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Ball für Tennis-und andere Spiele und Verfahren zur Herstellung desselben.
Die bisher beim Tennisspiel benutzten Bälle sind mit einem Überzug von Filztuch versehen, der aus zwei Teilen a von der in Fig. 1 der Zeichnung dargestellten Form zusammengesetzt ist. Diese beiden Teile werden rechtwinklig zueinander von entgegengesetzten Seiten auf den mit einem Klebstoff bestrichenen Gummiball gelegt und dann an ihren Kanten miteinander vernäht, so dass der fertige Ball das in Fig. 2 dargestellte Aussehen hat.
Diese Bälle haben manche Übelstände. Zunächst wird die Elastizität des Gummiballos wesentlich dadurch herabgemindert, dass der Filztuchüberzug sich nur durch starkes Anziehen der Nähte der Kugelform des Balles anschmiegt, da der Stoff an sich das Bestreben hat, in die flache Form zurückzukehren. Andererseits werden die an und für sich langen Nähte infolge der notwendigen starken Ausspannung des Überzuges stark in Anspruch genommen, so dass sie häufig aufreissen, wodurch der Ball unbrauchbar wird. Auch leiden die Bälle durch Nässe, da diese durch die Nähte unter den Überzug gelangt und den Klebstoff auflöst, so dass die feste Verbindung zwischen dem Ball und dem Überzug aufgehoben wird, wodurch wiederum der Ball für das Spiel unbrauchbar wird.
Nach der vorliegenden Erfindung werden diese Übelstände dadurch vermieden, dass der Ball mit einer festen gewirkten oder gestrickten Umhüllung versehen wird, die sich entsprechend der Natur der Wirkwaren dem Ball überall eng anschmiegt, ohne die Kiastixität des Balles wesentlich zu beeinträchtigen.
Die Herstellung der Umhüllungen erfolgt in der Weise, dass durch geeignetes Mindern eine vollständig kugelförmige Hülle b (Fig. 3) hergestellt wird, an der ein Schlitz c e fur die Einbringung des Balles offen bleibt. Dieser Schlitz wird nach Einbringung des Balles in der Weise geschlossen, dass man die Maschen der Ränder mit einem nach Fertigstellen der Bulle an diesem belassenen Faden durch weitere Maschenbildung vereinigt. Der mit der UmhüHung versehene Ball zeigt dann das in Fig. 4 dargestellte Aussehen. Die Linien d e, /c und y e zeigen die durch das oben erwähnte Mindern entstandenen Minderreihen.
Diese Art der Herstellung der Tennisbälle hat noch den weiteren Vorteil, dass das endgiltige Aufblasen der Bälle erst nach Aufbringung der Umhüllung zu erfolgen braucht.
Bei den nach der alten, in der Einleitung beschriebenen Methode hergestellten Bällen musste das endgiltige Aufblasen vor dem Aufbringen der Filztuchumhüllung vorgenommen
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aus den Bällen Luft entwichen war und dementsprechend die Elastizität nachgelassen hatte.
Das Aufblasen der Bälle erfolgt bekanntlich in der Weise, dass an einer Stelle, wo der Ball auf der Innenseite mit einem verstärkten Zapfen versehen ist ; eine Hohlnadel in den Ball gestochen wird, durch welche Pressluft eingeführt wird, worauf nach dem Herausziehen der Nadel die Einstichöffnung durch ein kleines Gummikügelchen verklebt wird.
Beim Einbringen des Balles in die vorstehend beschriebene Umhüllung wird nun die Stelle des Balles, an der sich der innere Zapfen befindet, beispielsweise unter den Punkt d- der Umhüllung gebracht, welcher durch ein eingezogenes farbiges Fädches oder dgl. leicht kenntlich gemacht worden kann. An dieser Stelle wird dann die Hohlnadel zwischen den Maschen hindurchgestochen, was mit keinerlei Schwierigkeit verknüpft ist. Ebenso erfolgt das Verkleben des Einstichloches zwischen den Maschen hindurch. Auf diese Weise kann
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werden, was bei den nach der bisherigen Methode hergestellten Bällen ausgeschlossen ist.
Die Herstellung der Hülle könnteauch hoch auf andere Weise erfolgen. Man könnte z. B. auch zwei gleiche halbkugelförjmig geminderte Stücke herstellen und diese ringsherum durch eine Kettennaht miteinander vereinigen. Eine Vereinigung der Hülle mit dem Ball durch einen Klebstoff ist gemäss der'vorliegenden Erfindung nicht erforderlich, da die Halle selbst Kugelgestalt besitzt und den Ball allseitig mit gleicher Nachgiebigkeit umschliesst. Infolgedessen kann der Ball auch durch Feuchtigkeit in keiner Weise beschädigt werden.
Der Ball kann natürlich anch für andere Spiele als Tennis benutzt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE : L Ball für Tennis-und andere Spiele, dadurch gekennzeichnet, dass der Gummiball mit einer dichtmaschigen, durch Stricken oder Wirken hergestellten Umhüllung versehen ist.