AT220758B - Vorrichtung für die sterile Extraktion einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Subkutaninjektionsspritze - Google Patents

Vorrichtung für die sterile Extraktion einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Subkutaninjektionsspritze

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Publication number
AT220758B
AT220758B AT18461A AT18461A AT220758B AT 220758 B AT220758 B AT 220758B AT 18461 A AT18461 A AT 18461A AT 18461 A AT18461 A AT 18461A AT 220758 B AT220758 B AT 220758B
Authority
AT
Austria
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guide member
needle holder
needle
container
rubber stopper
Prior art date
Application number
AT18461A
Other languages
English (en)
Inventor
Erik Lennart Wikander
David Georg Dahlinder
Original Assignee
Astra Apotekarnes Kem Fab
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Vorrichtung für die sterile Extraktion einer Flüssigkeit aus einem
Behälter mittels einer Subkutaninjektionsspritze 
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die sterile Extraktion einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Subkutaninjektionsspritze. 



   Flüssigkeiten, die injiziert werden sollen, sind gewöhnlich in Flaschen od. ähnl. Behältern enthalten, die mit einem Gummistopfen verschlossen sind, welcher nach der Entfernung eines äusseren Verschlusses oder einer äusseren Dichtung jedesmal, wenn Injektionsflüssigkeit abgezogen werden soll, durch die hohle Nadel einer Subkutaninjektionsspritze durchstochen wird. Der Hersteller ist verantwortlich dafür, dass die Injektionsflüssigkeiten in sterilem Zustand geliefert werden und gewährleistet, dass sie derart verpackt sind, dass die Sterilität während der Lagerung aufrechterhalten bleibt, vorausgesetzt, dass der Verschluss des Behälters nicht aufgebrochen ist. Wenn der Verschluss erst einmal aufgebrochen und die erste Menge extrahiert ist, hängt die Sterilität natürlich vollkommen von der Art und Weise ab, wie der Verbraucher den Behälter handhabt.

   In dieser Beziehung besteht nicht nur ein Risiko, dass die Sterilität der Flüssigkeit durch das wiederholte Durchstossen des Gummistopfens gefährdet wird, sondern ein solches Durchstechen führt gewöhnlich auch dazu, dass Teilchen des Gummistopfens in die Flüssigkeit fallen und diese verunreinigen. Diese Gummiteilchen können sogar zu einer Blockierung der Nadel fahren, besonders in den Fällen, wo mit Suspensionen gearbeitet wird,   u. zw.   sowohl während des Abziehens als auch während der nachfolgenden Injektion. Überdies kann die Nadel sehr leicht beim Durchstossen durch den Gummistopfen beschädigt oder verbogen werden. 



   Ein Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, welche es gestattet, unter Aufrechterhaltung der Sterilität Injektionsflüssigkeit aus einem Behälter zu extrahieren. Ein anderer Erfindungsgegenstand besteht darin, dass es möglich wird. Injektionsflüssigkeit aus einem Behälter zu extrahieren, ohne dass der Gummistopfen von der Nadel der Subkutaninjektionsspritze durchstochen wird. Ein weiterer Gegenstand der Erfindung betrifft eine Vorrichtung, welche auf einer Flasche oder einem ähnlichen Behälter für eine Injektionsflüssigkeit sicher angebracht werden kann, so dass sie zum Verbrauch zur Verfügung steht, wobei der Gummistopfen nicht durchstossen zu werden braucht, bis die erste Menge Flüssigkeit aus der Flasche extrahiert ist. 



   Die Vorrichtung nach der Erfindung besteht aus einem Führungsglied, das am Behälter über dem Gummistopfen sicher angeordnet ist, einem Nadelhalter mit einer hohlen Nadel, der in dem Führungglied bewegbar angeordnet ist, Mittel zum Halten des Nadelhalters in einer ersten Lage im Führungsglied, in welcher sich die hohle Nadel über dem Gummistopfen befindet, Mittel zum Halten des Nadelhalters im Führungsglied in einer zweiten Lage, in welcher die hohle Nadel den Gummistopfen durchdringt, einer konischen Höhlung im Nadelhalter, um das konische Ende der Subkutanspritze aufzunehmen und einer Abdeckung oder einem Deckel, der derart angeordnet ist, dass er den Nadelhalter und das Führungsglied umgibt und der in der Innenseite mit einem Dichtungsorgan für die konische Höhlung versehen ist. 



   Die Erfindung soll im folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher beschrieben werden. 



     Fig. !   zeigt eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung in einer auseinandergezogenen Dar- 

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 stellung. Fig. 2 zeigt die Vorrichtung der Fig. l auf einer Flasche angebracht und Fig. 3 zeigt eine andere Ausführungsform der Erfindung. 



   Die Vorrichtung gemäss den Fig. l und 2 besteht aus einem hohlen zylindrischen Führungsglied   l, des-   sen unteres Ende eine zentrale Öffnung 2 und dessen oberes Ende   eine innere Randfassung 3 besitzt. Dasun-   tere Ende des Führungsgliedes besitzt die Form einer Kapsel 5 von der Art, wie sie gewöhnlich zum Verschliessen einer Flasche verwendet werden. Dieser kapselförmige Teil ist in Fig. l weggelassen worden. 



  In dem Führungsglied 1 ist ein Nadelhalter 6 angebracht, welcher längs des Gliedes geschoben oder gedrückt werden kann und welcher eine hohle Nadel 7 und eine konische Höhlung 8 besitzt. Die äussere Oberfläche des Nadelhalters 6 besitzt Einschnitte oder Einkerbungen 9 und 10, welche in Verbindung mit der inneren Randfassung 3 des Führungsgliedes zusammenwirken. In die Höhlung 8 greift ein konischer Stopfen oder Stöpsel 11 ein. Dieser Stopfen ist in einem Deckel 12 angebracht, welcher das Führungsglied und den Nadelhalter 6 schützt. Der schützende Deckel 12 besitzt vorzugsweise eine vorstehende Randkante 12a, die das offene Ende umgibt.

   Wenn der Deckel beispielsweise auf seiner (offenen) Seite auf einen Tisch gebracht wird, dann hält die vorstehende Randkante 12a das offene Ende des Deckels in einer gewissen Entfernung vom Tisch, wodurch das Risiko vermindert wird, dass die sterile Innenseite des Deckels durch den Tisch verunreinigt wird. Während der Lagerung ist die Nadel 7 in dem Führungsglied 1 vollkommen eingeschlossen und wird durch die Kante 3 des Führungsgliedes festgehalten, welche mit der Einkerbung 9 auf der Aussenseite des Nadelhalters 6 in Eingriff steht. 



     Fig. 2   zeigt die Vorrichtung nach Fig. l, u. zw. angebracht auf einem Behälter 13, der mit einem Gummistopfen 14 versehen ist, dessen zylindrisches, mantelförmige, unteres Ende 15 abwärts in den Hals des Behälters   reicht. Der Gummistopfen   14 ist auf. dem Behälter 13 mittels eines Metallringes 16 befestigt, welcher gekrümmt ist zwecks Anpassung an das Oberteil des Stopfens und an die vorstehende Kante 17 rund um den Hals des Behälters. Das Führungsglied 1 ist auf dem Gummistopfen 14 angeordnet, so dass die Kapsel 5 den Metallring 16 und die Kante 17 erfasst. In dieser Lage ist die Nadel 7 vollkommen im Führungsglied 1 eingeschlossen, und die Spitze der Nadel 7 befindet sich oberhalb des Gummistopfens 14, was durch die voll ausgezogenen Linien in Fig. 2 angezeigt wird.

   Wenn der erste Teil der Injektionsflüssigkeit aus der Flasche abgezogen werden soll, wird der Deckel 12, wie durch den Pfeil A in Fig. 2 angedeutet,   heruntergedrückt, u. zw. in   die Lage, die durch die gestrichelten Linien angezeigt wird. Der Deckel drückt den Nadelhalter 6 im Führungsglied 1 herab und die Nadel 7 durchstösst den Gummistopfen. Die innere Kante 3 des Führungsgliedes tritt so in die Einkerbung 10 ein, so dass der Nadelhalter 6 festgehalten wird, wie durch die gestrichelten Linien in Fig. 2 zu erkennen ist. Dann kann der schützende Deckel 12 entfernt werden. Auf diese Art wird die konische Höhlung 8 frei, so dass das konische Ende der Subkutanspritze hieran angebracht werden kann. 



   Die Vorrichtung der Fig. 2 soll auf der Flasche befestigt werden, nachdem diese gefüllt und   verschlos-   sen worden ist. Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform, die auf der Flasche befestigt werden soll, wenn diese verschlossen werden soll. Der untere Teil des Führungsgliedes hat hier die Form einer kreisförmigen Platte 4, welche auf dem Gummistopfen 14 angeordnet ist und welche an der Flasche mittels eines Ringes 18 befestigt ist, der gekrümmt ist, um die Platte 4 und die Kante der Flasche zu erfassen. 



   Die Vorrichtung der Erfindung kann   z. B. in   einem Autoklaven sterilisiert werden, bevor sie auf den Behälter aufgebracht wird. Falls erwünscht, kann die Vorrichtung der Erfindung auch mit dem Behälter sterilisiert werden, nachdem diese an dem Behälter angebracht wurde. 



   Unmittelbar nach jeder Flüssigkeitsentnahme kann die Anordnung wieder durch Zurückbringen des schützenden Deckels 12 verschlossen werden, durch welchen sie gut geschützt ist, da der absperrende Abschlussstopfen 11 in der konischen Höhlung des Nadelhalters 6 einen luftdichten Abschluss gewährleistet. 



   Die Anordnung gemäss der Erfindung einschliesslich der Nadel, kann vorteilhaft aus inertem, hitzeresistente, plastischem Material gefertigt sein. Wenn der Nadelhalter 6 aus feuerbeständigem Material besteht, kann sein oberer Teil, falls   erwünscht, nach   jedem Abziehen, und wenn der schützende Deckel entfernt worden ist, in der Flamme behandelt werden. 

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Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE : 1. Vorrichtung zur sterilen Extraktion einer Flüssigkeit aus einem durch einen Gummistopfen verschlossenen Behälter mittels einer Subkutaninjektionsspritze, gekennzeichnet durch ein Führungsglied (1), wel- ches auf dem Behälter über dem Gummistopfen angeordnet ist, einen in dem Führungsglied bewegbar angeordneten Nadelhalter (6) mit einer hohlen Nadel (7), Mittel (3,9) zum Halten des Nadelhalters im Führungsglied in einer ersten Lage, in welcher sich die hohle Nadel über dem Gummistopfen befindet, Mit- <Desc/Clms Page number 3> tel (3, 10) zum Halten des Nadelhalters im Führungsglied in einer zweiten Lage, in welcher die hohle Nadel den Gummistopfen durchdringt, eine konische, im Nadelhalter angeordnete Höhlung (8)
    zur Aufnahme des konischen Endes der Subkutanspritze und einen Deckel (12) zum Einschliessen des Nadelhalters und des Führungsgliedes, welcher in der Innenseite mit einem Dichtungsstopfen (11) für die konische Höhlung versehen ist.
    2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Halten des Nadelhal- ters in zwei abwechselnden Lagen im Führungsglied aus einer inneren Randfassung (3) am Führungsglied be- stehen, die mit zwei Einkerbungen (9, 10) in der Oberfläche des Nadelhalters in Eingriff steht.
    3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Nadelhalter derart angeordnet ist, dass er über dem Führungsglied in sowohl der ersten wie auch der zweiten Lage hervorsteht.
    4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Teil des Führungsgliedes, welcher an den Gummistopfen angrenzt, die Form einer Kapsel (5) besitzt, welche eine Kante (17) rund um den Hals des Behälters erfasst.
    5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Nadel und Nadelhalter aus einem Stück und aus plastischem Material bestehen.
AT18461A 1960-01-20 1961-01-10 Vorrichtung für die sterile Extraktion einer Flüssigkeit aus einem Behälter mittels einer Subkutaninjektionsspritze AT220758B (de)

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