wird,
wodurch der Schlitten 35 auf dem Ständer 31 gegen den Haspel 28 zu verschoben wird. Beim Zurückdrehen des Handhebels 51'erfolgt dann der Bewegungsablauf in umgekehrtem Sinne. Auch hiebei können der Kolben 46 und der Kolben des Druckzylinders 50 statt durch ein flüssiges Druckmittel durch Druckluft beaufschlagt sein.
Am oberen Teil des Ständers 1 sind die Enden dreier in gleichen Abständen übereinander angeordneter, zur Achse des Verwindekopfes 11 paralleler Führungsstangen 56 fest gelagert, deren andere Enden am oberen Teil des Ständers 25 fest gelagert sind. Diese Führungsstangen 56 sind durch Tragstücke 57
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(Fig. 4) abgestützt, welche an zwei oder mehr zwischen den Ständern 1 und 25 angeordneten Zwischenständern 58 gelagert sind. Diese Führungsstangen 56 bilden Geleise für zwei auf Rollen 59 laufende, genau gleich ausgebildete Einziehwagen 60, von welchen der eine an der obersten und an der mittleren, der andere an der untersten und an der mittleren Führungsstange 56 geführt ist.
Diese Einziehwagen 60 können sich, ohne sich gegenseitig zu behindern, über die ganze Länge der Führungsstangen 56 bewegen.
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30 gezogenen Bewehrungseinlage 29', welche aus einer festen Klemmbacke 61 und einem auf einer Welle
62 sitzenden Exzenter 63 besteht. Zur Betätigung dieser Exzentereinspannvorrichtung ist auf dem einen
Ende der Welle 62 ein Handhebel 64 vorgesehen. Die beiden Einziehwagen 60 sind durch zwei Drahtseile
65 und 66 miteinander verbunden. Das Drahtseil 65 läuft über zwei am Ständer 1 gelagerte Umlenkrollen
67 und eine Seilrolle 68, welch letztere auf der Abtriebswelle eines hinter dem Ständer 1 auf einem Bock
69 gelagerten Wendegetriebes 70 sitzt. Dieses Wendegetriebe 70 wird über einen Keilriementrieb 71 von der Welle 3 des Elektromotors 2 angetrieben.
Das Wendegetriebe 70 wird durch einen zweiarmigen Schalt- hebel 72 gesteuert, an dessen einem Arm das eine Ende einer Kuppelstange 73 angreift, deren anderes
Ende am Ende eines Hebels 74, welcher auf der Rückseite des Ständers 1 auf dem Ende einer in diesem gelagerten Achse 75 sitzt, Auf der Vorderseite des Ständers 1 sitzt auf dem Ende der Achse 75 ein Hand- hebel 76. Bei in Mittelstellung gestelltem Schalthebel 72 befindet sich das Wendegetriebe 70 im Frei- lauf, so dass also seine Abtriebswelle stillsteht. Das Drahtseil 66 läuft über eine am Ständer 25 angeord- nete Umlenkrolle 77, welche gleichzeitig als Spannrolle dient und zu diesem Zweck an einem Gleitstück 78 gelagert ist, welches in zwei auf dem Ständer 25 angeordneten Führungsbacken 79 verschiebbar ist.
Dieses Gleitstück 78 steht unter der Wirkung von Druckfedern 80, welche es in Richtung gegen den Haspel
28 drücken und bewirken, dass das über die Umlenkrolle 77 laufende Drahtseil 66 sowie das über die Seilrolle68 laufende Drahtseil 65 gespannt werden. Für die beidenEinziehwagen 60 ist beim Verwindekopf 11 je ein mit einem Federpuffer 81 versehener, im Ständer 1 verschiebbar gelagerter Anschlagbolzen 82 vorgesehen. An jedem dieser Anschlagbolzen 82 ist der eine Arm je eines zweiarmigen, je auf einer Achse 83 am Ständer 1 gelagerten Hebels 84 angelenkt, mit dessen anderem Arm das eine Ende je einer Kuppelstange 85 verbunden ist. Die andern Enden dieser Kuppelstangen 85 sind je am einen Arm des Schalthebels 72 des Wendegetriebes 70 angelenkt.
Im unteren Teil der Zwischenständer 58 sind Träger 86 mit Lagerstellen 87 für die fertig verwundenen Bewehrungseinlagen 29'vorgesehen.
Bei Beginn der Arbeit wird der Elektromotor 2 bei ausgerückter Kupplung 5 und in Mittelstellung befindlichem Schalthebel 72 des Wendegetriebes 70 eingeschaltet. Der eine Einziehwagen 60 befindet sich beim Verwindekopf 11 und der andere beim Ständer 25. Die vom Haspel 28 abgewickelte Bewehrungseinlage 29'wird, wie bereits erwähnt, durch das Führungsrohr 30 gezogen und ihr Ende wird zwischen der Klemmbacke 61 und dem Exzenter 63 der Exzentereinspannvorrichtung des beim Ständer 25 befindlichen Einziehwagens 60 festgeklemmt.
Der Handhebel 76 wird nun aus seiner Mittelstellung nach der einen Seite geschwenkt, was bewirkt, dass das Wendegetriebe 70 eingeschaltet wird und die Seilrolle 68 antreibt, u. zw. so, dass der beim Ständer 25 befindliche Einziehwagen 60 gegen den Ständer 1 gezogen wird, während umgekehrt der andere Einziehwagen 60 gegen den Ständer 25 läuft. Gelangt der erstge- nannteEinziehwagen 60, in dessen Exzentereinspannvorrichtung das Ende der Bewehrungseinlage 29'fest- geklemmt ist, an den Federpuffer 81, wird seine Bewegung abgebremst und durch den Anschlagbolzen 82 wird über den Hebel 84 und die Kuppelstange-85 der Schalthebel 72 in seine Mittelstellung zurückge - schwenkt, wodurch der Antrieb der Seilrolle 68 ausgeschaltet und die gegenläufig bewegten Einziehwa-
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spannt.
Gleichzeitig wird am andern Ende der Verwindeanlage die aus dem Führungsrohr 30 kommende Bewehrungseinlage 29'zwischen die Backen 37 und 38 des Spannstockes 36 gelegt und dieser durch Betätigung des Mehrwegsteuerhahnes 51 mittels des Handhebels 51'geschlossen, wodurch die Bewehrungsein lage 29'abgeschnitten und das Ende des zum Verwindekopf 11 sich erstreckenden Teiles 29'derselben zwischen den Backen 37 und 38 fest eingespannt wird. Das Ende der aus dem Führungsrohr 30 ragenden Bewehrungseinlage 29'wird sofort in der Exzentereinspannvorrichtung des jetzt beim Ständer 25 befindlichen Einziehwagens 60 eingespannt.
Durch Betätigung des Druckknopfschalters 6 wird hierauf die Kupplung 5 eingerückt und der Verwindekopf 11 beginnt sich zu drehen, wobei er die zwischen ihm und dem Spannstock 36 eingespannte Bewehrungseinlage 29'verwindet. Gleichzeitig wird aber diese Bewehrungseinlage 29'durch den vom Kolben im Druckzylinder 50 gegen den Haspel 28 zu gedrückten Schlitten 35 gestreckt. Gleichzeitig mit der Betätigung des Druckknopfschalters 6 wird der Handhebel 76 aus seiner
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Mittelstellung nach der ändern Seite wie vorhin verschwenkt, was bewirkt, dass die Seilrolle 68 nun in der ändern Richtung gedreht wird, so dass der jetzt beim Verwindekopf 11 befindliche Einziehwagen 60 gegen den Ständer 25 und der beim Ständer 25 befindliche Einziehwagen 60 gegen den Verwindekopf 11 bewegt wird.
Gleichzeitig mit dem Verwinden und Strecken einer Bewehrungseinlage 29'erfolgt also das Einzie-
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gleichzeitig auch gerichtet worden, wird durch Betätigung des Druckknopfschalters 6 die Kupplung 5 aus- gerückt und dadurch der Verwindekopf 11 stillgesetzt, worauf die Bewehrungseinlage 29'aus dem Ver- windekopf 11 und dem Spannstock 36 gelöst, auf eine der Lagerstellen 87 der Träger 86 in den Zwischen- ständern 58 geworfen und die neue, in Bereitschaftsstellung befindliche Bewehrungseinlage 29'in genau gleicher Weise abgetrennt und in den Verwindekopf 11 und in den Spannstock 36 eingespannt wird. Die- ser Vorgang wird wiederholt, bis der Ring 29 auf dem Haspel 28 erschöpft ist.
Die Geschwindigkeit des
Einziehens der neuen Bewehrungseinlage 29'in Bereitschaftsstellung ist dabei so bemessen, dass das Ein- ziehen praktisch gleich viel, auf alle Fälle aber nicht mehr Zeit erfordert als das Verwinden und Strecken der Bewehrungseinlage. Dadurch werden Zeitverluste vermieden.
Ein verbleibender Rest des Ringes 29, welcher nicht mehr die vorgesehene Normallänge der Beweh- rungseinlagen 29'aufweist, kann trotzdem verwunden werden, indem man an seinem Ende einen Haken anbiegt, diesen mit einem ebenfalls mit einem Haken versehenen Zwischenstück verhängt und dieses Zwi- schenstück im Spannstock 36 einspannt.
Zweckmassig ist am hinteren Teil jedes Zwischenständers 58 auf einer vertikalen Achse 88 ein Trä- ger 89 schwenkbar gelagert. Sollen mit der Verwindeanlage bereits abgelängte Bewehrungseinlagen in
Stabform verwunden und gestreckt werden, so werden gemäss Fig. 4 diese Träger 89 gegen den vorderen
Teil des Zwischenträgers 58 geschwenkt und auf ihnen können dann die abgelängten Bewehrungseinlagen bereitgelegt werden. Nach Schwenken der Träger 89 um 900 um ihre Achsen 88 ist es dann möglich, die in einem Auffangkorb 90 gesammelten, fertig verwundenen Bewehrungseinlagen zu bündeln und. nachher herauszuheben.
Bei der beschriebenenVerwindeanlage wird das Ende der vom Ring 29 abzuziehendenBewehrungsein- lage 29'von Hand in die Einspannvorrichtung 61 - 64 des Einziehwagens 60 eingebracht und auch wieder aus dieser gelöst. Ebenso erfolgt das Lösen und Einsetzen des Endes der Bewehrungseinlage 29, 29'aus der bzw. in die Einspannvorrichtung des Verwindekopfes 11 sowie das Einlegen der Bewehrungseinlage 29'in den Spannstock 36 - 40 und deren Lösen aus diesem von Hand. Es besteht aber die Möglichkeit, Mittel vorzusehen, welche diese Massnahmen automatisch ausführen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Verwinden einer Bewehrungseinlage für Eisenbeton ab Ring, dadurch gekennzeichnet, dass gleichzeitig mit dem Verwinden einer in bekannter Weise zwischen einem Verwindekopf und einem Spannstock eingespannten Bewehrungseinlage ein neues Stück der rohen, unverwundenen, kalten Bewehrungseinlage direkt von dem auf einem aussenseitig des Spannstockes angeordneten Haspel befindlichen Ring abgezogen und in bekannter Weise in eine Bereitsschaftsstellung neben der im Verwinden und gleichzeitigen Strecken befindlichen Bewehrungseinlage gebracht wird, und mit seinem Ende nach Lösen der fertig verwundenen Bewehrungseinlage aus dem Verwindekopf und dem Spannstock in den Verwindekopf eingesetzt und in den Spannstock eingelegt wird,
wobei gleichzeitig mit dem Schliessen des Spannstockes das Abtrennen des in Bereitschaft gebrachten Stückes der Bewehrungseinlage vom auf dem Ring befindlichen Vorrat erfolgt.