AT220727B - Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung - Google Patents

Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung

Info

Publication number
AT220727B
AT220727B AT447560A AT447560A AT220727B AT 220727 B AT220727 B AT 220727B AT 447560 A AT447560 A AT 447560A AT 447560 A AT447560 A AT 447560A AT 220727 B AT220727 B AT 220727B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
gas
pressure vessel
venturi
filter according
water
Prior art date
Application number
AT447560A
Other languages
English (en)
Inventor
Jean Wiemer
Heinz Mueller
Original Assignee
Metallgesellschaft Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Metallgesellschaft Ag filed Critical Metallgesellschaft Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT220727B publication Critical patent/AT220727B/de

Links

Landscapes

  • Separation Of Particles Using Liquids (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Elektrofilter. insbesondere zur Gichtgasreinigung 
Nach dem Stammpatent Nr. 214021 ist ein Elektrofilter mit innerhalb des Filtergehäuses vorgeschal- teter Gaswäsche in einem Venturirohr (Venturiwäscher) und vor der Gaswäsche angeordneter Ionisation der
Rohgase, insbesondere für die Gichtgasreinigung, in der Weise aufgebaut, dass parallel zu dem Venturi- vorwäsche ein oder mehrere Venturirohre als   Nachwäscher innerhalb   des gleichen Filtergehäuses so an- geordnet sind, dass der aus dem Venturivorwäscher austretende Gasstrom vor dem Gaseintritt in das Elek- trofilter und nach dessen Ende vor dem Eintritt in die Venturinachwäscher um 1800 in seiner Richtung umgelenkt wird.

   Dabei ist die Anordnung der   Venturivor"und-nachwäscher   vorzugsweise am Boden des
Elektrofilters getroffen, so dass eine Gehäusewandung vornehmlich von diesen Venturirohren gebildet wird. 



   Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung dieser Anordnung der Venturirohr in einem Druckbehäl- ter oder Druckkessel, um die Gase unter überatmosphärischen Drücken sowohl zu waschen als auch elektrisch zu reinigen. Nach der Erfindung sind durch senkrechte Trennwände innerhalb des Druckbehälters
Zylinderabschnitte mit dazugehörigen Sümpfen gebildet und die Venturinachwäscher zu beiden Seiten der elektrischen Felder innerhalb der Zylinderabschnitte angeordnet. Dabei ist es zweckmässig, die Wasch- wässer aus der Vorwäsche als auch der   Elektrofilterberieselung   am Boden des Druckkessels zu sammeln und von hier zur   Klärung   in einen Druckwasserkessel einzuleiten.

   Nach einem weiteren Merkmal der Erfin- dung ist am Ende des Druckkessels eine Gasentspannungsvorrichtung in Form von Drosselrohren verschiedenen Querschnittes angeordnet, die aus dem Druckkessel in ein gemeinsames Reingasrohr mundet. Zusätzlich kann eine Spülwasserleitung über ein Absperrorgan und/oder eine zusätzliche Gasleitung mit einem Absperrorgan vorgesehen sein,   die Druckwässer und/oder   Reingas dem oder den   Venturivorwäschern   im Ringraum ausserhalb des Druckbehälters zuführen. 



   An Hand eines Ausführungsbeispieles ist der Gegenstand der Erfindung in den anliegenden Zeichnungen des näheren erläutert. Fig. 1 zeigt einen senkrechten Längsschnitt und Fig. 2 einen waagrechten Längsschnitt durch den Druckkessel mit den Venturiwäschern und den elektrischen Feldern.   Fig. 3,   4 und 5 zeigen senkrechte Querschnitte nach den Linien III - III, IV - IV und   V - V   der Fig. 1. 



   In den Figuren ist mit 1 die Gaszuleitung und mit 2 ein Vorionisator in der Gaszuleitung bezeichnet. 



  Dieses Gaszuleitungsrohr mündet in das erfindungsgemäss aus dem Druckkessel 3 bzw. dessen gewölbten Boden herausgeführte Venturirohr 4, welches der Gasvorwaschung dient, und mit seiner Mündung, wie insbesondere aus Fig. 2 ersichtlich ist, in einen sich stärker erweiternden Expansionsraum 9 am Boden des Druckkessels 3 übergeht. Hier werden die bisher mit einem schwarzen Pfeil angedeuteten Rohgase durch die Umlenkbleche 10 umgelenkt und entgegengesetzt zur bisherigen Richtung durch beispielsweise drei elektrische Felder 11 mit den Sprührahmen lla geführt. Am Ende der drei elektrischen Felder verteilen sich die nunmehr gereinigten Gase, wie dies aus Fig. 2 ersichtlich ist, auf beide Seiten bzw.

   Zylinderabschnitte des Druckkessels und gelangen unter abermaliger Umlenkung um   180c   durch die verhältnismässig kurzen Venturinachwäscher 19 an das Ende des Kessels 3 zu der im oberen Zylinderabschnitt angeordneten Gasentspannungsvorrichtung 24, um schliesslich den Druckbehälter durch das Reingasrohr 25 zu verlassen. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Die Sprührahmen   lla   der elektrischen Felder   11. sind,   wie aus Fig. l und 3 ersichtlich, seitlich an Isolatoren abgetragen, die ihrerseits in Isolatorenkammern 26 ausserhalb des Druckkessels hineinragen. 
 EMI2.1 
 aus Fig. 5lich. 



   Die Wasserbeaufschlagung des Venturivorwäschers 4 erfolgt durch die Düsen 5, aus den   Sumpfen   20 mittels der Pumpen 22. 



     DieVenturinachwäscherl9, die, wie   im Stammpatent ausgeführt, mit Frischwasser oder geklärtem
Wasser beaufschlagt werden, liefern ihr Waschwasser in die   Stumpfe   20 (Fig. 3), von wo sie von den be- reits erwähnten Pumpen 22 auf den oder die Venturivorwäscher 4 gepumpt werden. 



   Das den Venturivorwäscher 4 verlassende   schlammftihredde   Wasser gelangt aus dem Boden des Druck- behälters durch das Ableitungsrohr 12 in einen weiteren Druckbehälter 13, in dem sich der Schlamm ab- setzen und das Wasser kontinuierlich über einen Schwimmer   17.   der die Drosselklappe 18 bedient, ablau- fen kann. 



   Die aus der Berieselung der elektrischen Felder herrührenden Spülwassermengen sammeln sich eben- falls am Boden des Druckbehälters und werden hier über die Anschlussstutzen 15 in dem gemeinsamen
Sammelrohr 16 gesammelt und ebenfalls dem gleichen Druckbehälter 13 zugeführt   (Fig. l).   



   Wie aus Fig. 4 ersichtlich ist, besteht die Gasentspannungsvorrichtung am Austrittsende des Druck- kessels 3 aus beispielsweise zwei in Querschnitten engeren   Drosselrohien   24 und zwei in Querschnitten grösseren äusseren Drosselrohren 24a. Wird beispielsweise beim Hochofenbetrieb vorübergehend der Gasdruck von 1, 5 bis 2 atm verringert, so werden sämtliche Drosselklappen 24b in den Gasleitungen 24 und 24a geöffnet, wogegen beim Betrieb unter Druck die grösseren Gasquerschnitte 24a völlig geschlossen und nur die Drosselklappen in den engeren Drosselkanälen 24 der Gasentspannung dienen.

   Mit der Druckwäsche und Druckelektrofilterung in der Anordnung gemäss vorliegender Erfindung lässt sich besonders leicht das Verfahren zum Reinigen von Hochofengas durchführen, bei dem die Vorkühlung des Gases mit einer nur für das Auswaschen des Staubes und Sättigen des Gases bemessenen, ohne Kühlung im Umlauf gehaltenen Wassermengen erfolgt. Zur Feinregulierung sind für diesen Zweck im Ringraum 6   (Fig. l)   des Einlasses des Venturivorwäschers 4sowohl eine zusätzliche Spülwasserleitung mit dem Absperrorgan 7 und/oder eine zusätzliche gasleitung mit dem Absperrorgan 8 für die Zuführung von Reingas vom Ende des elektrischen Feldes vorgesehen.

   Da die Druckwasserdüse 5 beispielsweise mit 5 atm Wasser beaufschlagt wird, bewirkt sie eine geringe Drucksteigerung der Gase im Venturivorwäscher 4, so dass ein natürliches Druckgefälle zwischen dem Venturivorwäscher 4 und dem Ende des elektrischen Feldes von wenigen Millimeter Wassersäule besteht. Ein umgekehrtes Druckgefälle besteht dagegen im konischen Eingangsende des aus dem Druckkessel herausgeführten Vorwäschers gegenüber dem Reingas im Druckkessel. 



   Die Venturinachwäscher 19, die zu beiden Seiten der elektrischen Felder 11 angeordnet sind, können als Messdüsen für die Gasmengenmessung benützt werden. Zu diesem Zweck wird die Waschwasserzuführung zu den oder dem betreffenden Venturinachwäscher unterbrochen und es werden durch vorgesehene Öffnungen in der Kesselwand Sonden eingeführt, die mit einem Manometer verbunden sind. Mit dieser Anordnung wird auf bekannte Weise eine dynamische Druckdifferenz zwischen Einlass und Engstelle des oder der   Venturinachwäscher gemessen. Um   die Messsonde in die Engstelle zu bringen, kann so verfahren werden, dass man die Sonde durch den Einlass eines Venturinachwäschers einführt und bis zur Engstelle verschiebt oder dass man die Sonde durch vorgesehene Röhrchen, die an der Engstelle eines Venturiwäschers angebracht sind, einschiebt. 



   Aus der dynamischen Druckdifferenz kann bekanntlich eine Geschwindigkeitsdifferenz ermittelt werden, mit Hilfe derer über den Rohrquerschnitt die Menge des pro Zeiteinheit hindurchtretenden Gases berechnet wird. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Elektrofilter mit innerhalb des Filtergehäuses vorgeschalteter Gaswäsche in einem Venturirohr (Venturivorwäscher) und vor der Gaswäsche angeordneter Ionisation der Rohgase, insbesondere für die Gichtgasreinigung, nach Patent Nr. 214021, dadurch gekennzeichnet, dass durch senkrechte Trennwände (21) innerhalb des Druckbehälters Zylinderabschnitte mit dazugehörigen Sümpfen (20) gebildet und die Venturinachwäscher (19) zu beiden Seiten der elektrischen Felder (11) innerhalb der Zylinderabschnitte angeordnet sind.

Claims (1)

  1. 2. Filter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Waschwässer aus der Vorwäsche als auch der Elektrofilterberieselung am Boden des Druckkessels gesammelt und von hier zur Klärung in <Desc/Clms Page number 3> einen Druckwasserkessel (13) geleitet sind.
    3. Filter nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende des Druckkessels eine Gasentspannungsvorrichtung in Form von Drosselrohren verschiedenen Querschnitts (24,24a) angeordnet ist, die aus dem Druckkessel (3) in ein gemeinsames Reingasrohr (25) mündet.
    4. Filter nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine zusätzliche Spülwasserleitung über Absperrorgan (7) und/oder eine zusätzliche Gasleitung mit Absperrorgan (8) vorgesehen sind, die Druckwässer und/oder Reingas dem oder den Venturivorwäschern (4) im Ringraum (6) ausserhalb des Druckbehälters (3) zuführen.
    5. Filter nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Venturinachwäscher (19) als Messdüsen zur Gasmengenmessung Verwendung finden.
AT447560A 1959-08-12 1960-06-11 Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung AT220727B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT214021D
DE220727T 1959-08-12

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT220727B true AT220727B (de) 1962-04-10

Family

ID=29712898

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT447560A AT220727B (de) 1959-08-12 1960-06-11 Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT220727B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2029596A1 (de) Verfahren zur Gasfiltration und zur Entfernung von Filterrückständen aus Filtern
AT377451B (de) Verfahren sowie vorrichtung zur neutralisation und abscheidung saurer bzw. saeurehaltiger schadstoffe in rauchgasen von feuerungsanlagen
DE3843810C1 (de)
DE2835709B2 (de) Anlage zum Reinigen verschmutzten Wassers
DE2751968C3 (de) Injektorkopf zum Einleiten eines mit Schleifmittel beladenen Gasstromes in eine Pipeline
AT220727B (de) Elektrofilter, insbesondere zur Gichtgasreinigung
DE3236304A1 (de) Absorber mit schwimmenden fuellkoerpern
DE844593C (de) Verfahren und Einrichtung zur Ausflockung von Russ und gewichts-maessig aehnlichen, leitenden Schwebeteilchen aus einem Traegergas durch Elektrofilter mit nachgeschaltetem Absetzraum
DE1286679B (de) Verfahren zum Rueckfoerdern der Reinigungsteilchen von Kugel- oder Schrotreinigungsanlagen bei Waermetauschern und Vorrichtung zum Durchfuehren des Verfahrens
EP0191959B1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Abreinigen staubbeladener Granulatfilter
DE1162815B (de) Elektrostatischer Staubabscheider fuer die Reinigung von Gasen unter ueberatmosphaerischen Druecken, insbesondere fuer die Gichtgasreinigung
DE541563C (de) Elektrolytische Zelle zur Herstellung von Gasen
DE1176099B (de) Venturirohr zum Waschen von Gasen
DE390586C (de) Einrichtung zur Abscheidung von Staub aus Luft, Gas o. dgl.
DE817341C (de) Generatorgasreiniger
DE538545C (de) Elektrische Gasreinigungsanlage, deren Niederschlagselektroden mit Fluessigkeit berieselt werden
DE718243C (de) Gaswaescher
DE2532881A1 (de) Durchflusskuevette zum messen des verunreinigungsgrades einer fluessigkeit
DE634605C (de) Vorrichtung zum Waschen von Waesche o. dgl. in Waschgefaessen mittels Druckluft
DE441627C (de) Wasserabscheider mit in den Dampfaustrittsanschluessen befindlichen Einsteckrohren
DE349539C (de) Vorrichtung zum Entfernen des im Dampfkessel niedergeschlagenen Schlammes
DE2163718B2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen staubhaltiger oder durch Schadgasbestandteile verunreinigter Rohgase
AT87973B (de) Apparat zum Kühlen, Reinigen und Filtrieren von Gas.
DE498599C (de) Vorrichtung zum Reinigen unter Druck stehender Dampfkessel
DE2243186C3 (de) Vorrichtung zur Reinigung staubhaltiget Gase und zur Abscheidung gasförmiger Komponenten