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Verfahren zur Herstellung eines für magnetische
Aufzeichnung geeigneten Bandes
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Bandes, das sich für die Aufzeichnung mit- tels örtlicher Magnetisierung von z. B. Schall eignet.
Ein solches Band besteht aus einem gewöhnlich aus einem Kunststoff hergestellten Träger, auf den eine dünne magnetisierbare Schicht aufgebracht ist.
Die magnetisierbare Schicht wird häufig dadurch auf den Träger aufgebracht, dass eine Suspension eines pulverförmigen magnetisierbaren Materials in einem Bindemittel auf einen Träger gegossen wird, wonach diese Schicht, z. B. durch Erhitzen, fixiert wird.
Um zu vermeiden, dass Stärkeänderungen in der magnetisierbaren Schicht die Wiedergabequalität des Bandes ungünstig beeinflussen, wird die Stärke dieser Schicht möglichst genau konstant gehalten.
Zu diesem Zweck wird der Träger gewöhnlich mit der aufgebrachten flüssigen Suspension unter einem genau auf eine bestimmte Stärke eingestellten Abstreicher durchgezogen, wodurch die überflüssige Suspension vom Band abgestreift wird. Bei diesem Verfahren wird jedoch die Gesamtstärke von Träger und magnetisierbarer Schicht konstant gehalten und es wirkt sich nachteilig aus, dass prozentual geringe Stärkeänderungen im Träger prozentual viel grössere Stärkeänderungen in der magnetisierbaren Schicht verursachen. Der Träger hat nämlich gewöhnlich eine 5-10mal grössere Stärke als die magnetisierbare Schicht, deren Stärke meist zwischen 5 und 20 Mikron gewählt wird.
Ausser durch Stärkeänderungen kann die Wiedergabe noch dadurch beeinträchtigt werden, dass die Suspension des magnetisierbaren Materials nicht ganz homogen ist.
Das Verfahren nach der Erfindung bezweckt, eine konstante Menge magnetisierbaren Materials pro Oberflächeneinheit auf dem Träger anzubringen, unabhängig von Stärkeänderungen im Träger und kleinen Konzentrationsunterschieden in der Suspension.
Bei einem Verfahren zur Herstellung eines für die magnetische Aufzeichnung von z. B. Schall geeigneten Bandes, bei dem eine Suspension magnetisierbaren Materials in einem Bindemittel in einer dünnen Schicht auf einen Träger gegossen und darauf fixiert wird, wobei der Träger mit der aufgebrachten flüssigen Suspension durch ein Magnetfeld hindurchgeführt wird, wird erfindungsgemäss ein Magnetfeld verwendet, dessen Feldlinien im wesentlichen parallel mit dem Bande sind, wobei die Dichte der leld- linien in der Führungsrichtung des Bandes stetig ansteigt und danach abnimmt und das Band auf solche Weise durch das Feld geführt, dass die magnetisierbaren Teilchen nur Kräfte in der Längsrichtung des Bandes erfahren, wobei die Inhomogenität und die Feldstärke des Feldes,
die Viskosität der Suspension und die Führungsgeschwindigkeit des Bandes derart eingestellt werden, dass nur eine konstante Menge magnetisierbaren Materials pro Oberflächeneinheit auf dem Träger zurückbleibt.
Magnetisierbare Teilchen, z. B. in Form eines Zylinders oder einer Hantel, wie diese oft für die Herstellung von Bändern für magnetische Aufzeichnung verwendet werden, verhalten sich in einem Magnetfeld wie Dipole. Solche Dipole unterliegen in einem Magnetfeld einem Kräftepaar, durch welches der Dipol nach der Richtung der Feldlinien im Magnetfeld orientiert wird. In einem inhomogenen Teil eines Magnetfeldes, wo also die Feldlinien konvergieren oder divergieren, unterliegt das magnetisierbare Teilchen, ausser dem genannten Kräftepaar, einer Kraft, die das Teilchen zu jenem Teil des Feldes, wo die Maximalfeldstärke herrscht, zu versetzen versucht.
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Bei dem Verfahren nach der Erfindung verwendet man die Kraft, der die magnetisierbaren Teilchen auf dem Träger unterliegen, wenn der Träger aus einem Magnetfeld herausgezogen wird. Durch eine be- stimmte Einstellung der Viskosität, der Bewegungsgeschwindigkeit des Trägers und der Feldstärke wird er- zielt, dass beim Verfahren nach der Erfindung beim Austreten aus dem Felde nur eine bestimmte konstan- te Menge magnetisierbaren Materials auf dem Träger zurückgelassen wird, wobei nötigenfalls der Über- schuss dadurch entfernt wird, dass er z. B. vom Band abtropfen kann.
Im Prinzip eignet sich jedes inhomogene Magnetfeld für die Durchführung des beschriebenen Verfah- rens. Vorzugsweise wird jedoch ein Magnetfeld verwendet, dessen Inhomogenität auf einfache Weise ge- regelt werden kann, z. B. durch Verwendung eines Feldes zwischen den Polen eines Elektromagneten.
Als Nebenwirkung des Verfahrens nach der Erfindung werden die magnetisierbaren Teilchen während des Transportes durch das Magnetfeld in der Hauptrichtung der Feldlinien gerichtet.
Es sei bemerkt, dass das Richten der magnetisierbarenTeilchen auf einem Band für magnetische Auf- zeichnung an sich bekannt ist und z. B. für Magnettonbänder in der franz. Patentschrift Nr. l. 008. 218 be- schrieben wird.
Beim Verfahren nach dieser Patentschrift werden jedoch die magnetisierbaren Teilchen fixiert, ehe sie den homogenen Teil des Magnetfeldes verlassen.
Die Erfindung wird an Hand der Figuren und einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Fig. 1 ist eine Seitenansicht einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung,
Fig. 2 ist eine vergrösserte Wiedergabe der Polschuhe 1 und 2 in Fig. 1. In dieser Figur ist schematisch die Richtung eines Teiles der Feldlinien zwischen den Polschuhen gezeigt. Fig. 2a zeigt einen Schnitt gemäss der Linie IIA-IIA in Fig. 2. Fig. 3 ist eine Seitenansicht eines Teiles der Vorrichtung nach Fig. 1.
In dieser Figur wird das Aufgiessen der Suspension zwischen den Polschuhen auf den Träger gezeigt.
In Fig. 1 sind mit 1 und 2 die Polschuhe eines Elektromagneten bezeichnet, in denen Kanäle 3 und 4 (siehe Fig. 2a) ausgespart sind, durch welche ein Band 5 von Rolle 7 nach Rolle 8 hindurchgeführt wird. Die Stärke des Magnetfeldes zwischen den Polschuhen 1 und 2 lässt sich durch Änderung des elektrischen Stromes, der durch die Spulen 9 und 10 des Elektromagneten geführt wird, regeln. Mittels des regelbaren Dosiergerätes 6 wird eine Suspension auf den Träger gegossen. Mittels der Strahler 11 oder einer andern Heizvorrichtung wird das Bindemittel nach dem Austreten des Bandes aus dem Magnetfeld fixiert.
Fig. 2 gibt eine vergrösserte Darstellung der Polschuhe 1 und 2. Zugleich ist schematisch ein Teil der Kraftlinien zwischen den Polschuhen 1 und 2 gezeigt. Der Träger mit der aufgebrachten flüssigen Suspension magnetisierbaren Materials wird durch die Kanäle 3 und 4 hindurch in die Polschuhe 1 und 2 geführt. Zwischen den Polschuhen 1 und 2 unterliegen die magnetisierbaren Teilchen Kräften, die sie in das Feld zwischen dem Punkt 12 und dem Punkt 13 zu bringen bzw. dort zu halten versuchen. Zum Punkt 12 hin nimmt die Feldstärke allmählich zu bis auf einen Höchstwert. Zwischen den Punkten 12 und 13 ist die Feldstärke im wesentlichen konstant ; vom Punkt 13 an nimmt die Feldstärke in der Bewegungsrichtung wieder ab.
Zwischen dem Punkt 12 und dem Punkt 13 häuft sich die Suspension magnetisierbaren Materials an.
Ein etwaiger Überschuss an Suspension kann beim Austreten des Bandes aus dem homogenen Teil des Magnetfeldes vom Band abtropfen. Die Schichtstärke magnetisierbaren Materials lässt sich durch Regelung der Feldstärke, des Masses der Inhomogenität des Feldes, des Abstandes und der Form der Polschuhe, der Viskosität der Suspension und der Geschwindigkeit, mit der das Band durch das Feld bewegt wird, einstellen, Diese Schichtstärke ist von Stärkeänderungen im Träger ganz unabhängig geworden. Dies ist der grosse Vorteil, den die Erfindung vermittelt.
Es ist vorteilhaft, die Führung des Bandes möglichst in der Symmetrieebene des Kanals bzw. des Feldes stattfinden zu lassen. Auf diese Weise wird erreicht, dass die magnetisierbaren Teilchen nur Kräfte in der Längsrichtung des Bandes erfahren. Die Ausdehnung des durch die Pfeile 12 und 13 markierten Bereiches kann im Prinzip beliebig gewählt werden. Es wird jedoch bevorzugt, die Ausdehnung nicht zu gross zu wählen, damit die Grössen der magnetischen Kräfte im Felde nicht zu klein werden.
Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, bei der die Suspension an einer andern Stelle als im Falle der Fig. 1 auf das Band aufgebracht wird. Bei dieser Ausführungsform der Erfindung wird die Suspension magnetisierbaren Materials zwischen den Polschuhen 1 und 2 auf den Träger aufgebracht. Diese Ausführungform unterscheidet sich im Prinzip nicht von der Ausführungsform nach den Fig. 1 und 2, da die Schichtstärke magnetisierbaren Materials beim Austreten des Bandes aus dem homogenen Teil des Magnetfeldes eingestellt wird.