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Liegender Koksofen mit oder ohne Gewinnung der Nebenprodukte.
Vorliegende Erfindung hat Ausgestaltungen an solchen Koksöfen zum Gegenstände, welche mit vertikalen Wandheizkanälen ausgestattet sind, und zielen die Ausgestaltungen dahin ab, eine vollständige Verteilung von Gas und Luft zu bewirken, die Gleichmässigkeit der Temperatur längs des ganzen Ofens zu sichern und eine vollkommene Regelung des
Zuges'der sowohl im vorderen, als im rückwärtigen Teil des Ofens zugeführten Gase und der Luft zu bewerkstelligen.
Diese Ausgestaltungen bestehen in nachstehenden charakteristischen Einrichtungen : 1. Die beiden Hälften der Wandheizkaniile sind symmetrisch konstruiert (was an sich selbst nicht neu ist), so dass die Gase gezwungen sind, sowohl vorne als rückwärts im Ofen in gleicher Weise zu streichen, bevor sie nach dem Sammelkanal abziehen ; die Zirkulation der Gase unter der Sohle erfolgt in variablen und regulierbaren Mengen, je nach dem Betriebserfordernis, welches Resultat erreicht wird entweder durch die Anordnung eines Verbindungskanales zwischen zwei benachbarten unter den Verkokungskammern gelegenen Soh) kanälen am entgegengesetzten Ende des Gassammelkanales oder durch geeignete Verbindung der Teilkanäle, welche durch Teilung eines Sohllkanales in der Längsrichtung durch eine Scheidewand entstehen. 2.
Sowohl im vorderen, als im rückwärtigen Teil des Ofens die Anordnung eines Einführungskanales für das Gemenge von Gas und Luft in dem unteren Teil der Ofenwand, welches Gasgemenge ohne Wärmeverlust in die Wandheizkanäle, wo die Verbiennung stattfinden soll, geleitet wird, in Verbindung mit
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Luft zur vollständigen Verbrennung in die Wandheizkanäle führen. Diese eigentümliche Konstruktion unterscheidet sich von allen anderen bekannten und speziell von der in der englischen Patentschrift Nr. 23278 A.
D. 1901 beschriebenen dadurch, dass bei der vorliegenden Konstruktion, sowohl vorne als rückwärts unterhalb der Ofenwände, ein einziger Zuleitungskullul angeordnet ist, welcher Kanal dazu dient, das Gasluftgemenge in eine Verbrennungskammer zu leiten, weiche ebenfalls unterhalb der Ofenwände sich befindet und mit dem Zuleitungskanal durch eine Anzahl von Öffnungen in Verbindung steht, wogegen nach der oben bezeichneten englischen Patentschrift zwei voneinander getrennte Kanäle, nämlich ein Gaskanal und ein Luftkanal, vorgesehen sind, von denen der eine unterhalb der Ofenwand und der andere unter der Verkokungskammor liegt, so dass eine eigentliche Verbronnungskammor gar nicht vorhanden ist. 3.
Die Anordnung von Rohren oder Leitungen in den Fundamenten der Öfen zum Reinigen der Austrittsöffnungen für das Gasluftgemenge in die Verbrennungskammor, welche Roh'e oder Leitungen von den Gewölben aus zugänglich sind.
Diese Einrichtungen sind in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt, und zwar zeigen Fig. 1--4 eine Ausführungsform mit Anordnung des Vorbindungskanales zwischen zwei benachbarten Sohlkanälen, wogegen Fig. ri und 6 sich auf eine zweite Ausführungsform beziehen, bei welcher eine Trennung des Sohikanales in zwei Teile und c: ne Ver- bindung derselben stattfindet. Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch die Verkokungskammer, Fig. 2 ist der Längsschnitt durch die Heizkammer, Fig. 3 ist ein Querschnitt nach
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werden kann.
Im nachstehenden soll zuerst angenommen werden, dass die Koksöfen ohne Gewinnung der Nebenprodukte arbeiten. Bei diesem Betrieb, und zwar bei der Ausführungsform nach Fig 1--4, sind die Register y geschlossen, wie in punktierten Linien in Fig. 2 dargestellt. Bio sich aus der Kohlo beim Verkoken entwickelnden Gase treten im oberen Teile der Öfen durch vier Öffnungen v (Fig.
1) aus, deren auf den Zeichnungen angedeutete Register in diesem Falle gehoben sind, und gelangen so in die Kammer p, von wo sie durch vier Kammern p in die Ofenwand kommen, durchziehen die Öffnungen l und ziehen durch die Wandheizkanäle nach abwärts durch achtzehn Vertikalzüge i, von denen neun in den vorderen und neun in den rückwärtigen Teil des Ofens fuhren, gelangen in die Kammer./, um dann durch acht Vertikalzüge i'wieder hinaufzustreichen, von denen wieder vier vorne und vier rückwärts gelegen sind.
Die beiden so vereinigten Gasströmo streichen" dann durch sechs Vertikaizüge i nach abwärts und gelangen unter die Sohle, wo sie eventuell dem Gasstrom des benachbarten Ofens begegnen, um sich je nach Bedarf des Betriebes in variablen Mengen zum Teile direkt zum Zuge q des Ofens zu begeben, während der andere
Teil nach der Vorderseite des Ofens unter der Sohle zieht, die Gasrückleitung durch- streicht und von dort zum Zuge q'und aus diesem gleichfalls in den Sammelkanal X gelangt. Diese Einrichtung der Öfen mit Anwendung der Gasrückleitung r gestattet, nach
Belieben den Zug gegen vorne oder nach rückwärts hin zu regulieren.
Bei der Aus- führungsform nach Fig. 5 und 6 ist der Betrieb bis zum Niedersteigen der Gase durch die sechs Vertikalzüge j derselbe wie in dem ersten Falle. Unter die Sohle gelangt, ver- teilen sich die Gase je nach den Erfordernissen des Betriebes ; ein Teil geht direkt durch den Zug q zum Sammelkanal X, der andere Teil geht nach dem vorderen Teil des Ofens, um in die andere Hälfte des Sohllanales zu kommen und von dort durch den Zug q'wieder zum Sammelkanal X. Es versteht sich von selbst, dass in beiden Fällen die Verteilung der Gase in dm.
Sohlkanälen durch das Spiel der Register reguliert werden kann ; wenn die Register der Züge q mehr oder weuiger geschlossen sind, werden die Gase gezwungen, nach vorne hin zu streichen und einen längeren Weg zurückzulegen, ehe sie durch q'in den Sammelkanal X kommen.
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vorderen und im rückwärtigen Teile des fens wird ein Register aufgesetzt. Die Register verhindern den Zutritt der Verkokungsgase in die Wandheizkanäle.
Durch Ansaugen gelangen die Gase in die Rohrleitungen h und M, welche oberhalb der Ofen angeordnet sind, von wo die Gase in die Kondensationsapparate ziehen ; aus diesen Apparaten gelangen sie in besondere Leitungen a (Fig. 2), an welche sich Zweigrohre b anschliessen, deren jedes in einen Gasmischer r (eine Art Bunsenrohr) endet, welche Gasmischer die Gase zwingen, sich mit einer gewissen Menge Luft zu vermischen. Das in die Züge d durch die Gasmischer c eingeführte Gasluftgemenge steigt in die Züge f, welche als Verbrennungskammern anzusehen und unterhalb der Ofenwände angeordnet'sind, wobei es durch die Öffnungen e streicht, welche unter den erwähnten Zügen f vorgesehen sind.
Die zur vollständigen Verbrennung der Gase notwendige Luft wird durch Leistungen 9, welche in den Ofenfundamenten eingebaut sind, den Verbrennungskammern f zugeführt, wo sie das durch die Züge d zugeführte Gasluftgemellge begegnet. Aus den Verbrennungskammern f steigen die Gase durch sechsundzwanzig Vertikalzüge i, i' (dreizehn vorne und dreizehn rückwärts gelegen), passieren dann abwärts die sechs Vertikalzüge j und gelangen unter die Sohlc und von dort zu dem Sammelkanal X, wie beim Betrieb ohne Gewinnung der Nebenprodukte.
In den Fundamenten der Öfen sind Rohre oder Leitungen x vorgesehen (Fig. 2 und 3), welche durch die Wölbungen dieser Fundamente zugänglich sind und die Reinigung der oben bezeichneten Öffnungen e gestatten.
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