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Zusammenlegbarer Sportsitz, insbesondere für Skiläufer
Die Erfindung bezieht sich auf einen zusammenlegbaren Sportsitz zur lösbaren Befestigung an einem vom Boden aufragenden Ständer. Ein Sportsitz dieser Art, u. zw. ein Hochsitz für die Jagd, der in beliebiger Höhe an einem Baumstamm befestigt werden kann, ist bereits bekanntgeworden. Dabei ist der eine als Sitzfläche dienende Bespannung tragende Rahmen mit je einem vorne und hinten am Baumstamm waagrecht zur Anlage kommenden Arm versehen, der durch das Gewicht des Sitzenden an die Vorderseite bzw.
Rückseite des Stammes angepresst und so in der einmal gewählten Lage gehalten wird.
Der Sportsitz gemäss der Erfindung hat eine grundsätzlich ähnliche Bauart, dient jedoch im Gegensatz zu dem bekannten Sportsitz für Skiläufer, wobei die nebeneinander in den Boden gesteckten beiden Skier als Ständer zum Befestigen des Sitzes verwendet werden. Zum Anbringen des Sitzes an den beiden Skiern sind hier zwei Halbrahmen vorgesehen, von denen jeder zum Befestigen an einem Skibrett bestimmt ist, das als Ständer dient und die Halbrahmen sind durch an den waagrechten Rahmenteilen bzw. Armen ansteckbare Rohre oder Stangen zu einem geschlossenen, für die Aufnahme der Bespannung dienenden Sitzrahmen verbindbar.
Ein solcher Sportsitz ist auf kleinen Raum zusammenlegbar und kann leicht in einem Rucksack od. dgl. auf Touren mitgetragen werden und lässt sich mit geringer Mühe an den Skiern anbringen und wieder abnehmen. Um die Skibretter möglichst zu schonen, ist es zweckmässig, die daran zur Anlage kommenden Teile mit einem Überzug aus Gummi oder elastischem Kunststoff zu versehen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend an Hand der Zeichnungen näher erläutert.
Der dargestellte Sitz besitzt zwei spiegelbildlich gleiche Halbrahmen in Form von Rohren 1, die an ihren beiden Enden im rechten Winkel quer abragende rohrformige Arme 2, 3 aufweisen. Der vorne liegende Arm 3 ist an dem etwas abgewinkelten Endteil l'des Rohres l befestigt. Der Arm 2 ist mit einer Hülse 5 aus Gummi oder ähnlichem, etwas elastischem Werkstoff überzogen. Nicht weit von dem den Arm 2 tragenden Ende des Rohres 1 ist ein schräg nach unten abzweigender Ast 6 vorgesehen, der in einem wei- teren querliegenden Arm 7 endet, welcher zu den übrigen Fortsätzen 2 und 3 parallel liegt und ebenfalls mit einer Gummihülse 8 überzogen ist.
Zum Verbinden der gegengleichen Halbrahmen 1-8 dienen drei Stangen oder Rohre 10,11 und 12, welche in die gegenüberliegenden Arme 2, 3 und 7 eingesteckt werden, so dass sie die beiden Halbrahmen des Sitzes verbinden. Die als Sitzfläche dienende Bespannung 13 umfasst mittels eines Saumes die Stange 11 und ist beiderseits mittels Ösen in Zapfen 15 an den Stangen 1 befestigt. Die Bespannung 13 ist in der Zeichnung mit ihren Rändern punktiert angedeutet. Die beiden strichpunktiert dargestellten Skibretter 14, welche hier lotrecht stehen, also z. B. lotrecht in den Schnee gesteckt sind, ragen je zwischen die Arme 2 und 7'je eines Halbrahmens ein, wobei sich der Arm 2 an der Rückseite oben und der Arm 7 an der Vorderseite weiter unten an das Skibrett anlegt.
Die Gummihülaen 5 und 8 sind vorzugsweise gerillt, um eine möglichst gute Reibung zu erzielen und dienen auch dazu, um eine Beschädigung des Skibrettes durch die Metallrohre auszuschliessen. Da der Schwerpunkt des Sitzes weit vor den Skibrettern liegt, werden die Fortsätze 2 bzw. 8 auch im unbelasteten Zustand stark genug an die Skibretter angedrückt, um den Sitz in derso montierten Lage zu halten. Umsomehr gilt dies natürlich für den belasteten Sitz. In diesem Falle werden die Arme 2 bzw. 7 mit grosser Kraft an die Vorder-bzw. Rückseite des Skibrettes gedrückt, so dass die entstehende, bedeutende Reibung ein Abrutschen des Sitzes unter der Last des Daraufsitzenden völlig ausschliesst.
Es ist klar, dass die Abstände der Arme 2 und 5 so gewählt werden müssen, dass ein im spitzen Winkel zur Verbindungslinie der Achsen der Arme 2 und 7 hindurchgestecktes Skibrett diesen Zwi-
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schenraum ausfüllt, um die erwähnte Haltewirkung erzielen zu können.
Die Ausführung des Sportsitzes gemäss der Erfindung kann in verschiedener Weise geändert werden, ohne vom Sinne der Erfindung abzuweichen. Es ist gleichgültig, ob es sich um Rohre oder Stangen handelt.
Wichtig ist nur, dass sich die Teile wie geschildert ineinander-oder aufeinanderstecken lassen und dass das Gesamtgewicht möglichst gering gehalten ist. Es ist auch zu bemerken, dass der gleiche Sitz auch für die Befestigung auf andern Körpern als Skibrettern verwendbar ist, vorausgesetzt, dass dieser Körper lotrechte oder annähernd lotrechte Anlageflächen für die Fortsätze 2 und 7 besitzt, so dass die Anbringung in analoger Weise möglich ist.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Zusammenlegbarer Sportsitz zur lösbaren Befestigung an einem vom Boden aufragenden Ständer, wobei der eine als Sitzfläche dienende Bespannung tragende Rahmen oder Rahmenteil mit je einem vorne und einem hinten am Ständer waagrecht zur Anlage kommenden und durch das Gewicht des Sitzenden angepressten Arm versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Halbrahmen (1) vorgesehen sind, von denen jeder zum Befestigen an einem in den Boden gesteckten Skibrett bestimmt ist, das als Ständer dient und dass die Halbrahmen durch an den waagrechten Rahmenteilen bzw. Armen (2, 3, 7) ansteckbare Rohre oder Stangen (10, 11, 12) zu einem geschlossenen, für die Aufnahme der Bespannung (13) dienenden Sitzrahmen verbindbar sind.