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Adventkerzenhalterung
Zur Aufnahme von Adventkerzen dienen bisher verschiedene Vorrichtungen, von denen die bekann- teste in Form eines ring-oder kranzförmigen Gestells aus Steingut od. dgl. ausgebildet ist, auf dem vier in Abständen von 900 angeordnete muldenförmige Vertiefungen (füllen) zur Aufnahme der Kerzen be- stimmt sind. Zunächst wird am 1. Adventsonntag in der einen Vertiefung die erste Kerze angezündet, am
2. Adventsonntag diese in der ersten Vertiefung befindliche Kerze weitergebrannt und dazu eine zweite in einer zweiten Vertiefung angezündet ; dieses Verfahren wird am 3. und 4. Adventsonntag sinngemäss fort- gesetzt. In der Mitte des Gestells oder auch aussen herum werden wahllos oder je nach Geschmack in be- liebiger Anordnung rannenzweige aufgelegt.
Da die zuerst angezündete Kerze im Laufe der vier Adventsonntage naturgemäss am weitesten ab- brennt und die am 4. Sonntag angezündete die grösste Länge behält, entsteht unvermeidbar ein ungleich- mässiges Gesamtbild der vier Kerzen. Da Vertiefungen für die Kerzen aus dem horizontal auf dem Tisch aufliegenden Gestell lotrecht nach oben ragen, müssen die Kerzen sehr sorgfältig eingesetzt werden, da- mit auch sie nicht von der Lotrechten abweichen und womöglich in der Vertiefung schräg stehen und spä- ter umfallen. Weiterhin ist es nachteilig, dass die aufgelegten Tannenzweige infolge mangelnder Wasser- zufuhr schnell vertrocknen und gegebenenfalls während der Adventwochen von Zeit zu Zeit erneuert wer- den müssen.
Hinzu kommt, dass bei den bisher üblichen Adventdekorationen leerstehende Vertiefungen in auffal- lender Weise sichtbar waren, da sie aus dem Adventkranz oder Adventgestell herausragten und somit einen unschönen Anblick boten. Dieses, das Auge des Beschauers störende Aussehen führte dazu, dass vielfach von der alten Sitte abgewichen wurde, an einem Adventsonntag nur so viel Kerzen anzuzünden, wie es der Zahl der Adventsonntage entsprach. So wurden gleich am ersten Adventsonntag vier Kerzen auf einmal angezündet, um den Anblick der Unregelmässigkeit und der leerstehenden, ins Auge fallenden Vertiefungen zu vermeiden.
Zur Beseitigung der hier geschilderten Nachteile ist erfindungsgemäss eine Adventkerzenhalterung, insbesondere zur-Verwendung als Einsatz in einer Schale, entwickelt worden. Das Wesen dieses Einsatzes besteht darin, dass er in Form einer Kugelkalotte nach oben gewölbt ist und mit vier etwa längs eines Kreisbogens angeordneten muldenförmigen Vertiefungen (Tüllen) für die Kerzen und neben diesen Vertiefungen bzw. zwischen ihnen mit Schlitzen zur Aufnahme von Tannenzweigen od. dgl. versehen ist.
Besonders zweckmässig ist es, im Scheitelpunkt der Einsatzwölbung eine weitere Vertiefung (Tülle) für eine fünfte Kerze anzuordnen, wobei die Vertiefungen an ihrer Oberseite eine mit der äusseren Wöl- bungsfläche des Einsatzes bündig abschliessende Öffnung zur Aufnahme der Kerzen aufweisen und ihr unterer, in das Innere des Einsatzes hineinragender Teil halbkugel-oder kegelförmig bzw. sackartig ausgebildet und geschlossen ist und die nach unten verlaufenden Wandungsflächen der Vertiefungen in ihrem längsten, dem Scheitelpunkt der Einsatzwölbung zugewandten Teil zu einer Führungsfläche für die Ker- zen-ausgebildet sind.
In die Vertiefungen dieses Einsatzes können entweder sofort sämtliche vier Kerzen eingesetzt werden oder auch im Verlaufe der Adventzeit eine nach der anderen, wobei sich zunächst auf jeden Fall eine in der mittleren Vertiefung befinden muss. Je nach dem Stand des Niederbrennens der einzelnen Kerzen können diese dann im Laufe der Adventsonntage derart weitergebrannt und umgewechselt werden, dass ein möglichst gleichmässiges Bild entsteht. Auch können dabei verschiedenfarbige Kerzen entsprechend ange-
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ordnet und von Sonntag zu Sonntag umgewechselt werden, so dass immer ein farbsymmetrisches Aussehen gewährleistet ist.
Somit ist mit dem hier beschriebenen Einsatz die Möglichkeit geschaffen worden, e : ne
Kerzenhalterung ohne auffällig hervorragende und damit für das Auge unschön wirkende störende Vertie- fungen zu schaffen.
In der Zeichnung eines Ausführungsbeispieles eines erfindungsgemäss ausgebildeten Einsatzes für eine
Schale zeigt Fig. l eine Draufsicht (ohne Schale), Fig. 2 ist ein Vertikalschnitt durch Fig. 1 nach der Li- nie X-Y und Fig. 3 zeigt die Gesamtanordnung des Einsatzes mit Schale, in der Draufsicht, in verklei- nertem Massstabe.
Ein nach oben gewölbter, etwa in Form einer Kugelkalotte gebildeter Einsatz A aus Steingut od. dgl. liegt mit seinem Bodenrand auf der Innenseite einer etwa halbkugelförmigen Schale B aus gleichem Ma- terial glatt auf ; der Bodenrand des Einsatzes A kann auch mit besonderen Füssen versehen sein. In dem
Einsatz befinden sich fünf muldenförmige Vertiefungen (Tüllen) 1 zur Halterung der Kerzen, von denen eine in der Mitte des Einsatzes, also im Scheitelpunkt seiner Wölbung, angeordnet ist, während die wei- teren vier, um die mittlere herum, in beliebiger Gruppierung vorgesehen sind. Die Vertiefungen weisen an ihrer Oberseite eine Öffnung zur Aufnahme der Kerzen auf, während sie in ihrem unteren, in das Innere des Einsatzes hineinragenden Teil halbkugel- oder kegelförmig bzw. sackartig ausgebildet und geschlos- sen sind.
Die eingesetzten Kerzen können also nicht nach unten durchrutschen.
Da die Öffnungen der vier äusseren Vertiefungen mit der äusseren Wölbungsfläche des Einsatzes bün- dig abschliessen, also nicht horizontal verlaufen und somit nicht eine ringförmige bzw. runde, sondern eine etwa elliptische Form haben, sind die nach unten verlaufenden Wandungsflächen der Vertiefungen innerhalb einer solchen von verschiedener, von einem kürzesten zu einem grössten Flächenteil ansteigender Länge ; der längste, dem Scheitelpunkt der Einsatzwölbung zugewandte Teil ist zu einer Führungsfläche l'ausgebildet, die der eingesetzten Kerze einen besonders festen Sitz und Halt verleiht. Es ist daher möglich, die Kerzen so fest und sicher einzusetzen, dass sie nachher nicht umkippen.
Ist beispielsweise das untere Ende einer Kerze konisch oder konusartig ausgebildet, dann kann diese auch mit einer bestimmten Neigung eingesetzt werden, ohne dass die Gefahr des späteren Umfallen besteht ; das gilt auch für zylindrische, kugelförmige oder gerillte Kerzenenden.
Unterhalb der Vertiefungen bzw. zwischen diesen sind im Einsatz A, u. zw. nach dessen Bodenrand zu Schlitze 2 vorgesehen, die zur Aufnahme von Tannenzweigen dienen. Durch diese Schlitze können die Enden der Tannenzweige in das Innere des Einsatzes hineinragen. Wird die Schale B mit Wasser gefüllt, dann kann auf diese Weise den Tannenzweigen genügend Flüssigkeit zu ihrer Frischhaltung zugeführt werden.
Der Rand der nach oben offenen Schale kann beliebig gestaltet sein und ist ohne jeden Einfluss auf das Zusammenwirken von Schale und Einsatz.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Adventkerzenhalterung, insbesondere zur Verwendung als Einsatz in einer Schale, dadurch gekennzeichnet, dass er in Form einer Kugelkalotte nach oben gewölbt ist und mit vier etwa längs eines Kreisbogens angeordneten muldenförmigen Vertiefungen (Tüllen 1) für die Kerzen und neben diesen Vertiefungen bzw. zwischen ihnen mit Schlitzen (2) zur Aufnahme von Tannenzweigen od. dgl. versehen ist.