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Maschine zum Biegen von Metallstangen
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Biegemaschine für Metallstangen mit einer Rolle, deren Achse mit der Achse einer mit einem Dorn (Spindel) versehenen Scheibe übereinstimmt, wobei diese Scheibe durch einen Elektromotor in Drehung versetzt wird. Der Speisestromkreis dieses Elektromotors wird durch ein Relais geschlossen, das der Aufnahme der Vorwärtsbewegung dient und mit einem Steuerschalter versehen ist. Ausserdem trägt dieses Relais noch einen Haltekontakt im Nebenschluss zu diesem Schalter und einen Betriebskontakt, welcher normalerweise geschlossen ist.
Ferner umfasst der Speisestromkreis des Motors ein Wenderelais, das gleichfalls versehen ist mit einem Steuerschalter und einem Haltekontakt im Nebenschluss zum letztgenannten Steuerschalter und noch einem zusätzlichen Schalter, der normalerweise geschlossen ist, der aber durch den ersten der genannten Relais geöffnet wird, wenn ein Strom dasselbe erregt. Dieses Wenderelais öffnet auch den Betriebskontakt, sobald es von einem Strom erregt wird.
Es gibt Maschinen dieser Art, bei welchen die Dornscheibe gleichzeitig mit dem Anschlag betätigt wird. Der letztere öffnet einen Unterbrecher zur Beendigung der Bewegung, wenn die Scheibe den Winkel durchwandert hat, der der gewünschten Abbiegung entspricht.
Um die Rückkehr der Scheibe in ihre anfängliche Lage zu veranlassen, muss der Bedienende dann einen Schalter schliessen, der einen Teil des Speisestromkreises des Wenderelais bildet, wogegen ein zweiter mit der Scheibe beweglicher Unterbrecher den Motorstrom unterbricht, sobald die Scheibe in der Anfangslage eintrifft.
Biegemaschinen, bei welchen ein Endanschlag (Anschlag für das Ende der Bewegung) die Entkupplung eines Kupplungsmechanismus steuert, welcher sich zwischen dem Motor und der Spindel- oder Dornscheibe befindet, sind bereits bekannt. Die Rückbewegung der Scheibe muss dann durch den Bedienenden gesteuert werden, wofür ein Kupplungsmechanismus entgegengesetzten Sinnes zur Verfügung steht.
Diese zwei Arten von Maschinen haben daher den Nachteil, dass eine Bedienungsperson nötig ist, um die Rückkehr der Biegescheibe zu veranlassen.
Es gibt eine andere Art von Maschinen, bei welchen die Rückbewegung des Biegedornes (Biegespindel) automatisch am Ende der Biegebewegungsphase erfolgt. Bei dieser Maschine wird der Dorn von einem Arm oder einer Scheibe getragen, auf welcher eine Klinke befestigt ist, die in ein Sperrad eingreift. Das Sperrad wird vom Motor betätigt und betätigt seinerseits den obgenannten Arm bzw. Scheibe, solange nicht ein auf einem Zapfen drehbarer Entkupplungsanschlag, dessen Lage einstellbar ist, die Klinke zwingt, sich von der Verzahnung zu lösen, die sie mitnimmt. Nach der Freigabe der Klinke kehrt der den Dorn tragende Arm bzw. die Scheibe unter der Einwirkung einer Rückziehfeder wieder in seine bzw. ihre Ausgangslage zurück.
Unter Berücksichtigung der grossen Kraftanstrengung, welche nötig ist, um die Klinke von der Sperr- radverzahnung am Ende des Abbiegevorganges zu lösen, wird der um einen Zapfen drehbare Entkupplungsanschlag an seinem Platz festgehalten, u. zw. dadurch, dass sein Drehzapfen in ein Loch einer Lochserie eingreift, die im festen Tisch der Maschine um die Drehachse des Armes oder der Scheibe angeordnet ist.
Es ist daher unmöglich, den Abbiegungswinkel progressiv zu regulieren. Nun ist aber eine solche Regulierung notwendig, denn die Maschine muss in der Lage sein, Krümmungen verschiedener Winkel herzustellen bzw. aber auch Stangen von sehr verschiedener Qualität zu biegen, deren elastischer Rückstoss zu
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Beginn des Rückganges der Dorn- bzw. der Spindelscheibe sehr wesentlich von einem Stahl zum andern schwankt, so dass verschiedenartige Dauerdeformationen zurückbleiben, wenn man von einer Abbiegung auf Grund ein und desselben gegebenen Winkels ausgeht.
Die vorliegende Erfindung hat eine Maschine der genannten Type zum Gegenstand, welche eine progressive Regulierung der Abbiegewinkel gestattet und den automatischen Rückgang der Dorn- oder Spindelscheibe am Ende der Abbiegungsbewegungsphase veranlasst.
Die erfindungsgemässe Maschine ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Endanschlag den Steuerschalter des Wenderelais, der während des Vorlaufes offen ist, schliesst und gleichzeitig einen Unterbrecher, der im Ruhezustand der Anlage geschlossen und während des Vorlaufes geöffnet ist und den Haltekontakt des Relais für den Vorlauf des Motors aufweist, schliesst, wobei der Endanschlag mit der Scheibe beweglich angeordnet und seine Winkellage fortschreitend einstellbar ist.
In der erfindungsgemässen Maschine erleidet der Endanschlag für den Vorlauf fast gar keine Reaktion, da es ihm ja genügt, den Steuerschalter des Wenderelais bis in seine Schliessstellung zu bringen.
Andere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus nachfolgender Beschreibung der beiliegenden Zeichnungen, die schematisch und bloss beispielsweise zwei erfindungsgemässe Ausführungsformen der Biegemaschine für Metallstangen darstellen.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht des oberen Teiles einer erfindungsgemässen Abbiegemaschine.
Fig. 2 ist ein schematischer Aufriss gewisser Bauelemente der Abbiegemaschine. Fig. 3 ist ein schematischer Grundriss der in Fig. 2 dargestellten Elemente. Fig. 4 ist ein elektrisches Schaltschema, welches die automatische Abbiegung gemäss einem gewählten Winkel gewährleistet, ebenso wie den automatischen Rückgang des Abbiegungs-Dornes (Spindel) in seine ursprüngliche Lage. Die Fig. 5 ist ein elektrisches Schaltschema, welches den automatischen Betrieb der Abbiegemaschine gewährleistet, im Falle, dass dieselbe eine Abbiegung gemäss dem einen oder dem andern von zwei im voraus bestimmten Winkeln sowie die automatische Rückkehr des Abbiegedornes in die ursprüngliche Lage durchführen kann.
In den verschiedenen Zeichnungen bezeichnen die gleichen Bezugszeichen die gleichen Bauelemente.
Die'Abbiegemaschine für Metallstangen gemäss den Fig. 1 - 3 ist dazu bestimmt, Betonarmierungsstangen 2 um eine Rolle 3 abzubiegen, welche an der Achse einer Scheibe 4 angebracht ist ; die letztere trägt eine Spindel oder einen Dorn 5 in einem der Löcher 6, die in verschiedenen Entfernungen von der Achse angebracht sind, um die Abbiegung um Rollen verschiedener Abmessungen zu ermöglichen. Die Scheibe 4 wird durch einen Drehstrommotor 7 (Fig. 2) unter Zwischenschaltung eines Reduktionsgetriebes 8 angetrieben. Ein Anschlag 9, befestigt am Oberteil 10 der Maschine, hält die abzubiegende Stange 2 fest in ihrer Einführrichtung, während der Dorn 5 die Stange in der Richtung des Pfeiles X um die Rolle 3 mitnimmt.
Dieser Anschlag 9 kann auch in einem andern Loch des Gehäuses eingreifen, insbesondere wenn die abzubiegenden Stangen von links und nicht von rechts eingeführt werden. Die Mittel, um die Maschine unter dieser Voraussetzung zur Arbeit zu bringen, sollen im weiteren beschrieben werden. Um die Scheibe im Sinne des Pfeiles in Drehung zu versetzen (es ist dies die Richtung des Vorlau fes), wird der Motor 7 von einem dreipoligen Kontakt 11 (Fig. 4) aus gespeist, welch'letzterer einen Teil des Relais 12 bildet. Die Stromzuführung erfolgt von der Spei- sesteckdose 13 zur Wicklung 14 dieses Relais 12. Der Durchfluss des Stromes durch diese Wicklung findet statt, wenn man provisorisch einen Unterbrecher (Schalter) schliesst, der die Drehung in der Richtung des Vorlaufes steuert.
Dieser Unterbrecher ist mit 15 bezeichnet und ist normalerweise offen. Im Augenblick des Schliessens dieses Unterbrechers durchftiesst der Strom die Wicklung 14, weil ein Unterbrecher 16 sich in seiner Ruhelage befindet und so die Schliessung des Stromkreises der Wicklung 14 gewährleistet. Dieser Unterbrecher 16 heisst im weiteren "Betriebskontakt".
Wenn die Wicklung 14 durch den Durchgang des Stromes erregt wird, so zieht sie den dreipoligen Kontaktgeber 11 in seine Schliessstellung und schliesst gleichzeitig den Unterbrecher 17, der im nachstehenden "Haltekontakt" genannt wird. Wenn nun derselbe geschlossen ist, so befindet er sich im Nebenschluss zum Steuerschalter 15, derart, dass der Strom weiter durch die Wicklung 14 fliesst und der Motor daher auch in dem Sinne, welcher dem Vorlauf entspricht, gespeist wird, nachdem man den Steuerschalter 15 in seine Ruhestellung hat zurückkommen lassen.
Wenn man den zweiten Doppelunterbrecher betätigt (versetzt) und die winkelmässige Versetzung der gleichen Anschläge beim Rückgang der Scheibe verhindert, kann man die letztere in ihre ursprüngliche Lage oder in eine Zwischenlage zurückführen, ohne die Einregulierung der Lage der Anschläge zu verändern die einer bestimmten Abbiegung entspricht.
Wenn nun die Scheibe 4 sich dreht, so nimmt sie durch Vermittlung der Kette 18 (Fig. 2 und 3), die über ein Zahnrad 19 läuft, ein anderes Zahnrad 20 mit, das auf der Welle 21 aufgekeilt ist. Diese Welle 21 nimmt die Muffen 22 mit, auf welchen die Scheiben 23 aufgekeilt sind.
Scheiben 24, welche freilaufend auf den Muffen 22 angebracht sind, werden durch andere Schei-
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ben 25, welche unter der Einwirkung einer Feder 26 stehen, gegen diese Scheiben gedrückt. Die Scheiben 24 werden daher zur Drehung mit den Muffen 22 bloss zufolge der Reibung zwischen ihnen und den Scheiben 23 und 25 veranlasst. Es ist auch möglich, progressiv ihre Winkellage hinsichtlich der Welle 21 zu verändern, um die Winkellage des Anschlages 27, 27'und 27", den sie tragen, hinsichtlich der Scheibe 4 zu regulieren. Es genügt zu diesem Zwecke, auf mit Skalen versehene Scheiben 28 einzuwirken, welche mit den die Anschläge tragenden Scheiben 24 durch Ketten, wie 29, verbunden sind.
Die Platzveränderung dieser Skalenscheiben 28 wird hinsichtlich fester Marken 30 (Fig. 1) dann durchführbar, wenn man vom-Gehäuse 31 der Maschine einen Deckel 32 entfernt hat, welcher normalerweise die Teile der Skalenscheibe überdeckt, die nach aussen vom Gehäuse vorspringen.
Der Speisestromkreis des Motors 7 umfasst ausserdem ein Wenderelais 33 (Fig. 4) miteinem Steuerschalter 34, welcher zwei Positionen einnehmen kann.
Im Ruhezustand der Anlage ist der Schalter 34 im Haltestromkreis der Wicklung 14 geschlossen, aber am Ende des Vorlaufes, welcher die Abbiegung einer Betonarmierungsstange veranlasst, wird der Steuerschalter 34 bis in eine Lage versetzt, in welcher er einen Kontakt 35 berührt, der einen Teil des Speisestromkreises der Wicklung 36 des Wenderelais 33 bildet. Der letztere Stromkreis umfasst ausserdem einen andern Unterbrecher 37, welcher im Ruhezustand des Relais 12 geschlossen ist, der sich aber öffnet, sobald der dreipolige Kontaktgeber 11 zufolge des Durchganges des Stromes in der Wicklung 14 betätigt wird. Das Wenderelais 33 umfasst ebenfalls einen Haltekontakt 38, der im Ruhezustand des Relais 33 offen ist, aber in den Schliesszustand übergeht, sobald der dreipolige Kontaktgeber 39 zufolge des Eintrittes des Stromes in die Wicklung 36 die Schliessstellung eingenommen hat.
Wenn das Wenderelais 33 geschlossen ist, ist dieser Haltekontakt 38 doch im Nebenschluss zum Steuerschalter 34 gelegen, der seine Stellung zum Kontakt 35 am Schluss des Biegevorganges hält, wie es später erläutert wird.
Die Bewegung des dreipoligen Kontaktgebers 39 hat zur Folge, dass gleichzeitig auch der Betriebskontakt 16 geöffnet wird.
Der Steuerschalter 34 wird am Ende der Abbiegungsbewegung des Werkstückes durch den beweglichen Anschlag 27 zum Kontakt 35 geführt. Wenn der Steuerschalter 34 die dargestellte Stellung verlässt, wird der Haltestromkreis der Wicklung 14 geöffnet und kehrt demzufolge der dreipolige Kontaktgeber 11 in jene Lage zurück, in welcher er in der Fig. 4 dargestellt ist, wobei auch der Unterbrecher 37 geschlossen ist. Während der Steuerschalter 34 auf dem Kontakt 35 ruht, kann der Strom in die Wicklung 36 über den Unterbrecher 37 eintreten, was eine Versetzung des dreiteiligen Kontaktgebers 39 zur Folge hat, u. zw. in die nicht dargestellte Schliessstellung, in welcher der Haltekontakt 38 geschlossen ist, während der Kontakt 16 (Betriebskontakt) geöffnet ist.
Das Schliessen des dreipoligen Kontaktgebers 39 verursacht also die Drehung des Motors 7, welche die Scheibe 4 in ihre Ausgangsstellung zurückführt.
Am Beginn des Rücklaufes verlässt der Anschlag 27 den Steuerschalter 34, wodurch dieser in die dargestellte Ausgangsstellung zurückkehrt. Nachdem nun der Schalter 34 den Kontakt 35 verlassen hat, wird die Spule 36 weiterhin gespeist, weil der Haltekontakt 38 und der Unterbrecher 37 an den Haltestromkreis dieser Spule angeschlossen sind.
Am Ende des Rücklaufes verursacht der Anschlag 27', getragen von einer Scheibe 24 (nicht jener, welche den Steuerschalter 34 am Ende des Vorlaufes versetzt hat), die Öffnung des Unterbrechers 40, wodurch der Speisestrom für die Wicklung 36 abgeschaltet wird. Die Maschine bleibt daher automatisch stehen, sobald die Scheibe 4 in ihre ursprüngliche Lage zurückgekehrt ist. Es ist zu bemerken, dass der Endunterbrecher des Rücklaufes 40 mit dem Doppelunterbrecher 34 in Serie geschaltet ist.
Wenn nun der in die Wicklung 36 eintretende Strom durch die Öffnung des Unterbrechers 40 unterbrochen wird, so kehrt der dreipolige Kontaktgeber 39 in jene Lage zurück, in welcher er in der Fig. 4 dargestellt ist.
Da der Steuerschalter 34 inzwischen in die dargestellte Lage zurückgekehrt ist, ist die Maschine dann bereit, eine Abbiegungsarbeit an einer weiteren Stange durchzuführen.
Wenn man nicht daran denkt, eine neue Stange unter dem gleichen Winkel abzubiegen, sondern man an einer andern Stelle der gleichen Stange eine Abbiegung unter einem grösseren Winkel vorzunehmen wünscht, oder wenn man an einer andern Stange eine grössere Abbiegung hervorrufen will, so verwendet man eine Maschine, deren Motor gemäss dem Schema der Fig. 5 gespeist wird.
In diesem Falle wird man nicht den Steuerschalter 15 betätigen, sondern einen andern Steuerschalter 41, der in Serie mit dem Unterbrecher (Schalter) 42 (normalerweise geöffnet) einen Teil einer Abzweigung bildet, welcher im Nebenschluss an den Steuerschalter 15 anknüpft. Ausserdem ist die Spule 45 eines dritten Relais 43 zwischen den zwei zuletzt genannten Unterbrechern 41 und 42 und einem Punkt 44 ein-
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gebaut, welcher zwischen der Spule 14 und dem Betriebskontakt 16 liegt.
Sobald die Wicklung 45 im Augenblick der Schliessung des Steuerschalters (Unterbrechers) 41 von einem Strom durchflossen wird, bewegt sich der Anker 46 dieses Relais bis in jene Lage, in welcher er den Unterbrecher 42 schliesst (welcher in der Ruhelage offen war), ebenso wie den Unterbrecher 47 (offen in der Ruhelage), welcher im Nebenschluss an die Klemmen des Steuerschalters 34 mit zwei Stellungen angeschlossen ist.
Die oberwähnte Veränderung (Bewegung) des Ankers46 verursacht ausserdem die Öffnung eines Unterbrechers 48 (in der Ruhelage geschlossen), der im Nebenschluss mit den Klemmen eines Unterbrechers 49 verbunden ist, der seinerseits in Serie liegt mit dem Doppelunterbrecher 34 und dem Endunterbrecher des Rücklaufes 40 im Haltestromkreis des ersten Relais 12. Der Unterbrecher 49 ist gleichfalls ein Unterbrecher mit zwei Stellungen (Doppelunterbrecher). In einer dieser Stellungen (jene, in welcher der Unterbrecher dargestellt ist) schliesst er den Haltestromkreis des ersten Relais 12, während er in jener Stellung, wo er sich auf dem Kontakt 50 befindet, den Haltestromkreis der Wicklung 36 des Wenderelais 33 schliesst. Der Doppelunterbrecher 49 wird auf den Kontakt 50 durch einen zweiten Endanschlag des Vorlaufes geführt, der mit 27" bezeichnet ist.
Dieser Anschlag wird getragen durch die dritte der Scheiben 24, die mit der Scheibe 4 beweglich ist.
Bei einer Maschine, deren Motor gemäss dem Schema der Fig. 5 gespeist wird, bewirkt die Schlie- ssung des Unterbrechers 41 den Eintritt des Stromes in die Wicklung 45 und infolgedessen die Schliessung der Unterbrecher 42 und 47, sowie die Öffnung des Unterbrechers 48. Es folgt daraus, dass im Augenblick, in welchem der Unterbrecher 41 geschlossen wird, der Strom gleichfalls in die Wicklung 14 des ersten Relais eintritt und dass der dreipolige Kontaktgeber 11 sich schliesst.
Der Haltestromkreis dieses Kontaktgebers ist gleichfalls geschlossen, weil der vom rechten Leiter der Anschlusssteckdose 13 zugeführte Strom über den Betriebskontakt 16, den Punkt 44, die Spule 14, den Haltekontakt 17 und die Unterbrecher 49,34 und 40 geht. Der Haltestromkreis des 3-poligen Kontaktgebers 11 bleibt geschlossen im Augenblick, in welchem der erste bewegliche Anschlag den Unterbrecher 34 öffnet, weil der im Nebenschluss zum Unterbrecher 34 liegende Unterbrecher 47 geschlossen ist. Der Vorlauf dauert daher so lange, bis der Doppelunterbrecher 49 durch den Anschlag 27" bewegt wird. Wenn nun der Unterbrecher 49 bis zum Kontakt 50 versetzt wird, so hört die Wicklung 14 auf gespeist zu werden, weil dieser Unterbrecher den Haltestromkreis des 3-poligen Kontaktgebers 11 geöffnet hat, was eine Öffnung des Vorlaufrelais 12 bewirkt.
Das Rücklaufrelais 33 ist gleichzeitig geschlossen, weil der vom Kontakt 50 zugeführte Strom durch die Spule 36 und den Unterbrecher 37 läuft. Der Haltestromkreis des Rücklaufrelais 33 ist gleichfalls geschlossen, weil der Strom durch den Unterbrecher 40, den Haltekontakt 38, die Spule 36 und den Unterbrecher 37 läuft. Der Rücklauf der Scheibe 4 setzt sich bis zu dem Augenblick fort, in welchem der Anschlag 27'den Endunterbrecher des Rücklaufes 40 zur Öffnung bringt.
In diesem Moment kehrt alles wieder zurück in die in Fig. 5 dargestellten Lagen.
Es ist zu beachten, dass die Anwesenheit des Unterbrechers 47 an den Klemmen des Unterbrechers 34 den Gang der Maschine keineswegs stört, zumal der Steuerschalter 15 versetzt wird, da die Schliessung des letztgenannten Schalters nicht die Entsendung eines Stromes in die Wicklung 45 des dritten Relais 43 verursacht, so dass infolgedessen der Unterbrecher 47 offen bleibt.
Wenn es sich nicht darum handelt, die zu biegenden Stangen von der rechten Seite einzuführen, sondern von der linken Seite, so setzt man den Anschlag 9 in ein Loch, wie z. B. 51 (Fig. 3), des Maschinengehäuses und man dreht die Scheibe 4 um eine halbe Umdrehung, während man die Scheiben 24, die die Anschläge 27 tragen, an der Drehung hindert. Diese halbe Umdrehung der Scheibe 4 erfolgt durch eine Betätigung (Verschiebung) am Doppelunterbrecher 52 (Fig. 4 und 5) aus einer Ruhestellung, in wel- cher er den Haltestromkreis des Relais 12 schliesst, bis in eine Stellung, in welcher er elektrisch die Kontakte 53 vereinigt. In der letzteren Lage schliesst der Doppelunterbrecher 52 den Stromkreis der Wicklung 14.
Auf diese Weise ändert man die Winkelstellung der Scheibe 4 hinsichtlich der beiden Anschläge 27, ohne dass die Relativstellung derselben geändert würde.
Wenn man die erste Zusammenstellung wieder herzustellen wünscht, so lässt man die Scheibe 4 in entgegengesetzter Richtung drehen, während man die Anschläge 27 fixiert. Diese Drehung im entgegengesetzten Sinn wird durch die Schliessung eines zweiten Doppelunterbrechers 54 hervorgerufen, welcher - in der Ruhestellung - den Haltestromkreis des Vorlaufrelais 12 schliesst und der in seiner versetzten Lage den Stromkreis des Rücklaufrelais 33 schliesst, indem er elektrisch die Kontakte 55 verbindet.
Es wird bemerkt, dass die dritte Scheibengruppe 23 und 25, die mit der dritten Scheibe 24 und dem
Anschlag 27" zusammenwirkt, bei einer Maschine, die den Stromkreislauf gemäss Fig. 4 aufweist, nicht unbedingt notwendig sind.
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Die erfindungsgemässe Maschine kann auch für das Abbiegen von mehr als zwei Winkeln ausgerüstet werden. In diesem Fall wird jeder zusätzliche Abbiegungswinkel von seinem eigenen Wenderelais und seinem eigenen Unterbrecher gesteuert. Man kann daher ebensoviele Abbiegungswinkel erzielen, als man
Wenderelais in der Maschine zur Verfügung hat, plus einem Relais, welches die Rückkehr der Biegescheibe in die Ausgangsstellung gewährleistet.
Es ist klar, dass die Erfindung nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt ist, und dass zahlreiche Modifikationen hinsichtlich der Form, der Anordnung und der Konstruktion gewisser Bauele- mente möglich sind, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Maschine zum Biegen von Metallstangen, umfassend eine Rolle, deren Achse mit der Achse einer mit einem Dorn versehenen Scheibe übereinstimmt, die durch einen Elektromotor in Rotation versetzt wird, dessen Speisestromkreis durch ein Relais geschlossen wird, mit einem Steuerschalter, ferner mit einem Haltekontakt im Nebenschluss zu diesem Steuerschalter und einem normalerweise geschlossenen
Betriebskontakt, wobei der Speisestromkreis des Motors des weiteren ein Wenderelais umfasst, welches gleichfalls mit einem Steuerschalter versehen ist, ebenso wie mit einem Haltekontakt im Nebenschluss zu dem genannten Steuerschalter und mit einem andern Unterbrecher, der normalerweise geschlossen ist, der aber durch das erste der obgenannten Relais geöffnet wird, wenn der letztgenannte von einem Strom durchflossen wird,
wobei das Wenderelais auch den obgenannten Betriebskontakt öffnet, wenn er von einem Strom durchflossen wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein Endanschlag (27) den Steuerschalter (34,) des Wenderelais (33), der während des Vorlaufes offen ist, schliesst und gleichzeitig einen Unterbrecher (37), der im Ruhezustand der Anlage geschlossen und während des Vorlaufes geöffnet ist und den
Haltekontakt (17) des Relais (12) für den Vorlauf des Motors (7) aufweist, schliesst, wobei der Endanschlag (27) mit der Scheibe 0) beweglich angeordnet und seine Winkellage fortschreitend einstellbar ist.