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Anordnung und Ausbildung von Portalstreben bei Fachwerksmasten
Bei Spreizfüssen für Fachwerksmaste od. dgl. ist es bis jetzt üblich, die aus Winkeleisen bestehenden
Portalstreben zur Sicherung gegen Knickung aus der Fachwerkebene über Eck durch einen Schrägverband miteinander zu verbinden. Bei kleinen Masten mit kurzen Spreizfüssen konnte gegebenenfalls auf diese, n
Schrägverband verzichtet werden ; dann war es jedoch notwendig, einen grösseren Querschnitt der Winkeli profile vorzusehen, da die verwendeten Profile gegen Knickung aus der Fachwerkebene geringere Festig- keit besitzen.
Diese Ausbildung hat vor allem den Nachteil, dass die zwischen den zwischen den Portalstreben vorgesehenen Schrägverbände abgebogene Knotenbleche, angepasste Streben oder gekantete Portalstreben mit einem Biegewinkel kleiner als 900 erfordern, wodurch nie Herstellung solcher Spreizfüsse ausserordent- lich verteuert wird.
Ausserdem werden Spreizfüsse zumeist bei Masten in geneigtem Gelände ausgeführt, so dass bei einsm
Mast verschieden lange Spreizfüsse vorkommen. Da die Knotenbleche an die Portalstreben in der Regel mit mehreren Schrauben oder Nieten angeschlossen sind, ist es notwendig, verschieden geformte Anschluss- knotenbleche und je nach der Neigung der einzelnen Portalstreben verschiedene Lochungen vorzusehen.
Dies erfordert nicht nur sehr viel Konstruktionsarbeit, sondern auch einen grossen Fertigungs- und Monta- geaufwand, da die Knotenbleche jeweils einzeln gesondert angefertigt werden müssen. Ausserdem wird die Montage erschwert und eine. Fehlerquelle für diese geschaffen, da die geringen Abweichungen der
Lochungswinkel in den einzelnen Knotenblechen für den Arbeiter nicht ohne weiteres erkennbar sind.
Diese Schwierigkeiten und Übelstände bei der Herstellung von Spreizfüssen für Fachwerksmaste wer- den gemäss der Erfindung im wesentlichen beseitigt. Diese betrifft eine Anordnung und Ausbildung von
Portalstreben bei Fachwerksmasten aus Winkelprofilen mit zu den Eckstäben hin mit Knicksicherungs- stäben ausgefachten Einzelfüssen und Verbindung der Streben mit den Fachwerksstäben, die sich dadurch kennzeichnet, dass die die Portalstreben bildenden Winkelprofile mit ihrer Symmetrieebene in der Fach- werkebene angeordnet sind, die an ihren Enden längsmittig angeschweisste Anschlusslappen aufweisen, die gegebenenfalls mit einem Knotenblech an den betreffenden Fachwerksstäben oder mit diesen selbst jeweils durch ein einziges Verbindungselement (Niet, Schraube, Bolzen od. dgl.) miteinander vereinigt sind.
Dadurch ist es möglich, ohne die Querschnittsfläche der Portalstreben zu vergrössern, den üblichen
Schrägverband mit allen seinen Nachteilen zu vermeiden. Da der Anschluss mit einem einzigen Anschluss- glied an beiden Enden der einzelnen Portalstreben erfolgt, wird auch die Verschiedenartigkeit der Form der Knotenbleche und der in diesen vorgesehenen Anschlussbohrungen vermieden. Durch die Erfindung ist es also möglich, sowohl die Konstruktionsarbeit als auch die Kosten der Herstellung und Montage bedeu- tend zu reduzieren.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung an Hand einer beispielsweisen Ausführungsform schematisch veranschaulicht. Fig. l ist eine Seitenansicht eines Fachwerksmastes mit gemäss der Erfin- dung ausgebildeten Portalstreben. Fig. 2 zeigt ein Ende einer Portalstrebe in Ansicht in grösserem Massstab und in Fig. 3 ist die Querschnittsform der Portalstrebe im Schnitt veranschaulicht.
In Fig. 1 ist der Unterteil eines an sich in üblicher Weise ausgebildeten Fachwerksmastes veranschau- licht, dessen gegen das Betonfundament 1 abgestützte Spreizfüsse von den seitlichen Schäften 2,3 und den Portalstreben 4,5 gebildet sind, welch letztere mit den Schäften 2,3 in üblicher Weise durch ein
Fachwerk 6,7 starr verbunden sind. Gemäss der Erfindung sind die Portalstreben 4,5 von Profilen gebil-
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det, die senkrecht zur Fachwerkebene eine grosse Steifigkeit besitzen und so angeordnet sind, dass gegen
Knickung quer zur Fachwerkebene das Querschnitts-Hauptträgheitsmoment zur Verfügung steht. Diese
Profile sind, wie die Fig. 3 erkennen lässt, über Eck gestellte Winkelprofile.
Die Verbindung der aus einem solchen Profil gebildeten Portalstreben mit dem oberen Knotenblech 8 bzw. den unteren Knotenblechen 9 und 10 oder gegebenenfalls auch direkt mit den Schäften 2 bzw. 3 er- folgt gemäss der Erfindung nur mit je einem Anschlussglied 11, das z. B. eine Schraube, ein Niet oder ein
Bolzen sein kann. Diese Art des Anschlusses der Portalstreben wird dadurch ermöglicht, dass an den Enden des die Portalstrebe bildenden Profiles je ein mittig angeordneter Anschlusslappen 12 (Fig. 2) zur Aufnahme des Anschlussgliedes vorgesehen ist. Dieser Lappen kann entweder, wie dies auch in Fig. 3 gestrichelt angedeutet ist, in einen entsprechend ausgebildeten Schlitz der Portalstrebe eingeschweisst oder auch, wenn dies die Profilform erlaubt, aus dem Profil herausgearbeitet sein.
Auf alle Fälle ist die Anbringung dieses mittigen Anschlusslappens in der Werkstätte ohne besondere Schwierigkeiten möglich und wird reichlich dadurch aufgewogen, dass dafür die Knotenbleche nicht besonders bemessen, geformt und ausgebildet werden müssen und dass bei der Montage nur eine einzige Anschlussbohrung für den Anschluss der Portalstrebe vorhanden ist.
PATENTANSPRÜCHE ;
1. Anordnung und Ausbildung von Portalstreben bei Fachwerksmasten aus Winkelprofilen mit zu den Eckstäben hin mit Knicksicherungsstäben ausgefachten Einzelfüssen und Verbindung der Streben mit den Fachwerksstäben, dadurch gekennzeichnet, dass die die Portalstreben bildenden Winkelprofile (4) mit ihrer Symmetrieebene in der Fachwerkebene angeordnet sind, die an ihren Enden längsmittig angeschweisste Anschlusslappen (12) aufweisen, die gegebenenfalls mit einem Knotenblech (8,9, 10) an den betreffenden Fachwerksstäben oder mit diesen selbst jeweils durch ein einziges Verbindungselement (11) (Niet, Schraube, Bolzen od. dgl.) miteinander vereinigt sind.