<Desc/Clms Page number 1>
Selbstregelnder Auslauf an schachtförmigen
Behandlungsbehältern für Schüttgut
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
doch noch gewisse Mäh gel an. Einer dieser Mängel war beispielsweise der, dass die weit ausgeschlagenen Klappen in den Ecken des Behälterquerschnittes auch bei stillgelegtem Behandlungsbehälter verhältnismässig weit offen standen.
Nun hat zwar körniges Gut, wie Getreide, eine verhältnismässig grosse innere Reibung, die eine verhältnismässig grosse freie Länge der Gutsäule erforderlich macht, um ein Fliessen des Gutes überhaupt erst zu ermöglichen, doch konnte diese Länge bei den bloss nach einer Seite offenbleibenden Klappen leicht überschritten werden, was ein immerwährendes Lecken des geschlossenen Behandlungsbehälters zur Folge haben konnte.
Weiters konnte die Einstellung der Klappen nur bei abgestelltem Behandlungsbehälter durchgeführt werden, da deren Einstellschraube innerhalb des Gutstromes lag und man im Betriebe des Behandlungsbehälters durch den laufenden Gutstrom durchgreifen musste, wodurch natürlich der Gutfluss
EMI2.1
-tem Gutfluss ergab, wodurch die Einstellung der Klappen umständlich und infolge oftmaliger Korrekturen auch zeitraubend wurde, sollte sie letzten Endes einen gleichmässigen Gutfluss ergeben.
Das Ziel der Erfindung ist es daher, diese Nachteile zu beheben, was dadurch erreicht wird, dass ein selbstregelnder Auslauf an schachtförmigen Behandlungsbehältern für Schüttgut, der von einem im Einlaufkasten desselben angeordneten Servoaggregat gesteuert wird und eine Anzahl über den gesamten Aus- lassquerschnitt verteilter Auslässe aufweist, erfindungsgemäss so ausgebildet ist, dass für die Vergleichmässigung des Gutflusses aus den einzelnen im Schachtboden vorgesehenen Auslässen der Höhe nach ein- st-ellbare Ventilteller vorgesehen und der Verteilung der Auslässe entsprechend auf einem Rahmen angeordnet sind, der seinerseits mit einer von dem Servoaggregat gesteuerten Hubeinrichtung verbunden ist, die ihn samt den darauf einstellbaren Ventilteller in vertikaler Richtung zu bewegen vermag.
Zweckmässig sind innerhalb des schachtförmigen Behandlungsbehälters, knapp oberhalb der Auslässe, hohle Balken angeordnet, in welche die Schäfte der Ventilteller hineinreichen, wobei die Wände des Behandlungsbehälters an des Anlenkungspunkten der hohlen Balken Öffnungen aufweisen, welche einen Zugriff zu den Handhaben der Ventilschäfte von aussen her ermöglichen.
Auf diese Weise wird jedes Lecken des geschlossenen Behandlungsbehälters vermieden. Da die vorzugsweise kreisförmigen Auslässe das Behandlungsgut am ganzen Umfang gleichmässig freigeben, sobald sich die Ventilteller absenken, genügen bedeutend geringere Verstellwege bei der Verwendung von aufund abgehenden Ventiltellern als bei der Verwendung von um eine Achse schwenkenden Auslassklappen. Selbst wenn die Ventilteller der in den Ecken und an den Behälterwänden angeordneten Auslässe bei angehobenem Rahmen nicht ganz schliessen, so verbleiben doch nur Ringspalte so geringer Höhe, dass das Gut nicht ins Fliessen geraten kann.
Ausserdem ermöglichen es die Öffnungen in den Behälterwänden, in die hohlen Balken hineinzugrei-
EMI2.2
gleichförmige Ausflussgeschwindigkeit des Behandlungsgutes einreguliert werden kann, ohne dass der Betrieb des Behandlungsbehälters dabei unterbrochen zu werden braucht. Auf diese Weise können auch ge- gebenenfalls notwendig werdende Korrekturen jederzeit vorgenommen werden.
Eine beispielsmässige Ausführungsform der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch den erfindungsgemässen selbstregelnden Auslauf in Verbindung mit einem schachtförmigen Behälter für die Behandlung von Schüttgut ; Fig. 2 ist eine Ansicht des Einlaufkastens des schachtförmigen Behandlungsbehälters ; Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie III - III in Fig. 2, Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie IV-IV in Fig. 5, Fig. 5 ein Schnitt nach der Linie V - V in Fig. 4, und Fig. 6 zeigt als Detail einen Schnitt durch einen Auslasstrichter mit dazugehörigem Ventilteller samt dessen Lagerung im Regulierrahmen.
Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, besteht ein schachtförmiger Behandlungsbehälter für Schüttgut, z. B. eine Konditionierungskolonne für Getreide, aus drei Hauptteilen, u. zw. aus dem schachtförmigen Behandlungsbehälter 1 selbst, dem ein Einlaufkasten 2 aufgesetzt bzw. vorgeschaltet ist, und einem unter dem Schachtauslauf angeordneten Auslassbunker 26. Diese Teile werden als bekannt vorausgesetzt, sind selbst kein Bestandteil der Erfindung und werden daher auch nicht näher beschrieben. Beschrieben werden lediglich die die Erfindung ausmachenden baulichen Einzelheiten. Dazu gehört im Einlaufkasten 2 die Fühlklappe 3, welche mit ihrer oberen Längskante aussermittig gelagert an einer Welle 30 angelenkt ist, die in den Seitenwänden des Einlaufkastens 2 drehbeweglich gelagert ist.
An ihrem einen Ende ragt diese Welle 30 über ihr Lager hinaus und ist mit einem Arm eines Parallelogrammlenkers 4 fest verbunden.
Der zu diesem Arm parallele Arm dieses Lenkers 4 ist in einem Fortsatz eines Feinregulierventils 5 ebenfalls drehbeweglich gelagert, wobei das freie Ende dieses Lenkerarmes das Feinregulierventil 5 selbst
<Desc/Clms Page number 3>
steuernd beeinflusst. Die zueinander parallelen Arme des Parallelogrammlenkers 4 weisen eine Reihe von
Bohrungen 21 auf, in welchen der diese Arme verbindende Steg versetzt werden kann.
Am vorzugsweise unteren Ende des schachtförmigen Behandlungsbehälters 1 sind über den gesamten
Behälterquerschnitt verteilt Auslässe, z. B. Auslasstrichter 12, vorgesehen, welche durch der Höhe nach einstellbare Ventilteller 13 verschliessbar sind. Die Ventilteller 13 selbst sind auf vorzugsweise verschraub- baren Ventilschäften 22 fest gelagert, welche im dargestellten Falle durch die Auslässe nach oben rei- chen und an ihrem oberen Ende Handgriffe 29 tragen. Die oberen Schaftenden und die Handgriffe 29 selbst befinden sich vorzugsweise in hohlen Balken 28, welche knapp oberhalb der Auslasstrichter 12 an- geordnet sind und von einer Behälterwand zur andern reichen.
An den Befestigungsstellen dieser Balken an den Behälterwänden weisen letztere kreisförmige Ausschnitte 31 auf, durch welche von aussen her ein
Zugang zu den Handgriffen 29 der Ventilschäfte 22 geboten wird.
Mit ihren unteren, vorzugsweise ein Gewinde tragenden Enden hingegen sind die Ventilschäfte 22 z. B. in Muttern 23 verschraubbar gelagert, die reihenweise auf Querträgern 24 eines heb-und senkbaren Rahmens 14 befestigt sind.
Dieser Rahmen 14 selbst ist mittels Stelzen 25 od. dgl. in Vorsprüngen 32 des Auslassbunkers 26 geführt, wobei die gabelförmigen Stelzenden auf Hebelarmen 27 beweglich befestigt sind.
Die Hebelarme 27 selbst sind ihrerseits wieder mit Wellen 15,16 fest verbunden, die an den Aussenwänden des Auslassbunkers 26 drehbeweglich gelagert sind. Zur Ermöglichung einer Verdrehbewegung tragen die Wellen 15,16 drehfest mit ihnen verbundene Hebel 17,18, deren Enden je ein Langloch aufweisen und durch einen Bolzen 33 miteinander gekuppelt sind. Eine an den einen Hebel 17 angelenkte Rückholfeder 19 hat das Bestreben, die miteinander gekuppelten Hebelarme 17,18 im gezeichneten Falle mit ihren inneren Enden nach unten zu drehen.
An den Hebelarm 17 ist weiters ein vorzugsweise einfach wirkender, pneumatischer Druckzylinder 11 angelenkt. Dieser Druckzylinder 11 steht über Rohrleitungen 6 und ein Rückschlagventil 10 mit dem Feinregulierventil 5 und weiteres über ein Druckreduzierventil 7 mit angebautem Manometer mit einem Kompressor 8 od. dgl. in Verbindung, von dem aus die gesamte Auslasssteuerung mit Druckluft versorgt wird. Ein Handhahn 9 ermöglicht es, den Druckzylinder 11 gegebenenfalls direkt an den Kompressor 8 anzuschliessen.
Die Wirkungsweise der vorstehend in ihren Einzelheiten beschriebenen, aber im Rahmen der Erfindung vielfältig abänderbaren Vorrichtung ist nun die folgende :
Sobald das durch den Einlass 34 in den Einlaufkasten 2 eintretende Gut die infolge ihrer exzentrischen Lagerung etwas schräg hängende Fühlplatte 3 berührt, wird diese ausgelenkt, wobei auch der Parallelogrammlenker 4 ausschlägt und mit dem freien Ende 35 des unteren waagrechten Armes das Feinregulierventil 5 steuert. Dabei kann die Verstellkraft der Fühlplatte 3 durch Verstellung des senkrechten Steges des Parallelogrammlenkers 4 in den Bohrungen 21 der waagrechten, parallelen Arme beliebig einreguliert werden.
Das Feinregulierventil 5 regelt nun den Zutritt der vom Kompressor 8 erzeugten Druckluft zudem Druckzylinder 11, der seinerseits wieder in Abhängigkeit vondemDruckder ihm zugeführten Druckluft den Hebelarm 17 anhebt. Dabei verdreht er die Welle 15 und über den mit ihm gekuppelten Hebel 18 auch die zweite Welle 16, wodurch die auf diesen Wellen verdrehfest befestigten Hebelarme 27 nach unten schwenken und dabei mittels der mit ihnen gelenkig verbundenen Stelzen 25 den Rahmen 14 nach unten ziehen. Damit senken sich die Ventilteller 13 und geben dem Behandlungsgut den Auslass aus dem schachtförmigen Behälter durch die Auslasstrichter 12 frei.
Wie bereits in der Einleitung beschrieben, ist es erforderlich, falls die Auslässe gleichmässig über den gesamten Behälterquerschnitt verteilt sind, den Auslasswiderstand aus den einzelnen Auslässen, je nach ihrer Lage innerhalb des gesamten Behälterquerschnittes, sinngemäss zu variieren, um überall eine gleiche Ausströmgeschwindigkeit zu erhalten. Selbstverständlich wäre es auch denkbar, die gleiche Wirkung dadurch zu erreichen, dass die Auslässe selbst verschieden gross gewählt werden oder aber bei gleicher Grösse verschieden angeordnet werden, so etwa enger in den Ecken und in der Nähe der Behälterwände und weiter gegen die Behältermitte zu. Im gezeichneten Falle jedoch sind eine gleichmässige Verteilung der Auslässe über den gesamten Behälterquerschnitt und gleiche Grösse aller Auslässe untereinander angenommen.
Die Einregelung einer gleichmässigen Ausströmgeschwindigkeit aus sämtlichen Auslässen 12 wird in diesem Falle, wie bereits erwähnt, dadurch erreicht, dass die Ventilteller 13 verschieden hoch einstellbar sind. Die Einstellung der Ventilteller kann im Ruhezustand, im gezeigten Ausführungsbeispiel aber auch vorteilhaft während des Betriebes des Behandlungsbehälters, vorgenommen werden, wobei man durch
<Desc/Clms Page number 4>
unmittelbare visuelle Beobachtung des ausströmenden Gutes alle Auslässe auf eine völlig gleichmässige Ausströmgeschwindigkeit einzuregeln vermag.
Zu diesem Zweck reichen die mit Handhaben 29 versehenen Ventilschäfte 22, wie bereits erwähnt, in die knapp oberhalb der Auslasstrichter 12 angeordneten hohlen Balken 28 hinein und können über Öffnungen 31 in der Behälterwand von aussen her während des Betriebes des Behandlungsbehälters von Hand aus verdreht werden, wodurch die mit diesen Schäften 22 verbundenen Teller 13 in der Höhenrichtung genauestens eingestellt werden können.
Mit der erfindungsgemässen Vorrichtung werden somit nicht nur die ein-und auslaufenden Gutmengen genauestens und bis hinab zu den kleinsten Gutmengen aufeinander abgestimmt, sondern es wird auch die Ausströmgeschwindigkeit des Gutflusses über den ganzen Behälterquerschnitt vergleichmässigt, wobei diese Einstellung jederzeit und unter direkter Beobachtung während des Betriebes vorgenommen und durch eventuell erforderlich werdende Korrekturen auch eingehalten werden kann, ohne den Betrieb selbst unterbrechen zu müssen.
Lässt der Gutzufluss im Einlaufkasten nach, so wird die Fühlplatte 3 entsprechend entlastet und der durch das Feinregulierventil 5 geregelte Druck im Zylinder 11 vermindert, wodurch sich der Rahmen 14 unter dem Einfluss der Rückholfeder 19 anhebt und den Ausflussquerschnitt der Auslässe 12 mittels der Ventilteller 13 so weit drosselt, dass die Absinkgeschwindigkeit des Gutes innerhalb des schachtförmigen Behandlungsbehälters 1 über den gesamten Querschnitt zumindest praktisch konstant erhalten bleibt. Setzt der Gutzufluss jedoch ganz aus, so wird der Druckzylinder 11 völlig entlastet und der Ausfluss des Gutes aus den Auslässen 12 abgestellt.
Mittels des Handhahnes 9 kann der Druckzylinder 11 mit dem Kompressor 8 od. dgl. unter Umgehung des Feinreduzierventils 5 direkt verbunden werden, was beispielsweise dann in Frage kommt, wenn der Gutfluss in den schachtförmigen Behandlungsbehälter bereits abgestellt ist und der Behälter zwecks Umstellung auf ein anderes Behandlungsgut, Reinigung od. dgl. restlos entleert werden soll. In diesem Fall öffnet der Druckzylinder 11 lediglich die Auslasstrichter 12 und gibt dem im Behälter befindlichen Behandlungsgut den Weg ins Freie frei, ohne irgendeine Steuerfunktion auszuüben.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Selbstregelnder Auslauf an schachtförmigen Behandlungsbehältern für Schüttgut, der von einem im Einlaufkasten desselben angeordneten Servoaggregat gesteuert wird und eine Anzahl über den gesamten Auslassquerschnitt verteilter Auslässe aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass für die Vergleichmässigung des Gutflusses aus den einzelnen im Schachtboden vorgesehenen Auslässen (12) der Höhe nach einstellbare Ventilteller (13) vorgesehen und der Verteilung der Auslässe (12) entsprechend auf einem Rahmen (14) angeordnet sind, der seinerseits mit einer von dem Servoaggregat (3-10) gesteuerten Hubeinrichtung (11) verbunden ist, die ihn samt den darauf einstellbaren Ventilteller in vertikaler Richtung zu bewegen vermag.