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Glühkerze für Brennkraftmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf eine Glühkerze für Brennkraftmaschinen, mit einem Kerzengehäuse, in dessen Längsbohrung eine zunderfest Metallhülse befestigt ist, die einen in Isolierstoff eingebetteten Glühdrahtwiderstand umschliesst und in deren anschlussseitiges Ende ein mit dem einen Ende des Glühdrahtes verbundener Anschlussbolzen mit Spiel hineinragt.
Bei Glühkerzen der genannten Art liegt das anschlussseitige Ende der den Glühwiderstand aufnehmenden Metallhülse derart frei, dass Fremdstoffe, insbesondere Brennstoff und Öl, die im Bereich der Glühkerze verschüttet werden, an das genannte Ende der Metallhülse gelangen können.
Es ist üblich, zwischen dem Anschlussbolzen und dem Kerzengehäuse einen aus Isoliermaterial bestehenden Führungsring anzuordnen, jedoch ist hiebei entweder zwischen dem Anschlussbolzen und dem Führungsring oder dem Führungsring und dem Kerzengehäuse ein freier Spalt, durch den Flüssigkeiten der genannten Art ohne weiteres eindringen können.
Es hat sich gezeigt, dass die an das anschlussseitige Ende der Metallhülse gelangenden ölhaltigen Flüssigkeiten durch den freien Ringspalt zwischen Bolzen und Hülse sehr tief in das in der Hülse befindliche Isoliermaterial vordringen und im Bereich des glühdrahtseitigen Endes des Anschlussbolzens einen Nebenschluss verursachen. Das kann zur Folge haben, dass die Glühkerze versagt, weil infolge des Nebenschlusses die stärkste Erwärmung nicht mehr am brennraumseitigen Ende der Metallhülse, sondern in der Nähe des glühdrahtseitigen Endes des Anschlussbolzens, also innerhalb des Kerzengehäuses auftritt.
Der genannte Nachteil ist erfindungsgemäss durch Anordnen einer Abdichtung behoben, welche den Zutritt von Fremdstoffen zu dem oberen Ende der Hülse verhindert. Hiedurch wird erreicht, dass die Glühkerze auch bei unpfleglicher Behandlung ihre einwandfreie Wirkungsweise behält und die höchste Temperatur ordnungsgemäss an dem brennraumseitigen Ende der Hülse auftritt.
In der Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes an drei im Längsschnitt dargestellten Glühdrahtkerzen veranschaulicht.
Bei sämtlichen Ausführungsbeispielen umschliesst eine zunderfeste Metallhülse l einen in Isoliermaterial 2 eingebetteten Glühwiderstand 3, der einerseits mit dem brennraumseitigen Ende der Hülse 1 und anderseits mit dem glühdrahtseitigen Ende eines in die Hülse hineinragenden Anschlussbolzens 4 stromleitend verbunden ist.
Bei der zweipoligen Glühkerze nach Fig. 1 ist die zunderfeste Metallhülse 1 unter Verwendung einer Schmelzflussschicht 5 isoliert im Kerzengehäuse 6 befestigt. Das obere Ende der Metallhülse 1 ragt aus dem Kerzengehäuse 6 heraus und trägt ein Kontaktstück 7 zum Anschliessen einer Strom zuführungsleitung.
Die zweite Stromzuführungsleitung wird in an sich bekannter Weise mit dem anschlussseitigen Ende des Bolzens 4 verbunden.
Das obere Ende der Hülse ist dmch eine flüssigkeitsdichte und wärmefeste Abdichtung 8 verschlossen.
Diese Abdichtung kann aus einem wärmebeständigen und wasserdichten Lack, Kitt, Klebstoff, eingeschmolzenem Glas oder Emaille oder auch einem geeigneten, insbesondere giessfähigen Kunststoff oder Harz bestehen. Als Abdichtmittel hat sich unter anderem auch Epoxy-Giessharz bewährt.
Bei der einpoligen Glühkerze nach Fig. 2 ist die Metallhülse 1 in einer passenden Längsbohrung des Glühkerzengehäuses 6 befestigt und dadurch stromleitend mit dem Kerzengehäuse verbunden. Das anschlussseitige Ende der Hülse 1 liegt frei in der Längsbohrung im Kerzengehäuse. In dem oberen, an- schlussseitigenEnde des Kerzengehäuses sitzt ein den Anschlussbolzen 4 umgebender Ring 9 aus Isolierma-
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terial. Über dem Ring 9 ist die Abdichtung 8 vorgesehen, welche den Ringspalt zwischen Anschlussbolzen 4 und Kerzengehäuse 6 flüssigkeitsdicht abschliesst. Die Abdichtung 8 wird durch eine Isolierscheibe 10 und eine auf das anschlussseitige Ende des Bolzens 4 aufgeschraubte Mutter in ihrer Lage gehalten.
Die Fig. 3 zeigt, wie Fig. 1, eine zweipolige Glühkerze, bei der die Metallhülse 1 mit einem rohrförmigen Anschlussstück 12 stromleitend verbunden ist. Dieses Anschlussstück 12 ist unter Verwendung einer Schmelzflussschicht 5 isoliert im Kerzengehäuse 6 befestigt. Das obere Ende des Anschlussstückes trägt ein Kontaktstück 7'zum Anschliessen einer Stromzuführungsleitung. Die zweite Stromzuführungslei- tung wird in an sich bekannter Weise mit dem anschlussseitigen Ende des Bolzens 4 verbunden. Zwischen
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Ende des Anschlussstück esbestehender Abstandring 9.
Die beispielsweise aus einem Schmelzfluss bestehende Abdichtung 8 ist auf das anschlussseitige Ende der Hülse in das rohrförmige Anschlussstück 12 eingebracht und füllt den Ringspalt zwischen dem Bolzen 4 und dem Rohrstück 12 flüssigkeitsdicht aus.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Glühkerze für Brennkraftmaschinen, mit einem Kerzengehäuse, in dessen Längsbohrung eine zunderfeste Metallhülse befestigt ist, die einen in Isolierstoff eingebetteten Glühdrahtwiderstand umschliesst und in deren anschlussseitiges Ende ein mit dem einen Ende des Glühdrahtes verbundener Anschlussbolzen mit Spiel hineinragt, dadurch gekennzeichnet, dass in dem oberhalb der Metallhülse freibleibenden, nur den Anschlussbolzen umschliessenden Gehäuseraum ein dicht um den Anschlussbolzen herumgeformter Ring aus einer festen und wärmebeständigen Isoliermasse sitzt, der den Zutritt von Fremdstoffen vom anschlussseitigen Kerzenende zum anschlussseitigen Ende der eingebauten Hülse verhindert.