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Auf Druckänderungen im Schmierölkreis von Brennkraftmaschinen ansprechender Schalter
Die Erfindung betrifft einen auf Druckänderungen im Schmierölkreis von Brennkraftmaschinen an- sprechenden Schalter für elektrische Anzeigemittel, dessen im wesentlichen aus einer Isolierstoffhaube und einem metallischen Grundkörper zusammengesetztes Gehäuse durch eine an ihrem Rand unter Zwi- schenschaltung einer Stützscheibe an Gehäusevorsprungen festgespannte Biegehaut in eine Schmierölkam- mer innerhalb des Grundkörpers und eine Schaltmittelkammer innerhalb der Isolierstoffhaube unterteilt ist, und mit einem an der Biegehaut anliegenden und mit dieser beweglichen Schaltglied, auf das eine
Kontaktscheibe und eine Feder aufgesetzt sind.
Es sind bereits derartige Schalter mit einer dehnbaren Biegehaut aus Gummi bekannt. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Schalter den betriebsmässigen Dauerbelastungen, wie sie im Schmierleitungssystem von Brennkraftmaschinen auftreten, nicht gewachsen sind. Die gebräuchlichen Gummisorten altern bei den auftretenden grossen Temperaturunterschieden des Schmieröls, die beispielsweise von -400 bis + 1200 C reichen können, sehr schnell und der wirksame Durchmesser der Biegehaut wird mit der Zeit immer kleiner, so dass genaue Schaltspannen nur schwer eingehalten werden können.
Um diese Nachteile zu beseitigen, wurden Biegehäu te aus dünnem Metallblech verwendet, die durch- gewölbt und mit einer zusätzlichen Dichtung versehen in das Schaltergehäuse eingespannt sind. Diese Schalter sind zwar weitgehend unempfindlich gegen die auftretenden Temperaturunterschiede. Durch die grosse Eigensteifigkeit der Metallbiegehaut sind jedoch solche Schalter zum Einhalten kleiner Schaltspannen nicht geeignet.
Es sind auch schon Schalter mit einer Biegehaut aus Kunststoff bekanntgeworden. Diese Kunststoffbiegehaut ist aus einem federnd dehnbaren Stoff hergestellt und in ihrer druckbetätigten Endstellung derart abgefangen, dass sie noch Zugspannungen ausgesetzt ist. Bei dünnen Biegehäuten fahren derartige Zugspannungen leicht zur Zerstörung, insbesondere dann, wenn der Kunststoff nicht alterungsbeständig ist.
Diese Mängel sind gemäss der Erfindung vermieden, indem die in an sich bekannter Weise aus einer dünnen Folie von wärmebeständigem, flexiblem, unnachgiebigem Kunststoff hergestellte Biegehaut durchgewölbt geformt ist, wobei mit dem Schaltglied Anschläge verbunden sind, die seinen unter dem Einfluss der Feder stehenden Weg in beiden Richtungen auf eine Strecke begrenzen, die kleiner als die grösstmögliche Durchwölbung der Biegehaut ist, und dass das Schaltglied eine der Biegehaut zugewandte Stirnfläche aufweist, die bei unter Schmieröldruck erreichter Endlage zusammen mit angrenzenden Stützscheibenabschnitten eine durchgehende Abstützfläche für die Biegehaut bildet.
Die verwendete Kunststoff-Folie ist weitgehend alterungsbeständig. Dadurch und wegen der geringen Stärke der Folie tritt selbst bei grossen Temperaturunterschieden und hohen Temperaturen im Schmiersystem keine Änderung der Schaltspannen ein. Es erübrigt sich auch die bei den Schaltern mit Gummi- oder Metallmembran übliche Einstellschraube für die Druckfeder.
Die Kunststoff-Biegehaut bringt infolge ihrer geringen Stärke ausserdem den Vorteil, dass eventuelle Durchwölbspannungen der Biegehaut im Vergleich zur Federbelastung unbeachtlich sind. Dadurch werden gleichbleibende und leicht festzulegende Kontakt-Anpressdrücke gewährleistet. Ausserdem wird eine besondere Dichtung an der Einspannstelle gespart, weil die Polyesterfolie unmittelbar mitdichtend zwischen die entsprechenden metallischen Gehäuseteile eingefügt werden kann und damit leicht ein gleichblei-
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bender Spanndruck erreicht wird.
Ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ist in der Zeichnung im Schnitt, u. zw. in stark vergrö- ssertem Massstab dargestellt.
Der Schalter besteht aus einem metallischen Unterteil 1 mit einem Gewindestutzen 2 und einer sechskantigen Anzugsfläche 3. Der Gewindestutzen 2 hat eine Bohrung 4, die in eine Druckkammer 5 mündet. Den Abschluss dieser Druckkammer bildet eine dünne Biegehaut 6 aus einem Kunststoff auf der
Polyesterbasis, wie er beispielsweise als Folie unter der Bezeichnung Hostaphan im Handel bekannt ist.
Diese Biegehaut liegt mit dem äusseren Rand 7 ihrer der Druckkammer 5 zugekehrten Seite an einer ebe- nen Schulter 8 im Gehäuseunterteil 1 an. Auf der andern Seite wird der Rand 7 durch eine tellerförmige, aus Stahlblech gepresste Stützscheibe 9 mit deren Rand 10 abgedeckt. Der innere Teil des Randes 10 der
Stützscheibe 9 ist schwach geneigt und geht bei 12 konisch in einen zurückgesetzten Tellerboden 11 über.
Die Biegehaut 6 ist zusammen mit der Stützscheibe 9 in dem Gehäuseunterteil l bei 13 in bekannter Wei- se durch Schernieten befestigt.
Bei diesem Einbau wird die Biegehaut 6 durch in radialer Richtung wirkende Materialverdrängung leicht durchgewölbt. Die Stützscheibe 9 ist in ihrer Mitte gelocht und nimmt ein Schaltglied 14 aus Iso- lierstoff auf, das einen zwischen der Biegehaut 6 und der Stützscheibe 9 liegenden Ansatz 15 hat, dessen
Höhe der Stützscheibenvertiefung entspricht. Der Rand dieses Ansatzes ist dem Tellerkonus angepasst. Die der Biegehaut 6 zugekehrtel Stirnfläche 16 des Ansatzes 15 geht infolgedessen in der oberen Endstellung des Schaltgliedes 14 praktisch spaltfrei in die schwach geneigt verlaufende Tellerrandfläche der Stütz- scheibe 9 über.
Mit einem zylindrischen Teil 17 reicht das Schaltglied 14 durch die Stützscheibe 9 hin- durch und hat eine Schulter 18, die zusammen mit einem zylindrischen Ansatz 19 eine metallische Kontaktscheibe 20 mit mehreren gleichmässig auf dem Umfang verteilten Kontaktwarzen 21 aufnimmt. Die
Kontaktscheibe 20 ist gleichzeitig Federteller für eine Schraubendruckfeder 22, die das Schaltglied 14 mit der Kontaktscheibe 20 gegen die Stützscheibe 9 zu drücken sucht.
Die Kontaktscheibe 20 und die Druckfeder 22 sind von einem den Schalter nach oben abschliessenden Isolierglied 23 mit Spiel umgeben, dessen Fuss an dem metallischen Unterteil l durch Einrollen befestigt ist. Ein metallisches Anschlussstück 24 ist in das Isolierglied 23 eingelassen, durch einen Vierkant 25 gegen Verdrehen gesichert und bei 26 vernietet. Eine Bohrung 27 mit Innengewinde nimmt eine Klemmschraube 28 zum Anschluss einer elektrischen Leitung 29 auf.
Unter dem gewöhnlich im Schmiermittelkreislauf von Brennkraftmaschinen herrschenden Druck liegt der Ansatz 15 des Schaltgliedes 14 an dem Tellerboden 11 der einen feststehenden Kontakt bildenden
Stützscheibe 9 an. Die den beweglichen Kontakt des Schalters darstellende Kontaktscheibe LO ist mit ihren Kontaktwarzen 21 gegen die Kraft der Feder 22 von der Stützscheibe 9 abgehoben.
Fällt der Druck des Schmiermittels wegen einer Undichtheit oder eines Fehlers im Schmiersystem unter einen bestimmten Wert, sc drückt die Feder 22 die Kontaktscheibe 20 gegen die Stützscheibe 9, bis die Kontaktwarzen 21 die Stützscheibe 9 berühren. Dann fliesst ein Strom über das mit Masse verbundene Gehäuseunterteil 1 und die mit diesem Unterteil verbundene Stützscheibe 9 über die Kontaktscheibe 20 und die Schraubenfeder 22 zu dem Anschlussstück 24. Die Klemmschraube 28 ist mit einer an Batteriespannung liegenden Warnlampe oder sonstigen Warneinrichtung verbunden.
Es ist auch möglich, die Biegehaut schon vor ihrem Einbau vorzuwölben und erst dann zwischen den metallischen Schalterteilen einzuspannen. Diese entweder durch die Montage oder aber schon vor dem Einbau der Biegehaut erreichte Durchwölbung muss dabei in jedem Fall so gross sein, dass die Biegehaut im Betrieb nicht mehr gedehnt wird, d. h. in ihrer oberen Endstellung im wesentlichen die Gestalt der Abstützplatte annimmt. Mit andern Worten : der Hub der Biegehaut von der Mittellage aus gerechnet ist durch die Auswölbung der Abstützscheibe begrenzt, er ist also etwa gleich der Höhe dieser Auswölbung.
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