AT22071B - Schaltungseinrichtung an elektrisch betriebenen Fahrzeugen. - Google Patents

Schaltungseinrichtung an elektrisch betriebenen Fahrzeugen.

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AT22071B
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Franz Krizik
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Franz Krizik
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



    Schaltungseinrichtung an elektrisch betriebenen Fahrzeugen.   



   Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Schaltungseinrichtung eignet sich für jene elektrisch betriebenen Fahrzeuge, welche mit mehreren Elektromotoren ausgerüstet sind, und zwar sowohl bei Bahnanlagen, hei welchen die   Stromzuführung   durch eine Leitung und die Rückleitung durch die Schiene erfolgt, als auch bei Bahnen nach dem Dreileitersystem, bei welchen die Stromzuführung durch die zwei Aussenleitungen des Dreileiternetzes erfolgt, während die Schienen den Mittelleiter desselben bilden.

   Bei der vorliegenden Schaltungseinrichtuug erfolgt die Regulierung der Zugkraft in bekannter Weise nebst durch die üblichen Vorschaltwiderstände auch durch Kurzschluss und darauffolgendes Ausschalten von einzelnen Motoren, und zwar durch Veränderung der Stromanschlüsse derart, dass eine Unterbrechung der untereinander stets in Serie verbundenen Motoren und Vorschaltwiderstände nicht nötig ist. Eine solche Einrichtung für Zweileiterbahnen ist bekannt. 



  Neu und Gegenstand der Erfindung ist die Anwendung auf Bahnen nach dem   Dreileitersystem.   



   Bei Bahnen nach dem   Dreileitorsystem   mit zwei Stromleitungen verschiedener Polarität und der Erde als   Rückleitung   kann bei dieser Schaltung das Anfahren stets mit allen in Serie geschalteten Motoren, jedoch nur mit der halben Betriebsspannung zwischen einer Leitung und Erde vorgenommen werden, so dass die volle   Betriebsspannung zwischen den   beiden Aussenleitern erst bei späteren Fahrstufen in Anwendung kommt. 



   In Fig. I ist die Schaltung für die Regulierung in mehreren Fahrstufen für die halbe, in Fig. II für die ganze Betriebsspannung skizziert. Bei L ist die eine Strom-   führungsleitung,   z. B. die positive an die Kontaktschiene a und bei E die Erdleitung, welche durch die Fahrschiene gebildet wird, an eine zweite Lamelle b angeschlossen. Die zweite Stromleitung L, z. B. die negative, ist mit der Lamelle C (Fig. II) fest verbunden. 
 EMI1.1 
 geschlossen sind. Anker und Elektromagnete der Motoren können dauernd verbunden sein oder es kann zwischen beiden ein Umschalter angeordnet sein.

   Wenn die Kontaktbügel l1 und   r von Hnks nach   rechts bezw. umgekehrt verschoben werden, was nacheinander oder gleichzeitig erfolgen kann, so werden die Vorschaltwiderstände R1 und R2 nacheinander   kurzgeschlossen   und dann ausgeschaltet, so dass, wenn die beiden Kontaktbügel in die Stellung 5 (Fig. 1) gebracht wurden, alle Widerstandsstufen ausgeschaltet sind und alle Motoren in Serien an die halbe Betriebsspannung angelegt sind. 



   Der   Bagel li   bleibt bei der weiteren Regulierung auf 5 stehen und es wird nur der Bügel e weiterbewegt. Derselbe schliesst in der Stellung zwischen 5-6 den Motor   M4   kurz 
 EMI1.2 
 liegen. Wird der Bügel e auf 7 (Fig. II) gestellt, so wird der Motor   jMg   kurzgeschlossen und ausgeschaltet, so dass dann die   Motoren MI lInd M2   an der halben Betriebsspannung zwischen der Leitung L1 und Erde liegen und mit voller Kraft arbeiten. Die   Motoren-Mg   und M4 sind in diesem Falle stromlos und werden durch die Bewegung des Fahrzeuges in Rotation erhalten. 



   Soll die Geschwindigkeit und Zugkraft der Motoren noch höher getrieben werden, so werden die ausgeschalteten Motoren M3 und   1114   durch einen   bagel 12 an   die zweite   Hälfte   der Betriebsspannung zwischen die Leitung L2 und Erde A'gelegt : dabei bleibt der Bügel e in der Stellung 7 stehen (Fig. 11). 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
 durch den Widerstand   82   und durch die elektromotorische Gegenkraft der bereits rotierenden Motoren M3 und M4 geschwächt. 



   Wird nun der Kontaktbügel l2 sukzessive auf   8,   9, 10, 11 und 12 gestellt, was beliebig schnell geschehen kann, so worden dadurch die einzelnen Stufen des Widerstandes R2 ausgeschaltet, wonach die Motoren Ma und M4 ebenfalls mit voller Kraft funktionieren, so dass dann die volle Betriebsspannung an den Enden der vier Motoren zur Geltung gelangt. 



   Bei der beschriebenen Schaltung war angenommen, dass LI mit dem einen Pole,   Z,,,   mit dem anderen Pole der Stromquelle verbunden ist, deren Mitte an Erde liegt. 



   Dieser Kontroller lässt sich auch bei solchen   Dreileitorsystemen   verwenden, bei welchen die beiden oberirdischen Stromzuleitungen gleiche Polarität und die Schienen (Erde) die entgegengesetzte Polarität zeigen. 



   Ist LI und L2 mit demselben Pole der Stromquelle und E mit dem anderen Pole verbunden, d. h. wird der Strom nur aus einer Leitung entnommen, so könnte, bevor die in Fig. II skizzierte Manipulation vorgenommen wird, die Stromrichtung bei den Motorankern M3, M4 auf übliche Art gewechselt werden. Bei dieser Schaltung sind bei den Stufen   1-7   alle Motoren in Serie und bei den Stufen S-12, wenn L2 denselben Pol erhält wie   LI, die Motoren 313   und M4 zu den Motoren M1 und   ja   parallel geschaltet. 



   Es ist   einleuchtend, dass durch Vermehrung   der Kontakte nicht der einzelne Motor im ganzen, sondern in seinen Teilen, z. B. Magnetwicklung und Anker zur Ein-und Ausschaltung gebracht werden können, in welchem Falle man noch mehr Abstufungen erhalten kann. 



   Die Umkehr der Fahrtrichtung wird durch   Verstelung   einer separaten Schaltwalze (Umschaltwalze), welche auf übliche Art eingerichtet ist, durch Umkehr der Stromrichtung in dem Anker des betreffenden Motors vorgenommen. 



   In Fig. III ist eine Schaltwalze gezeichnet, durch welche die obgedachte Schaltung vorgenommen worden kann ; die Walze kann auch in   üblicher   Weise zur Bremsung durch den   Kurzschluss   einzelner Motoren in Serie oder parallel eingerichtet werden. 



   Aus dem Gesagten ist zu entnehmen, dass es nicht nötig ist, auf den Stationen   Uoppelleitungon   für beide Pole der Stromquelle anzulegen, was besonders bei Kreuzungen   und   Weichen Schwierigkeit macht, weil bei den Stufen 1-7 der Strom nur aus einer   Leitung entnommen wird, a ! so   das Anfahren der Fahrzeuge mit halber Spannung erfolgt : es   Kssuugt, wenn   man jedes Geleise nur mit einer Leitung versieht nnd die Doppelleitungen nur etwa auf normalem Fahrgeleise und auf der offenen Strecke anbringt. 



   Es ist leicht einzusehen, dass hiezu die beschriebene Schaltvorrichtung vollkommen geeignet ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Schaltungseinrichtung zur Regelung von mehreren Elektromotoren M1-M4 eines Fahrzeuges, die mit Vorschaltwiderständen (R1, R2) stets in Reihe verbunden bleihcn und wobei die Regelung durch Veränderung des Anschlusses der Strom (luelle (Lj, erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung der Schaltungseinrichtung für eine Bahnanlage nach dem Dreileitersystem, bei welchem die beiden Zuleitungen (L1, L2) entweder mit entgegengesetzten oder mit gleichen Polen der Stromquelle verbunden sind, Lein Anfahren der Fahrzeuge bezw.
    bei Fahrt mit geringer Geschwindigkeit (Verschieben) alle Motoren und Vorsehaltwiderstände in Serie zwischen eine Stromzuleitung (lui) und Erde (E) geschaltet sind, also an der halben Spannung des Dreileiternetzes liegen, zur Erhöhung der Geschwindigkeit die Vorsehaltwiderstände und dann eine Hälfte der Motoren (M3, M4) zuerst kurzgeschlossen und dann ausgeschaltet werden, zur Erzielung einer noch Mheron Geschwindigkeit die ausgeschalteten Motoren (M3, M4) zwischen Erde und die zweite EMI2.2 nach Ausscha) tung der letzteren hei voller Geschwindigkeit alle Motoren in Serie zwischen die beiden Stromzuleitungen geschaltet sind, also an der ganzen Spannung des I) reileiternetzes liegen bezw.
    wenn die beiden Zuleitungen gleichpolig sind, eine Gruppe von Motoren parallel zu der anderen Gruppe von Motoren liegt.
AT22071D 1904-05-25 1904-05-25 Schaltungseinrichtung an elektrisch betriebenen Fahrzeugen. AT22071B (de)

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