AT222550B - Hydraulische Dämpfungseinrichtung für den auswandernden Teil einer Fadenaufwickelvorrichtung - Google Patents

Hydraulische Dämpfungseinrichtung für den auswandernden Teil einer Fadenaufwickelvorrichtung

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Publication number
AT222550B
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AT
Austria
Prior art keywords
piston
damping device
winding
tube
drive roller
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Application number
AT72660A
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English (en)
Inventor
Paul Hoerster
Original Assignee
Barmag Barmer Maschf
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Description


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  Hydraulische Dämpfungseinrichtung für den auswandernden Teil einer Fadenaufwickelvorrichtung 
Die Erfindung bezieht sich auf eine hydraulische Dämpfungseinrichtung für den auswandernden Teil einer Fadenaufwickelvorrichtung, bei welcher der bzw. die Wickelkörper durch Antrieb von der Wickel- achse her oder/und durch Friktion am Umfang angetrieben werden. 



   Bei den herkömmlichen Aufwickelvorrichtungen werden die Wickelkörper durch Friktion am Umfang mittels Treibwalze angetrieben, wobei diese gewöhnlich ortsfest gelagert und der Spulenhalterträger als
Schwenkarm ausgebildet ist, so dass sich die Spule bzw. der Wickel auf die Treibwalze auflegt und von dieser abheben lässt und während des Wickelvorganges mit dem wachsenden Wickel selbsttätig auswan- dert. Es steht fest, dass ein solches Aufwickeln mittels Treibwalze in vielen Fällen der einfachste Weg zur Bildung von brauchbaren Wickelkörpern üblicher Grösse ist.

   Das Bestreben, auf diese Weise auch grö- ssere Wickelkörper herzustellen, stösst aber wegen der walkenden Wirkung zwischen Treibwalze und Wik- kel, zumal bei sehr empfindlichem Spinngut, auf Schwierigkeiten, welche offenbar auf den geringen
Unebenheiten und Unrundheiten der Spulhülsen beruhen, da diese besonders zu Beginn der Wickelbildung zu Schwingungen des Spulenhalterträgers führen, die sich dann ihrerseits jeweils als Schläge auf das Wikkelgut auswirken und dieses beschädigen oder den Wickelaufbau stören. 



   Um solche Schwingungen und Stösse zu mildern, hat man bereits für Aufwickelvorrichtungen mit schwenkbarem Spulenhalterträger die Anwendung von Dämpfungsmitteln, die als senkrecht geführte hydraulische Stossdämpfer ausgebildet sind, vorgeschlagen. Diese Lösung hat sich aber nicht durchzusetzen vermocht. Weiter hat man bereits versucht, dadurch einen ruhigeren Lauf der Aufwickelspulen zu erreichen, indem man ohne Anordnung eines Dämpfungsmittels den Spulenhalterträger ortsfest gelagert und die Treibwalze verschwenkbar angeordnet hat. Eine solche Massnahme ist für sich aber nicht geeignet, die walkende Wirkung der Treibwalze zu mildern, oder gar zu beseitigen. 



   Ausserdem sind, wenn auch in anderem Zusammenhang,   Aufwickelvofrichtungen   vorgeschlagen worden, bei denen der Spulenhalter oder die Treibwalze an einem als verschieblichen Schlitten ausgebildeten Träger gelagert ist. Schliesslich sind Aufwickelvorrichtungen bekannt, bei denen die Wickelkörper durch direkten Antrieb von ihrer Achse her angetrieben werden und sich dabei zum Zwecke der guten Wickelbildung gegen eine Rolle abstützen oder bei welchen die durch Friktion am Umfang angetriebenen Wickelkörper zusätzlich von ihrer Achse her angetrieben werden. Bei allen diesen Anordnungen lassen sich aber die bekanntgewordenen Dämpfungsmittelanordnungen nicht ohne weiteres verwenden, so dass auch bei diesen Vorrichtungen Schwingungen sowie Stösse auf das Wickelgut erfolgen. 



   Mit der Erhöhung der Spinngeschwindigkeiten, zumal bei der Herstellung von Kunstfäden, ist man in der Praxis bestrebt, die Wickelkörper zu vergrössern, u. zw. entweder in ihrer axialen oder in ihrer radialen Erstreckung. Darüber hinaus ist man bestrebt, möglichst mehrere Wickel gleichzeitig   nebenein-   ander auf einem Spulenhalterträger zu bilden. Mit der Vergrösserung der Wickelgewichte erhöht sich aber die Beanspruchung der Spulhülsen und damit deren Neigung. ihre Formbeständigkeit zu verlieren und schon bald grössere Unebenheiten und Unrundheiten aufzuweisen, welche das Problem der walkenden Wirkung der Treibwalze oder auch einer   Abstützrolle   in erhöhtem Masse wieder in den Vordergrund treten lassen. 

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   Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, grössere Wickelgewichte herzustellen und dabei einerseits der Forderung nach gleichbleibendem Anpressdruck und gleichmässiger Übertragung des Drehmomentes der Treibwalze durch Friktion auf den bzw. die Wickelkörper zu genügen oder bei direktem Antrieb von der Achse her die Umfangsgeschwindigkeit der Wickelkörper gleich zu halten sowie anderseits Schwingungen und Stösse auf das Wickelgut soweit zu mildern, dass sie sich nicht mehr schädlich auswirken kön- nen. 



   Gemäss der Erfindung ist eine hydraulische Dämpfungseinrichtung für den auswandernden Teil einer
Fadenaufwickelvorrichtung, bei welcher der bzw. die Wickelkörper durch Antrieb von der Wickelachse her oder/und durch Friktion am Umfang angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Kolben in einem offenen Behälter angeordnet ist, der in ein geschlossenes geradliniges, nur über einen Teil des
Kolbenweges reichendes Rohr ausläuft. 



   Weitere Erfindungsmerkmale bestehen darin, dass bei annähernd waagrecht geführtem Kolben der offene Teil des Behälters wannenartig ausgebildet ist, das Rohr gegen das geschlossene Ende zu einen ab- nehmbaren lichten Querschnitt aufweist bzw. aus einem eingesetzten axial einstellbaren Verschlussteil gebildet ist, welches in seinem Inneren die Kolbenführung aufweist. Ferner ist erfindungsgemäss vorge- sehen, dass das Rohr oder der Kolben mit einem Sperrventil ausgestattet ist, welches sich bei einer Ab- standsverringerung zwischen Wickel und Treibwalze bzw. Abstützrolle öffnet und dass das Sperrventil in dem durchbohrten Kolben eingesetzt ist und ein unter Federdruck gegen eine Passfläche gedrücktes Sperr- element aufweist. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dargestellt. Es zeigen Fig. 1 
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 einrichtung. 



   Die   Fadènaufwickelvorrichtung   besteht im wesentlichen aus dem Spulenhalterträger 1 mit dem aus der Achse 2 und einem üblichen Spannfutter 3 bestehenden Spulenhalter sowie den hierauf gesteckten   Spulhülsen   4, auf welche gleichzeitig nebeneinander die beiden mittels der Treibwalze 7 durch Friktion getriebenen Wickel 5 und 6 aufgewickelt werden. Gegebenenfalls können auch mehrere Wickel gemeinsam auf einer durchgehenden Spulhülse nebeneinander aufgewickelt werden. Der Spulenhalterträger 1 ist an seinem einen Ende, welches als Kugelführung 8 ausgebildet ist und als solche auf der Führungsstange oder-schiene 9 sitzt, und an seinem andern Ende, welches. die Rollen 10 und 11 trägt und mit diesen an der Stange oder Schiene 12 anliegt, verschiebebeweglich gelagert.

   Die Schienen 9 und 12 liegen parallel und fest zwischen den Trägern 13 und 14 am Maschinengestell. Die Treibwalze 7 ist mit ihrer Achse 15 und dem Flansch 16 am Maschinengestell bzw. an der Schutzwand 17 ortsfest gelagert und beispielsweise als   Aussenläuiermotor   ausgebildet. 



   Am Spulenhalterträger 1 sitzt, wie die Fig. 3 zeigt, seitlich ein fester Arm 18, der den Kolben 19 trägt. Dieser Kolben 19 taucht in eine am Träger 13 befestigte offene Wanne 20 ein, welche in ein geschlossenes zylindrisches und sich zu seinem Ende hin verengendes Rohr 21 ausläuft. Die Verengung und gegebenenfalls gleichzeitig auch eine Verkürzung des Rohrfortsatzes wird durch den Schraubstopfen 22 bewirkt   bzw. ermöglicht. Die   Wanne 20 ist soweit mit einer Dämpfungsflüssigkeit, beispielsweise Öl, gefüllt, dass der Rohrfortsatz 21 unterhalb des Flüssigkeitsspiegels liegt. 



   Der Kolben 19 ist mit einem Überdruckventil ausgestattet und zu diesem Zweck mit einer axialen Bohrung 29 und mit in diese mündenden radialen Kanälen   23,   24 versehen. In die Bohrung 29 ist ein ringförmiges Passstück 25 eingesetzt, welches durch einen Sprengring 26 gehalten wird. Gegen das Passstück 25 wird mittels einer Feder 27 die Kugel 28 gedrückt, so dass der Durchgang durch den Kolben normalerweise verschlossen ist und nur durch Überdruck, welcher die Kraft der Feder 27 überwindet, und die Kugel zurückdrängt, geöffnet wird. 



   Während des Betriebes wird der Spulenhalter mit dem Wickel durch Friktion mit der umlaufenden Treibwalze angetrieben. Zu diesem Zweck und um einen möglichst gleichmässigen Anpressdruck zu gewährleisten, wird der verschieblich gelagerte Spulenhalterträger beispielsweise mittels eines nicht gezeichneten gewichtsbelasteten Seilzuges in Richtung gegen die ortsfest gelagerte Treibwalze 7 gezogen bzw. gedrückt. Die auftretenden Schwingungen und Stösse, die von etwaigen Unebenheiten und Unrundheiten der Spulhülse infolge der Friktion mit der Treibwalze herrühren, sind erfahrungsgemäss zu Beginn der Wickelbildung besonders stark und lassen in ihrer Intensität im weiteren Verlauf der Wickelbildung erst nach. wenn der Wickelkörper in sich eine gewisse Elastizität besitzt und als solcher die Stösse abfängt.

   Dementsprechend ist die Dämpfungseinrichtung in der Weise angeordnet, dass die Dämpfung zu Beginn der Wickelbildung in der Betriebsstellung, bei welcher der Kolben ganz in den Rohrfortsatz einge- 

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 fahren ist, am wirkungsvollsten ist und im weiteren Verlauf der Wickelbildung, wobei der Kolben all- mählich in den sich erweiternden Teil des Rohrfortsatzes auswandert, nachlässt. Diese Kolbenführung mit engem und sich erweiterndem Teil lässt sich nach den Betriebserfordemissen mittels des Schraubenstopfens verstellen. Das Überdruckventil im Kolben dient einmal dazu, etwaige zu harte Stösse in der Weise abzugleichen, dass die Friktion und gleichmässige Übertragung des Drehmomentes gewahrt bleibt, und zum andern soll es am Ende eines Wickelvorganges das Wiederanlegen des ausgewanderten Spulenhalter an die Treibwalze erleichtern. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1.   HydraulischeDämpfl1ngseinrichtung für   den auswandernden Teil einer Fadenaufwickelvorrichtung, bei welcher der bzw. die Wickelkörper durch Antrieb von der Wickelachse her   oder/und   durch Friktion am Umfang angetrieben werden, dadurch gekennzeichnet, dass ihr Kolben (19) in einem offenen Behälter (20) angeordnet ist, der in ein geschlossenes geradliniges, nur über einen Teil des Kolbenweges reichendes Rohr (21) ausläuft.

Claims (1)

  1. 2. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass bei annähernd waagrecht geführtem Kolben (19) der offene Teil des Behälters (20) wannenartig ausgebildet ist.
    3. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (21) gegen das geschlossene Ende zu einen abnehmenden lichten Querschnitt aufweist.
    4. Dämpfungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (21) aus einem eingesetzten axial einstellbaren Verschlussteil (22) gebildet ist, welches in seinem Inneren die Kolbenführung aufweist.
    5. Dämpfungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rohr (21) oder der Kolben (19) mit einem Sperrventil (28) ausgestattet ist, welches sich bei einer Abstandsverringerung zwischen Wickel (5, 6) und Treibwalze (7) bzw. Abstützrolle und damit verbundener Rückbewegung des Kolbens (19) öffnet.
    6. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrventil (28) in dem durchbohrten Kolben (19) eingesetzt ist und ein unter Federdruck gegen eine Passfläche gedrücktes Sperrelement aufweist.
AT72660A 1959-02-27 1960-01-30 Hydraulische Dämpfungseinrichtung für den auswandernden Teil einer Fadenaufwickelvorrichtung AT222550B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1286439B (de) * 1963-07-22 1969-01-02 Reiners Spulmaschine

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