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Schutzschienenschranke für Strassen, Autobahnen od. dgl.
Die Erfindung betrifft eine Schutzschienenschranke für Strassen, Autobahnen od. dgl., deren Besonderheit darin besteht, dass sie aus einer Kombination von vorgeformten, armierten Betonteilen gebildet ist und langgestreckte Körper und Pfähle aufweist.
Diese langgestreckten Körper, welche nachstehend als"Schrankenglieder"bezeichnet werden, können mindestens drei verschiedene Formen haben. Eine erste Anzahl umfasst langgestreckte Körper mit konstantem Querschnitt, die für die geraden Teile der Schutzschienenschranke zur Verwendung gelangen. Eine zweite Anzahl solcher Körper haben einen Querschnitt, der sich von der Mitte des Körpers zu den Enden desselben verjüngt. Hingegen umfasst die dritte Anzahl längliche Körper, deren Querschnitt von der Mitte gegen die Enden hin zunimmt.
Die Schrankengliederderzweiten und dritten Art können mit Vorteil für die konkaven bzw. konvexen Teile einer gekrümmten Schutzschienenschranke verwendet werden. Die Schutzschienenschranke einer Strassenkrümmung ist somit durch mindestens eine polygonale oder im wesentlichen polygonale Einfassung gebildet mit einer Anzahl von Wänden, die mindestens doppelt so hoch sind, wie die Anzahl der Schrankenglieder, welche zusammengefügt wurde, um die Einfassung zu erhalten. Mehr als eine Einfassung kann an gefährlichen Stellen der Strasse vorgesehen werden.
Die Schrankenglieder und Pfähle können fabrikmässig vorfabriziert und sodann an Ort und Stelle transportiert werden. Somit ist keine besondere Ausrüstung für den Bauunternehmer erforderlich, weil alle Elemente, die die Schranke bilden, bereits in ihrer endgültigen Form vorgeformt sind.
Die Schutzschienenschranke, die den Gegenstand der Erfindung bildet, kann auch ohne Schwierigkeit auseinandergenommen werden, um zerstörte Teile ersetzen zu können, oder um abgenommene Teile an anderer Stelle wieder zusammenbauen zu können. Für diesen Zweck genügt es, den die Teile verbindenden Mörtel, welcher die Verbindungsräume innerhalb der Sitze in den Pfählen ausfüllt, abzulösen und die Enden der Stahlstangen der armierten Betonkörper von ihrer Verankerung zu trennen.
Die Erfindung betrifft sowohl Schutzschienenschranken, die an den Seiten der Strasse liegen, als auch solche, die sich im Innern einer Strassenkrümmung befinden. Diese Schranken nehmen die bei einer Kollision entstehenden Kräfte auf und verteilen sie auf eine ziemlich lange Strecke der Schranke und ermöglichen die Bildung einer Querkraft, die das Fahrzeug in seiner normalen Lage hält.
Es sei erwähnt, dass bereits verschiedene Schutzschienenschranken verschiedenster Bauart für Strassen mit starkem und schnellem Verkehr, insbesondere für Kurvenstrecken vorgeschlagen worden sind. Sie bestehen meist aus einteiligen Einheiten, welche an Ort und Stelle hergestellt werden oder aus vorfabrizierten Metallgliedern, welche jedoch im allgemeinen sehr teuer sind und nicht immer für jeden Zweck geeignet sind.
Es ist auch bekannt, dass bewehrter Beton wetterfest und daher für Aussenbauten sehr geeignet ist. Bis jetzt war aber die Verwendung von bewehrtem Betonfür Schutzschienenschranken als schwierig angesehen worden, weil ausreichend leichte Glieder einer solchen Schranke nicht bekannt waren, welche in Fabriken vorfabriziert und an Ort und Stelle transportiert werden können, Darüber hinaus sollten diese Bauteile für Kurven mit sehr verschiedenem Krümmungsradius geeignet sein, z. B. für Kurven mit einem Radius von 15 m und mehr.
Ein weiterer Grund, welcher bisher die Verwendung von bewehrtem Beton verhindert, war folgender : Es ist bekannt, dass bewehrter Beton eine nur geringe Nachgiebigkeit gegen Frontalberührungen aufweist.
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Versuche haben jedoch ergeben, dass Frontal-Kollisionen sehr selten sind und im allgemeinen in einem Klettern auf die Schranke enden. Berührungen unter seitlichem Anstreifen sind jedoch viel häufiger. Um Zerstörungen durch seitliches Anstreifen vorzubeugen, wurden die nachstehend angeführten Bedingungen als ausreichend befunden :
1. Die Schutzschienenschranke soll keine vorstehenden Teile oder Unregelmässigkeiten aufweisen, welche die Vorwärtsbewegung eines mit der Schranke in Berührung gelangenden Fahrzeugeshindern könn- ten.
2. Die die langgestreckten Glieder, welche die Einfassungen bilden, tragenden Pfähle müssen ausreichend gegenüber der Vorderseite der Einfassung nach hinten zurückgesetzt sein.
Die Schutzschienenschranke nach der Erfindung bildet in zusammengebautem Zustand eine einstükkige Einheit, welche die seitlichen Komponenten der Anprallkräfte eines mit der Schranke in Berührung kommenden Fahrzeuges nachgiebig aufnimmt. Sie wirkt mit den tragenden Pfählen und Schrankengliedern zusammen, die an der Stelle der Berührung vorhanden sind. Die Schranke ist besonders wirksam, wenn die in den Beton eingebetteten Stahlstangen vorgespannt sind.
Die Schrankenglieder können runde oder polygonale od. dgl. Körper sein und werden bevorzugt im Schleudergussverfahren hergestellt. Das Formen kann aber auch unter Anwendung eines Vibrationsverfahrens erfolgen, um das Stampfen des Betons zu verbessern. Das Schleuderverfahren ist aber zu bevorzugen, weil die hiedurch erhaltenen Betonglieder mehr nachgiebig und frostsicher sind ; sie widerstehen auch besser einer Gleitreibung und dem Wechsel der Temperatur.
Die Erfindung soll nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert werden : Die Fig. 1 - 4 zeigen in perspektivischer Ansieht einige mögliche Formen von Schrankengliedern filt die aussenliegenden Schran- ken an Strassenkrümmungen. Die Fig. 5 und 7 veranschaulichen in schaubildlicher Darstellung eine Abänderung der in den Fig. l und 3 dargestellten Ausführungsformen, welche für innenseitig liegende Schutzschienenschranken an Strassenkrümmungen zur Verwendung gelangen. Fig. 8 ist eine Seitenansicht einer Schranke an der Aussenseite einer Strassenkrümmung. Fig. 9 zeigt schliesslich eine Draufsicht auf eine Strasse, die mit seitlichen Schutzschienenschranken versehen ist.
Die Elemente der Längseinfassung, die einen Teil der erfindungsgemässen Schutzschienenschranke bilden, werden aus langgestreckten Körpern gebildet, welche in drei Garnituren angeordnet sein können.
Die erste Garnitur weist Schrankenglieder mit konstantem Querschnitt auf ; diese werden für die geraden Abschnitte der Schutzschienenschranke benützt und sind in den Figuren mit 10 bezeichnet. Diese Garnitur ist mangels besonderer Ausbildung in den Zeichnungen nicht näher veranschaulicht.
Die zweite und dritte Garnitur enthält Glieder für gekrümmte Schutzschienenschranken, wobei besonders die zweite Garnitur Glieder mit dem kleinsten Querschnitt in der Mitte und mit dem grössten Querschnitt an den Enden besitzt. Diese Glieder werden für die Schranken an der Aussenseite von Strassenkrümmungen verwendet. Die dritte Garnitur enthält Glieder, deren grösster Querschnitt in ihrer Mitte und deren kleinster an den Enden liegt. Diese Glieder werden für Schutzschranken benützt, die an der Innenseite von Strassenkrümmungen montiert werden. Die Schrankenglieder gemäss den Fig. 1-3, 6 und 7 haben runde Seitenflächen. Die Schrankenglieder 1 (Fig. l) und la (Fig. 6) haben Oberflächen, die von zwei Kegelstümpfen mit gemeinsamer kleinerer bzw. grösserer Basisfläche gebildet werden.
Gemäss der in Fig. 2 dargestellten abgeänderten Ausführungsform ist jedes Schrankenglied bestimmt, drei aufeinanderfolgende Seiten einer Schutzschienenschranke zu bilden, weil es aus einem mittleren zylindrischen Zwischenteil 2a zwischen zwei kegelstumpfförmig ausgebildeten Endteilen 2 besteht.
GemässdenindenFig. 3u ! id7dargestelltenAusiührungsformen verlaufen die Oberflächen der Glieder 3, 3a bzw. 3b der Schutzschienenschranke kontinuierlich und ihre Querschnitte in axialer Richtunghaben eine konvexe bzw. konkave Form.
Das Glied 4 der Schutzschienenschranke gemäss Fig. 4 wird durch einen prismenförmigen Körper gebildet, dessen Querschnitt polygonal und insbesondere rechteckig ausgebildet ist.
Die Glieder 1 - 5, welche die Einfassung der erfindungsgemässen Schutzschienenschranke bilden, sind aus armiertem Beton hergestellt, in welchem Stahlstangen 6 eingebettet sind, die aus den Kopfteilen herausragen, wodurch sie an Pfählen verankert und mit den Stangen benachbarter Glieder der Schranke verriegelt werden können.
Wie bereits erwähnt wurde, werden die Schrankenglieder bevorzugt im Schleudergussverfahren aus armiertem Beton hergestellt, um eine äusserst widerstandsfähige und steife Struktur zu erhalten.
Die Pfähle 7 haben einen runden Querschnitt, sie können aber auch im Querschnitt polygonal ausgebildet sein. Die Anzahl der Pfähle entspricht der Anzahl von Einfassungen, die in einer Schutzschienenschranke angeordnet sind.
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Die Pfähle 7 können ausreichend hoch ausgebildet werden, um eine Schutz-Handschiene aufsetzen zu können. In diesem Fall werden die Einfassungen der Schutzschienenschranke in der Nähe des Fundamentes für den Pfahl 7 angeordnet und die bchutz-Handschiene in der richtigen Höhe, um ihrem Zweck genügen zu können.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schutzschienenschranke für Strassen, Autobahnen od. dgl., die aus einer Kombination vonvorgeformten, armierten Botonkörpern besteht, wobei diese Kombination langgestreckte, die Schrankeneinfassung bildende Teile und Pfähle aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die langgestreckten Teile (2 - 5) einen sich von der Mitte zu den Enden oder einen sich von den Enden zur Mitte verjüngenden Querschnitt haben, um die konvexen bzw. konkaven Teile einer Schutzschienenschranke zu bilden.