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Sortiermaschine
Die Erfindung betrifft Vorrichtungen, die eine verbesserte Farbsortierung von Gegenständen ermögli- chen. Die Erfindung ist besser auf das Sortieren von Gegenständen nach unterschiedlichen Farbstufen als nach unterschiedlichen Farbschattierungen anwendbar, d. h., wenn das Sortieren nach Massgabe des re- lativen Reflexionsvermögens in zwei oder mehreren Teilen des Spektrums und nicht nach Massgabe der durch die Gegenstände nur innerhalb eines einzigen Spektralbereiches reflektierten Lichtmenge erfolgt.
Die Erfindung ist jedoch n ! : ht ausschliesslich auf dieses Anwendungsgebiet beschränkt.
Wenn beispielsweise Bohnen und insbesondere Kaffeebohnen durch eine Farbsortiermaschine gegeben werden, wird das meiste, durch diese Gegenstände reflektierte Licht spiegelnd reflektiert. In diesem Fall ist eine exakte Messung der Farbe der Gegenstände sehr schwierig, da bereits eine leichte Winkelabwei- chung der Oberfläche des Gegenstandes sich sehr erheblich auf die von den Linsen der verwendeten Maschine aufgenommene Lichtmenge auswirken kann. Die Linsen dienen zum Projizieren eines Bildes des
Gegenstandes auf einen Abtastschlitz, der sich vor der Photozelle befindet.
Die Erfindung betrifft eine Sortiermaschine mit wenigstens einer Lichtquelle zum Bestrahlen eines zu sortierenden Gegenstandes, mit photoelektrischen Beobachtungseinrichtungen zum Empfangendes Lichtes von dem so bestrahlten Gegenstand und mit von diesen photoelektrischen Einrichtungen gesteuerten
Einrichtungen zum Trennen gewünschter von unerwünschten Gegenständen. Solche Trenneinrichtungen können z. B. Ablenkvorrichtungen für die zu sortierenden Gegenstände auf ihrem Wege durch die Maschine sein.
Die Sortiermaschine gemäss der Erfindung zeichnet sich nun dadurch aus, dass das von der Lichtquelle auf den zu sortierenden Gegenstand gesendete Licht planpolarisiert ist und dass im Wege des Lichtes von diesem Gegenstand zu den photoelektrischen Beobachtungseinrichtungen, wie Photozellen oder Photovervielfachern, ein Polarisator angeordnet ist, dessen Polarisationsebene gekreuzt zu jener des von der Lichtquelle erzeugten Lichtes steht.
Beim Farbsortieren von Gegenständen wird ein Hintergrund benutzt, gegen den das von den zu prüfenden Gegenständen reflektierte Licht verglichen werden kann. Solcher Hintergrund ist so beschaffen, dass er die gleiche Lichtintensität wie der zu untersuchende Gegenstand reflektiert, zumindest so weit wie dies die Untersuchungsphotozelle betrifft. In üblicher Weise dient der Hintergrund zum Eliminieren des Einflusses der Grösse des Gegenstandes auf die durch die Photozelle aufgenommene Lichtmenge. Im Idealfall, bei dem der Hintergrund vollständig dem Gegenstand angepasst ist, gibt die Schwankung der durch die Photozellen aufgenommenen Lichtmenge vollständig die Schwankung des Reflexionsvermögens des untersuchten Gegenstandes wieder. Dieser Fall wird angestrebt.
Jedoch ist es deshalb notwendig, den Hintergrund bei Veränderungen der zu sortierenden Gegenstände ebenfalls zu verändern. Es ist auch notwendig, den Hintergrund so einzustellen, dass er für einen besonderen zu bewirkenden Sortiervorgang geeignet ist.
Falls daher das Sortieren nach Massgabe von Farbstufen, d. h. nach Massgabe des relativen Reflexionsvermögens in zwei oder mehreren Spektralbereichen erfolgen soll, muss ein Hintergrund verwendet werden, der die dabei benutzten Farben enthält. Soll also beispielsweise das Sortieren nach zwei verschiedenen Farben stattfinden, muss der Hintergrund ein Reflexionsvermögen besitzen, das auf zwei Photozellen eingestellt ist, von denen jede einen unterschiedlichen Farbansprechbereich besitzt.
Während es im Falle des Sortierens nach einer Farbe notwendig sein kann, einen Hintergrund aus beispielsweise zwanzig abgestuften Materialien auszuwählen, ist es jedoch im Fall eines Sortierens nach zwei Farben normalerweise erforderlich, aus mehreren hundert abgestuften Materialien, die unterschiedliche Farbe und Helligkeit besitzen, einen geeigneten Hintergrund auszuwählen.
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Darüber hinaus braucht im Falle eines Sortierens nach einer einzigen Farbe nur ein Hintergrund gewählt werden, der jeweils heller oder dunkler ist, während im Falle eines Sortierens nach zwei Farben der Hintergrund auch nach Veränderungen der verschiedenen Farbenteile ausgewählt werden muss. Dies ist im allgemeinen eine sehr beschwerliche Aufgabe.
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die Maschine Einrichtungen zum Verändern der Reflexion von einem gewählten Hintergrund enthält.
Die Möglichkeit des leichten Veränderns der Intensität der Reflexion des Hintergrundes ergibt eine beträchtliche Verminderung der Schwierigkeit, den richtigen Hintergrund bei Sortierungen nach mehre- ren Farben auszuwählen. Diese Variation der Intensität der Reflexion des Hintergrundes kann durch Ver- ändern der auf den Hintergrund einfallenden Lichtmenge, beispielsweise durch Variation des Abstandes zwischen Hintergrund und Lichtquelle, bewirkt werden.
Die Veränderung der auf den Hintergrund einfallenden Lichtmenge kann auch durch Zwischenschal- ten eines optischen Keiles zwischen Hintergrund und Lichtquelle erfolgen. Unter einem optischen Keil wird hiebei ein Element verstanden, dessen verschiedene Abschnitte unterschiedliche Lichtmengen oder unterschiedliche Lichtwellenlängen absorbieren. Weiterhin kann aber auch ein einstellbarer Verschluss oder eine einstellbare Maske beweglich so vor der Lichtquelle angeordnet werden, dass die auf den Hintergrund abgestrahlte Lichtmenge verändert werden kann.
Gegenstand der Erfindung ist daher weiters auch eine Sortiermaschine der gekennzeichneten Art, wel- che die Gegenstände nach Farbe sortiert und mit wenigstens einem Hintergrundträger versehen ist, wobei eine Maske vorgesehen ist, die in eine Stellung zwischen dem Hintergrundträger und der Lichtquelle hin- ein und heraus beweglich angebracht ist.
Wahlweise ist es auch möglich, dass der Hintergrundträger aus einer Welle mit einem darauf befestigten Zylinder besteht, von dem verschiedene Teilbereiche entweder mit örtlich wechselnden Anteilen der zum Sortieren benutzten Farben gefärbt sind oder aber örtlich verschiedene Mengenanteile des Lichtes oder verschiedene Wellenlängen des Lichtes absorbieren.
Vorzugsweise werden die zu sortierenden Gegenstände von mehreren verschiedenen Richtungen aus untersucht. Die Sortiermaschine wird dazu erfindungsgemass so ausgestaltet, dass zwei oder mehrere Hintergrundträger und zugehörige photoelektrische Beobachtungseinrichtungen in gegenseitigen Winkelabstän- den angeordnet sind, wobei die Hintergrundträger untereinander verbunden und Einrichtungen, wie Steuerarme oder Handräder, zum gleichzeitigen Einstellen der Lage aller Hintergrundträger vorgesehen sind.
Bei einer solchen Sortiermaschine kann nun das gleichzeitige und übereinstimmende Einstellen der Lage aller Hintergrundträger dadurch erreicht werden, dass zum Tragen und Verstellen der Hintergrundträ- ger wenigstens ein Paar drehbar gelagerter Scheiben, Kurbeln od. dgl. vorgesehen sind, die miteinander durch zwei Kuppelstangen od. dgl. verbunden sind, von denen die eine einen Hintergrundträger trägt, wobei die beiden Enden jeder Kuppelstange an gleich grossen, parallelen Radien der beiden drehbar gelagerten Scheiben od. dgl. eines Paares angreifen und die Angriffsradien der beiden an jeder drehbaren Scheiben angelenkten, zur andern Scheibe des Paares führenden Kuppelstangen miteinander einen Winkel, vorzugsweise einen rechten, einschliessen, wodurch die Bewegung einer der drehbar gelagerten Scheiben od.
dgl. um einen bestimmten Winkel die andere drehbar gelagerte Scheibe unter Vermeidung jeglicher Totpunktlage um den gleichen Winkel dreht.
Das Sortieren der Gegenstände nach Massgabe der Farbe wird im allgemeinen während des freien Falles der Gegenstände bewirkt. Jeder Gegenstand passiert dabei während des Falles ein photoelektrisches Beobachtungssystem. Wenn ein Sortieren nach zwei Farben erfolgen soll, ist es wünschenswert, dass die auf die beiden photoelektrischen Einrichtungen für je eine Farbe übertragene Lichtmenge nicht durch die Lage des Gegenstandes in bezug auf die Fallinie oder durch begrenzte Ablenkung des Gegenstandes von einer gewünschten Fallinie beeinflusst wird.
Zu diesem Zweck wird deshalb in der erfindungsgemässen Maschine das Licht von einem beobachteten Gegenstand her mehreren photoelektrischen Beobachtungseinrichtungen, wie Photozellen, Photover- vielfachernod. dgl. mittels eines lichtleitenden Körpers, wie eines oder mehrerer'Stäbe od. dgl. zugeleitet, der in mehrere Schenkel gespalten ist, die im wesentlichen an einem gemeinsamen Punkt zusammentreffen, wobei bei jedem äusseren Ende jedes dieser Schenkel eine der photoelektrischen Beobachtungseinrichtungen angeordnet ist und Linsen zum Entwerfen eines Bildes des zu sortierenden Gegenstandes auf den oder in die Nähe des gemeinsamen Punktes der Schenkel vorgesehen sind.
Dabei spricht zweckmässig die eine der photoelektiischen Beobachtungseinrichtungen auf Licht von einer Farbe und die andere dieser Einrichtungen auf Licht einer andern Farbe an.
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den ultraroten Anteil absorbiert. Die Detektoren der Photozellen sind gegenüber dem Ultrarotbereich empfindlich und das ultrarote Licht wird auf diese Photozellen über ein leitendessystem geleitet, das be- reits für die photoelektrischen Beobachtungseinrichtungen dient.
Vorzugsweise kann jedoch das auf den
Hintergrund einfallende Licht durch eine Glasplatte treten, die den Ultrarotanteil absorbiert, während die i Gegenstände einer Bestrahlung ausgesetzt werden, die den Ultrarotanteil enthält und möglicherweise eben- falls Licht enthält, das ein Filter passiert hat, das allein ultrarotes Licht durchlässt.
Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend an Hand der Zeichnungen in
Ausführungsbeispielen ausführlich erläutert. In den Zeichnungen stellen dar :
Fig. 1 schematisch eine Ansicht, aus der die allgemeine Arbeitsweise der Maschine gemäss der Erfin- dung hervorgeht ; Fig. 2 eine Draufsicht eines Rahmens, der einen Teil der Maschine gemäss Fig. 1 bildet ;
Fig. 3 und 4 schematisch Modifikationen des Rahmens gemäss Fig. 2 ; Fig. 5 schematisch Einrichtungen, die innerhalb des Rahmens zum Unterdrücken der Einflüsse spiegelnder Reflexionen von den zu sortierenden
Gegenständen dienen ; Fig. 6 einen Schnitt durch einen andern Teil der Maschine gemäss Fig. l und die
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andere Zufuhreinrichtungen an Stelle eines endlosen Förderbandes benutzt werden.
Die zugeführten Gegestände 2 fallen frei durch einen würfelförmigen Rahmen 3, der im Inneren reflektierende Wandungen besitzt. Während des Fallens der Gegenstände durch den Rahmen 3 trifft Licht aus innerhalb des Rahmens angeordneten Lampen auf die Gegenstände auf. Das von den Gegenständen reflektierte Licht wird durch ein oder mehrere Photozellenpaare oder Photovervielfacherpaare 4 und 5 beobachtet. In der Darstellung
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Die Photozellen oder Photovervielfacher sind jeweils mit verschieden gefärbten Filtern versehen, so dass die eine Photozelle und der eine Vervielfacher innerhalb eines jeden Paares das Licht einer besonderen durch die Gegenstände 2 reflektierten Farbe empfangen, während die andern Photozellen oder Photovervielfacher das von den Gegenständen 2 reflektierte Licht einer andern Farbe aufnehmen. Das von den
Photozellen oder Vervielfachern 4 und 5 aufgenommene, von den Gegenständen 2 reflektierte Licht wird über einen Linsentubus 8, mit dessen Objektiv 9 ein Bild eines Gegenstandes 2 auf einen Schlitz 10 fokussiert wird, ein Linsensystem 11 und ein transparentes, lichtleitendes, Y-förmiges Element 12 übertragen.
Das Linsensystem 11 dient zum Fokussieren eines Bildes des Objektivs 9 auf die Gabelungsstelle 13 der beiden Schenkel des Y-förmigen Elementes.
Die Ausgänge aus den Photozellen oder Vervielfachern 4 und 5 sind über einen Differenzverstärker 14 verbunden, dessen Ausgang seinerseits einen elektronischen Komparator 15 steuert, der die gewünschten von den unerwünschten Gegenständen unterscheiden kann.
Wenn ein unerwünschter Gegenstand 2 durch den Rahmen 3 hindurchfällt und durch den Komparator 15 aufgespürt wird, erfolgt die Übertragung eines Signals von dem Komparator 15 zu einer elektrisch gesteuerten Trenneinrichtung 16. Dieser. Trenneinrichtung wird aber eine Leitung 17 komprimierte Luft zugeführt. Auf das Steuersignal hin wird ein Ventil geöffnet, und die Luft kann aus einer Düse 18 als Strahl aus der Vorrichtung 16 austreten. Hiedurch wird der unerwünschte Gegenstand abgeschieden.
Wie weiterhin aus Fig. 2 hervorgeht, sind innerhalb des Rahmens 3 vier Lichtquellen 20 angeordnet, die jeweils in der Nähe der Ecken. des Rahmens liegen und einen in der Mitte des Rahmens befindlichen Gegenstand 2bestrahlen. Die Innenwandungen 19 des Rahmens sind lichtreflektierend ausgestaltet und besitzen beispielsweise einen Überzug aus einer glasartigen Emaille. Das auf den Gegenstand 2 fallende sichtbare Licht aus den Quellen 20 ist jedoch indirektes Licht, da aus weiter unten eingehend erläuterten Gründen in dem direktenLichtwegvon jeder Quelle zum Gegenstand ein Ultrarot-Filter 21 angeordnet Ist.
Das Licht aus den Lichtquellen 20 fällt ebenfalls auf vier Hintergründe 22, von denen jeder an einem Tragelement 23 befestigt ist. Dieses Tragelement kann durch ein geschlitztes Gestell gebildet werden, in das der Hintergrund eingeschoben ist. Wie bereits weiter oben erläutert wurde, sind die Hintergründe so eingestellt, dass sie die gleiche Lichtintensität wie das Objektiv selbst reflektieren, zumindest, soweit die Untersuchungsphotozelle hievon betroffen ist. Die Hintergrund dienen in üblicher Weise zum Eliminieren des Einflusses der Grösse der Gegenstände auf die von der jeweiligen Photozelle, aufgenommenen Lichtmengen.
Mit Kanten 24 wird verhindert, dass aus den Lichtquellen 20 Licht direkt auf die beiden jeweils benachbarten Hintergründe fallen kann.
Weiterhin sind in dem Rahmen 3 drehbar vier Scheiben 25 - 28 so angeordnet, dass die Mittelpunkte
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der Scheiben in den Ecken eines Quadrates liegen. Jede Scheibe ist mit der benachbarten Scheibe über ein Gestänge 29 verbunden. An diesem Gestänge ist das jeweilige Tragelement 23 für den Hintergrund 22 befestigt. Weiterhin ist jedes einander benachbarte Paar der Scheiben über ein Gestänge 30 gekoppelt.
Das Gestänge 30 ist parallel zum Gestänge 29 angeordnet, jedoch an den Scheiben in Punkten angelenkt, die gegenüber dem Mittelpunkt der Scheiben um etwa 900 von den Lagerstellen der Gestänge 29 versetzt sind.
Die Scheibe 25 ist mit einem Steuerarm 31 verbunden, der sich nach aussen erstreckt. Dieser Steuer- arm 31 kann von der in Fig. 2 voll ausgezogen dargestellten Lage in die strichpunktiert dargestellte Lage verschwenkt werden. Bei dieser Verschwenkung bewegen sich alle vier Scheiben synchron um den gleichen der Verschwenkung des Armes 31 entsprechenden Winkelbetrag. Infolgedessen bewegen sich alle vier Hin- tergrund-Tragelemente. Durch zwei Sätze von Gestängen wird sichergestellt, dass die Bewegung der Schei- ben 25 - 28 nicht dadurch verhindert wird, dass der eine Gestängesatz sich zufällig in einer Totpunktlage befindet.
Der Steuerarm 31 kann in einer gewünschten Lage vermittels eines Gewindebolzens 32 festgestellt werden, der zur Handbetätigung einen entsprechend grösser ausgelegten Kopf besitzt.
Wie durch die gestrichelten Linien mit Pfeilen in der linken Seite der Fig. 2 angegeben ist, bewegen sich die Hintergründe 22 in ihren Tragelementen unter Steuerung der Bewegung des Armes 31 nicht ge- radlinig, sondern auf Kreisbögen. Die Hintergründe sind jedoch so gross gegenüber den Gegenständen 2, dass diese krummlinige Bewegung nicht weiter störend in Erscheinung tritt.
Durch ein Verschwenken des Steuerarmes 31 werden alle Hintergründe gleichzeitig nach innen oder aussen bewegt ; da sich die Intensität der Ausleuchtung der Hintergründe mit dem Quadrat ihres Abstandes von der jeweiligen Lichtquelle ändert, ist es durch die in Fig. 2 dargestellte Anordnung leicht möglich, durch eine Bewegung des Steuerarmes 31 die Ausleuchtung der Hintergründe um etwa 30% zu verändern.
Durch diese Möglichkeit einer leichten Intensitätsveränderung der Reflexion der Hintergründe ist die Aus- wahl der richtigen Hintergründe, d. h. die Anpassung der Hintergründe an die zu sortierenden Gegenstän- de, wesentlich erleichtert.
Die in Fig. 2 dargestellte Anordnung kann, wie aus Fig. 3 hervorgeht, durch Ersetzen der Hintergründe 22 und ihrer Tragelemente 23 durch Zylinder 32 modifiziert werden. Jeder Zylinder 32 besitzt einen
Kunststoff- oder Metallkern, um den eine photographisch reproduzierte oder bedruckte Schicht aus Papier oder anderem Material herumgelegt ist. Diese Schicht befindet sich innerhalb eines Zylinders aus transparentem Material, wie z. B. Glas oder Methyl-Methacrylat ; sie kann in verschiedenen Gebieten mit verschiedenen Relativanteilen der Farben, nach denen das Sortieren erfolgen soll, gefärbt sein. Alternativ kann diese Schicht als optischer Keil, d. h. als ein optisches Element, das in verschiedenen Abschnitten unterschiedliche Lichtmengen oder unterschiedliche Wellenlängen absorbiert, ausgebildet sein.
Hiebei wird die Schicht aus Zelluloid gebildet, von dem jeweils verschiedene Teile unterschiedliche Absorptionsvermögen besitzen.
Die Zylinder 32 sind auf Wellen 33 gelagert, die über Kegelradgetriebe 34 miteinander verbunden sind ; zur synchronen Rotation der Zylinder ist ein Handrad 35 vorgesehen. Die jeweils zur Mitte hin gerichteten Teile der Zylinder 32 bilden die Hintergründe. Die Intensität der Reflexion von den Zylindern wird nicht durch Veränderung der Distanz der Zylinder von den Lichtquellen, sondern durch Rotation der Zylinder bewirkt, wobei im Ergebnis verschiedene Hintergründe zur Auswahl gelangen.
Eine weitere Möglichkeit zur Variation der Reflexionsintensität von den Hintergründen ergibt sich schematisch aus Fig. 4. Bei dieser Ausführungsform sind sowohl die Hintergründe 22 als auch die Lichtquellen 20 stationär aufgebaut, so dass die auf die Hintergründe einfallende Lichtmenge nicht durch Ver- änderung des Abstandes zwischen Lichtquellen und Hintergründen justiert werden kann. Es ist jedoch eine Kollimationslinse 20'vor jeder Lichtquelle 20 angeordnet. Oberhalb der Lichtquelle 20 und der Linse 20' befindet sich ein etwa kreuzförmiges Element 36, das drehbar gelagert ist. Von den Enden des Kreuzes erstrecken sich nach unten Abschnitte 37, die in bestimmten Winkelstellungen des Kreuzes 36 als Maske für die Linsen 20'dienen. Hiedurch wird die auf die Hintergründe 22 abgegebene Lichtmenge geregelt.
Das kreuzförmige Element 36 kann manuell betätigt werden, wobei einfach einer der Arme ergriffen zu werden braucht. Es ist auch möglich, das Kreuz durch geeignete Einrichtungen zu bewegen, jedoch sind derartige Einrichtungen nicht mehr näher dargestellt.
Wie bereits weiter oben erläutert wurde, ergibt sich beim Sortieren einiger Gegenstände, wie beispielsweise gerösteter Kaffeebohnen, dass das meiste durch die Gegenstände reflektierte Licht spiegelnd reflektiert wird. Zur Verminderung der sich hieraus ergebenden Schwierigkeiten dient die Einrichtung ge- mäss Fig. 5. Wie sich aus Fig. 5 ergibt, läuft das auf einen Gegenstand 2 fallende Licht von jeder Licht-
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quelle 20 aus über einen Kollimator 38 und einen Polarisator 39. Der Polarisator kann als Polarisationsschicht ausgebildet werden, wie sie beispielsweise unter dem Handelsnamen "Polaroid" bekannt ist. Auf diese Weise wird der Gegenstand mit planpolarisiertem Licht ausgeleuchtet. Das von dem Gegenstand 2 reflektierte Licht wird über den Linsentubus 8 in eine oder beide der Photozellen 4 und 5 geleitet.
Diese beiden Photozellen sind in Fig. 5 nicht mehr näher dargestellt. Zwischen dem Linsentubus 8 und dem Objekt 2 befindet sich wiederum eine Polarisationsschicht 40, die jedoch gegenüber der Polarisationsebene des durch den Gegenstand 2 reflektierten Lichtes gekreuzt ist, d. h. jede Schicht 39 steht über Kreuz zur Schicht 40. Die relative Winkelstellung der Schichten 39 und 40 ist so beschaffen, dass, falls der reflektierende Gegenstand 2 ein idealer Spiegel wäre, kein Licht in die Photozellen 4 und 5 gelangen kann. Durch die diffuse Reflexion des Gegenstandes 2 wird jedoch eine Modifikation der Polarisation des Lichtes hervorgerufen, durch die eine gewisse Lichtmenge noch durch die Schicht 40 in die Photozellen 4 und 5 gelangen kann.
Durch die vier Lampen 20 und die entsprechenden Polarisationsschichten 39 werden Schatten, die sich durch Oberflächenunebenheiten auf den Gegenständen bilden können, vermieden. Hiedurch kann der Ge- gestand, falls gewünscht, von zwei mehr oder weniger diametral gegenüberliegenden Seiten aus beob- achtet werden, wobei für jede Seite ein geeignetes Beobachtungssystem vorgesehen ist.
Wie aus Fig. l hervorgeht, fallen die Gegenstände 2 während der Inspektion durch die Photozellen 4 und 5 durch den Rahmen 3 hindurch. Die beiden Photozellen oder Vervielfacher 4 und 5 sind auf die bei- den Farben abgestellt, nach denen das Sortieren stattfinden soll. Die in Fig. 1 nur schematisch dargestell- te Anordnung ist in Fig. 6 ineinzelheiteil gezeigt. Sie ist so ausgebildet, dass die zu jeder Photozelle oder jedem Vervielfacher übertragene Lichtmenge nicht durch die Lage beeinflusst wird, die der beobachtete
Gegenstand im Augenblick der Beobachtung besitzt, u. zw. die Lage sowohl längs der Fallinie oder auch hinsichtlich einer kleinen Ablenkung aus der vorgegebenen Fallinie.
Das Licht, welches von dem Gegenstand 2 reflektiert wird, läuft durch den Linsentubus 8 hindurch.
Dieser Tubus ist mit einem Deckel 41 aus Mattglas bedeckt. Er enthält das Objektiv 9 mit Linsen 42 und
43, den Schlitz 10 und ein Linsensystem 11 mit Linsen 44 und 45. Die Anordnung ist so beschaffen, dass durch das Objektiv 9 ein Bild des zu sortierenden Gegenstandes 2 auf den Schlitz projiziert wird. Von dem
Linsensystem 11 aus erstreckt sich ein Stab 12'aus transparentem, lichtleitendem Material, wie beispiels- weise Methyl-Methacrylat, der einen Teil des in Fig. 1 gezeigten lichtleitenden Elementes 12 bildet.
Dieser Stab 12'ist mit einer Platte 46 aus transparentem, lichtleitendem Material verbunden. Mit dieser
Platte 46 ist ein weiterer Stab 12" aus dem gleichen Material verbunden. Die Platte 46 ist an der Grund- fläche 47 eines Spiegels 48 befestigt.
Der Stab 12" ist in zwei Arme 49 und 50 geteilt, die etwa V-förmig zueinander stehen. Diese Arme
49 und 50 führen zu den Photozellen oder Vervielfachern 4 und 5. Der Arm 49 besitzt einen kleineren
Durchmesser oder Querschnitt als der Arm 50. Jeder Arm 49 und 50 ist mit einem geschliffenen äusseren
Ende 51 versehen. Zwischen den Endflächen 51 und der jeweiligen Photozelle 4 oder 5 ist ein Farbfilter
52 angeordnet. Das aus dem Ende des Armes 49 austretende Licht erreicht die Photozelle 4 über einen
Spiegel 53.
Die Trennstelle 13 der Arme 49 und 50 ist so angeordnet, dass durch das Linsensystem 11 ein Bild des Objektivs 9 auf die Trennstelle 13 oder einen- Punkt in der Nähe dieser Trennstelle projiziert wird.
Aus diesem Grunde wird die auf die Photozellen oder Vervielfacher 4 oder 5 übertragene Lichtmenge nicht durch die genaue Lage beeinflusst, in der der Gegenstand 2 beobachtet wird, und die Lage des Ge- genstandes längs der Fallinie oder bei einer kleinen Abweichung von der vorgegebenen Fallinie kann ihrer- seits nicht die relativen auf die Photozellen oder Vervielfacher 4 oder 5 übertragenen Lichtmengen beein- flussen.
In Fig. 7 ist die Schaltung des in Fig. 1 dargestellten elektronischen Komparators 15 näher erläutert.
Das auf die Gegenstände 2 fallende und von diesen reflektierte Licht enthält sowohl sichtbare als auch ultrarote Anteile. Die Anordnung ist so getroffen, dass einer oder mehrere der Hintergründe 22 weniger ultrarotes Licht als die Gegenstände 2 reflektieren.
Das Licht von jedem Gegenstand 2 und jedem Hintergrund 22 wird über eine verhältnismässig breite
Beobachtungsapparatur in einem Metallelement 55 und eine verhältnismässig enge Beqbachtungsapparatur in einem infrarotdurchlässigen Filter 56 auf den teilversilberten Spiegel 53'übertragen. Durch den Spiegel wird das Licht in einen Anteil, der zum Ausleuchten der. Photozelle oder des Photovervielfachers 4' dient, und in einen andern Teil, der zum Ausleuchten einer Photozelle 58 dient, geteilt. Die Photozelle 58 ist nur gegenüber ultrarotem Licht empfindlich. Der für diese Photozelle bestimmte Anteil wird über ein ultrarotdurchlässiges Filter 57 geleitet. In der Photozelle 58 wird daher nur ein Signal erzeugt,
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