AT216093B - - Google Patents

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Walzwerk Neviges Willy H. Schlieker & Co.
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Description


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  Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen   oder-bändern   
Die Erfindung bezieht sich auf Anordnungen zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen oder   - bändern   und betrifft eine solche Anordnung, bei der zur Erzielung einer konstanten, von der Blechdicke   unabhängigen   Induktion die Spannung an der Magnetisierungswicklung (Primärwicklung) in Abhängigkeit von dem Gewicht der ganzen Blechtafel oder einem Bandabschnitt voller Bandbreite selbsttätig geregelt wird. 



   Es ist eine Anordnung zur Messung der Verlustziffer und Magnetisierbarkeit von Blechbändern oder Blechtafeln bekannt, bei der im Primärkreis des Speisetransformators ein in Kilogrammgewicht des Blechmaterials geeichter Spannungsmesser vorgesehen und die Spannung über einen Vorwiderstand so abgeglichen wird, dass die mittlere Induktion über die Länge des Bleches gerade eine vorbestimmte Grösse aufweist, wenn der Spannungsmesser das Gewicht der Blechtafel in Kilogramm anzeigt. Die Messung des Magnetisierungsstromes, seines Augenblickswertes sowie seiner Wirk-und Blindkomponente erfolgt mittels eines   Vektormessers, dessen Kontaktschluss,-zeit   und Phasenlage jeweils neu eingestellt werden muss. Zur Anzeige dient   eindrehspulmillivoltmeter,   welches so geeicht ist, dass es die Verlustziffern direkt anzeigt. 



   Bei einer andern bekannten Anordnung erfolgt die Einstellung der Spannung an der Magnetisierungswicklung   inAbhängigkeit     vom Blechgewicht selbsttätig. Zur Messung   der Verlustziffer dient ein Leistungsmesser. Ausserdem ist eine Möglichkeit vorgesehen, um den Eigenleistungsverbrauch der Messanordnung teilweise zu kompensieren und damit seinen Einfluss auf die Anzeige abzuschwächen. Im einzelnen ist diese bekannte Anordnung wie folgt ausgebildet : Zur Ausschaltung des Einflusses der Blechdicke sind zwei Möglichkeiten vorgesehen. 



   In beidenFällen wird die zu messende Blechtafel durch eine in der Messspulenanordnung vorgesehene Waage gewogen. In dem einen Fall (a) wird durch das ermittelte Blechgewicht die der Feldwicklung des Spannungserzeugers für die Magnetisierungsspannung zugeführte Gleichspannung so gesteuert, dass die an der Messspule bzw. am Spannungspfad des Leistungsmessers gemessene Spannung einen dem Querschnitt des Testobjektes proportionalen Wert aufweist. Eine durch Stromänderung auftretende Spannungsänderung kann bei dieser Anordnung nicht ausgeglichen werden. Im zweiten Falle (b) dagegen bleiben die Verhältnisse am Spannungserzeuger unverändert. Der zur Messung der Verlustwerte dienende Leistungsmesser erhält dafür eine zweite Stromspule.

   Durch diese Stromspule wird ein Strom geschickt, der durch den ermittelten Wiegewert automatisch so verändert wird, dass der vom Leistungsmesser angezeigte Verlustwert etwa einem Wert entspricht, der bei gleicher Induktion und konstantem Blecheinheitsgewicht gemessen worden wäre. Dieser zweite Weg (Fall b), bei dem die Induktion mit dem Blechgewicht variiert, ist weniger genau als der erste Weg (Fall a). Für konstante Induktion muss bei sich änderndem Blechgewicht die Spannung an der Messapparatur geändert werden. Da für Eisenverlustmessungen, insbesondere bei höheren Induktionen, keine Proportionalität zwischen Strom und Spannung besteht, kann grundsätzlich eine Stromkompensation als Funktion der Blechstärke eine Spannungsregelung nicht ersetzen. 



   Bei dem Fall b der bekannten Anordnung ist im Gegensatz zu Fall a eine Möglichkeit vorgesehen, die Verlustwerte in auf das Einheitsgewicht bezogenen Werten anzugeben. Hiezu wird die Einstellung an dem Widerstand, welcher die Grösse des durch die zweite zusätzliche Stromspule des Leistungsmessers geschickten Stromes bestimmt, entsprechend gewählt. Es muss dabei die quadratische Abhängigkeit der Ver- 

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 lustleistung pro Einheitsgewicht und der Induktion und die nicht lineare Abhängigkeit zwischen Strom und Spannung in die Messapparatur eingebracht werden. Die   Zurückbeziehung   der Verlustwerte auf das Einheitsgewicht erfolgt also durch die Beeinflussung einer zusätzlich in den Messkreis eingeführten Grösse (Strom in der zweiten Stromspule). 



   Es wird hier also mit einem Strom korrigiert, der nach   Grösse   und Phase von dem zu eliminierenden Messkreisstrom in der gleichen Weise wie die   Primärspannung   von der Sekundärspannung differiert. Diese Differenz ändert sich aber mit dem Primärstrom und kann selbst bei   gleichen Verlustwerten   ganz verschieden sein. Die Kompensation ist also recht unvollständig. 



   Die Erfindung hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen zu schaffen, die nicht nur besonders einfach im Aufbau ist, sondern auch in einfacher und genauer Weise die Steuerung der Induktion und die Messung der Wirkstromkomponente desMagnetisierungsstromes gestattet, wobei eine selbsttätige Eliminierung der tatsächlichen   Regel- und Messkreisverlustlei-   stung erfolgt. 



   Die Erfindung geht aus von einer Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen oder   - bändern,   bei der zur Erzielung einer konstanten, von der Blechdicke unabhängigen Induktion die Spannung an der Magnetisierungswicklung in Abhängigkeit von dem Gewicht der ganzen Blechtafel oder dem Bandabschnitt voller Bandbreite selbsttätig geregelt wird und zur Messung der Eisenverluste ein Leistungsmesser dient, dessen Stromspule im Magnetisierungskreis und dessen Spannungsspule im Messkreis angeordnet ist und der zur Kompensation der in der Messanordnung auftretenden Regel- und Instrumenten-Leistung eine zweite Stromspule aufweist.

   Das Neue besteht darin, dass die zweite Stromspule des Leistungsmessers im Messkreis angeordnet ist, u. zw. in der Weise, dass sie in entgegengesetzter Richtung wie die erste Stromspule vom Strom durchflossen wird, und dass die Spannung an der Spannungsspule des Leistungsmessers in Abhängigkeit von dem Gewicht der ganzen Blechtafel oder dem Bandabschnitt voller Bandbreite selbsttätig auf konstante Grösse geregelt wird, und dass zur Einhaltung einer konstanten Induktion eine   Rückführung   des zu regelnden Wertes über eine Gleichrichteranordnung, die den arithmetischen Mit-   telwertder   Wechselspannung wiedergibt, der der Induktion proportional ist, stattfindet. Zwar wird bei der Anordnung gemäss der Erfindung ebenfalls eine zweite Stromspule für denleistungsmesserverwendet.

   Während bei der bekannten Anordnung jedoch   eine Kompensation mehr oder weniger willkürlich   und durch einen von Hand eingestellten Strom erfolgt, wird bei der neuen Anordnung der tatsächlich im Messkreis fliessende und die Messung störend beeinflussende Strom durch die zweite Stromspule des Leistungsmessers geschickt, so dass hier eine wirkliche und selbsttätige Korrektur in Abhängigkeit von den Verlusten im 
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 störendem sekundä-remVerluststrom und sekundärer Spannung in Abzug gebracht wird.

   Weiter wird-anders als bei dem Bekannten-bei der Anordnung gemäss der Erfindung zur Einhaltung einer konstanten Induktion sowohl die der Magnetisierungswicklung zugeführte Primärspannung in Abhängigkeit vom Gewicht der Bleche selbsttätig beeinflusst, als auch zur Regelung die geregelte Grösse, nämlich diese beeinflusste   Primärspannung.   herangezogen. Hier erfolgt also   tatsächlich eine Regelung auf Konstanz der Induktion und nicht der   der Wechselspannung, wie im Fall a der bekannten Anordnung, was für genaue Eisenverlustmessungen von grösster Wichtigkeit ist. 



   Darüber hinaus bietet die Anordnung gemäss der Erfindung die Möglichkeit, mit dem Leistungsmesser die Wirkstromkomponente, die der Verlustleistung pro Einheitsgewicht der Blechtafeln proportional ist, zur Anzeige zu bringen. Dieses wird dadurch möglich, dass die Spannung am Spannungspfad des Leistungsmessers ebenfalls durch den jeweils ermittelten Wiegewert der Blechtafel automatisch so gesteuert wird, dass sie unabhängig von Schwankungen im Blechgewicht einen vorgewählten konstanten Wert beibehält. 



  Diese Möglichkeit ist im Fall a der bekannten Anordnung nicht vorhanden, da sich dort die Spannung am Spannungspfad des Leistungsmessers proportional mit dem Blechgewicht ändert. Gegenüber dem bekannten Fall b ist die Messung bei der neuen Anordnung nicht nur einfacher, sondern auch merklich genauer. 



   Die Einstellung sowohl der Spannung für die Induktion als auch der Spannung am Leistungsmesser erfolgt zweckmässigerweise über eine auf verschiedene Gewichtssollwerte einstellbare Prozentwaage mit linearer Skala und von der Waage verstellbare Potentiometer. Dabei ist selbstverständlich darauf zu achten, dass die Belastung des Potentiometers in Grenzen gehalten wird, damit die Spannungsänderung bei Verstellung des Potentiometers in der gewünschten Weise erfolgt, um die möglichen Fehler zu begrenzen. 



  Vorteilhafterweise wird eine Prozentwaage in Form einer doppelarmigen Hebelwaage verwendet, bei der die   wirksameLänge   eines Armes, vorzugsweise des Lastarmes, zwecks Sollgewichtseinstellung der Waage verstellbar ist. Bei Format- oder Materialänderung kann die Messanordnung also schnell und einfach den   neuen Verhältnissen ledIglich   durch Änderung des Waagegegengewichtes oder der   Waagebalkenlänge, ent-   sprechend dem neuen Sollwert, angepasst werden. 

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   Um auch Netzschwankungen von der Messung fernzuhalten, wird vorzugsweise ein Regler vorgesehen, welcher die Anordnung mit einer konstanten Speisespannung versorgt. Hiebei braucht wiederum nur die Gesamtspannung unabhängig von der Phasenabhängigkeit betrachtet zu werden. Vorteilhafterweise kann als Regler ein Thoma-Regler verwendet werden, dessen Sollwertpotentiometer in Abhängigkeit vom Wiegewert verstellt wird. Das Sollwertpotentiometer wird dabei durch Gleichstrom gespeist. Zur Regelung wird der arithmetische Mittelwert der Speisespannung, welcher dem Maximalwert der Induktion proportional ist, mittels einer Gleichrichteranordnung in den Regelkreis eingeführt.

   Die das Sollwertpotentiometer speisende Gleichstromquelle dient vorteilhafterweise zugleich als Spannungsnormale, wobei die Schaltung so getroffen ist, dass dem Regler lediglich die Differenz der beiden Gleichspannungen zugeführt wird. 



   Infolge der raschen und zuverlässigen, vollständig selbsttätigen Messung kann man die Ganztafelmessung   der Ummagnetisierungs-Verluste   in   den Fabrikationsgang   der Elektrobleche selbst einschalten und die Messergebnisse rasch zur Regelung des Fabrikationsganges heranziehen. Dies kann beispielsweise in der Form erfolgen, dass in Abhängigkeit von den Messergebnissen selbsttätig an Stationen des Fabrikationsganges Signale erteilt werden, auf Grund deren dann der Arbeiter an der betreffenden Station andere Arbeitsbedingungen einstellt. Die Anordnung kann aber auch so getroffen   sein, dass in   Abhängigkeit von den Messergebnissen des Ganztafelgerätes selbsttätig Änderungen von Fabrikationsbedingungen bewirkt werden.

   Es ergibt sich weiter der Vorteil, auf Grund der automatisch erfolgenden Messung innerhalb des fortlaufenden Herstellungsprozesses die Bleche selbsttätig zu sortieren. So kann man beispielsweise im Anschluss an das Ganztafelmessgerät eine Transportvorrichtung vorsehen, die mit weichenähnlichen Organen ausgerüstet ist, durch die die Bleche auf verschiedene Stapel gelenkt werden. Die Weichen werden über Hilfsrelais vom Messgerät aus eingestellt. Beispielsweise kann das Messgerät mit durchscheinenden Lichtmarkenskalen ausgerüstet sein, die in bestimmte Bereiche unterteilt sind, deren jedem eine Photozelle zugeordnet ist, die beim Auffall des Lichtes das ihr zugeordnete Hilfsrelais schaltet, welches die beabsichtigten Folgevorgänge steuert. 



   Weitere Erfindungsmerkmale ergeben sich aus der nachfolgend an Hand schematischer Zeichnungen gegebenen Beschreibung mehrerer Ausführungsbeispiele der Erfindung. 



   Fig. l zeigt schematisch die Gesamtanordnung einer ersten Ausführungsform. Fig. 2 ist ein Schaltbild der für die Erfindung wesentlichen Teile der Messanordnung, also des Ganztafelmessgerätes. Fig. 3 veranschaulicht schematisch eine Gesamtanordnung, bei der die Bleche im Durchlaufverfahren über das Ganztafelmessgerät geführt und die   dort gemessenen Ummagnetisierungs-Verluste zur Regelung   der Glühbehandlung verwendet werden. Fig. 4 veranschaulicht schematisch das selbsttätige Sortieren der Bleche in Abhängigkeit von den im Ganztafelmessgerät ermittelten Ummagnetisierungs-Verlusten. 



   Die   innig. l   dargestellte Anordnung besteht im wesentlichen aus dem Ablagetisch   1,   auf dem die zu untersuchenden Elektroblechtafeln 2 gestapelt werden, einer Waage 3 mit Anzeigevorrichtung 4, der eigentlichen Messjochanordnung 5, die sich aus einem flachliegenden, mit einer Magnetisierungswicklung 6 und einer Induktionswicklung 7   bewickelten Spulenkörper   8 und einem darunter befindlichen Joch 9 zusammensetzt, sowie einem Sortiertisch 10. Zwischen den einzelnen Einrichtungen 1, 3, 5 und 10 sind Schaltkontakte 11, 12, 13 und 14 vorgesehen, deren Wirkungsweise ebenso wie diejenige zweier an der Waage 3 vorgesehener Hilfskontakte 15 und 16 weiter unten noch näher beschrieben wird. 



   Die der Messspulenanordnung 5 vorgeschaltete Waage 3, an deren Stelle in bekannter Weise an sich auch   einDickenmesser   verwendet werden könnte, ist als Prozentwaage mit linearer Skala ausgebildet und auf ein bestimmtes Blechtafelformat so voreinzustellen, dass sie bei einer bestimmten Sollstärke der Tafeln, also bei einer bestimmten Blechdicke, ein Sollgewicht von   100%   anzeigt, so dass die von der Waage angezeigten Abweichungen vom Sollgewicht - bei gleichem   Tafelformat - unmittelbar   die Abweichungen   der Blechstärke   von   der Sollstärke wiedergeben. Diese   Voreinstellung der Waage kann beispielsweise durch Verändern des Waage-Gegengewichts oder in der bevorzugten Ausführungsform durch Ändern der Waagebalkenlänge vorgenommen werden.

   Da das Format der zu untersuchenden Blechtafeln mittels entsprechend eingestellter Scheren verhältnismässig genau eingehalten wird,   d. h.   also eine Lieferung jeweils ein bestimmtes Format besitzt, sind die Abweichungen vom Sollgewicht proportional der Querschnittsänderung der zu untersuchenden Tafeln. Mit dem Zeiger 4 dieser Prozentwaage 3 ist ein Potentiometer 17 gekuppelt. Die Einstellung derMessanordnung bei Untersuchung einer neuenBlechtafelserie erfolgt in der Weise, dass zunächst die Prozentwaage auf   das Sollgewicht der Tafeln entsprechend dem Format   und einem Mittelwert der Stärke auf den Wert Null eingestellt wird. Anschliessend wird eine Tafel, welche   z.

   B. genaudas   Sollgewicht aufweist, in das Messjoch gebracht und die Magnetisierungsspannung entsprechend der gewünschten Induktion unter Berücksichtigung des Tafelmaterials eingestellt. Bei der nachfolgenden fort- 

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 laufenden Messung verstellt der Zeiger der Prozentwaage bei Dickeabweichungen des Potentiometerabgriffs 18. Das Potentiometer 17 wirkt dabei auf die Magnetisierungsspannung in der Weise ein, dass diese Spannung an   derMagnetisierungswicklung   6 der Messspulenanordnung so eingestellt wird, dass sich in dem zu   untersuchendenElektroblech   eine konstante, von der jeweiligen Blechstärke unabhängige Induktion ergibt. 



   Wie Fig. 2 zeigt, kann eine solche Regelung durch eine vorzugsweise als Spannungskonstanthalter wirkenden Regler, z. B. einen   Thema-Regler   19 bewirkt werden, der den Abgriff 20 eines parallel zur angelegten Netzspannung U geschalteten Regeltransformators 21 entsprechend der Waageeinstellung verschiebt. 



   Um von etwaigen Schwankungen der Netzspannung U unabhängig zu sein, ist die Schaltung des   Thoma-Reglers   sowie des mit der Waage zusammenwirkenden Potentiometers 17 im   einzelnen sogewählt,   wie das das Schaltbild nach Fig. 2 wiedergibt. Das Waage-Potentiometer 17 dient fUr den Regler als Sollwertpotentiometer. Es wird mittels einer Gleichstromquelle, wie Gleichstrombatterie 22, gespeist. Zwischen dem Abgriff 18 des Sollwertpotentiometers 17 und dem Thomaregler 19 einerseits und der Magnetisierungswicklung 6 desMessjochs 5 anderseits ist eine Gleichrichteranordnung 23 vorgesehen, welche dem Regler den arithmetischen Mittelwert der Spannung zuführt.

   Die Gleichstromquelle 22, welche als Spannungsnormale dient und die Gleichrichteranordnung 23 sind so geschaltet, dass am Regler 19 nur die Differenz der beiden Gleichspannungen zur Wirkung kommt. Bei Schwankungen der Netzspannung U und damit auch bei entsprechenden Spannungsschwankungen am Zwischentransformator 24 sowie an der Magnetisierungsspule 6 ändert sich daher auch der durch die Regelspule des   Thema-Reglers   19 fliessende Strom, so dass der Regler 19 entsprechend dem durch die Gleichstrombatterie 22 festgelegten Spannungs-Sollwert den Abgriff 20 am Regeltransformator 21 so verschiebt, dass sich an der Spule 6 sofort wieder der Spannungs-Sollwert einstellt. 



     . Der   Steuervorgang infolge Gewichtsänderung der Waage spielt sich so ab, dass bei Verschiebung des Potentiometerabgriffes 18 sich zugleich auch die am Sollwertpotentiometer 17 abgegriffene Gleichspannung ändert. Da der Regler 19 so lange ein Verstellrnoment auf den Regeltransformator ausübt, bis der Strom in der Reglerspule wieder seinen Sollwert erreicht, ändert sich auch die Spannung an der Messspule 6, bis sie schliesslich ihre dem jeweiligen Wiegewert entsprechende Grösse angenommen hat. 



   Um zu verhindern, dass durch die Kupplung des Waagezeigers mit dem Sollwertpotentiometer 17 ein die Wägung verfälschendes Drehmoment auf die Waage ausgeübt wird, ist nach einem weiteren Merkmal der Erfindung an der Waagezeiger-Achse ein Kontaktblech 18 befestigt, das während der Wägung das Potentiometer 17 nicht berührt, sondern erst nach beendeter Wägung, beispielsweise nach Einschalten des Waagefeststellers und mittels einer elektromagnetischen Kupplung mit dem Potentiometer 17   inBerührung   kommt, so dass erst dann der Stromkreis geschlossen wird. Auf diese Weise wird also die Anzeige der Waage durch   dasAbgreifen   des Potentiometers nicht beeinflusst, mithin eine genaue Gewichtsanzeige gewährleistet. 



   Wie oben bereits erwähnt, besteht die eigentliche Messanordnung aus der Magnetisierungswicklung 6, der Induktionswicklung 7 und dem Joch 9, auf dessen Schenkelenden das Blech während seiner Messung aufliegt. Wird das Joch 9 im Querschnitt wesentlich grösser ausgelegt als die zu messende Tafel, so ergibt sich im Joch eine relativ kleine Induktion, die bei der quadratischen Abhängigkeit der Eisenverluste von der Induktion ohne weiteres zu vernachlässigen ist. 



   Zur Messung der Eisen- bzw. Wattverluste ist dem Messjoch 5 ein Leistungsmesser mit zwei Stromspulen, wie er zur Ausschaltung der Eigenleistung bekannt ist, nachgeschaltet, u. zw. so, dass seine eine Stromspule 25 in den Stromkreis der Magnetisierungsspule 6 und seine andere Stromspule 26 zusammen mit seiner Spannungsspule 27 in den Stromkreis der Induktionswicklung 7 eingeschaltet ist, wobei jedoch die Spule 26 gegenüber der Spule 25 in entgegengesetzter Richtung von Strom durchflossen wird. Auf diese Weise wird die Verlustleistung von der primär aufgenommenen Leistung sofort in Abzug gebracht, so dass also nur die in dem zu untersuchenden Blech auftretenden Eisenverluste ermittelt werden. Die zur Regelung abgenommene Spannung kann sowohl von der Wicklung 6 als auch von der Wicklung 7 der Messanordnung 5 abgenommen werden. 



   Um nun auch die   wahrenEisenverluste pro Gewichtseinheit   unmittelbar ablesen zu können, ist in den Stromkreis der Induktionswicklung 7 ein Potentiometer 28 eingebaut, das ähnlich wie das Sollwertpotentiometer 17 mit dem Waagezeiger gekuppelt ist. In diesem Falle ist die Anordnung so getroffen, dass die am Potentiometer 28 abzugreifende Spannung jeweils umgekehrt proportional dem Wiegewert gesteuert wird. Durch diese Schaltung wird die am Leistungsmesser anliegende Spannung auf einem konstanten Wert gehalten und die Anzeige des Leistungsmessers 24 daher unmittelbar auf das Einheitsgewicht reduziert, 

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   u.   zw. jeweils entsprechend der Abweichung vom Sollgewicht.

   Die Steuerung beider Spannungen, nämlich der dem Gewicht proportionalen Induktionsspannung und der konstanten Spannung für den Spannungspfad des Leistungsmessers wird, wie bereits oben dargelegt, durch die Verwendung einer Prozentwaage mit linearer Skala   auf potentiometrischem   Wege vorgenommen. Dabei ist selbstverständlich darauf zu achten, dass die Belastung des Potentiometers in Grenzen gehalten wird, da die Spannung sich bei linearer Verstellung des Potentiometers nur dann auch linear verändert. 



   Sollen mit der oben beschriebenen Anordnung nun in   betriebsmässig grossem Umfange Bleche   hinsichtlich ihrer Eisenverluste gemessen werden, so wird zunächst auf dem Tisch 1 der zu messende Stapel abgelegt. Danach werden die Tafeln einzeln über den Schaltkontakt 11 gezogen und auf dem Wiegetisch abgelegt, wobei sich die Hilfskontakte 15, 16 schliessen. Nach der Wägung wird die Tafel in den Spulenkörper 8 geschoben. Dabei werden die Kontakte 12, 13 und 14 geschlossen. Nach beendeter Messung wird die Tafel vom Sortiertisch 10 auf die einzelnen Sortierpacken gelegt. 



   Die Steuerung der Aufeinanderfolge der einzelnen Messvorgänge durch die Schaltkontakte   11-16   geschieht nun im einzelnen wie folgt : Durch das Schliessen des Schaltkontaktes 11 wird die Einleitung eines neuen Messvorganges angezeigt und damit die für die vorher gemessene Tafel bestehende Blockierung der Apparatur   aufgehoben, wenn der Messvorgang im Joch   5 an der vorgehenden Tafel durch Freigabe der Kontakte 12, 13 und 14 beendet ist. Mit dem Kontakt 15 ist beispielsweise der Kontakt 12 gekuppelt. Sofern der Kontakt 11 geschlossen und der Kontakt 12 ohne Blechdruck ist, also offen steht, ist die Waage für die Wägung freigegeben.

   Letztere kann aber erst vorgenommen werden, wenn durch den Druck des zu wiegenden Bleches die Hilfskontakte 15 und 16 eingeschaltet sind und nach Ablauf einer gewissen Zeit, innerhalb der die Waage ausschwingen kann, der Waage feststeller über ein Zeitrelais freigegeben worden ist. Gleichzeitig mit der Freigabe des Waagefeststellers wird ein zweites Zeitrelais betätigt, das nach dem Einspielen der Waage den Feststeller wieder abschaltet und die Kupplung für das Abtasten des Potentiometers 17 einschaltet. Daraufhin wird die Tafel in die Messspulen-Anordnung 5 eingeschoben. Das Blech schaltet alsdann durch sein Gewicht die Schaltkontakte 14 und 13 ein, wodurch die Messspannung auf das Messjoch 5 gegeben wird, da letztere bei offenem Joch spannungslos ist.

   Durch obige Abhängigkeitsschaltung kann also noch während der Messung bereits wieder ein neues Blech auf die Waage 3 aufgelegt werden, dessen Gewicht dann selbsttätig wieder gemessen wird, nachdem die vorhergehende Tafel das Joch 9 verlassen hat. 



   Gemäss Fig. 3 wird das Gut 112 mittels einer Transportvorrichtung 113 durch einen Glühofen 111 hindurchgeführt. Das Gut kann als Band oder in Tafelform vergütet werden. Im ersteren Falle wird es vor der Messung in Tafeln zerlegt, was in der Zeichnung nicht dargestellt ist. Das Heizmittel wird dem Glühofen durch eine Zuleitung 118   zugeführt. Anschliessend   durchläuft das Glühgut eine Kühlzone 114, deren Temperatur mittels   Kühl- oder   Heizschlangen 115 geregelt wird. In dieser Zone befindet sich gegebenenfalls noch eine   Magnetisierungsspule   116, die von einem Regeltransformator 117 aus gespeist wird.

   Hinter der Transportvorrichtung 113 der Kühlzone ist eine Waage 119 angeordnet, auf welcher das Gewicht des   Glüh-   gutes bestimmt wird, und der Konstruktion im Prinzip der Waage 3 der Fig. l entspricht. Anschliessend folgt dasGanztafelmessgerät 120. Gerät 120 und Waage 119 sind schaltungstechnisch miteinander verbunden, was in Fig. 3 durch den Schaltkasten 121 nur schematisch angedeutet ist. Von dem Schaltkasten aus geht die Steuerung auf die Gaszuleitung 118 und/oder auf die Regelung des Antriebs 122 für den Transport des Glühgutes und/oder auf den Regeltransformator 117 der Magnetisierungsvorrichtung 116. 



   Mit der Einrichtung gemäss Fig. 3 kann man daher vom Ganztafelmessgerät aus fortlaufend oder zeitweise die Temperaturen des Vergütungsvorganges und/oder die Durchlaufgeschwindigkeit beeinflussen. In entsprechender Weise kann von dem Ganztafelmessgerät aus ein Regelvorgang ausgelöst werden, der bei einer Vergütung durch Magnetisierung in einer Feldspule die Höhe des Magnetisierungsstromes ändert. 



  Auch andere Fabrikationsbedingungen können in entsprechender Weise geregelt werden, beispielsweise kann eine Änderung der während der Magnetisierung herrschenden Temperatur veranlasst werden, was in Fig. 3 nicht veranschaulicht ist. 



   Entsprechend können auch andere Stationen geregelt werden. 



     Gemäss Fig. 4   wird   dasGanztafelmessgerät   als selbsttätige Sortiervorrichtung verwendet. Das Messgerät besteht wie   inFig. 3   aus einer Waage 139 und der eigentlichen Messvorrichtung 142, deren schaltungstechnische Vereinigung durch den Schaltkasten 143 angedeutet ist. Von dem Schaltkasten 143 aus werden je nach der   gemessenen Verlust ziffer die Tafeln   132 auf einen   der Stapel 137, 138   oder 139 geführt. Dies geschicht in der Weise, dass die auf dem Rollgang 133 gleitende Tafel durch eine der Ablegevorrichtungen 134, 135 oder 136 auf den zugeordneten Stapel 137, 138 oder 139 abgelegt wird.

   Die Betätigung der Ablegevorrichtungen erfolgt pneumatisch, wie bei 144, 145 und 146   angedeutet, u. zw. werden durch   die inder Messvorrichtung 142   gefundenen Werte die Ventile 154, 155   und 156 für die Druckluft elektrisch gesteuert. 

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   Wie schon eingangs erwähnt, kann an Stelle der selbsttätigen Steuerung sowohl in dem Beispiel von Fig. 3 wie in dem Beispiel von Fig. 4 die Betätigung von Signalen erfolgen, auf Grund deren dann seitens des Arbeiters die erforderlichen Massnahmen getroffen werden. 



   In entsprechender Weise kann von der Messanordnung aus die Steuerung des Fabrikationsganges auch durchgeführt werden, wenn das Walzgut in Bandform anfällt. Falls das Band konstanten Querschnitt hat, wird das Messgerät vorab auf diesen Querschnitt eingestellt. Fällt das Band mit wechselndem Querschnitt an, so kann man zur entsprechenden Einstellung des   Messgerätes   an Stelle der Waage auch eine andere Einrichtung verwenden, beispielsweise eine Dickenmessung auf Grund der Durchlässigkeit für radioaktive Strahlung. 



   Die Erfindung ist in erster Linie für Elektrobleche bestimmt, u. zw. insbesondere für Fe-Si-Bleche ; sie kann jedoch mit Vorteil auch bei sonstiger Blechfabrikation angewendet werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Anordnung zum Messen der Eisenverluste von Elektroblechen oder-bändern, bei der zur Erzielung einer konstanten, von der Blechdicke unabhängigen Induktion die Spannung an der Magnetisierungswicklung in Abhängigkeit von dem Gewicht der ganzen Blechtafel oder dem Bandabschnitt voller Bandbreite selbsttätig geregelt wird und zur Messung der Eisenverluste ein Leistungsmesser dient, dessen Stromspule im Magnetisierungskreis und dessen Spannungsspule im Messkreis angeordnet ist und der zur Kompensation der in der Messanordnung auftretenden   Regel-und Instrumentenleistung   eine zweite Stromspule aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Stromspule des Leistungsmessers im Messkreis angeordnet ist,   u.

   zw.   in der Weise, dass sie in entgegengesetzter Richtung wie die erste Stromspule vom Strom durchflossen wird, und dass die Spannung an der Spannungsspule des Leistungsmessers in Abhängigkeit von dem Gewicht der ganzen Blechtafel oder dem Bandabschnitt voller Bandbreite selbsttätig auf konstante Grösse geregelt wird, und dass zur Einhaltung einer konstanten Induktion eine Rückführung des zu regelnden Wertes über eine Gleichrichteranordnung, die den arithmetischen Mittelwert der Wechselspannung wiedergibt, der der Induktion proportional ist, stattfindet.

Claims (1)

  1. 2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Gewichtsanzeige eine Prozentwaage mit linearer Skala vorgesehen ist, deren Zeiger ein Potentiometer zur Einstellung der Spannung an der Magnetisierungswicklung und ein Potentiometer zur Einstellung der Spannung an der Spannungsspule des Leistungsmessers verstellt.
    3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Prozentwaage eine doppelarmige Hebelwaage dient, bei der die wirksame Länge des einen Armes zwecks Voreinstellung der Waage auf verschiedene Sollwerte einstellbar ist.
    4. Anordnung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung der Spannung an derMagnetisierungsspule ein auf konstanten Sollwert regelnder Regler, wie Thema-Regler, dient, dessen Sollwert durch die Gewichtsanzeige der Waage verstellbar ist.
    5. Anordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sollwert-Potentiometer über eine Spannungsnormale, z. B. eine Gleichstrombatterie, gespeist wird und zwischen Potentiometerabgriff und Thema-Regler einerseits und Abgriffen für die zu regelnde Magnetisierungsspannung anderseits eine Gleich- richteranordnung vorgesehen ist.
    6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die an der Gleichrichteranordnung gewonnene Spannung der Spannung der Spannungsnormale entgegengeschaltet ist und die Steuerung des Thoma-Reglers durch die Differenz zwischen diesen beiden Spannungen erfolgt.
    7. Anordnung nach den Ansprüchen 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen Zeiger und Potentiometer normalerweise unterbrochen ist und eine Übertragungseinrichtung vorgesehen ist, welche die Verbindung erst nach Einspielen des Zeigers in die neue Anzeigestellung herstellt.
    8. Anordnung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Zeiger der Waage ein Kontaktblech in Verbindung steht, das erst nach beendeter Wägung auf die Potentiometer zur Einwirkung kommt.
    9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Zusammenwirken zwischen Kontaktblech und Einstellpotentiometer durch einen selbsttätigen Waagefeststeller steuerbar ist.
    10. Anordnung nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Waagefeststeller eine elektromagnetische Kupplung zur Schliessung der Potentiometerkreise betätigbar ist. <Desc/Clms Page number 7>
    11. Anordnung nach den Ansprüchen 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Übertragungseinrichtung in der Weise ausgebildet ist, dass sie nach Einstellung der Potentiometer durch den Zeiger die Verbindung zwischen diesen trennt und die Potentiometer bis nach Beendigung des jeweiligen Messvorganges in der eingestellten Stellung hält.
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