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Drehwiderstand oder Potentiometer
Die Erfindung bezieht sich auf Drehwiderstände oder Potentiometer.
Bisher wurden Betätigungsspindeln für solche Geräte normalerweise aus einem runden stabförmigen Material hergestellt, wobei ein Ende des Stabes zwecks Herstellung einer Abflachung an einer Seite der Spindel, die mit dem Betätigungskörper in Berührung kommt, bearbeitet wird und an dem ändern Ende normalerweise eine Platte, z. B. durch Annieten auf einem Teil der Spindel mit kleineremDurchmesser, angebracht ist, die dann als Anschlag und als Halterung für einen Bürstenträger und gegebenenfalls als Betätigungsglied für einen Schalter dient.
Die Erfindung bezweckt die Schaffung einer verbesserten Spindel, die an Stelle der bekannten Spindelarten treten und wirtschaftlich gefertigt werden kann. Erfindungsgemäss besteht die Betätigungsspindel aus einem Metallstreifen, z. B. aus halbhartem Messing, der zu einem annähernd dreieckigen Querschnittprofil gebogen ist, wobei vorzugsweise ein schmaler Spalt zwischen den gegenüberliegenden Kanten des umgebogenen Streifens in einer der Seiten des Dreiecks freigelassen ist. Die Ecken des Dreiecks sind dabei zweckmässig so geformt, dass sich anschmiegende Lagerflächen für ein gemeinsames Zusammenwirken mit einer runden Bohrung entstehen.
Es kann auch die Spindel in einer Hülse gelagert sein, die im Durchmesser etwas kleiner ist als der Durchmesser eines Kreises, der den Querschnitt der sich im unbeanspruchten Zustand befindenden Spindel umschreibt. Eine weitere Ausführungsform der Erfindung kennzeichnet sich durch einen Betätigungskörper, der eine Bohrung mit zumindest einer flachen Seite zum Zusammenwirken mit einer der Seiten des dreieckigen Querschnitts der Spindel aufweist.
Nach einem andem Merkmal ist ein Betätigungskörper aus Isoliermaterial, der eine unrunde Bohrung, die zur gemeinsamen Drehung mit der Spindel eng über deren dreieckiges Profil passt und einen Flansch mit einerAusnehmung aufweist, vorgesehen, in der ein Bürsten-oderschleiferhalteglied verdrehungssicher gelagert ist. Dabei ist vorteilhafterweise zumindest eine Seite der Spindel nit einer Verlängerung versehen, die am Betätigungskörper umgebogen ist, um zu verhindern, dass letzterer abgezogen werden kann.
Schliesslich ist es. möglich, dass die Lagerhülse und der Betätigungskörper durch einen von einer der Kanten des dreieckigen Profils radial vorspringenden Teil der Spindel zusammengehalten sind, der sich an das dem Betätigungskörper gegenüberliegende Ende der Hülse anlegt. Bei einer andern Ausführung ist die Lagerhülse mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden Rille versehen, durch die der vorspringende Teil hindurch schiebbar ist, wobei die Verlängerung als Anschlag ein Rückdrehen des vorspringenden Teiles bis zur Rille verhindert.
Eine beispielsweise Ausführung der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, u. zw. zeigen Fig. 1
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vergrösserte Stirnansicht einer AusführungsformSeitenansicht, Fig. 3 einen Axialschnitt einer Ausführungsform eines Potentiometers, das eine Spindel nach den Fig. 1 und 2 enthält, Fig. 4 eine ähnliche Ansicht einer Abwandlung und Fig. 5 eine Stirnansicht eines abgeänderten Betätigungsgliedes.
Nach der Fig. 1 und 2 ist die Spindel aus einem flachen Streifen eines Materials 1 durch Biegen um drei sicht Längsrichtung des Streifens erstreckende Linien hergestellt, um ein gleichseitiges Dreieck mit abgerundeten Ecken 2, 3 und 4 zu bilden, wobei ein Spalt zwischen den zwei gegenüberliegenden Kanten des Streifens in der der Ecke 2 gegenüberliegenden Seite des Dreiecks belassen wird. Eine Spindel für eine
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Verwendung in einer Bohrung mit einem Durchmesser von 6, 25 mm kann beispielsweise aus halbhartem Messing von 0, 2 mm Stärke gebildet werden.
Zwei der flachen'Spindelseiten sind an einem Ende mit sich in Längsrichtung erstreckenden Verlängerungen S bzw. 6 hergestellt, die unter rechtem Winkel nach aussen gebogen sind, wodurch die Verlängerung 5 einen sich radial erstreckenden Anschlagarm bildet, während die Verlängerung 6 durch zwei weitere Biegungen gekröpft ist, um ein Schalterbetätigungsglied zu bilden.
Fig. 3 zeigt die Verwendung dieser Spindel in einem Potentiometer oder veränderlichen Widerstand, Das Potentiometer weist eine isolierende Grundplatte 7 auf, in die ein Widerstandsstreifen 8 und ein Kontaktring 9 eingebettet sind, wobei der letztere mit einer Anschlussfahne 10 aus einem Stück besteht. Die Grundplatte 7 ist in einem Gehäusekörper 11 eingesetzt, der beispielsweise aus einer Leichtmetallegierung besteht und eine Spindelhülse 12 aufweist, durch die sich die Potentiometerspindel 13 mit an der inneren Oberfläche der Hülse elastisch anliegenden abgerundeten Kanten 2, 3 und 4 erstreckt.
An dem Ende der Spindel 13. das den Anschlagarm 5 und das Schalterbetätigungsglied 6 trägt, ist ein mit FlanschenversehenexBetätigungskörper 14 aus Polystyrol oder einem andem isolierenden Kunstharzmaterial angebracht, der eine dreieckige Mittelbohrung aufweist, die eng über die Spindel 13 passt, und der ein Bürstenw oder Schleiferhalteglied 15 aus elastischem Metall trägt und führt.
Das letztere ist mit zwei Bürsten oder Schleifer 16 und 17 für ein entsprechendes Zusammenarbeiten mit dem Kontaktring 9 und der Widerstandstreifen 8 ausgestattet.
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wie gezeigt, zusammengefügt ist, an der äusseren Fläche der Hülse 12 so anliegt, dass die Welle gegen eine Bewegung nach rechts (Fig. 3) festgehalten wird, wodurch ein elastischer Anlagedruck für die Bürsten 16 und 17 geschaffen wird.
Damit dieser vorspringende Teil 20 vor dem Zusammenfügen der Anordnung gebildet werden kann, ist die Hülse 12 mit einer sich in Längsrichtung erstreckenden inneren Rille 21 an einer Stelle versehen, die so gewählt ist, dass der Anschlag 5 oder ein anderer Endanschlag den Teil 20 daran hindert, in eine Ausfluchtung mit der Rille 21 zurückzukehren, wenn das Potentiometer einmal zu- sammengefügt und aus der ausgefluchteten Stellung herausgebracht worden ist. Eine Staubkappe 22 schliesst den Potentiometermechanismus ein ; sie kann, falls erwünscht, einen Ein/Aus-Schalter für eine Betätigung durch das Glied 6 tragen.
In der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform wurde der Betätigungskörper 14 durch einen abgewandelten Betätigungskörper 24 ersetzt, von dem eine Stirnansicht in Fig. 5 gezeigt ist. Der Betätigungskörper ist mit einer Anschlagfahne 27 und einer Schalterbetätigungsfahne 25 ausgebildet ; er unterscheidet sich von dem der Fig. 3 auch dadurch, dass der Anbringungsschlitz für das Bürstenhalteglied 15 durch eine Schicht 26 aus Isoliermaterial abgedeckt ist, an der die Abbiegung 15a des Bürstenhallegliedes 15 anliegt.
Die umgebogenen Arme 5a dc Spindel 13 brauchen nicht als Endanschläge für die Bewegung der Spindel zu wirken und müssen daher nicht über den Umfang des Flansches des Körpers 24 vorragen, ihre einzige Funktion besteht darin, zu verhindern, dass der Körper 24 von der Spindel heruntergezogen wird. Fig. 5 zeigt deutlich die dreieckige Öffnung 28 der Bohrung, die das dreieckige Profil der Spindel 13 aufnimmt, wodurch der Betätigungskörper 24 gezwungen wird, sich mit der Spindel ohne jegliches tote Spiel zu drehen.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Drehwiderstand oder Potentiometer, dadurch gekennzeichnet, dass die Betäügungsspindel (13) aus einem Metallstreifen (l), z. B. aus halbhartem Messing, besteht, der zu einem ann ! 1hemd dreieckigen.
Querschnittsprofil gebogen ist.