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Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung ringförmiger Bänder, insbesondere zur Herstellung von Verstärkungen für Kraftfahrzeugluftreifen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung ringförmiger, gewunsch- tenfalls auch breiter Bänder auf einer Trommel mit einziehbarem Kranz aus einem oder mehreren end- loseu, mit Rohgummi od. dgl. überzogenen Fäden, insbesondere zur Herstellung von Verstärkungen für
Kraftfahrzeugluftreifen.
Diese Bänder sind dazu bestimmt, als Verstärkungen zwischen die Karkasse eines Luftreifens und die
Lauffläche eingefügt zu werden ; sie bestehen aus einem fortlaufenden, im Zickzack von einem Band- rand zum andern geführten Faden der so angeordnet ist, dass der FadeD bei jeder vollständigen Windung am Umfang des ringförmigen Bandes zwischen dem einen und dem andernRand des Bandes mehrere Zick- zackstrecken ausführt.
Das vorliegende Verfahren geht von jenen bekannten Methoden zur Herstellung ringförmiger Bänder aus mindestens einem durchgehenden Faden auf einer Trommel mit einziehbarem Kranz aus, wobei die Mantelfläche mit einem Klebstoff bestrichen, die Trommel gedreht, der Faden gespannt und mittels eines Fadenführers auf der sich drehenden Trommel abgelegt wird, indem der Faden unmittelbar vor dessen Berührung mit der Trommelmantelfläche zwischen den beiden Rändern derselben durch den Fadenführer in Richtung der Trommelachse hin-und herbewegt wird.
Erfindungsgemäss wird diese Technik so ergänzt, dass der Fadenführer und deshalb auch der Faden unmittelbar vor seiner Auflage auf die Trommelmantelfläche gleichzeitig eine zusätzliche Hin- und Herbewegung erfahren, deren Richtung tangential zur Trommel und senkrecht zur Bewegung des Fadenführers zwischen den Trommelrändern in Richtung der Trommelachse ist.
Dieses Verfahren ist auch zur Verlegung von mehr als einem Faden, der auch ein Draht sein könnte, anwendbar. Bei Bändern grösserer Breite, insbesondere solchen, für die verschiedene Eigenschaften für einzelne Teile der Bandbreite gewünscht werden, lassen zweckmässig sich zwei, drei oder mehr Drähte oder Fäden auf die erfindungsgemässe Art ablegen, die je durch einen gesonderten Fadenführer gesteuert werden und dadurch einen entsprechenden Teil der Bandbreite herstellen. Die einzelnen Fadenführer werden dann mit Bezug aufeinander um ein Mass verstellt, welches der Breite der durch dieselben zu bildenden Bandteile entspricht, wobei die einzelnen Fadenführer mit einem besonderen, die gewünschten Verhältnisse erzeugenden Antrieb bewegt werden.
Zur Bildung z. B. der Gesamtverstärkung von Luftreifen können drei Fadenführer zum Legen von drei Fäden oder Drähten verwendet werden, wovon der mittlere Fadenführer den Faden in Abschnitten ablegt, die auf dem Trommelumfang einen andern Steigungswinkel zeigen als jene Fäden, die mit den seitlichen Fadenführern, die zur Herstellung der Karkassenverstärkung an den Seiten des Luftreifens dienen, verlegt werden.
Nach einem älteren Vorschlag, der auf die Herstellung einer Karkassenverstärkung'zielt, wird einem Fadenführer, der ebenfalls einen Faden an einer sich drehenden Trommel ablegt, eine ständige Drehung um eine feststehende Achse bei gleichbleibender Geschwindigkeit erteilt, weshalb der Faden nur gerad-
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linig nach einer geodätischen Linie angeordnet werden kann und die Ganghöhe nie grösser oder kleiner als der Trommelumfang sein kann, da die letztere kugelförmig ausgebildet ist.
Vorliegendenfalls erfährt der Fadenführer hingegen eine Hin- und Herbewegung bei einer Geschwindigkeit, die auch während des
Umlaufen im gleichen Sinne geändert werden kann, wodurch es möglich wird, den Faden in Bögen an- zuordnen und dies mit vom Trommelumfang stark abweichender Ganghöhe, wobei die Trommel Zylin- derform aufweist und die Ganghöhe von diesem Umfang abhängt.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungs- beispielen unter Bezugnahme auf die schematischen Zeichnungen. Es zeigen :
Fig. 1 eine Gesamtansicht und Fig. 2 einen Teil der Vorrichtung, die dem Fadenführer eine aus zwei geradlinigen Komponenten zusammengesetzte Bewegung erteilt, wobei die eine Komponente paral- lel und die andere senkrecht zur Trommelachse verläuft, und welche durch das Zusammenwirken von zwei Kurbelschleifen erzeugt wird, die einen rechten Winkel einschliessen und miteinander beweglich verbunden sind ; Fig. 3 - 7 in Abwicklung auf eine Ebene Beispisle von auf der Trommel gebildeten Fa- denablegelinien, wobei die Spur, die der Fadenführer bei stillstehender Trommel erzeugen würde, in den
Fig. 3a - 7a dargestellt ist ;
Fig. 8 einen zum Ausrichten der Druckrolle am Fadenführerantrieb gemäss
Fig. 2 angebrachten Vorrichtungsteil, Fig. 9 einen Vorrichtungsteil ähnlich jenem nach Fig. 2 mit ver- ringerten hin-und hergehenden Massen und Abmessungen, die Fig. 10 und 11 einen Auf- bzw. Grundriss der Vorrichtung zur Herstellung des ringförmigen Bandes unter Verwendung des Vorrichtungsteiles gemäss
Fig. 9, die Fig. 12 und 13 in Auf- und Grundriss einen Vorrichtungsteil zum allmählichen Ausrichten der den Faden auf die Trommel pressenden Druckrolle, Fig. 14 die aufeinanderfolgenden Stellungen der
Druckrolle, Fig. 15 eine Abänderung des Vorrichtungsteiles gemäss Fig. 9, wobei die eine den Faden- führer bewegende Kurbel durch einen Nocken ersetzt ist.
Fig. 16 eine Einrichtung zum Anpressen der Druckrolle gegen die Trommel im Axialschnitt, Fig. 17 eine Draufsicht zu Fig. 16, Fig. 18 einen Teil- schnitt zu Fig. 16, Fig. 19 die Abwicklung in einer Ebene eines Teiles der Mantelfläche der Trommel, in die das gewünschte Fadenablegemuster, das diesem am nächsten kommende, durch den Kurbeltrieb gemäss Fig. 9 erzielbare Muster, und das für die nachstehend erläuterten Zwecke geänderte Ablegemu- ster eingezeichnet sind, Fig. 20 die Ansicht einer Einzelheit einer abgewandelten Vorrichtung im Teilschnitt nach Linie XX - XX der Fig. 21 und letztere einen Schnitt nach Linie XXI - XXI der Fig. 20, und Fig. 22 eine Stufe eines Hilfsverfahrens, das im Rahmen der Erfindung Anwendung findet.
Gemäss Fig. 1 weist die Vorrichtung zur Herstellung des ringförmigen Bandes eine Trommel 1 auf, an deren vorher mit Klebemittel bestrichene Umfangsfläche ein Fadenführer 2 einen endlosen Faden 4' legt. Der Fadenführer 2 wird durch Teil 3 bewegt. Der Faden 4 wird von einer Spule 5 abgenommen und durch einen Apparat 6 gezogen, um den Faden mit einem Kautschuk-Rohgummigemisch zu überziehen, worauf der überzogene Faden 4'zu einer Spannvorrichtung gelangt. Diese besteht aus einer Art Flaschenzug 8, 9 mit Gewicht 7. Der Faden gelangt dann zum Fadenführer 2 und wird auf die vorher mit Klebstoff bestrichene Umfangsfläche der Trommel 1 verteilt, wobei eine Druckrolle 34 den Faden gegen die Trommel drückt.
Die in Fig. 2 dargestellte Apparatur erteilt dem Fadenführer 2 eine kontinuierliche Bewegung in einer geschlossenen Bahn, welche die Resultierende einer zur Trommelachse parallelen und einer dazu senkrechten Bewegung ist.
Dieser Apparat besteht aus einer zur Trommel 1 längsverschiebbaren Stange 41 und einer die letztere mitnehmenden, dazu senkrechten Stange 43. Die Stange 41 ist in einer Führung 42, welche die Stange 43 aufweist, verschiebbar und besitzt an dem dem Fadenführer 2 gegenüberliegenden Ende eine Kulisse 45, die mit der Kurbel 47,48 eine schwingende Kurbelschleife bildet. Die Stange 43 trägt an einem Ende eine Kulisse 49, in der ein Stein 46, der von einem Kurbelzapfen 47 getragen wird, der sich um eine Achse 48 dreht, gleiten kann, was ebenfalls eine schwingende Kurbelschleife ergibt. Die den Achsen 48 bzw. 52 entsprechenden Wellen rotieren so, dass die Drehzahl der Achse 48 doppelt so gross ist wie jene der Achse 52.
Diese Apparatur bewegt den Fadenführer 2 über bestimmte, geschlossene, eine bestimmte Oberfläche begrenzende Linien. Beispiele solcher geschlossenen Linien zeigen die Fig. 3a - 7a mit den zugehörigen Abwicklungenineiner Ebene in den Fig. 3 - 7. Alle so erzielten geschlossenen Linien sind 8-förmig. Die Länge der grösseren Achse jeder"8"gleicht dem Doppel der Exzentrizität des Zapfens 51 ; die Breite ist gleich dem Doppel der Exzentrizität des Zapfens 47. Die Breite der Bänder wird daher durch Veränderung der Exzentrizität des Zapfens 51 eingestellt und der Verlauf der Ablegelinie auf der Trommel durch Änderung der Exzentrizität des Zapfens 47.
Es ist ersichtlich, dass eine geringere Exzentrizität des Zapfens 47 (Fig. 3,3a) Wendebereiche des
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Fadens mit weiterem Halbmesser ergibt, wogegen grössere Exzentrizitäten (Fig. 4, 4a ; 5,5a) schärfere Wendungen ergeben ; noch grössere Exzentrizitäten (Fig. 6,6a) führen sogar zu einr Ösenform. Durch Umkehren des Drehsinnes der Welle 48 und Beibehalten der Exzentrizität des Zapfens 47 gleich jener nach Fig. 4a ergeben sich im wesentlichen geradlinige Übergänge (Fig. 7).
Die Vorrichtung gemäss Fig. 2 ergibt Querauslenkungen, die stets durch die Exzenter bestimmt sind, also nur beschränkt veränderlich sind, es sei denn, dass Drehzahl und Exzentrizität veränderlich ausgeführt werden oder die Exzenter durch Nocken ersetzt oder die Drehzahl der Trommel 1 verändert wird.
Zum Antrieb der den Faden andrückende Druckrolle kann eine Vorrichtung nach Fig. 8 dienen. Ein Nocken 53 sitzt auf einem Zapfen 51', der mit der Achse 52 fest verbunden ist. Gegen den Nocken 53
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sen Hülle 58 ist. Das andere Ende des Kabels 57 ist in einem Teil 62, der in einem Schlitz 63 eines Win- kelhebels 59, 59' verstellbar ist, angeordnet ; der Winkelhebel 59, 59' ist im Zapfen 31 gelagert, der die
Druckrolle 34 für den abzulegenden Faden trägt. Der zum Durchtritt des Fadens hohl ausgebildete, als Fadenführer wirkende Zapfen 31 ist in einer an der Stange 41 vorgesehenen Buchse drehbar. Der Arm 59' des Winkelhebels steht unter der Wirkung einer Feder 61, die das Kabel 57 gespannt hält, wobei auch die
Berührung der Rolle 54 mit dem Nocken 53 gesichert wird.
Die in Fig. 9 dargestellte Vorrichtung erteilt dem Fadenführer eine zusammengesetzte Bewegung, welche der durch die Kulissen 45,49 der Vorrichtung nach den Fig. 2 und 8 erteilten ähnlich ist, jedoch ist die konstruktive Lösung günstiger (Abmessungen und Schwungmassen verringert). Die die Achsen 52, 48 verkörpernden Wellen tragen Kurbelscheiben 67,68. Die Kurbelscheibe 67 besitzt eine Radialnut 69, in die der an einer Pleuelstange 64 angelenkte Kurbelzapfen 51 verstellbar eingreift ; in die Radialnut 70 der Kurbelscheibe 68 greift der an einer Pleuelstange 65 angelenkte Kurbelzapfen 47 verstellbar und feststellbar ein.
Die Kurbelscheibe 68 wird gegenüber der Kurbelscheibe 67 mit doppelter Winkelgeschwindigkeit gedreht. Die beiden Pleuelstangen 64,65 sind bei 66 miteinander gelenkig verbunden, wobei durch deren Zapfen der Hohlzapfen für die Fadendruckrolle geführt ist. Die axiale Bohrung des Druckrollenzapfens dient dem Faden als Fadenführer, wie noch an Hand der Fig. 16,17 und 18 beschrieben wird.
Die Apparatur gemäss Fig. 2 ergibt ein Ablegemuster, das sich aus ineinander übergehenden, etwa geradlinigen Abschnitten zusammensetzt, wogegen die Abschnitte, welche die Vorrichtung gemäss Fig. 9 liefert, mehr gebogen sind, was für gewisse Verwendungszwecke, wie Verstärkungen von Luftreifen, zweckmässig sein kann.
Die in Fig. 10 und 11 dargestellte Maschine besitzt einen Fadenführerantrieb gemäss Fig. 9, wobei die Kurbelscheibe 68 gegenüber der Kurbelscheibe 67 mit doppelter Drehzahl rotiert. Als Antrieb dient ein Motor 71, der über einen Riemen 72 und ein Rad 74 eine Welle 73 dreht. Die Welle 73 trägt zwei Zahnräder 75,77. Das Zahnrad 75 dreht über ein Vorgelege 76 die Welle 52 der Kurbelscheibe 67 und über die Übertragungswelle 74'und entsprechende Zahnradpaar die Welle 48, auf der die Kurbelscheibe 68 sitzt, mit doppelter Drehzahl. Das Zahnrad 77 dreht über ein Vorgelege 78 eine Welle 79, die über Kegelräder die Trommel 1 dreht.
Durch Auswechseln der Zahnräder der Vorgelege lässt sich das Verhältnis der Drehzahl der Trommel 1 zu jener der Verstellung des Fadenführers und damit der Verlauf der Ablegebahn bei den aufeinanderfolgenden Umdrehungen ändern.
An Stelle der genannten Zahnrädersätze können stufenlose Drehzahlwandler den Trommelantrieb und den Fadenführer-Antrieb schalten. Hiezu lässt sich auch ein Wandler verwenden, der das Ablegemuster weitestgehend zu ändern erlaubt, wogegen auswechselbare Zahnradsätze lediglich die Steigung des zick- zackförmig gelegten Fadens zu ändern erlauben.
Die Fig. 12 und 13 zeigen eine Vorrichtung zur allmählichen Verstellung der Druckrolle 34. Diese Vorrichtung wirkt insbesondere an der Kurbelscheibe 67 und weist einen Nocken 53'auf, der auf einer axialen Verlängerung 51'des Kurbelzapfens 51 sitzt. Auf dem Nocken 53'rollt eine Rolle 54'ab, die von einem um einen Zapfen verschwenkbaren Winkelhebel 55, 55'getragen wird. Im Arm 55'des Winkelhebels ist ein Längsschlitz 81 ausgespart, in dem der Zapfen 80 einer Pleuelstange 82 einstellbar eingreift ; das andere Ende der Pleuelstange ist am Ende des Hebels 83 angelenkt, der auf dem die Druckrolle 34 tragenden Zapfen sitzt. Durch Drehung der Kurbelscheibe 67 wird über den Nocken 53'die Rolle 34 ausgerichtet. Die von der Rolle 34 nacheinander eingenommenen Relativstellungen zeigt Fig. 14.
Die Vertiefung nach Fig. 15 behält die Kurbelscheibe 67, welche die Pleuelstange 64 verschiebt, bei ; die zweite Kurbelscheibe ist durch einen auf der Welle 48 aufgekeilten Nocken 92 ersetzt, gegen welchen eine von einem Bügel 90 getragene Rolle 91 gepresst wird, wobei der Bügel am Ende einer Stan-
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ge 65'angeordnet ist, die am andern Ende, bei 66, am Zapfen der Druckrolle und dadurch an der Pleuel- stange 64 angreift. Der Bügel 90 ist bei 93 an einem Hebel 94 angelenkt, der seinerseits, bei 95, ein festes Drehlager findet. Im Beispiel weist der Nocken 92 zwei symmetrisch wirkende Umfangsbereiche auf, so dass die Drehzahl der Welle 48 jener der Scheibe 67 gleich sein kann.
In den Fig. 16, 17 und 18 erkennt man die Rolle 34, die den Faden gegen die Trommel 1 drückt.
96 ist eine Schraubenfeder, die der Rolle 34 den federnden Druck erteilt und in einem Raum angebracht ist, der zwischen den Zapfen 31, 66, wovon letzterer die Hebel 64 und 65 miteinander verbindet, vorge- sehen ist ; die Hebel 64,65 steuern die Bewegungen des Fadenführers 2 ; der Faden wird durch die Axial- bohrung des Zapfens 31 zugeführt. Das gegabelte Ende 33 des Zapfens 31 stützt die Achse 34'ab, auf welcher sich die Druckrolle 34 dreht.
Um die Druckrolle 34, wenn erforderlich, von der Trommel 1 abzuheben, ist eine als Griff ausgebildete Scheibe 97 vorgesehen, welche Löcher 98 aufweist und am Ende des Hohlzapfens 31 sitzt. An dem oberen Ende des Zapfens 66 sind zwei Bolzen 99 angeordnet, die entweder in die Löcher 98 einfallen (Fig. 16), was der Arbeitsstellung der Rolle 34 entspricht oder man hebt die Scheibe 97 an und, um alsdann die Druckrolle in ihrer oberen Stellung zu halten, wird die Scheibe 97 etwas gedreht, so dass die Bolzen 99 die Scheibe 97 stützen, wie dies durch 99'in Fig. 18 gezeigt ist. Die Feder 96 presst dann die Scheibe 97 gegen die Bolzen 99.
Durch die bisher beschriebenen Ausführungen der Erfindung lässt sich der Faden in vielen weitgehend unterschiedlichen Mustern auf der Trommel 1 ablegen ; gewisse Ablegelinien lassen sich jedoch nicht erzielen. Die in den Fig. 19 - 21 dargestellte Vorrichtung erlaubt den Faden in jeder beliebigen Linie abzulegen :
In Fig. 19 bezeichnet 1 die Umfangsfläche der Trommel, auf welcher die Linie B das gewünschte Ablegemuster andeutet, wogegen Linie A, die durch die bisher beschriebenen Systeme erzielbare Legelinie ist. Die Weiterentwicklung ermöglicht nun dÅas Ablegen des Fadens nach Linie B.
Hiezu wird die Pleuelstange 64, Fig. 20, 21, welche in der durch die Trommelachse gehenden Ebene liegt, in zwei ineinander teleskopartig bewegliche Abschnitte unterteilt, wobei der Teil 101 die eigentliche Pleuelstange darstellt und am Kurbelzapfen 51 über eine Muffe 102 angelenkt ist. Der zweite Teil 64, welcher als Korrektionsstange wirkt, trägt den Fadenführer 2. Die Verstellung des Teiles 64 in bezug auf die Pleuelstange 101 erfolgt mit einem am Kurbelzapfen 51 sitzenden Nocken 103. An der Korrektionsstange ist ein Träger 104 für eine Rolle 106 befestigt, die sich um einen Zapfen 105 dreht und auf dem Nocken 103 abrollt.
Die Korrektionsstange 64 wird durch eine Schraubenfeder 107 zwecks Abrollens der Rolle 106 gegen den Nocken 103 gepresst, wobei die Schraubenfeder 107 an dem einen Ende auf einen innen an der Korrektionsstange vorgesehenen Flansch 108 und am andern Ende auf einen Flansch einwirkt, der an einer auf der Stange 110 aufgeschraubten Muffe 109 vorgesehen ist. Die Stange 110 ist ihrerseits an einem zylinderförmigen Fortsatz 111 der Muffe 102 befestigt, auf welchen die eigentliche Pleuelstange gleichfalls aufgesetzt ist.
Am Kurbelzapfen 51, der ähnlich den früheren Ausführungen in einer Nut bzw. einem Schlitz an der Kurbelscheibe 67 radial verschiebbar ist, sitzt ferner ein Nocken 53', welcher über einen Winkelarm und eine Stange (nicht dargestellt ; ähnlich wie in Fig. 12 und 13 angeordnet) die den Faden gegen die Trommel drückende Rolle ausrichtet.
Es lässt sich durch entsprechende Ausbildung des Nockens 103 jede beliebige vorbestimmte Ablegebahn des Fadens auf der Drehtrommel erzielen. Durch die dargestellte Nockenform erhält man die in Fig. 19 mit B bezeichnete Ablegelinie, indem die Kurbelzapfen so eingestellt werden, dass sie eine der gewünschten Linie B angenäherte Linie A beschreiben.
Die Erfindung betrifft ferner eine Vorrichtung zum Anzeichen, z. B. Einritzen, des Profils des die Korrektionsstange 64 antreibenden Nockens 103, indem die gleiche Vorrichtung dazu dient, das Profil in eine auf dem Kurbelzapfen aufgekeilte Scheibe einzuritzen.
Entsprechend Fig. 22 wird hiezu eine Scheibe 103'mit einem Halbmesser, der dem maximalen Radius des Nockens 103 mindestens gleich ist, auf dem Kurbelzapfen 51 angebracht. Am Träger 104 der Rolle 106 ist ein Träger 112 befestigt, welcher eine Mutter 113 trägt, in die eine Schraube 114 mit gerändeltem Kopf eingeschraubt wird. Die Schraube 114 wirkt auf einen Anschlag 115 ein, der am Arm 116 angeschweisst ist, welcher den Zapfen 117 abstützt, an dem der Winkelhebel zum Ausrichten der Fadendruckrolle gelagert ist. Beim Drehen der Schraube 114 wird die Stange 64 axial verstellt, wodurch sich die Rolle 106 vom Umfang der Scheibe 103'abhebt.
Am Träger 104 wird ferner ein seitlich an der Scheibe angeordneter Fortsatz 118 angeschweisst, welcher mit einem Loch 119 für die nachstehend beschriebenen Zwecke versehen ist.
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Das Anzeichnen des Nockens 103 geht wie folgt vor sich : Auf der Trommel 1 (Fig. 22) wird eine Li- nie C gezogen, die der gewünschten Ablegelinie folgt, und die die Linie B sei, die in bezug auf die
Trommel axial und parallel zu sich selbst um ein Mass c (Fig. 19) verstellt ist, welches mindestens der
Summe der seitlichen maximalen Abweichungen in den beiden Richtungen a, b entspricht, die im darge- i stellten Beispiel untereinander gleich sind. Die Abweichungen ergeben sich aus den Linien B bzw. A, welch'letztere bei unmittelbarem Angreifen der Korrektionsstange am Kurbelzapfen erzielbar wäre.
Auch der Abstand zwischen der Achse des Loches 119 und dem Umfang der Rolle 106 wird gleich dem oben angegebenen Masse c gewählt. Hierauf wird der Mittelpunkt des Fadenführers 2 durch Einwirken auf die Scheibe 114 mit gerändeltem Kopf an eine beliebige Stelle der Kurve C gebracht und ein Punkt mit- tels einer durch das Loch 119 hindurchgeführten Einritzspitze auf der Stirnfläche der Scheibe 103'einge- zeichnet, worauf die Antriebswelle der Maschine um geringe Winkel nacheinander gedreht wird und je- weils stets auf die gleiche Weise weitere Punkte auf der Fläche der Scheibe 103'eingezeichnet werden.
DurchVerbindung dieser Punkte mittels einer durchgehenden Linie C'ergibt sich ein Profil, welches dem- jenigen des in Fig. 2 dargestellten Nockens im wesentlichen gleich ist.
Es ist ersichtlich, dass durch Abheben von Werkstoff 103a aus der Scheibe ausserhalb der Linie C'der
Nocken 103 erhalten wird. Das Nockenritzverfahren geht äusserst rasch und einfach vor sich. Selbstver- ständlich ist für die verschiedenen Ablegelinien je ein besonderer Nocken erforderlich. Die Nocken kön- nen je mit zwei Werkzeugen zur genauen Bestimmung des Exzentrizität der beiden Kurbeln zwecks Her- stellung einer bestimmten Ablegelinie ermittelt werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung ringförmiger Bänder aus mindestens einem durchgehenden Faden auf einer Trommel mit einziehbarem Kranz, insbesondere zur Herstellung von Verstärkungen von Kraftfahr- zeugluftreifen, wobei die Mantelfläche mit einem Klebstoff bestrichen, die Trommel gedreht, der Fa- den gespannt und mittels eines Fadenführers auf der sich drehenden Trommel abgelegt wird, indem der
Faden unmittelbar vor dessen Berührung mit der Trommelmantelfläche zwischen den beiden Rändern derselben durch den Fadenführer in Richtung der Trommelachse hin- und herbewegt wird, dadurch ge- kennzeichnet, dass der Fadenführer und deshalb auch der Faden unmittelbar vor seiner Auflage auf die Trommelmantelfläche gleichzeitig eine zusätzliche Hin- und Herbewegung erfahren,
deren Richtung tangential zur Trommel und senkrecht zur Bewegung des Fadenführers zwischen den Trommelrändern in
Richtung der Trommelachse ist.