AT224584B - Verfahren zur Herstellung von vitaminhaltigem Schrotmehl - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von vitaminhaltigem Schrotmehl

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AT224584B AT715358A AT715358A AT224584B AT 224584 B AT224584 B AT 224584B AT 715358 A AT715358 A AT 715358A AT 715358 A AT715358 A AT 715358A AT 224584 B AT224584 B AT 224584B
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Josef Hudema
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Josef Hudema
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  Verfahren zur Herstellung von vitaminhaltigem Schrotmehl 
Es ist bekannt, Getreideschrotmehl unter Zusatz von   vermahlenen Getreidekeimen   sowie Mahlprodukten aus den Wurzelkeimlingen bzw. auch mit Zusatz von über das Keimstadium hinaus entwickelten Pflanzenteilen herzustellen und aus diesen so erhaltenen Schrotmehlen Backwaren zu erzeugen. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von vitaminhaltigem Schrotmehl aus Getreideschrot unter Zusatz von Mahlprodukten aus Wurzelkeimlingen bzw. unter Zusatz von zerkleinerten, über das Keimlingsstadium hinaus entwickelten Pflanzen oder Pflanzenteilen, das eine besonders wirksame Vitaminanreicherung im Schrotmehl ergibt, wobei das wesentliche Kennzeichen der Erfindung darin besteht, dass Roggen- und Weizenkörner im Gewichtsverhältnis von 50 :

   50 unter Wasser gekeimt, sodann nach drei Tagen auf etwas sandigem Boden ausgesät, nach dem ersten Wachstumsvorgang je nach Aussentemperatur nach etwa 14-16 Tagen bei einer Sprösslingslänge von zirka 10 cm mit den Wurzeln aus der Erde herausgenommen, gewaschen, getrocknet und sodann diese Sprösslinge zu Mehl vermahlen werden, worauf dieses Sprösslingsmehl mit Roggen- und Weizenschrot, der aus Roggen- und Weizenkörnern (50 : 50   Gew.-Teile)   durch Verschrotung unter Luftabschluss erhalten wurde, im Gewichtsverhältnis von etwa 20 : 80 durch 10 Minuten unter Luftabschluss beigemischt wird. 



   Das Verfahren gemäss der Erfindung wird wie folgt durchgeführt :
Roggen-und Weizenkörner werden in einem Gewichtsverhältnis von 50 : 50 zusammengemischt und unter Wasser vorerst angekeimt ; sodann werden die angekeimten Körner nach drei Tagen auf einem etwas sandigen Boden ausgesät. Je nach Aussentemperatur werden die aus denKeimlingen entstandenen Sprösslinge bei einer Sprösslingslänge von zirka 10 cm nach etwa   14 - 16   Tagen mit den Wurzeln aus dem Boden genommen, gewaschen, getrocknet und dann zu Mehl verrieben. Man erhält auf diese Weise ein Sprösslingsmehl von etwa grünlicher oder grünlich-gelber Färbung. 



   Unabhängig davon werden Roggen-und Weizenkörner in einem Gewichtsverhältnis von 50 : 50 unter Luftabschluss geschrotet und luftdicht aufbewahrt. Zu diesem Gemenge aus Roggen- und Weizenkornschrot wird das Sprösslingsmehl im Verhältnis von 20   Gew.-Teilen   Sprösslingsmehl zu 80   Gew.-Teilen   Schrotgemisch unter Luftabschluss zugesetzt und in einer luftdicht abgeschlossenen Maschine zirka 10 Minuten gemischt. Sodann ist das mit dem Sprösslingsmehl angereicherte Gemisch fertig. 



   Das so hergestellte Schrotmehl ist besonders widerstandsfähig gegen die Vernichtung der in diesem enthaltenen Vitamine beim Backvorgang bei mässigen Temperaturen. 



   Für   die Herstellung eines Brotteiges   nimmt man zirka l, 8-2 kg eines weissen feinen Mehles und setzt diesem bei einer Flüssigkeitsmenge von 11 Wasser zirka   2 - 10   dkg des oben erhaltenen, aus   Sprösslings-   mehl und Roggen- und Weizenschrot gewonnenen Produktes zu. Der Teig wird als Sauerteig ohne Hefezusatz angesetzt. Der Teig wird ungefähr eine Stunde stehen gelassen und sodann bei mässiger Temperatur gebacken. Man erhält daraus ein Brot, das gegenüber nicht versetzten Brotmehlen bezüglich des Backvolumens erheblich grösser ist, eine geringere Anfälligkeit gegen Schimmelbildung und dessen Wachstum und eine deutliche Resistenz des Backgutes gegen Fadenzug und Krumenzersetzung zeigt. Bei Genuss dieses Brotes tritt keine Nachgärung im Magen ein. 



   Man kann ferner einen Brotteig für die Herstellung von Zwieback dadurch herstellen, dass man 1, 30 kg weisses Mehl, 40 dkg Schrotmehl, auf einen Liter Wasser gerechnet, mit 10 dkg des oben genannten, aus Sprösslingsmehl und   Weizen- und Roggenschrc. : gewonnenen   Produktes mischt und im übrigen wie bei dem vorgenannten Beispiel verfährt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zurHerstellung vonvitaminhaltigem Schrotmehl aus Getreideschrot unter Zusatz von Mahlprodukten aus Wurzelkeimlingen bzw. unter Zusatz von zerkleinerten, über das Keimlingsstadium hinaus entwickelten Pflanzen oder Pflanzenteilen, dadurch gekennzeichnet, dass Roggen- und Weizenkörner im Gewichtsverhältnis von 50 : 50 unter-Wasser gekeimt, sodann nach drei Tagen auf etwas sandigem Boden ausgesät, nach dem ersten Wachstumsvorgang, je nach Aussentemperatur, nach etwa 14 - 16 Tagen, bei einer Sprösslingslänge von etwa 10 cm, mit den Wurzeln aus der Erde herausgenommen, gewaschen, getrocknet und sodann diese Sprösslinge zu Mehl vermahlen werden, worauf dieses Sprösslingsmehl zu Roggen-und Weizenschrot, der aus Roggen- und Weizenkörnern (50 :
    50 Gew.-Teile) durch Verschrotung unter Luftabschluss erhalten wurde, im Gewichtsverhältnis von 20 : 80 durch 10 Minuten unter Luftabschluss beigemischt wird.
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