AT223141B - Verfahren zur Herstellung neuer, substituierter, im Wasser gelbildender, aber begrenzt quellbarer Produkte von hohem Molekulargewicht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer, substituierter, im Wasser gelbildender, aber begrenzt quellbarer Produkte von hohem Molekulargewicht

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AT223141B
AT223141B AT450560A AT450560A AT223141B AT 223141 B AT223141 B AT 223141B AT 450560 A AT450560 A AT 450560A AT 450560 A AT450560 A AT 450560A AT 223141 B AT223141 B AT 223141B
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reaction
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Per Gustaf Magnus Flodin
Johan Alfred Olof Di Johansson
Stig Ake Ingemar Dipl Carlsson
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Pharmacia Ab
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung neuer, substituierter, im Wasser gelbildender, aber begrenzt quellbarer Produkte von hohem
Molekulargewicht 
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung neuer, substituierter, in Wasser gelbildender, jedoch darin nur beschränkt quellbarer, Hydroxylgruppen enthaltender Produkte mit hohem Mo-   lekulargewicht,   welche vorzugsweise als Ionenaustauscher verwendbar sind. Ausser auf das Herstellungsverfahren bezieht sich die Erfindung auch auf Ionenaustauscher, die aus zur Gänze oder teilweise ge-   quollenen Gelkörnern   der neuen substituierten Produkte bestehen. 



   Es hat sich erwiesen, dass neue, technisch wertvolle Produkte erhalten werden, wenn man gequollene Gelkörner von hydrophilen, in Wasser unlöslichen, Hydroxylgruppen enthaltenden kolloidalen Substanzen, die eine dreidimensionale, durch covalente Bindungen verbundene   Netzstruktur   besitzen, mit Substanzen der allgemeinen Formel 
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 oder mit einem reaktionsfähigen Derivat derselben in Anwesenheit von Alkali zur Umsetzung bringt, in welcher Formel Xl Chlor, Brom oder eine Epoxygruppe, R eine   Methylen- oder Äthylengruppe   und Z eine   Carho\yl-oder Sulfogruppe   oder ein Salz derselben oder auch eine tertiäre Aminogruppe der For- 
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   oder ein Salz derselben bedeuten, in welcher Formel ruz und R niedrig molekulare, möglichst durch Hydroxylgruppen substituierte Alkylgruppen,

   vorzugsweise Methyl-, Äthyl-oder Hydroxyäthylgruppen sind,    welche mit einem   fünf-oder scchsgliedrigen   heterocyclischen Ringsystem verkettet sind. 



   Die so erhaltenen Umsetzungsprodukte können in Form eines wässerigen Gels, vorzugsweise in Gestalt von Körnern, gewonnen werden. 



   Bei der erwähnten Reaktion sollen vorzugsweise Körner von hydrophilen Kolloiden mit einem hohen Gehalt an Hydroxylgruppen von mehr als 10%, jedoch nicht mehr als   35%,   zur Anwendung kommen und die   Korngrösse   soll zwischen 0,01 und 2 mm und die Wasserbindung des Kolloids im Bereich von etwa   1 - 50   g je g Substanz betragen.   Unter"Wasserbindung"wird   die Menge an Wasser in g verstanden, die von 1 g der kolloidalen Substanz absorbiert werden kann. 



   Die Reaktion wird in Anwesenheit von Wasser in alkalischem Milieu durchgeführt. Sie kann durch folgendes Schema veranschaulicht werden : 

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 aus welchem ersichtlich ist, dass die Reaktion ein   ätherartiges Produkt   ergibt. Wenn X für die Epoxygruppe steht, wird kein negatives Ion gebildet. 



   Aus diesem Schema ist ebenfalls ersichtlich, dass Alkali verbraucht wird, wenn ein Halogenderivat bei der Reaktion zur Anwendung kommt. Das Alkali wirkt jedoch, wenn eine Epoxyverbindung der Art :    XI-R1-Z   als Reaktionskomponente verwendet wird, nur als Katalysator. 



   Die Kolloidsubstanzen der Gele, die als Ausgangsmaterial für die   erfindungsgemässe   Umsetzung verwendet werden, können selbst ätherartige Verbindungen sein. Insbesondere zweckmässig sind jedoch die Substanzen, welche durch Umsetzung von Polyhydroxylverbindungen, wie Polysacchariden, z. B. Dextran, Zellulose,   Hydroxyäthylzcllulose,   Stärke und Dextrin, oder andern Hydroxylgruppen enthaltenden Polymeren,   z. B. Polyvirlylalkohol,   bzw. von Polyalkoholen, z.

   B.   Sorbit, mit einer bifunktionellen organischen, aliphatischen Verbindung erhalten werden, deren Kohlenstoffkette möglichst durch   Äthergruppen   unterbrochen ist und welche an ihren Enden   Halogenatome   oder Epoxygruppen, wie Epichlorhydrin, Dichlorhydrin, Diepoxybutan, Biseposgpropyläther, Äthylenglykol-bisepoxypropyläther und   1, 4-Butandiol-     - bisepoxypropyläther,   enthält. Insbesondere sind jene Substanzen, die in der österr. Patentschrift Nr. 213563 beschrieben sind, als Ausgangsmaterialien geeignet. 



   Als Beispiel des andern Reaktionsteilnehmers der Formel X1-R1-Z können erwähnt werden : Chloroder bromsubstituierte Carbon- oder Sulfonsäuren, nämlich Chloressig-, Bromessig-, Chlorpropion-, Chlormethansulfon-, Bromäthansulfon-,   Chloräthansulfonsäure   und Salze derselben, und als Beispiele von Verbindungen mit tertiären Aminogruppen sollen erwähnt werden :1-(Diäthylamino)-2, 3-epoxypropan, Diäthylaminoäthylchlorid,   Dimethylaminoäthylchlorid   und Di-(hydroxyäthyl)-aminoäthylchlorid, ss-Morpholyläthylchlerid und Salze derselben. 



   Eine notwendige Voraussetzung zur Erzielung eines möglichst gleichmässig substituierten Produktes besteht in der Anwesenheit des Kolloides in Form   gequollener   Körner, ansonsten der andere Reaktionsteilnehmer in das Innere des Kolloids nicht einzudiffundieren vermag. Zur Herstellung eines   gleichmä-   
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 langsamer verläuft alstet, dass die Reaktionsbedingungen umso ungünstiger werden, je dicker die verwendeten Körner sind. Es wurde jedoch gefunden, dass es unter allen Umständen möglich ist, ein gleichförmig zusammengesetztes Reaktionsprodukt zu erhalten, soferne nur die   Korngrösse   nicht die vorerwähnte Grenze von 2 mm übersteigt. 



   Bei Ausführung der   erfindungsgemässen   Reaktion wird das kolloidale Ausgangsmaterial tunlichst zuerst in Wasser gequollen. Dabei kann bereits zumindest die alkalische Substanz oder der andere Reaktionsteilnehmer in diesem Wasser gelöst sein. Alternativ kann das Kolloid zuerst in Wasser gequollen und der andere Reaktionsteilnehmer, wenn gewünscht, zusammen mit der alkalischen Substanz sodann zugesetzt werden. Letztere kann aber auch späterhin getrennt zugefügt werden. 



   Die beim Quellen vorhandene Wassermenge soll derart sein, dass die erfindungsgemässe Umsetzung glatt vor sich geht, nicht aber so gross sein, dass das Wasser mit der Substanz    -R-Z   in zu grossem Masse reagiert. Geeignete Wassermengen sind vom halben bis zum dreifachen Gewicht des Kolloids. Eine Grenze für die   Wasserabsorptionsfähigkeit   des Kolloids ist selbstverständlich durch dessen Quellkapazität gesetzt, die als   seine"Wasserbindung"definiert   ist. 



   Bei Zusatz des Wassers, das möglichst das Alkali und bzw. oder die Substanz X1-R1-Z in Lösung enthält, ist es besonders wichtig, eine möglichst gleichmässige Verteilung sicherzustellen, weil die Körner eine kleine Berührungsfläche mit den umgebenden Körnern haben. Auch bei solchem Vorgang, bei welchem das Kolloid zuerst in Wasser gequollen und der andere Reaktionsteilnehmer möglichst gleichzeitig zugesetzt, während die alkalische Substanz später hinzugefügt wird, ist es erwünscht, eine ausreichende Rührung der Mischung vorzunehmen. 



   Um eine möglichst gleichmässige Verteilung des Reaktionsteilnchmers    X1-RI-Z   im hydrophilen Gel zu erzielen, kann auch derart vorgegangen werden, dass sowohl das Wasser als auch der Reaktionsbestandteil X1-R1-Z dem Kolloid zugesetzt werden, und dass die Reaktion hierauf in Anwesenheit eines mit Wasser nicht mischbaren Lösungsmittels durchgeführt wird. 



   Dieses Lösungsmittel kann zur Wärmeabfuhr verwendet werden und eine oder mehrere der bei der Reaktion beteiligten Substanzen lösen. Als Beispiele geeigneter Lösungsmittel sollen aliphatische und aromatische Kohlenwasserstoffe, wie Toluol, erwähnt werden. 



   Die   erfindungsgemässe   Reaktion geht bei Temperaturen zwischen etwa 15 und 1200C rasch vor sich. 

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 Wasser die Ausbeute zu sehr   herabdruckt.   Die Derivate von Sulfonsäuren reagieren verhältnismässig langsamer als   Carbonsäurederivate   und machen Temperaturen   über lu (.' C nötig,   damit die Reaktion mit Substanzen der Formel    Xl-Rl-Z   mit annehmbarer Geschwindigkeit erfolgt. Wegen der Gefahr der Bildung eines   missfarhigcn   Reaktionsproduktes ist es ratsam, die Reaktion in einer inerten   Atmosphäre.   etwa von Stickstoff, durchzuführen.

   Niedrigere Reaktionstemperaturen können auch eine inerte Atmosphäre notwendig machen, weil elementarer Sauerstoff auf die Gele in Anwesenheit von Alkali zu oxydierend wirkt. 



   Die zur Beendigung der erfindungsgemässen Reaktion erforderliche Zeitdauer hängt von den Eigenschaften der gewählten Ausgangssubstanz ab. In der Regel kann die Reaktion innerhalb von 2 bis   4t   Stunden durchgeführt werden, wenn die Temperatur zwischen etwa 15 und 1200C gehalten wird. 



   Das   Ausmass   der durch die Reaktion angestrebten Substitution hängt natürlich von dem Verhältnis : Kolloid zur Substanz   X."R"Z,   und in gewisser Beziehung von der während der Reaktion anwesenden Wassermenge ab. Die Reaktion soll derart   durchgeführt   werden, dass im Durchschnitt nicht mehr als jede zweite Hydroxylgruppe des Kolloids substituiert wird. Für die meisten Zwecke genügt es jedoch, im 
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 zehnte Hydroxylgruppe   substituiert   werden,   d, 1mit die Kolloide   als Ionenaustauscher geeignet werden. 



  Wenn die substituierten Produkte zum   ionenaustausch   von Substanzen mit relativ niedrigem Molekulargewicht verwendet werden sollen, soll ein   höheres Mass   an Substitution angestrebt werden, wogegen, wenn die Produkte für die   Behandlung   von Substanzen mit   höherem   Molekulargewicht, z. B. für Proteine und   Nucleinsäuren,   bestimmt sind, niedrigere Substitutionsgrade genügen. Das Verhältnis der Substanz vom T)pus X1-Rt-Z zum Kolloid soll vorzugsweise zwischen 1:10 bis 5: 1 (bezogen auf Gewichtsbasis) variieren.

   Wenn die erfindungsgemässe Reaktion auf Verbindungen der Formel   X-R-Z   angewendet werden soll, in welcher    X   ein Chlor-oder Bromatom bedeutet und das Alkali zur Bindung des Halogenwasserstoffes gebraucht wird, soll die   Menge desselben   etwas jene übersteigen, welche zur Neutralisation der   errechneten theoretischen   Menge Halogenwasserstoff notwendig ist. Der Alkalitibcrschuss kann etwa   K.'lo ilbcr die theoretische   Menge betragen. Bei der Reaktion des Kolloids mit den Epoxyderivaten ist vom Alkali, das dabei nur als Katalysator dient, nur eine geringe Menge notwendig. 



   Die gemäss der Erfindung hergestellten tertiären Amine können nach bekannten Verfahren quaternisiert werden, bei welchen Alkylhalogene, vorzugsweise Alkylchloride- oder -bromide, mit den freien Aminogruppen zur Reaktion gebracht werden. Diese Reaktion geht bei etwas erhöhten Temperaturen und in Gegenwart von Lösungsmitteln, welche die Suhstitutionsprodukte zu quellen und auch die Alkylhalogene   zumindest einigermassen zu   lösen vermögen, glatt vor sich. Die Quaternisierreaktion vollzieht sich nach der Formel 
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 in welcher   R   das Kation des Produktes bedeutet, das durch die Substitutionsreaktion gewonnen wurde, und Alk eine niedrige Alkylgruppe ist. 



   Die so gewonnenen Substanzen sind vorzügliche Ionenaustauscher. Zur Feststellung, ob ein Ionenaustauscher für seinen Zweck geeignet ist oder nicht, sind zwei Faktoren massgebend, nämlich die Wasserbindung (d. i. das Quellvermögen) und die Fähigkeit zum lonenaustausch. 



   Die Wasserbindung soll in destilliertem Wasser festgestellt werden, weil die Anwesenheit verschiedener Salze und Gehalte an Salzen die Ergebnisse der Messung verschieben. Wird der Salzgehalt erhöht, wird die Quellfähigkeit in der Regel kleiner. Diese Erscheinung entspricht der Eigenschaft von Ionenaustauschern, die als "Atmen" bezeichnet wird. Je höher das Quellvermögen des Ionenaustauschers in Gelform ist, umso ausgesprochener wird das"Atmen"sein. 



   Das   Ionenaustauschvermögen   wird nach irgendeinem der üblichen Verfahren bestimmt, die beispielsweise im Werk"lor Exchange Resins", New York 1958,   S. 341-342 (Kationaustauscher)   und in den S. 343-345 (Anionaustauscher) beschrieben sind. Sie wird als Milliäquivalente austauschbarer Ionen je g der Trockensubstanz ausgedrückt. 

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   Bezüglich der Wasserbindung (des Quellvermögens) entsprechen die erfindungsgemässen Gele durchaus den bereits bekannten Ionenaustauschern und zeigen sogar in einer Anzahl von Fällen bessere Eigenschaften. 



   Bezüglich der   lonenaustausch eigenschaften   gleichen die erfindungsgemässen Austauscher jenen, die   im"Journal   of the American Chemical Society", Band 78, 20,Feber 1956, S. 751-753, beschrieben sind. 



  Ein erheblicher Vorzug der erfindungsgemässen Austauscher besteht jedoch darin, dass sie in Wasser sehr schwer löslich sind, und dass auch bei solchen mit relativ hohem Austauschvermögen keine Gefahr besteht, dass sie sich im Wasser lösen oder in Anwesenheit von Wasser unerwünschte Veränderungen erleiden. 



   Infolge ihrer besonderen Struktur ermöglichen es die erfindungsgemässen Ionenaustauscher, dass die in der umgebenden Lösung gelösten Substanzen leicht ins Innere eindiffundieren können. Die erwähnten bekannten Ionenaustauscher lassen bloss eine   Oberflächenberührung   mit der umgebenden Lösung zu. Die neuen,   erfindungsgemäss   herstellbaren Produkte können daher zur Gewinnung komplizierter organischer Verbindungen durch lonenaustausch ohne jede Störung der Reaktion verwendet werden, so dass bekannte lonenaustauschverfahren durch die Anwendung der neuen Ionenaustauscher verbessert werden. 



   Die gemäss einer Ausführungsform der Erfindung hergestellten quaternisierten tertiären Amine sind ebenfalls vorzügliche Ionenaustauscher, besitzen auch pH-Werte im höheren alkalischen Bereich und bessere Ausrauschcigenschaften als nicht quaternisierte Amine. 



   Beispiel 1 : a) 2 kg Dextran vom durchschnittlichen Molekulargewicht 40000 wurden in 3000 cm3 2n-Natronlauge gelöst und hiezu wurden unter kräftigem Rühren 360 g Epichlorhydrin zugesetzt. Nach 45 Minuten bildete sich ein Gel, das durch 48stündiges Erhitzen auf 400C verfestigt wurde. Das Produkt wurde gemahlen, in Wasser dispergiert und mit Salzsäure neutralisiert. Dann wurde es am Filter gewaschen und in einem Trockenofen bei   700C   getrocknet.

   Das Gewicht des Produktes betrug   2100   g und die Wasserbindung   7 g/g. 420/a   der Körner passierten ein 10u Maschen-Sieb und 5, 5% ein 400 Maschen-Sieb. b) 100 g des nach a) erhaltenen Gels wurden in ein Gefäss unter Rühren eingebracht und dann eine Lösung von 30 g Natriumhydroxyd in   100cm   Wasser   zugesetzt. 125g des.   Natriumsalzes der Brommethan-   ulfonsäurc wurden   sodann zu der sorgfältig gemischten Masse von Körnern unter Rühren zugesetzt. Das Gemisch wurde intermittierend hei 60 C gerührt und nach 48 Stunden war der Hauptanteil an Wasser abdestilliert. Das Produkt wurde zweimal in 5   l   Wasser dispergiert und in einem Trockenofen 24 Stunden lang hei   Sü C   getrocknet.

   Es wurden 128 g eines Substitutionsproduktes mit einer Wasserbindung von 
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 funden. 



   Beispiel 2 : a)   : 200   g gewaschene   Kartoffelstärke wurden   in 1 1 2, 5n-Natriumlauge gelöst und sodann wurden unter Rühren 14u g Glycerin-l, 3-dichlorhydrin zugesetzt. Nach 15 Minuten hatte sich ein Gel gebildet,   diese. s wurde 2'L/2   Stunden bei Zimmertemperatur stehen gelassen und dann 18 Stunden lang bei   600C   verfestigt. Da Produkt wurde gemahlen, in Wasser dispergiert, mit Salzsäure neutralisiert, am Filter gewaschen und im Vakuum bei   500C   getrocknet. Das Gewicht des Produktes war 232 g und die Wasserbindung   5,   1 g/g.   b) Zu 31, 5   g des nach a) erhaltenen Gels wurde eine Lösung von 15g Natriumhydroxyd in 36 cm3 Wasser, sodann 25,7 g von   Diäthylaminoäthylchloridhydrochlorid   zugesetzt.

   Es entstand eine körnige Masse, welche unter Rühren 17 Stunden auf einer Reaktionstemperatur von   600C   gehalten wurde. Das Produkt wurde viermal in je   2 I   Wasser dispergiert, filtriert und so lange gewaschen, bis das Filtrat salzfrei war, worauf es durch 24 Stunden bei   700C   getrocknet wurde. Sein Gewicht war 38 g, die Wasserbindung 9 g/g und das   Ionenaustauschvermögen   von 2,23 mÄquiv/g. 



   Beispiel 3 : a) 100 g Äthylhydroxyäthylzellulose in Form von   Körnern,   die durch ein 100 Maschen-Sieb hindurch gingen, wurden in 700 cm3   Sn-NaironIaugc   dispergiert. Die Körner quollen, lösten sich aber nicht. Der   Überschuss   an Natronlauge wurde abfiltriert, worauf 30 g   Äthylenglykol-bis-epoxypropyläther   mit den Körnern sorgfältig vermischt wurden. Das erhaltene Gemisch wurde 24 Stunden bei Zimmertemperatur reagieren gelassen, dann wurde es in Wasser dispergiert und mit Salzsäure neutralisiert. Nach Auswaschen des verbliebenen Salzes und Trocknen im Vakuum bei   50 C   wog das Produkt 98 g.

   Die Wasserbindung 
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200 cm3 Toluol suspendiert und Stickstoff hindurchgeleiter, Das erhaltene Reaktionsgemisch wurde
16 Stunden in einem Druckkessel auf   lf) OOC   erhitzt, sodann filtriert, mit   Äthanol   gewaschen, in Wasser dispergiert und schliesslich   hei     700C   getrocknet. Das Gewicht des Produktes war 32 g, sein lonenaustauschvermögen 1, 03 mÄquiv/g und die Wasserhindung betrug 4 g/g. 



   Beispiel   4 :   a) 5 kg Dextran vom durchschnittlichen Molekulargewicht   40000   wurden in 5   l   5n-Natronlauge gelöst und sodann wurden 900 g von Epichlorhydrin in Anteilen 15 Minuten lang unter kräftigem Rühren zugesetzt. Nach   3o   Minuten ab Beginn des Zusatzes fand Gelhildung statt. Das Gel blieb 24 Stunden bei
Zimmertemperatur stehen und wurde dann 100 Stunden bei   500C   verfestigt. Das Produkt wurde   gemah-   len, in Wasser dispergiert, mit   Salzsäure   neutralisiert, gewaschen und getrocknet.

   Es wog 5, 4 kg. die
Wasserbindung betrug 3,0 g/g.   241o   der Körner gingen durch ein   50   Maschen-Sieb und 25% durch ein
100 Maschen-Sieb hindurch. b) Zu 110 g des nach a) erhaltenen Gels wurde eine Lösung von 50 g Natriumhydroxyd in 100   crrr*   Wasser und sodann 150 g des Natriumsalzes der Chloressigsäure unter gründliche Rühren zugesetzt. Das erhaltene Gemisch wurde 2 Stunden auf einer Reaktionstemperaturvon 60 C unter abwechselndem   RUhren   gehalten, sodann durch Dispergierung im Wasser gereinigt und filtriert. Nach dem Trocknen wog das Produkt 173 g, sein lonenaustauschvermögen betrug 3,39 mÄquiv/g, die Wasserbindung 7 gIg. 



   Beispiel 5 : a) 200 g Sorbit wurden in 100   cms   einer 50   gew. -%igen   wässerigen Lösung von Natriumhydroxyd gelöst, sodann wurden 175 g Epichlorhydrin der Mischung tropfenweise durch 2 Stunden hindurch bei   500C   zugesetzt. Nach einer halben Stunde trat Gelbildung ein. Das Gel wurde 24 Stunden bei   600C   verfestigt, das Produkt gemahlen, in Wasser dispergiert, mit Salzsäure neutralisiert und im Vakuum bei   600C   getrocknet. Die Wasserbindung des Produktes betrug 3,2 g/g. b) Zu 70 g des nach a) erhaltenen Gels wurde eine Lösung von 1 g Natriumhydroxyd in 70   cms   Wasser und sodann 100 g von 1-Diäthylamin-2, 3-epoxypropan unter sorgfältigem Mischen zugesetzt.

   Nach 18 Stunden Stehen bei Zimmertemperatur wurde die Masse 5 Stunden auf   600C   erhitzt, sodann das Produkt in Wasser dispergiert, am Filter gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute war 107 g, die Wasserbindung 4 g/g und das lonenaustauschvermögen 2, 4   mÄquiv/g.   



   Beispiel 6 : a) 200 g weisses Dextran mit einem durchschnittlichen Molekulargewicht von 150000 wurden nach Befeuchten mit 60 cm3 Wasser, das l g Natriumborhydrid enthielt, in 140 cm3 5n-Natronlauge gelöst. 



  Zu dieser Lösung wurden unter   RUhren   60 g Epichlorhydrin zugefugt. Nach 1 Stunde war das Gel gebildet, das 24 Stunden bei   600C   verfestigt wurde. Das Produkt wurde gemahlen, in Wasser dispergiert, neutralisiert, gewaschen und im Vakuum bei   600C   getrocknet. Das Gewicht des Produktes war 207 g und die Wasserbindung betrug 1,4 g/g. b) Zu 50 g des nach a) erhaltenen Gels wurde eine wässerige Lösung von 12 g Natriumhydroxyd in 50 cm3 Wasser sowie 50 g des Natriumsalzes der   Bromäthansulfonsäure   unter grundlichem Mischen zugefügt. Die Masse wurde 18 Stunden auf   60 C   erhitzt, hienach das Wasser innerhalb von 5 Stunden hei 60 C verdunsten gelassen. Das Produkt wurde in Wasser dispergiert, am Filter gewaschen und getrocknet.

   Das 
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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung neuer, substituierter, im Wasser gelbildender, aber begrenzt quellbarer Produkte von hohem Molekulargewicht, dadurch gekennzeichnet, dass gequollene Gelkörner hydrophiler, in Wasser unlöslicher, Hydroxylgruppen enthaltender kolloidaler Substanzen, die eine durch covalente Bindungen verbundene Netzstruktur besitzen, mit Substanzen der allgemeinen Formel EMI5.2 oder einem reaktionsfähigen Derivat derselben, in welcher Formel X.
    Chlor, Brom oder eine Epoxygrup- pe, Rl eine Methylen-oder Äthylengruppe und Z die Carboxyl-oder Sulfogruppe oder ein Salz derselben oder eine tertiäre Aminogruppe der Formel <Desc/Clms Page number 6> EMI6.1 oder ein Salz derselben bedeuten und 1\ und 1\ niedrigere. insbesondere durch Hydroxylgruppen substituierte Alkylgruppen, vorzugsweise Methyl, Äthyl oder Hydroxyäthyl. sind, die an ein fünf-oder sechsgliedriges heterocyclisches Ringsystem gekettet sein können, in Gegenwart von Alkalien zur Reaktion gebracht werden.
    2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die erhaltenen Produkte in Form von wässerigen Gelen gewonnen werden.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Hydroxylgruppen enthaltende Substanz ein Copolymerisat von Substanzen, die aliphatische Hydroxylgruppen enthalten und durch ÄtherbrL, cken der Formel-0-X-0-miteinander verbunden sind, verwendet wird, wobei X eine aliphatische Gruppe mit 3-10 Kohlenstoffatomen darstellt, die durch eine oder mehrere Sauerstoffbrücken unterbrochen sein kann.
    4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Substanzen die aliphatische Hydroxylgruppen enthaltenden Dextrane verwendet werden.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4 in seiner Anwendung auf Verbindungen, in welchen Z eine tertiäre Aminogruppe ist, dadurch gekennzeichnet, dass die hergestellten Produkte zu quaternären Aminoverhindungen mittels bekannter Verfahren umgesetzt werden.
AT450560A 1959-06-12 1960-06-13 Verfahren zur Herstellung neuer, substituierter, im Wasser gelbildender, aber begrenzt quellbarer Produkte von hohem Molekulargewicht AT223141B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2813921A1 (de) * 1977-04-01 1978-10-05 Sumitomo Chemical Co Verfahren zur herstellung von ionischen pullulangelen

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