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Landmaschine, insbesondere Seitenrechen mit einem Gestell und mindestens einem ihre Arbeitswirkung ausführenden Arbeitsglied
Die Erfindung bezieht sich auf eine Landmaschine, insbesondere auf einenSeitenrechen mit einem Gestell und mindestens einem ihre Arbeitswirkung ausführenden Arbeitsglied, das zum Erzielen der Transportlage der Maschine mittels einer Hebevorrichtung hochgehoben werden kann, wobei die Hebevorrichtung eine Sperrvorrichtung aufweist, durch welche das Arbeitsglied in einer gehobenenLage feststellbar ist.
Derartige Landmaschinen sind an sich bekannt (vgl. franz. Patentschrift Nr. 1. 137. 559). Wenn die Landmaschine auf der Strasse transportiert wird, können die Arbeitsglieder in der hochgehobenen Lage in eine schwingende Bewegung kommen. Diese Bewegung kann auf die Hebevorrichtung übertragen werden, wobei sich die verschiedenen Teile derart gegeneinander bewegen können, dass die Sperrvorrichtung entsperrt wird und das Arbeitsglied aus der hochgehobenen Lage gerät.
Gemäss der Erfindung besteht nun die Sperrvorrichtung aus einem Nocken und einem um eine Drehachse drehbaren Riegel, wobei entweder der Nocken oder der Riegel um eine Gelenkachse drehbar ist, während ein Führungsglied vorgesehen ist, das zum Entsperren der Hebevorrichtung mit dem um seine Drehachse drehbaren Riegel in Wirkverbindung steht und das zum Beheben der Entsperrung wegnehmbar oder verschiebbar ist.
Der Riegel kann nach Wegnahme des Führungsgliedes nicht mit diesem in Berührung kommen, so dass verhütet wird, dass die Arbeitsglieder in einem unerwünschten Augenblick aus der hochgehobenen Lage geraten und dabei beschädigt werden.
Eine einfache Ausführungsform erhält man dadurch, dass das Führungsglied ein unter Federdruck wirkender Verriegelungsstift ist, der auf einfache Weise wegnehmbar und wieder in die Arbeitslage zu überführen ist.
Es ergibt sich eine vorteilhafte Ausführungsform der Landmaschine nach der Erfindung, wenn die Hebevorrichtung einen um die Gelenkachse drehbaren Hebel enthält, auf dem entweder der Riegel oder der Nocken angebracht ist, wobei die Sperrvorrichtung den Hebel in der Transportlage vor Drehung um die Gelenkachse in einer Richtung sperrt. Dabei kann die Hebevorrichtung auf einfache Weise von einem die Landmaschine fortbewegenden Schlepper od. dgl. her betätigt werden.
Die Hebevorrichtung ist sehr einfach zu betätigen, wenn die Gelenkachse, um die der Hebel drehbar ist, im wesentlichen waagrecht verläuft und zum Sperren und Entsperren der Sperrvorrichtung der Hebel in derselben Richtung bewegbar ist.
Eine vorteilhafte Ausführungsform der Landmaschine nach der Erfindung entsteht weiter dadurch, dass zur Regelung des Druckes des Arbeitsgliedes auf den Boden ein um die Gelenkachse einstellbarer Anschlag vorgesehen ist, der die Drehung des Hebels in einer Richtung um die Gelenkachse in eine zweite Lage, in der sich das Arbeitsglied in der Arbeitslage befindet, begrenzt. Auf diese Weise ist es möglich, mittels der Hebevorrichtung das Arbeitsglied auch an die Beschaffenheit des zu bearbeitenden Emtegutes oder des Ackers anzupassen.
Der Anschlag ist auf einfache Weise einstellbar, u. zw. mittels einer Schraubenspindel, die zum Verschieben des Anschlages um die Gelenkachse dient.
Diessetätigungder Hebevorrichtung wird vereinfacht, wenn auf der Hebevorrichtung eine Gegenfeder vorgesehen ist, die den Kraftaufwand beim Umstellen des Arbeitsgliedes In die Transportstellung verringert.
Die Erfindung wird anHand eines vorteilhaften Ausfübrungsbeispiels näher erläutert. Fig. l zeigt eine
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Draufsicht auf eine Vorrichtung nach der Erfindung. Die Fig. 2 und 3 zeigen, in vergrössertem Massstab, Ansichten eines Einzelteiles der Vorrichtung nach Fig. 1, in den Richtungen der Pfeile II und III gesehen.
Fig. 4 zeigt eine Ansicht in Richtung des Pfeiles IV der Fig. 3.
Nach Fig. 1 besteht die Vorrichtung aus einem Gestell 1, das von drei Laufrädern 2,3 und 4 abgestützt wird. Das Gestell 1 besteht aus einemRahmenbalken 5, der auf der Vorderseite mit einem Rahmenbalken 6 verbunden ist, wobei die Verbindung zwischen dem Rahmenbalken 5 und dem Rahmenbalken 6 durch einenRahmenbalken 7 versteift wird. Auf dem Rahmenbalken 5 sind vier Rechenräder 8,9, 10 und 11 vorgesehen, die auf Trägern 12 befestigt sind, deren Verbindung mit dem Rahmenbalken 5 durch Gelenke 13 erfolgt. Die Träger 12 sind an ihren Enden mit Lagern 14 versehen, in denen Kurbeln 15 gelagert sind, welche die Rechenräder 8 - 11 tragen. Die Rechenräder 8-11 können, zum Erzielen der Transportlage der Vorrichtung, von dem Boden gehoben werden, indem die Kurbeln 15 hochgedreht werden.
Zum Hebender Rechenräder 8 - 11 ist eine Hebevorrichtung 16 vorgesehen, die eine oberhalb des Rahmenbalkens 5 gelagerte Stange 17besitzt. Die Kurbeln 15 sind mit der Stange 17 mittels Federn 18 und Ketten 19 verbunden. Bei der Bewegung der Stange 17 in Richtung des Pfeiles 20 drehen sich die Kurbeln 15 derart in den Lagern, dass die Rechenräder 8 - 11 vom Boden abgehoben werden. Um die Stange 17 in Richtung des Pfeiles 20bewegen zu können, ist sie mittels einer Kette 21 mit einem Hebel 22 verbunden. Der Hebel 22 sitzt auf einer waagrechten Gelenkachse 22, die in einem auf dem Rahmenbalken 5 angebrachten Lager 24 und einem aufdemRahmenbalken 6 angebrachten Lager 25 gelagert ist. In einer Arbeitslage, in der die Rechenräder 8 - 11 den Boden berühren, nimmt der Hebel 22 eine Lage ein, wie sie in Fig. 2 gestrichelt dargestellt ist.
Zum Erzielen der Transportlage wird der Hebel 22 von der gestrichelt gezeichnetenLage in die Lage bewegt, die durch volle Linien veranschaulicht ist (Fig. 2). Bei dieser Bewegung wird die Stange 17 in Richtung des Pfeiles 20 bewegt und die Rechenräder 8-11 werden von dem Boden abge-
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einem Riegel 26 besteht, der um eine Drehachse 27 drehbar ist. Der Riegel 26 ist auf dem Hebel 22 angebracht und bewegt sich mit dem Hebel um die Gelenkachse 23. Weiter besteht die Sperrvorrichtung aus einem Nocken 28, der auf einer Stütze 29 sitzt, die mit dem Rahmenbalken 5 verbunden ist. Der Riegel 26 hat zwei lange Seiten 30 und 31 und zwei mit Einschnitten versehene schmale Seiten 32 und 33.
In der Verriegelungslage ruht entweder die Schmalseite 32 oder die Schmalseite 33 auf dem Nocken 28 auf, wobei der Hebel 22 an einer Drehung in der Richtung 34 um die Gelenkachse 23 gesperrt ist, da der Abstand der Achse 23 von der Achse 27 zuzüglich des Abstands der Achse 27 von dem Nocken 28 grösser ist als der Abstand der Achse 23 von dem Nocken 28. Um den Hebel 22 aus der Sperrlage führen zu kön- nen, ist auf der Stütze 29 ein Führungsglied 35 vorgesehen, das in Form eines Verriegelungsstiftes ausgebildet ist und durch die Befestigung auf der Stütze 29 stets eine feststehende Lage gegenüber dem Nokken 28 hat.
Um die Vorrichtung aus der gehobenen Lage in die Arbeitslage zu führen, wird der Hebel 22 in Richtung des Pfeiles 36 bewegt, wobei die lange Seite 30 des Riegels 26 gegen das Führungsglied 35 stösst und in Richtung des Pfeiles 37 gedreht wird. Nachdem der Riegel 26 etwas in Richtung des Pfeiles 37 gedreht worden ist, kann der Hebelarm 22 in Richtung des Pfeiles 34 bewegt werden, wobei die Seite 31 des Riegels 26 gegen den Nocken 28 stösst und der Hebelarm mit dem Riegel den Nocken 28 passieren kann, da der Abstand der Gelenkachse 23 von der Achse 27 zuzüglich des Abstands der Achse 27 von der Seite 31 kleiner ist als der Abstand der Gelenkachse von dem Nocken 28.
Wenn die Maschine wieder in die Transportlage geführt werden soll, wird der Hebelarm 22 wieder in Richtung des Pfeiles 36 bewegt, worauf die Seite 32 das Führungsglied 35 berührt, wodurch der Riegel 26 wieder in eine geeignete Lage gelangt, um den Hebelarm 22 zu sperren. Bei weiterer Bewegung des Hebelarmes kommt die schmale Seite 33 mit dem Nocken 28 in Berührung.
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ren, muss der Hebel 22 in Richtung des Pfeiles 36 bewegt werden, was sich leicht von einem die Vorrich- tung fortbewegenden Schlepper durchführen lässt, indem auf der oberen Seite des Hebels 22 ein sich bis zum Schlepper erstreckendes Seil 38 angebracht ist, an dem sowohl zum Erzielen der Transportlage als auch der Arbeitslage gezogen wird. Der Hebel 22 wird in Richtung des Pfeiles 34 durch das Gewicht der Rechenräder bewegt.
Um zu verhüten, dass die Rechenräder in der Arbeitslage mit ihrem ganzen Gewicht auf den Boden drücken, wird der Hebel 22 auch in der Arbeitslage, wie dies gestrichelt veranschaulicht ist, gegen Drehung um die Gelenkachse gesichert. Dazu ist auf der Gelenkachse 23 ein Arm 39 angebracht, der mit einem Fuss 40 versehen ist, der einen Anschlag bildet, auf dem der Hebel 22 aufruht. Der Arm 39 ist um die Gelenkachse 23 drehbar und wird gegen Drehung um die Gelenkachse durch eine Schraubenspindel 41 gesichert, die an einem Ende in derStütze 29 lagert und am andern Ende mit einem Schraubengewinde 42
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versehen ist, das in einem Klotz 43 liegt, der gegenüber dem Arm 39 drehbar ist.
Die Lage des Armes 39 kann durch Verdrehung der Schraubenspindel 41 geändert werden, so dass der Hebel 22 in der Arbeitslage der Vorrichtung verschiedene Stellungen einnehmen kann, wodurch der Druck der Rechenräder auf den Boden reguliert wird. Da die Rechenräder 8,9 bestrebt sind, die Kurbeln 15 stets in dieselbe Richtung in den Lagern 14 zu drehen, wobei die Stange 17 in einer dem Pfeil 20 entgegengesetzten Richtung gezogen wird, wird auch der Hebel 22 von den Rechen. rädern 8 - 11 stets in Richtung des Pfeiles 34 gezogen. Um das so auf den Hebel 22 wirkende Gewicht der Rechenräder zu verringern, ist auf der Gelenkachse 23 noch ein Arm 44 angebracht, dessen Ende mit einer Gegenfeder 45 verbunden ist, die auf dem Rahmenbalken 5 angeordnet ist.
Diese Gegenfeder gleicht das Gewicht der Rechenräder aus, wodurch die zum Drehen des Hebels 22 um die Gelenkachse 23 erforderliche Kraft gering ist.
Um zu verhüten, dass während des Transportes der Vorrichtung der Riegel 26 sich infolge Rütteln des Hebels 22 dreht, das dadurch zustande kommen kann, dass der Riegel an das Führungsglied 35 gelangt, ist das Führungsglied 35 aus der Lage entfernbar, in der es den Riegel 26 dreht. Dazu ist das als Verriegelungsstift ausgebildete Führungsglied 35 mit einem abgebogenen Teil 46 versehen, der sich über den schraubenlinienförmigenRing 47 bewegen kann. Weiter ist um den Stift 35 eine Feder 48 angeordnet, die den Stift 35 in Richtung 49 drückt, so dass das Führungsglied 35 als ein nachgiebiger Verriegelungsstift wirksam ist. Der schraubenlinienförmige Ring 47 ist am höchsten Teil mit einem Einschnitt versehen, in welchem der abgebogene Teil 46 des Verriegelungsstiftes 35 in der unwirksamen Lage zum Transportieren der Vorrichtung ruhen kann.
Wenn sich der Hebel 22 in Richtung des Pfeiles 36 dreht, u. zw. in der unwirksamen Lage des Stiftes 35, kann der Riegel 26 somit nicht um die Achse 27 gedreht werden, so dass dieBlockierungbeibehalten wird. Wenn der Verriegelungsstift 35 wieder in seine Arbeitslage geführt wird, kann der Riegel 26 durch Bewegung des Hebels 22 wieder in Richtung des Pfeiles 37 um die Achse 27 gedreht werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Landmaschine, insbesondere Seitenrechen mit einem Gestell und mindestens einem ihre Arbeitswirkung ausführendenArbeitsglied, das zum Erzielen der Transportlage der Maschine mittels einer Hebevorrichtung hochgehoben werden kann, wobei die Hebevorrichtung eine Sperrvorrichtung aufweist, durch welche das Arbeitsglied in einer gehobenen Lage feststellbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrvorrichtung aus einem Nocken (28) und einem um eine Drehachse (27) drehbaren Riegel (26) besteht, wobei entweder der Nocken oder der Riegel um eine Gelenkachse (23) drehbar ist, während ein Führungsglied (35) vorgesehen ist, das zum Entsperren der Hebevorrichtung mit dem um seine Drehachse drehbaren Riegel (26) in Wirkverbindung steht und das zum Beheben der Entsperrung wegnehmbar oder verschiebbar ist.