<Desc/Clms Page number 1>
Verschlusskapsel für Flaschen, Krüge, Kanister u. ähnl. Behälter
Gegenstand des Stammpatentes Nr. 201459 ist eine Verschlusskapsel für Flaschen, KrUge, Kanister u. ähnl. Behälter, bestehend aus einer auf den Kopf des Behälters vorzugsweise aufschraubbaren Kappe und einem mit dieser Kappe aus einem Stück bestehenden, an einem Haltewulst od. dgl.
zu verankernden Ver- schlussstreifen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass der Verschlussstreifen von der Kappe im wesentlichen durch eine Schwächungslinie getrennt ist, wobei unmittelbar an der Schwächungslinie eine Zunge ange- schnitten ist, die sich in Umfangsrichtung und nur über einen Teil des Verschlussstreifens erstreckt und unterhalb deren der Verschlussstreifen ein Stück als schmaler Streifen verlauft, der gegenüber der Unterseite der Zunge durch eine entlang der Zunge bis ungefähr an deren Fuss reichende Schnittlinie und eine daran anschliessende kurze Schwächungslinie begrenzt ist, und wobei vom Ende dieser Schwächungslinie eine weitere Schnittlinie senkrecht zum unteren Rand des Verschlussstreifens führt.
Bei diesen Verschlusskapseln wurde der Abstand zwischen dem unteren Einschnitt und dem Zungenfuss kurz angesetzt, d. h. es wurde der untere Schenkel der ausgeschnittenen Zunge durch eine kurze Schwä- chungslinie mit dem unteren Einschnitt verbunden, da es auf diese Weise leichter möglich ist, mit Hilfe eines einzigen Werkzeuges die Zunge auszustanzen, die Schnittlinie zu prägen und den unteren Einschnitt herzustellen.
Es wurde nun gefunden, dass es zweckdienlich und günstig sein kann, wenn die Schwächungslinie zwischen dem unteren Einschnitt und dem Zungenfuss über die nach dem Stammpatent definierte Länge hinausreicht. Der untere Einschnitt, der vorzugsweise senkrecht vom unteren Kappenrand verläuft, der aber möglicherweise auch schräg-vorzugsweise dann schräg in Reissrichtung - verläuft, kann in solchen Fällen fast an der Zungenspitze liegen.
Von diesem Gesichtspunkte ausgehend kennzeichnet sich die vorliegende, eine Weiterentwicklung der Erfindung nach dem Stammpatent darstellende Zusatzerfindung vor allem dadurch, dass die in Hohe der Unterkante der Zunge an deren Fuss beginnende untere Schwächungslinie von der Zunge weg über eine längere Umfangsstrecke, gegebenenfalls rings um die Kappe herum bis in den Bereich der Zungenspitze, verläuft, bevor sie in die senkrecht zum unteren Kapselrand geführte Einschnittlinie einmündet.
Durch diese Ausgestaltung wird der Vorteil erzielt, dass das Abreissen des abtrennbaren Randes, der aus einem in Verlängerung der Zunge sich bildenden Abreissstreifen und dem darunter liegenden schmalen Streifen besteht, erleichtert und sicherer gestaltet wIrd. Wenn der vorzugsweise senkrechte Einschnitt in den unteren schmalen Streifen sehr nahe beim Zungenfuss liegt, muss fast auf dem ganzen Umfang der Kappe ein Blechabschnitt abgerissen werden, der durch die scharfe Umbordelung des unteren schmalen Streifens einen gewickelten Querschnitt und daher eine sehr hohe Festigkeit besitzt, so dass der abtrennbare Rand einen grossen Abreisswiderstand hat. Ausserdem neigt der umgebördelte schmale Streifen dazu, beim Abziehen einzuknicken und abzubrechen.
Wenn dagegen der Einschnitt erfindungsgemäss weiter vom Zungenfuss entfernt liegt, so wird über einen grösseren Teil des Kappenumfanges nur der Abreissstreifen abgerissen, der einen geraden Querschnitt und einen geringen Abreisswiderstand hat. Je weiter also der untere Einschnitt vom Zungenfuss entfernt ist, desto kürzer wird das Stück des abtrennbaren Randes, das einen grösseren Abreisswiderstand hat, wobei dieser Widerstand selbst auch abnimmt, je kleiner das noch ab-
<Desc/Clms Page number 2>
zureissende Stück ist.
Wenn nun der untere Einschnitt weit von dem Zungenfuss entfernt liegt, hat es sich gezeigt, dass be- sonderer Wert darauf gelegt werden muss, dass der Abreissstreifen so geformt ist, dass Fehlrisse vermieden werden.
Erfindungsgemäss erreicht man dies durch eine Erhöhung der Festigkeit dieses Streifens in der Weise, dass der die Verlängerung der Zunge bildende Abreissstreifen zwischen seinen Schwächungslinien und die- sen entlang vorzugsweise parallel zum unteren Kappenrand eingeprägte, im Querschnitt wellenförmige
Rillen enthält. Vorzugsweise sollen die Rillen nach innen geprägt werden und den Aussendurchmesser des
Kappenmantels nicht vergrössern.
Darüber hinaus kann der Abreissstreifen in seiner ganzen Länge zur weiteren Verfestigung leicht nach innen gewölbt werden. Es hat sich nämlich gezeigt, dass der Streifen am sichersten in der gewünschten
Bahn reisst, wenn an den geschwächten Linien gleichzeitig die höchsten Punkte der an dieser Stelle nach innen gewölbten Kappe liegen.
Die Schwächungslinie zwischen dem Zungenfuss und dem unteren Einschnitt muss nicht parallel zum unteren Kappenrand, sondern kann auch in Reissrichtung schräg nach unten verlaufen, denn es hat sich ge- zeigt, dass beim Abreissen der Zunge das weitere Aufreissen des Werkstoffes auch dann der Schwächunglinie folgt, solange diese Schwächungslinie etwa auf der Mantelfläche des Wulstes verläuft. Dagegen muss der untere Einschnitt spätestens am unteren Ende des Wulstmantels erreicht sein, denn es hat sich ergeben, dass an dieser Stelle der Widerstand des Werkstoffes gegen das Weiterreissen überraschend hoch ist.
Diese Ausführungsform ist vor allem'dann günstig, wenn es sich um Flaschenverschlüsse sehr kleinen Durchmessers und ausreichender Höhe handelt, bei denen ausPlatzmangel ein waagrechter Verlauf der Schwächungs- linie fertigungsmässig ungünstig ist.
Es ist bereits auch eine zweiteilige Verschlusskapsel bekanntgeworden, die aus einem Deckel und einem Mantelteil besteht, wobei im. unteren Teil des Mantels eine ausgeschnittene Zunge und ein Abreissstreifen ausgebildet sind, der von zwei durchgehenden Schwächungslinien begrenzt ist, von denen die untere in der Mitte der Zunge liegt. Demgegenüber stellt bei der erfindunggemässen Schraubkappe (aus einem Stück) die den Abreissstreifen nach unten begrenzende untere Schwächungslinie eine Fortsetzung der unteren Schnittlinie der Zunge dar, wobei diese untere Schwachungslinie am unteren Einschnitt endet.
Die bekannte Verschlusskapsel ist als Sicherheitsverschluss ungeeignet, da sich die umgebördelten Ränder des Mantels leicht unbefugt öffnen und wieder schliessen lassen. Eine solche Kapsel-Ausführung ist zudem heute nicht mehr zu verwenden, da sie auf automatisch arbeitenden Versch1iessmaschinen nicht zugeführt und verschlossen werden kann. Durch den bis zum unteren Rand reichenden langen Einschnittan der Zunge ist die Stabilität der Kapsel nämlich zu gering, um sie in den Sortiervorrichtungen sortieren zu können. Ausserdem würden die langen Einschnitte ein Verhaspeln der Kapseln untereinander herbeiführen.
Die Laschen würden verbogen werden und der Kapsel ein unordentliches Aussehen geben.
Bei einer andem bekannten Verschlusskapsel ist diese mit einem Abreissstreifen versehen, der lediglich durch eine (obere) Schwächungslinie mit Hilfe einer bis zum unteren Rand ausgeschnittenen Zunge abgetrennt wird. Unterhalb des Abreissstreifens befindet sich kein umgebördelter Rand, sondern es werden, um den Originalinhalt zu garantieren, eine oder mehrere Nocken in den Abreissstreifen eingedrückt.
Bei dieser Kapsel besteht ein besonderer Nachteil darin, dass die Stabilität durch den langen Einschnitt an der Zunge verringert wird und dass sie daher auch auf automatisch arbeitenden Verschliessmaschinen schwerer zugeführt werden kann.
Ausserdem ist auch bereits eine Verschlusskapsel vorgeschlagen worden, die mit Hilfe einer Zunge und sines Abreissstreifens, der durch zwei durchgehende Schwächungslinien begrenzt ist, geöffnet wird. Es bleibt aber im Gegensatz zur erfindungsgemässen Kappe nach dem Öffnen unterhalb des Abreissstreifens
EMI2.1
umgebördelte :; chmutzungen führt.
Im nachstehenden wird die Erfindung an Hand der Zeichnung noch näher erläutert. Dabei zeigen in ler Zeichnung : Fig. la eine Ausführungsmöglichkeit der Kapsel nach der Erfindung in schaubildlicher An- : icht, Fig. lb in gleicher Darstellung die aufgerissene Verschlusskapsel, Fig. 2 gleichfalls in schaubildlicher Ansicht eine abgeänderte Ausführungsform der Verschlusskapsel und Fig. 3 einen Längsschnitt der Kapselrand mit eingeprägten Rillen.
Aus Fig. la kann man erkennen, wie die Schwächungslinie 1 rings um die Kappe herum verlauft, wo- ) ei der untere Einschnitt 2 kurz vor der Zungenspitze 4 liegt. Fig. lb zeigt die Verschlusskapsel nach dem aufreissen bis zum unteren Einschnitt 2, wobei a-a den Querschnitt des Abreissstreifens undb-b den ge-
<Desc/Clms Page number 3>
winkelten Querschnitt des abtrennbaren Randes darstellt.
Gemäss Fig. 3 verlaufen die in die Kapselwand wellenförmig eingeprägten Rillen 7 vorzugsweise parallel zum unteren Kappenrand 6 zwischen den Schwachungslinien 1 und 5.8 zeigt gestrichelt die Lage des unteren Kapselrandes nach dem Anbringen auf dem Behälterhals, z. B. nach Umbiegen unter den Wulst eines Flaschenhalses, wobei dieser Teil des Randes den Wulst nach der Halsmitte hin umgreift. Der in die
Schraubkappe geprägte, nach aussen gerichtete Wulst 9 hat den Zweck, nach Abtrennung des von der
Zunge ausgehenden Abreissstreifens die Hand beim späteren Auf- und Abschrauben des in Gebrauch verbleibenden Oberteiles der Kapsel zu schützen. WUrde dieser Wulst nicht vorhanden sein, so bestünde die
Gefahr, dass man sich die Finger an dem dünnen Blech an der nach der oberen Schwächungslinie 5 ver- laufenden Reisskante verletzen könnte.
Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform der Kapsel verläuft die Schwächungslinie 1 zwischen dem unteren Einschnitt 2 und dem Zungenfuss schräg, so dass sie mit dem unteren Schenkel der Zunge 10 einen Winkel et bildet, der grösser ist als 900. Auch hier bezeichnet wiederum 5 die obere Schwächungslinie.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verschlusskapsel für Flaschen, Krüge, Kanister u. ähnl. Behälter, nach Patent Nr. 201459, dadurch gekennzeichnet, dass die in Höhe der Unterkante der Zunge (10) an deren Fuss (3) beginnende untere Schwachungslinie (1) von der Zunge weg über eine längere Umfangsstrecke, gegebenenfalls rings um die Kappe herum bis in den Bereich der Zungenspitze, verläuft, bevor sie in die senkrecht zum unteren Kapselrand geführte Einschnittlinie (2) einmündet.