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Einrichtung zur Erfassung des Belastungsstromes in Stromrichteranlagen in Saugdrosselschaltung mit Anodenwandlern
In nicht vorbekannter Weise ist bereits vorgeschlagen worden, bei einer Einrichtung zur Erfassung des Belastungsstromes in Stromrichteranlagen mit Anodenwandlem für jede Anodenleitung einen Wandler vor- zusehen, in dessen Sekundärstromkreis ein Ventil so angeordnet ist, dass der einem primären Gleichstrom- impuls entsprechende Sekundärstrom das Ventil in Durchlassrichtung durchfliessen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Einrichtung zur Erfassung des Belastungsstromes bei einer Saugdrosselschaltung mit Anodenwandlern nach diesem Vorschlag so zu gestalten, dass in einfacher
Weise Messgrössen gewonnen werden können, die zum Schutz und zur Regelung der Anlage sowie zur An- zeige herangezogen werden können. Gemäss der Erfindung sind die Wandler beider Systeme in einer
Brückenschaltung derart angeordnet, dass an den Bürdenwiderständen der Brücke der Strom jedes Teilsy- stems, in der einen Brückendiagonale eine den Strom der gesamten Gleichrichterschaltung entsprechen- de Spannung und in der andern Brückendiagonale die Differenz der Ströme beider Systeme gemessen wer- den kann.
Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, in der ein Aus- führungsbeispiel dargestellt ist, an Hand dessen die Erfindung näher erläutert wird.
Mit U, V, W und X, Y, Z sind die Anodenleitungen der in der Zeichnung nicht dargestellten Strom- richteranlage in Saugdrosselschaltung bezeichnet. In den Teilleitungen der beiden Systeme sind Anoden- wandler 44 bzw. 45 angeordnet, deren Sekundärwickl1mg einerseits in Stern und anderseits über Ventile
46 bzw. 47 mit Schutzwiderständen 48 bzw. 49 miteinander in Verbindung stehen. Die Anodenwandler
44 und 45 liegen in einer Drehstrombrückenschaltung, die zusammen mit den Bürdenwiderständen 51 und
52 gebildet wird. Der eine Brückenpunkt 53 wird von in Stern geschalteten Zwischenstromwandlem 54 ge- bildet, während der andere Brückenpunkt 0 durch die Verbindung der Bürdenwiderstände 51, 52 gebildet wird.
Von den ebenfalls in Stern geschalteten Sekundärwicklungen der Zwischenwandler 54 führen Lei- tungen 55 zu einem in der Zeichnung nicht dargestellten Überstromzeitschutz mit Drehstromeingang, z. B. einem Überstromzeitrelais.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, sind die Sekundärwicklungen der Wandler 44 bzw. 45 mit den
Ventilen 46 bzw. 47 so zusammengeschaltet, dass das für die Rückmagnetisierung der Wandler erforderliche Spannungs-Zeitintegral von den Ventilen als Sperrspannung aufgebracht wird. Zur Begrenzung der
Sperrspannung sind den Ventilen die Widerstände 48 bzw. 49 parallelgeschaltet. Dazu werden mit Vorteil spannungsabhängige Widerstände mit fallendem Widerstandswert bei steigender Spannung benutzt.
Die Wandler 44,45 haben einen Primärstrom gleich dem halben Anlagenstrom. Unter der Voraussetzung, dass der Sekundärstrom der Wandler 5 Ampere beträgt. fliessen vom Sternpunkt der Sekundärwicklungen der Wandler 44 für die Zweige U, V, W bzw. zum Sternpunkt der Sekundärwicklungen der Wandler 45 für die Zweige X, Y, Z je 5 Ampere, die jeweils ein Abbild der Gleichrichterströme der jeweiligen Sterne sind. Diese Ströme fliessen durch die Widerstände 51,52 von beispielsweise je 0, 8 Ohm. Der Spannungsabfall an den Widerständen 51 und 52 ist hiebei ein Mass für den Anlagenstrom. Dieser kann an den Klemmen 1 und 2 abgenommen und als Istwert einer Regeleinrichtung zugeführt werden.
Selbstverständlich kann er auch zur Anzeige des Anlagenstromes beispielsweise zur Femanzeige benutzt werden.
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EMI2.1