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Gestell, vorzugsweise für elektrische Geräte
Die Anordnung von Bauteilgruppen der Fernmeldetechnik, insbesondere der Nebenstellentechnik, erfolgte in vielen Fällen am im Aufstellungsraum angebrachten, offenen Gestellrahmen. Zur Staubabdichtung werden auf die einzelnen Bauteile bzw. Bauteilgruppen Blechkappen aufgeschoben. Moderne Neben- siellenzeniralen werden unter Umständen in Einzelgestellrahmen aufgegliedert innerhalb eines Kastens untergebracht. Herkömmliche Ausführungsformen, bei denen die Einzelgestellrahmen innerhalb eines Kastens angeordnet sind, weisen den Nachteil auf, dass sie den durch den Kasten vorgegebenen Innenraum nicht wirtschaftlich genug ausnützen können. Bis zu 500/0 desKasteninnenraumes bleiben in der Mehrzahl der Fälle ungenützt.
Dazu kommt noch als weiterer Mangel die Unzugänglichkeit zu der Rückseite der Einzelgestellrahmen bzw. zu bestimmten Bauteilgruppen. Weiters treten durch die aufgelockerte Bau- weisender relativ schweren Einzelgestellrahmen bzw. Bauteilträger und der dadurch meist nicht ausreichenden Möglichkeit, sowohl die Bauteilträger untereinander als auch mit dem Kasten zu fixieren, bei Bewegung des ganzen Kastens, z. B. beim Transport, erhebliche Massenkräfte auf, die eine sehr kostspielige und umfangreiche Verpackung erforderlich machen.
Die Erfindung betrifft ein Gestell für vorzugsweise elektrische Geräte, insbesondere für Nebenstellenzentralen mit gegeneinander verschwenkbaren Gestellrahmen, die Bauteilgruppen tragen. Erfindungsgemäss sind Tür und Rückwand des Trägergestellrahmens als Bauteilträger ausgebildet und sind um im Trägergestellrahmen sitzende Achsen verschwenkbar. Ferner sind um die gleichen Achsen ein oder mehrere in den Trägergestellrahmen einschwenkbare Gestellrahmen angeordnet, die vorzugsweise die lichte Öffnung des Trägergestellrahmens im wesentlichen ausfüllen, wobei entweder die Rückwand an der Wand des Aufstellungsraumes oder der Trägergestellrahmen am Boden des Aufstellungsraumes fixiert ist. Die Vorteile, die sich durch die erfindungsgemässe Lösung anbieten, sind vielfältig.
Für die gute Zugänglichkeit zu den einzelnen Bauteilen an den Bauteilträgern ist durch eine Schwenkbarkeit der einzelnen Bauteilträger gesorgt. Die Schwenkbarkeit mehrerer Bauteilträger um eine gemeinsame Achse ist durch auf der Achse übereinander angeordnete, den einzelnen Bauteilträgern zugeordnete Scharniere, sogenannte Stockwerksscharniere, möglich. Tür und Rückwand dienen selbst als Bauteilträger, durch ihre zusätzliche Verwendung als Bauteilträger wird der zur Verfügung stehende Innenraum, der durch den Trägergestellrahmen vorgegeben ist, fast vollständig ausgenützt. Die einzelnen Bauteilträger, Tür und Rückwand mit inbegriffen. füllen im eingeschwenkten Zustand, dem Betriebszustand der Anlage, den vorhandenen Raum nahezu vollständig aus.
Beim Ausschwenken der Gestellrahmen aus dem selbsttragenden Trägergestellrahmea. fällt ein kopflastig angebrachter Fallriegel aus seiner Ruhelage und verhindert ein-unbeabsichtigtes Einschwenken der ausgeschwenkten Gestellrahmen indem Trägergestellrahmen. Tur und Rückwand sind zur Versteifung am Rand gebogen. Am Trägergestellrahmen sind zur Versteifung Winkelblechstreifen angebracht. Im eingeschwenkten Zustand bilden die Schenkel der Winkelblechstreifen mit den BUgen der Tür und Rückwand einfache Labyrinthdichtungen. Tür, Rückwand und Trägergestellrahmen bilden infolge der Labyrinthdichtungen ein staubdichtes Gehäuse, welches auch noch die Relaisgeräusche dämpft.
Durch mehrfache Verschraubbarkeit der eingeschwenkten Gestellrahmen untereinander und mit den Trägergestellrahmen sowie mit Tür und Rückwand entsteht für den Transport ein steifer Kasten. Die auf diese Art gebildete Konstruktion, die eine Bewegung der Einzelgestellrahmen im Inneren verhindert, kann ohne Verpackung transportiert werden.
Eine innerhalb des Trägergestellrahmens angebrachte und nur bei geöffneter Tür zugängliche Sperrklinke
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fixiert den Trägergestellrahmen im eingeschwenkten Zustand mit der Rückwand. Die bisher gebräuchliche umfangreiche und schwere Bauweise hat den Verschluss der Anlage mit mehreren Schlössern, zumindest aber mit einem Schloss, dessen Riegel aber an mehreren Stellen wirksam wurden, erfordert. Gegenüber andern Ausführungen ist nur ein Schloss mit einfachem Riegel, das an der Vorderseite der Tür gut zugänglich angebracht ist, ausreichend. Das gesamte Gewicht der Nebenstellenzentrale ruht, wenn die Rückwand an der Wand des Aufstellungsraumes fixiert ist, auf den am Trägergestellrahmen angebrachten Laufrollen, deren Achsen radial zur vertikalen Schwenkachse des Trägergestellrahmens angebracht sind.
Die Laufrollen entfallen, wenn die Nebenstellenzentrale, d. h. der Trägergestellrahmen. unmittelbar am Fussboden des Aufstellungsraumes fixiert wird. Die Hauptkabel können unmittelbar an den Schwenkachsen angeordnet werden und sind einerseits wegen ihrer relativ grossen Länge, anderseits wegen ihres geringen Abstandes zu den Schwenkachsen bei Schwenkbewegungen nur in geringem Masse einer Verdrehung ausgesetzt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Lösung, bei dem die als Bauteilträger ausgebildete Rückwand 1 des Trägergestelles der Nebenstellenzentrale an der Wand des Aufstellungsraumes fixiert ist, ist in Fig. 1 und 2 dargestellt.
Fig.1 zeigt das Gestell einer Nebenstellenzentrale im ausgeschwenkten Zustand. Der Trägergestellrahmen 2 mit dem fest verbundenen Bauteilträger 11 und den weiteren Bauteilträgem 4, 6 lässt sich um die Achse 8 auf Laufrollen 3 schwenken. Um die mit dem Trägergestellrahmen 2 fest verbundene Achse 9 lassen sich die als Bauteilträger ausgebildete Tür 6, der Bauteilträger 4 und über die auf derselben Achse 9 angebrachten Stockwerksscharniere und Halteteile 5, die Abdeckhaube 10'für den Bauteilträger 4 schwenken. Bauteilträger 4, Tür 6 und Abdeckhaube 10 sind im geschlossenen Zustand mittels der an der Tür 6 angebrachten Schraube 15 miteinander verschraubt. Die Sperrklinke 13 rastet im eingeschwenkten Zustand des Trägergestellrahmens 2 in den Zapfen 12, der an der Rückwand 1 sitzt, ein.
Ein an der Abdeckhaube 10 koplastig angebrachter Fallriegel 14 fällt beim Ausschwenken der Abdeckhaube 10 aus seiner Ruhelage und verhindert ein unbeabsichtigtes Einschwenken der Abdeckhaube 10 in den Trägergestellrahmen 2.
Fig. 2 zeigt das Gestell einer Nebenstellenzentrale im eingeschwenkten Zustand, im Betriebszustand.
Sperrklinke 13 ist im Zapfen 12 eingerastet, Bauteilträger 4,6 und Abdeckhaube 10 sind mittels der Schraube 15 miteinander verschraubt. An der Tür 6 ist ein Schloss angebracht, mit dem man. wenn die Sperrklinke 13 eingerastet ist, die Nebenstellenzentrale vollkommen abschliessen kann. In Fig. 1 und 2 deutet 7 einen aus Winkelblechstreifen bzw. Bügen gebildeten Teil der Labyrinthdichtung an.
PATENTANSPRÜCHE :
1. C-estell für vorzugsweise elektrische Geräte, insbesondere für Nebenstelleazentralen mit gegenein-
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und RUckwand (l) des Trägergestellrahmens (2) als Bauteilträger ausgebildet sind und um im Trägergestellrahmen (2) sitzende Achsen (8, 9) schwenkbar sind und dass ferner um die gleichen Achsen eine oder mehrere in den Trägergestellrahmen (2) einschwenkbare Gestellrahmen (4, 10) angeordnet sind, die vorzugweise die lichte Öffnung des Trägergestellrahmens (2) im wesentlichen ausfüllen, wobei entweder die Rückwand (1) an der Wand des Aufstellungsraumes oder derTrägergestellrahmen (2) am Boden des Aufstellungs- raumes fixiert ist.