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Vorrichtung zur Anzeige der jeweiligen Gesamtabweichung eines
Fahrzeuges von einem vorbestimmten Fahrplan
Im Stammpatent Nr. 208113 ist eine Vorrichtung zur Anzeige der jeweiligen Gesamtabweichung eines Fahrzeuges von einem vorbestimmten Fahrplan beschrieben, welche ein Differentialgetriebe aufweist, dessen einer Antrieb mit konstanter und dessen anderer Antrieb mit einer der jeweiligen FahrzeugGeschwindigkeit (= Ist-Geschwindigkeit) proportionalen Drehzahl erfolgt, wobei in einem der beiden Antriebe ein Wechselgetriebe eingebaut ist, dessen Übersetzung auf die jeweils vorbestimmte Geschwindigkeit (=Soll-Geschwindigkeit) einstellbar ist, und wobei sämtliche Übersetzungen derart gewählt sind, dass die Abtriebswelle des Differentialgetriebes stillsteht, wenn die Ist-Geschwindigkeit gleich der eingestellten Soll-Geschwindigkeit ist,
so dass ein mit dieser Abtriebswelle verbundener Zeiger die jeweilige Gesamtabweichung vom vorbestimmten Fahrplan anzeigt, wobei das Wechselgetriebe aus zwei einander aus- schliessend einschaltbaren Nortongetrieben besteht, von denen das eine der Einstellung der Soll-Geschwindigkeit in Längeneinheiten pro Stunde und das andere der Einstellung der Soll-Geschwindigkeit in Sekunden pro Längeneinheit dient. Die Anpassung der Antriebsdrehzahl dieser Vorrichtung an die Zahl der Umdrehungen pro Längeneinheit des die Vorrichtung treibenden Fahrzeugrades (=Antriebsrad) erfolgt hiebei durch ein auswechselbares Zahnrad, dessen Zähnezahl im Sinne dieser Anpassung bemessen ist.
Bei mit Druckluftreifen ausgerüsteten Fahrzeugen beeinflussen die Abnützung des Antriebsrades, die leichte Veränderung seines Luftdruckes, die Belastung des Fahrzeuges und die Fahrzeuggeschwindigkeit in gewissen Grenzen den Rollradius des Antriebsrades, der für die Zahl seiner Umdrehungen pro Längeneinheit massgebend ist. Die geforderte Genauigkeit der Messanzeigen verlangt aber eine möglichst genaue Messung der zurückgelegten Strecke und damit auch eine entsprechende Korrekturmöglichkeit der oben angeführten Fehlerquellen. Dies bedingt, dass unabhängig von der im Stammpatent Nr. 208113 geoffenbarten Möglichkeit der Anpassung der Antriebsdrehzahl diese in einem begrenzten Bereich auch so ver- ändert werden kann, dass man das auswechselbare Zahnrad dazu nicht auszutauschen braucht.
Erfindungsgemäss ist daher bei einer Vorrichtung gemäss dem Stammpatent in dem der Ist-Geschwindigkeit proportionalen Antrieb der Vorrichtung zum Zwecke eines Ausgleiches des für die Zahl der Umdrehungen pro Längeneinheit massgebenden Rollradius des die Vorrichtung treibenden Fahrzeugrades ein Nortongetriebe vorgesehen. Dieses ermöglicht eine weitgehende Berücksichtigung der erwähnten Fehlerquellen, so dass die zurückgelegten Strecken mit der geforderten Genauigkeit messbar sind.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in der Stirnansicht in Verbindung mit einigen Getriebeteilen gemäss der Patentschrift Nr. 208113 schematisch dargestellt.
Durch das Antriebsrad wird z. B. durch eine nicht dargestellte flexible Welle über einen genormten Kugeleingang 1 die Schnecke 2 angetrieben, die über das Schneckenrad 3 und die Zahnräder 4 und 5 die Welle 6 treibt, auf welcher der Nortonkegel 7 sitzt. Dieser arbeitet mit dem auf der radial ausschwingbaren Welle 8 axial verschiebbar, lose gelagerten Zwischenrad 9 zusammen, das in ständigem Eingriff mit dem auf der Abtriebswelle 10 mitnehmend axial verschiebbaren Zahnrad 11 ist. Die Zahnräder 9 und 11 arbeiten derart mit dem Schalthebel 12 zusammen, dass das Zwischenrad 9 durch ein gleichzeitiges Herunterdrücken des Schalthebels 12 in einer zur Welle 10 senkrechten Richtung und durch ein Verschieben in radialer Richtung mit jedem Stufenrad des Nortonkegels 7 in Eingriff gebracht werden kann.
Eine in der Frontplatte 200 angebrachte Öffnung 225 ist so profiliert, dass sich der Schalthebel 12 in der je-
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weils für das Zwischenrad 9 für den Eingriff mit dem entsprechenden Stufenrad richtigen Stellung befindet, in welcher er durch eine nicht dargestellte Feder gehalten wird. Die Zähnezahlen der Stufenräder des Nortonkegels 7 sind dem Übersetzungsverhältnis der Antriebsdrehzahl verhältnisgleich und so abgestuft, dass ein Eingreifen des Zwischenrades 9 in das nächstfolgende Stufenrad eine Änderung der Antriebsdrehzahl der Vorrichtung um etwa 2 "/0 bewirkt. Im ungünstigsten Fall beträgt damit der Fehler der gemessenen Strecke l %, was den praktischen Anforderungen genügt.
Die Verhältnisse sind ferner so getroffen, dass beim dargestellten Eingriff des Zwischenrades 9 in das mittlere Stufenrad keine Änderung der Antriebsdrehzahl erfolgt, beim Eingriff in ein links (bezüglich der in der Zeichnung dargestellten mittleren Stellung) sitzendes Stufenrad die Antriebsdrehzahl vergrössert, beim Eingriff in ein rechts davon sitzendes Stufenrad diese verkleinert wird.
Um das für die genaueste Messung der zurückgelegten Strecke für den Eingriff mit dem Zwischenrad 9 in Frage kommende Stufenrad zu ermitteln, wird mit dem Fahrzeug bei eingeschalteter Vorrichtung eine bekannte Strecke zurückgelegt, wobei ein gewisser Luftdruck des Reifens des Antriebsrades, eine gewisse Belastung des Fahrzeuges und eine gewisse mittlere Fahrzeuggeschwindigkeit zu beachten sind. Zeigt nach dem Zurücklegen der bekannten Strecke ein in der Patentschrift Nr. 208113 erwähnte, für die Messung der Strecke bestimmtes Zählwerk z. B. einen zu kleinen Wert gegenüber dem der zurückgelegten Strecke entsprechenden an, so ist im Sinne der Vergrösserung der Antriebsdrehzahl das Zwischenrad 9 mit einem links von der Mitte liegenden, der Differenz zwischen der wahren und der angezeigten Strecke entsprechenden Stufenrad in Eingriff zu bringen.
Dabei ist darauf zu achten, dass das Zwischenrad 9 nur bei Stillstand des Fahrzeuges geschaltet wird, um Fehlanzeigen in der Streckenmessung zu vermeiden.
Auf der Welle 10 sitzt das in der Patentschrift Nr. 208113 erwähnte Zahnrad 14, welches über das Zahnrad 15 die Welle 16 treibt. Das Umsteckzahnrad 13 sitzt wahlweise auf der Welle 10 oder auf der Welle 16 und treibt über das Zahnrad 18 das Zahnrad 23. Der Gehäuseteil 20, in dem insbesondere die Wellen 10 und 16 gelagert sind, ist gegenüber dem übrigen Gehäuse 21 im Sinne der Erzielung eines ver- änderlichen Abstandes zwischen der Welle 16 und der das Zahnrad 18 tragenden Welle verschiebbar angeordnet. Für den Abschluss der Zahnräder 13 und 18 ist der Deckel 17 vorgesehen.