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Verfahren zur Herstellung von Magnettonköpfen
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- dieses Material ausserdem auf einfache Weise auf die gewünschten Stärken (10 J1. und mehr) einstellbar sein muss, während es seine mechanische Festigkeit bei den erwähnten Temperaturen beibehalten soll, damit es unter dem beim Pressen auftretenden grossen Druck nicht zusammenbricht. Es ergibt sich, dass die letzteren Anforderungen auch nicht von verschiedenen metallischen Materialien erfüllt werden, so dass auch aus diesem Grunde das letztere Verfahren Schwierigkeiten bezüglich der Einstellung der Spaltbreite auf den richtigen Wert mit sich bringt.
Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile zu beheben. Das Verfahren nach der Erfindung weist das
Merkmal auf, dass vor der Erhitzung Glimmerabstandsstücke zwischen den erwähnten Oberflächen der Tei- le angebracht werden, deren Stärke weitgehend gleich der endgültig gewünschten Spaltbreite ist.
Glimmer ist tatsächlich auf einfache Weise auf die gewünschten Stärken einstellbar, während er seine mechanische Festigkeit bei hohen Temperaturen beibehält, so dass er unter dem beim Pressen auftretenden grossen Druck nicht zusammenbricht. Ausserdem reagiert Glimmer eben bei den erwähnten hohen Tempe- raturen weder mit dem Glas noch mit dem Ferrit, so dass sowohl die magnetischen als auch die mechani- schenEigenschaften derKöpfe nicht beeinträchtigt werden. Dieses Nichtbeeinträchtigen der mechanischen
Eigenschaften macht die Einstellung der Spaltbreite leicht durchführbar.
Die Erfindung wird an Hand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
In Fig. 1 bezeichnet 1 einen Teil des magnetischen Kreises aus gesintertem, oxydischem, ferroma- gnetischem Material, dessen Oberfläche 2 als Spaltoberfläche dient und dessen Teil 3 einen Teil des
Schliessjoches des fertigen Produktes bildet. Auf der Oberfläche 2 wird eine Glasfolie 4 angebracht, deren
Abmessung 5 einige Prozent, gegebenenfalls sogar einige zehn Prozent, grösser ist als die endgültig gewünsch- te Spaltbreite, die von der Grössenordnung von 10p oder mehr ist. Auf der Oberfläche 6 des Teiles 3 wird auch eine Glasfolie 10 angebracht, die jedoch erheblich dünner als die Folie 4 sein kann.
Es sei bemerkt, dass es empfehlenswert ist, für die Folien Glas anzuwenden, dessen Ausdehnungskoef- fizient bei der Temperatur, bei der der Magnettonkopf verwendet wird, weitgehend gleich dem Ausdeh- nungskoeffizienten des ferromagnetischen Materials und z. B. nicht mehr als 51a von diesem verschieden ist ; man benutzt vorzugsweise jedoch Glas, dessen Ausdehnungskoeffizient in dem ganzen Temperature- reich zwischen der Temperatur, bei der der Magnettonkopf gebraucht wird, und der Erweichungstempera- tur des Glases weitgehend gleich dem Ausdehnungskoeffizienten des ferromagnetischen Materials, z. B. nicht mehr als lCP/i) von diesem verschieden ist.
Mit 7 und 8 sind die Glimmerabstandsstücke bezeichnet, deren Stärke weitgehend gleich der ge- wünschten Spaltbreite ist.
Auf dem so ausgebildeten Ganzen wird dann ein zweiter Kreisteil 9 angebracht, der z. B. mit dem ersten Kreisteil übereinstimmen oder aber auch ein unprofiliertes Stück gesinterten, oxydischen, ferroma- gnetischen Materials sein kann. Dieser zweite Kreisteil ist in der Figur in einer Lage dargestellt, in der er noch nicht auf dem ersten, mit Glas und Glimmer versehenen Kreisteil angebracht ist.
Das so gebildete Ganze wird bis zur Erweichungstemperatur des benutzten Glases erhitzt, und die bei- den Kreisteile werden zusammengepresst. Dank der Glimmerabstandsstücke kann bei diesem Pressvor- gang, nachdem einmal die gewünschte Spaltbreite erreicht ist, kein Glas mehr aus dem Spalt weggepresst werden.
Es sei bemerkt, dass nach dem Erreichen der gewünschten Spaltbreite der Abstand zwischen der Ober- fläche 6 des Schliessjochteiles 3 und der entsprechenden Oberfläche des zweiten Kreisteiles ausreichen soll, um die zusammengepresste Glasfolie 10, die nur als mechanische Verbindung zwischen den beiden
Kreisteilen 1 und 9 dient und auch durch andere Verbindungsmittel ersetzt werden kann, aufnehmen zu können.
Nach Abkühlung können diejenigen Teile des Kopfes, deren Spalt mit Glimmer ausgefüllt ist, weg- geschliffen oder weggesägt werden, während auch die Führungsfläche des Kopfes bearbeitet wird.
Gegebenenfalls kann das Gebilde längs einer oder mehrerer Ebenen senkrecht zur Richtung der Spalt- breite, z. B. längs der Ebenen 11 und 12, durchgesägt werden.
Auf diese Weise kann man aus einem einzigen gemäss dem Verfahren hergestellten Teil eine Anzahl von Kreisen erhalten.
Es wird einleuchten, dass man die Kreisteile auch doppelt ausbilden kann, wie dies in Fig. 2 darge- stellt ist. Nach Durchführung desselben Verfahrens wie vorstehend geschildert ist, muss das Ganze längs einer Ebene 13 durchgesägt werden, wodurch man über zwei Gebilde gemäss Fig. l verfügt.
Man kann auf gleiche Weise von zwei Teilstücken 14 und 15 nach Fig. 3 ausgehen. Nach Durchführung des an Hand der Fig. 1 geschilderten Verfahrens muss das Ganze längs einer Ebene 16 durchgesägt wer- den, wodurch man zwei Kreisteile zur Verfügung hat, die je mit einem Schliessjoch ergänztwerden kön- nen.
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Auch die Gebilde nach den Fig. 2 und 3 können längs einer oder mehrerer zur Richtung der Spaltbreite senkrechten Ebenen durchgesägt werden.
PATENTANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Herstellung von Magnettonköpfen, welche mindestens zwei Kreisteile aus gesintertem, oxydischem, ferromagnetischem Material enthalten, zwischen denen sich ein Nutzspalt befindet, der'mit Glas ausgefüllt ist, das als nichtmagnetisches Material zum Schutz des Nutzspaltes und ausserdem dazu dient, die beiden Kreisteile mechanisch miteinander zu verbinden, wobei von zwei Teilstücken ausgegangen wird, die mit je mindestens einur Präzisionsfläche versehen sind und mit diesen Flächen unter Zwischenfügung einer Glasfolie gegeneinandergepresst werden, deren Stärke einige Prozent grösser ist als die endgültig gewünschte Spaltbreite, worauf das so erhaltene Ganze bis zur Erweichungstemperatur des Glases erhitzt und darauf bei einer in diesem Erweichungsbereich liegenden Temperatur zusammengepresst wird mit einem solchen Druck,
dass nach Erhärtung des Glases die richtige Spaltbreite erreicht wird und nach Abkühlung des Ganzen durch genaue Formgebung (z. B. durch Polieren) der durch beide Kreisteile gebildeten Führungsfläche auf der oberen Seite des Kopfes die Spalthöhe bestimmt wird, dadurch gekennzeichnet, dass vor der Erhitzung zwischen den Spaltoberflächen der Teilstücke Glimmerabstandsstücke angebracht werden, deren Stärke weitgehend gleich der endgültig gewünschten Spaltbreite ist.