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Tauchätzmaschine für Metallplatten
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Ätzmaschine für Metallplatten, insbesondere für Metall- schilder, welche in an sich bekannter Weise die Ätzung durch mehrmaliges, maschinelles Tauchen der
Platten bewirkt. Beim Ätzvorgang entsteht bekanntlich ein Ätzschlamm, der sich auf der Plattenoberflä- che absetzt und von dieser wieder entfernt werden muss. Beim händisch ausgeführten Ätzen wurden die
Platten nacheinander einerseits in das Ätzbad für die eigentliche Ätzung getaucht und anderseits wurde in einem Reinigungsbad der erwähnte Schlamm abgewaschen.
Durch die Erfindung wurde eine Tauchätzmaschine geschaffen, welche sowohl das Ätzen als auch das
Abwaschen des Ätzschlammes selbsttätig bewirkt. Die Tauchätzmaschine nach der Erfindung erreicht dies dadurch, dass in einem durch einen Deckel abgeschlossenen Ätztrog ein mit Drehantrieb versehener Arm- stern gelagert ist, dessen Arme zur vorzugsweise beiderseitigen Befestigung der zu ätzenden Platten in annähernd radialer Lage eingerichtet sind und die in der unteren Hälfte der Drehung durch das Ätzbad wan- dern und dass mindestens eine Sprühdüse am oberen Teile des Gehäuses oder am Deckel angebracht ist, aus welcher Ätzflüssigkeit gegen die zu ätzenden Platten in der oberen Hälfte der Drehung gesprüht wird.
Der Träger ist vorzugsweise als Armstern ausgebildet, dessen Arme zur beiderseitigen Befestigung der zu ätzenden Platten eingerichtet sind. Die Sprühdüse oder Sprühdüsen werden vorzugsweise so angeordnet, dass sie einen Sprühkegel erzeugen, der gleichzeitig die auf den einander zugewandten Seiten zweier benachbarter Armsterne montierten Platten erfasst.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung gehen aus dem nachstehend an Hand der Zeichnung näher geschilderter Ausführungsbeispiel einer solchen Ätzmaschine hervor.
Fig. 1 zeigt einen lotrechten Schnitt durch die Ätzmaschine quer zur Achse des Armsternes und Fig. 2 ebenfalls einen lotrechten Schnitt, der achsparallel durch eine Wand des Ätztroges und die daran angebrachte Lager-und Antriebsvorrichtung für den Armstern geführt ist.
Die Ätzmaschine besitzt einen prismatischen Trog 1 aus von der Ätzflüssigkeit unangreifbarem Kunststoff, der oben durch einen aufklappbaren, vorzugsweise durchsichtigen Deckel 2 verschlossen ist. Der untere Teil des Ätztroges wird mit der Ätzflüssigkeit erfüllt und knapp oberhalb des Bodens befindet sich eine Kühlschlange 3, in welcher Kühlwasser zirkuliert. Oberhalb des Spiegels der Ätzflüssigkeit ist ein Armstern 5 gelagert, dessen Arme aus je zwei Gruppen von schwach gebogenen Leisten 6 bestehen, welche einerseits an ihrem inneren Ende mit der Nabe 7 und anderseits in der Mitte und aussen durch Querstücke 8 und Längsleisten 9 miteinander verbunden sind und ein starres Ganzes bilden, welches mit Hilfe von Schraubklemmen (nicht dargestellt), die längs der Nuten 11 zwischen den Leisten 6 verschiebbar sind, befestigt werden.
Die rohrförmige Nabe 7 ist beiderseits mittels eines Endstückes 12 an Wellenzapfer 13 gelagert, von welchen sie mittels Schiebekeil in die Drehung mitgenommen werden. Die Wellenzapfen sind selbst herausziehbar in einer Lagerhülse 15 gelagert, welche aus säurefestem Material besteht und auf der eine Antriebsseilscheibe 16 sitzt, die mittels eines unter Federwirkung stehenden Bolzens 17 in eine Nut 18 des Wellenzapfens eingreift. Die Lagerhülse 15 ist mittels Walzen 19 in dem Lagerstück 20 drehbar gelagert, welches am Trog 1 festsitzt.
Die Anordnung gestattet somit den Antrieb des Armsternes von der Seilscheibe 16 aus über den Kupplungsbolzen 17, den Wellenzapfen 13 und den Keil 14, wobei
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es möglich ist, den Wellenzapfen unter Verschiebung des Kupplungsbolzens 17 in der Keilnut 18 so weit herauszuziehen, dass man den Armstern nach oben abheben kann. Diese Anordnung dient somit dazu, um den Armstern zur Montage bzw. Demontage der zu ätzenden Platten in einfachster Weise aus dem Ätztrog zu entnehmen.
Knapp unterhalb des Deckels ist an einer Seite am Ätztrog eine Rohrleitung 21 verlegt, welche an dem
Quadranten, welcher gegen die Innenseite und nach unten gerichtet ist, feine Sprühöffnungen 22 aufweist.
Die Ätzflüssigkeit wird durch eine ausserhalb des Ätztroges befindliche Umlaufpumpe kontinuierlich über den Saugkorb 23 am unteren, gegenüberliegenden Ende abgesaugt und durch die rohrförmige Sprühdüse in der ganzen axialen Länge des Armsternes von oben, ungefähr unter einem Winkel von 15 bis 75 gegen die Vertikale in Richtung gegen den Armstern gesprüht, wodurch der Ätzschlamm von den Platten abge- waschen wird, welcher sich beim Durchgang durch das Ätzbad auf diesen abgesetzt hat. Gleichzeitig tritt dabei eine zusätzliche Ätzung ein.
Wie man sieht, ist es möglich, an beiden Seiten der Armsterne zu ätzende Platten anzubringen, da die Düse 21 jeweils beim Vorüberdrehen des Armsternes die beiden einander zugewandten Seiten benach- barter Armsterne gleichzeitig besprüht. In der in der Zeichnung dargestellten Lage mit horizontal bzw. vertikal stehenden Armsternen werden hauptsächlich jene Flächen besprüht, welche der Nabe des Armsternes am nächsten liegen. In den dazwischen liegenden Stellungen dagegen werden auch die an den äusseren Enden der Armsterne montierten Teile der zu ätzenden Platten besprüht.
Am gegenüberliegenden, oberen Rande des Troges ist eine Öffnung 25 für die Gasabsaugung und an der tiefsten Stelle eine Entleerungsöffnung 24 vorgesehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Tauchätzmaschine für Metallplatten, insbesondere Metallschilder, dadurch gekennzeichnet, dass in einem durch einen Deckel abgeschlossenen Ätztrog (l) ein mit Drehantrieb versehener Armstern (5) ge- lagert ist, dessen Arme (6) zur vorzugsweise beidseitigen Befestigung der zu ätzenden Platten in annähernd radialer Lage eingerichtet sind und die in der unteren Hälfte der Drehung durch das Ätzbad wandern, und dass mindestens eine Sprühdüse (21) am oberen Teile des Gehäuses oder am Deckel angebracht ist, aus welcher Ätzflüssigkeit gegen die zu ätzenden Platten in der oberen Hälfte der Drehung gesprüht wird.