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Greifgerät für abgelängtes, gestapeltes Holz
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Von der Erkenntnis ausgehend, dass die bisher bekanntgewordenen Greifgeräte aus den oben genannten Gründen nicht oder nur beschränkt dazu geeignet sind, das Aufnehmen, Transportieren und Absetzen von abgelängtem Holz in wirtschaftlicher und störungsfreier Weise durchzuführen, verbessert die Erfindung Greifgeräte der eingangs erwähnten Art dadurch, dass über die Länge jedes Greifrahmens aus der Rahmenebene gegen die Stirnseiten der Hölzer ragende, mit Greifzacken versehene Zungen angeordret sind, welche hinter der Rahmenfläche nach oben abgewinkelt und paarweise an einer Querachse gegen Federzug etwa senkrecht zur Rahmenfläche schwingend gelagert sind, wobei gegebenenfalls auch die vertikalen Seitenteile der Greifrahmen mit mehreren an sich bekannten angespitzten Haltedornen versehen sind,
welche aus dem Rahmen herausragen und gegen Federkraft axial beweglich sind.
Dabei haben die Greifzungen den Zweck, eine ausreichende stirnseitige Klammerung der zwischen den Greifrahmen liegenden Basis des zu greifenden Holzstapels zu sichern. Sinngemäss können diese Zungen, z. B. bei sehr grossen Rahmen, jedoch auch in den senkrechten Seitenteilen des Rahmens angeordnet werden. Da hier nur ein seitliches Ausweichen der Hölzer verhindert werden muss, genügen jedoch die vorgeschlagenen, angespitzten Haltedorne in den meisten praktischen Anwendungsfällen.
Die ungleich liegenden Stirnflächen der Hölzer und die verschieden grossen Zwischenräume machen eine weitestgehende Anpassungsfähigkeit der Greifzungen nötig. Nach der Erfindung sind deshalb diese Zungen selbstfedernd, z. B. aus elastischem Flachstahl, hergestellt und mit seitlichem Spiel unabhängig voneinander schwenkbar an der Querachse gelagert. Ferner sind erfindungsgemäss die Greifzungen paarweise über einen Steg gelenkig miteinander verbunden, wobei eine am Rahmen verankerte Zugfeder in der Mitte dieses Steges eingehängt ist.
Durch diese Ausbildung ist die Anpassungsfähigkeit der Greifzungen an die vorliegenden Vertiefungen und Erhöhungen der Hölzer noch wesentlich gesteigert, wobei jede Abstufung der auf die Zungen wirkenden Federkraft zur Verfügung steht und die Zungen sowohl je für sich als auch gemeinsam senkrecht zur Rahmenebene schwingen können.
Das erfindungsgemässe Greifgerät zeichnet sich vor allem durch seinen einfachen Aufbau und seine unbedingt zuverlässige Arbeitsweise aus. Es lässt sich allen üblichen Grössenordnungen von Hölzern leicht anpassen, wobei noch bemerkt sei, dass insbesondere bei leichteren Hölzern die für sich federnden Greifzungen allein genügen, um die angestrebte Wirkung zu erreichen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungbbeispiel der Erfindung dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1 eine Gesamtansicht von vorne, Fig. 2 die Seitenansicht der Fig. 1, Fig. 3 in räumlich vergrösserter Darstellung einen Teil des Greifrahmens mit Greifzungen, Fig. 4 in räumlicher Darstellung einen Rahmenausschnitt mit den seitlichen Haltedornen.
An dem als Kastenrahmen ausgebildeten Tragrahmen 1 sind die beiden Greifrahmen 2 und 3 über je zwei Führungshebel 4 und zwei parallel dazu liegende Schwenkhebel 5 angelenkt. Die Hebelarme 6 der Schwenkhebel 5 überschneiden sich scherenartig in der Tragrahmenachse 7 und sind dort in den Rahmenschenkeln 8 vertikal geführt und über eine Querachse 9 miteinander verbunden. In der Mitte der Querachse ist die Seilrolle 10 befestigt, über welche das Schliessseil 11 geschlungen ist, welches einerseits zu einer im Maschinenraum des Hebezeuges aufgestellten Seilwinde führt und anderseits am Tragrahmen verankert ist. Am oberen Querschenkel 12 des Tragrahmens ist das Halteseil 13 eingehängt, welches mit einer weiteren Seilwinde verbunden ist.
An den Greifrahmen 2,3 sind die Greifzungen 15, 16, 17 usw. angebracht und paarweise mit ihren nach oben abgewinkelten Armen 18,19 an Querachsen 20 gelagert. Zwei unabhängig voneinander auf der
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te dieses Steges ist eine Zugfeder 24 eingehängt und am Rahmen 2, 3 verankert. Die Hebel 18, 19 bzw.
21, 22 sind auf der Querachse 20 so gelagert, dass auch ein gewisses seitliches Spiel ermöglicht ist.
In den Seitenteilen der Greifrahmen sind mehrere mit Spitzen versehene Haltedorne 26 angeordnet, welche aus der Rahmenebene herausragen und sich an den Federn 27 axial abstützen.
Die Innenflächen 28 der Greifrahmen sind zweckmässigerweise durch einen Rost aus Flachstäben, oder durch eine geriffelte Platte abgedeckt.
Um die durch den Greifrahmen jeweils abgegrenzte Holzmenge aus dem Stapel herauszugreifen, wird das Gerät in die entsprechende Lage (Fig. 1 und 2) gebracht und dann das Schliessseil angezogen. Dadurch entsteht die bei Greifbaggern bekannte Schliesswirkung, wobei die Greifrahmen an die Stirnseiten der Hölzer 29 gleichmässig von beiden Seiten angepresst werden. Durch das entsprechend gewählte Verhältnis der Schwenkradien der Hebel 4 und 5, bleiben die Grifflächen der Rahmen 2 und 3 bei dieser Schliessbewe- gung parallel zueinander und zu den Stirnseiten der Hölzer, so dass mit der gleichen Einrichtung in gewissen Grenzen verschieden lange Stapel erfasst werden können. Je nach ihrer Lage zu den Hölzern dringen
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die Hölzer.
Durch die besondere Ausbildung der Greifzungen bzw. ihrer Haltehebel kann z. B. die Zunge 15 vollständig zurückfedern, während die Zunge 16 zwischen die Hölzer geschoben wird. Dabei besteht die Möglichkeit eines leichten seitlichen Ausschlagen der Zungen, wobei in allen Fällen die Feder 24 die erforderliche Abstützkraft hergibt. Es entsteht also über die ganze Länge des Greifrahmens eine sehr intensive Klammerwirkung, wobei die seitlichen Haltedorne 26 das seitliche Ausweichen der Hölzer verhindern, indem sie ebenfalls in die Stirnseiten bzw. Zwischenräume der Hölzer eindringen.
Nach vollzogener Klammerung werden die gegriffenen Hölzer aus dem Stapel herausgezogen und können zum Ablegeplatz transportiert werden. Beim Absetzen wird das Schliessseil 11 entspannt, so dass sich die Klammerung durch Ausschwenken der Greifrahmen löst, wobei auch die Zungen 15, 16 und die Haltedorne 26 wieder in ihre Ausgangslage zurückfedern. Dabei setzt sich die Quer-Traverse 28 auf die oberen Hölzer ab, wodurch zusätzlich eine gewisse Haltewirkung gegen ein Verschieben der Hölzer erreicht ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Greifgerät für abgelängtes, gestapeltes Holz, welches in Verbindung mit einem Hebezeug, z. B. einem Kran oder Bagger zur Anwendung kommt und bei welchem das zu greifende Gut stirnseitig durch zwei einander gegenüberliegende Greifrahmen erfasst wird, wobei die Greifrahmen am Tragrahmen über eine Parallelführung angelenkt sind, dadurch gekennzeichnet, dass über die Länge jedes Greiferrahmens aus der Rahmenebene gegen die Stirnseiten der Hölzer ragende, mit Greifzacken versehene Zungen (15, 16, 17) angeordnet sind, welche hinter der Rahmenfläche nach oben abgewinkelt und paarweise an einer Querachse (20) gegen Federzug etwa senkrecht zur Rahmenfläche schwingend gelagert sind, wobei gegebenenfalls auch die vertikalen Seitenteile der Greifrahmen mit mehreren, an sich bekannten, angespitzten Haltedornen (26) versehen sind,
welche aus dem Rahmen herausragen und gegen Federkraft axial beweglich sind.