AT213390B - Verfahren zur Herstellung von α-Monohalogen-ω-lactamen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von α-Monohalogen-ω-lactamen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung von   x-Monohalogen-M-lactamen   
Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von   x-Monohalogen-M-lactamen.   



   Es wurde gefunden, dass nahezu theoretisch erreichbare Mengen cc-Monohalogen-co-lactame gewonnen werden, wenn man das entsprechende   Azacyclo- 2, 3-alkylen- 2-chloro- N -carbochlorid   in Anwesenheit von Wasser mit einer Hypohalogenverbindung reagieren lässt. 



   Die Reaktion des Carbochlorids mit der Hypohalogenverbindung kann in einfacher Weise durchgeführt werden, indem man die Reaktionskomponenten in einem wässerigen Medium zusammenbringt und während einiger Zeit, meistens nicht länger als eine halbe Stunde, unter Rühren erhitzt. Es ist dabei nicht notwendig, hohe Temperaturen über   100  C   anzuwenden, weil bei einer Höchsttemperatur von 50 bis 90  C die Reaktion glatt verläuft. 



   Es empfiehlt sich, die Bildung von Nebenprodukten zu vermeiden, indem man zuerst bei einer niedrigen Temperatur von 0 bis   200 C   arbeitet und anschliessend die Reaktionstemperatur allmählich bis zu   60-70  C   steigert. Bei der Reaktion werden Chlorwasserstoff und Kohlensäure gebildet, wobei letztere aus dem Reaktionsgemisch entweicht. 



   Als Hypohalogenverbindung können die Hypoverbindungen von Chlor, Brom, Jod und Fluor angewendet werden. Beispiele von geeigneten Verbindungen sind Hypohalogensäuren, wie Unterchlorigsäure oder Unterbromigsäure, und Salze wie Natriumhypochlorit, Kaliumhypojodit, Calciumhypochlorit oder Chlorkalk. 



   Nach einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemässen Verfahrens wird als Hypohalogenverbindung ein Reaktionsprodukt angewendet, das gewonnen wird, indem man ein in Wasser verteiltes Hydroxyd und/oder Oxyd eine Reaktion mit einem Halogen eingehen lässt. 



   In den   Azacyclo-2. 3-alkylen-2. chloro-N-carbo-   chloriden, die gemäss der Erfindung angewendet werden, kann die Anzahl Kohlenstoffatome der Alkylenkohlenwasserstoffgruppe variiert werden und z. B.   5,   6 oder 7 Kohlenstoffatome oder auch mehr, z. B. 10,11 oder 12 Kohlenstoffatome betragen. Eine geeignete Verbindung ist z. B. 



    Azacyclo-2. 3-heptylen-2. chloro-N-carbochlorid.    



   Das entsprechende   K-Monohalogen-M-amino-   lactam, das als eine organische Phase in dem Reaktionsgemisch entsteht, kann in einfacher Weise, z. B. durch Extraktion mit einem Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol, Chloroform oder Tetrachlorkohlenstoff, aus dem Reaktionsgemisch ausgeschieden werden. 



   Die gewonnenen Produkte sind wertvolle Arzneimittel auf Grund ihrer pharmazeutischen Wirkung. 



   Beispiel   l : 4, 51 3, 5Gew.-%iger   Lösung von Unterchlorigsäure in Wasser werden 350 g   Azacyclo-2. 3-heptylen-2. chloro-N-carbochlorid    unter Rühren zugesetzt, während die Temperatur auf   5-10   C   gehalten wird. 



   Anschliessend wird die Temperatur während einer halben Stunde allmählich bis zu   65  C   gesteigert. 



   Das Reaktionsgemisch wird viermal mit 250 ml Chloroform extrahiert, wonach die Chloroformlösungen vereinigt werden. Beim Abdampfen des Chloroforms kristallisiert das   a. Monochlor-     m. aminocaprolactam   (Schmelzpunkt 92  C). 



   Die Ausbeute beläuft sich auf 265 g, entsprechend   99, 8%.   



   Beispiel 2 : Unter denselben Bedingungen wie in Beispiel 1 werden statt der Lösung von unterchloriger Säure jetzt   6,   71 einer   3Gew. -%igen   Lösung von unterbromiger Säure in Wasser verwendet. 
 EMI1.1 
 gewonnen, entsprechend einer Ausbeute von 99, 8%. 
 EMI1.2 
 bildete Lösung von 149 g Natriumhypochlorit und 117 g Natriumchlorid in 11 Wasser wird bis auf 0   C abgekühlt. Unter Aufrechterhaltung 
 EMI1.3 
 unter Rühren zugesetzt, wonach noch während 20 Minuten bei dieser Temperatur gerührt wird. 



   Anschliessend wird das unter Gasentwicklung reagierende Gemisch langsam während einer halben Stunde auf höhere Temperatur gebracht, 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 u. zw. bis auf eine Höchsttemperatur von 70  C, worauf auf   00 C   gekühlt wird. 



   Die gebildeten Kristalle von   a-Chlor-co-amino-   caprolactam werden abfiltriert, mit Eiswasser gewaschen und nachher getrocknet. Die Menge Kristalle beläuft sich auf 110 g. 



   Die wässerige Flüssigkeit wird mit Chloroform extrahiert. Aus der Chloroformlösung werden nach Entfernung des Lösungsmittels 110 g oc-   Chlor-m-aminocaprolactam   gewonnen. Die Ausbeute beträgt   99, 5%.   



   Beispiel 4 : In eine durch Verteilung von 150 g Calciumhydroxyd in 1500 ml Wasser gebildete Suspension wird bei einer Temperatur von 3 bis   4  C   unter Rühren Chlor eingeleitet, bis der pH-Wert 7-7, 5 beträgt. Anschliessend werden unter Rühren   135,   8 g Azacyclo-2,3-heptylen-2-chloro-N-carbochlorid (0, 7 Mol. ) beigegeben ; das Gemisch wird während einer Viertelstunde bei einer Temperatur von 10 bis   20 D C   gerührt. Danach wird die Temperatur des unter Gasentwicklung reagierenden Gemisches langsam, während einer halben Stunde, bis auf   700 C   gesteigert. 
 EMI2.1 
 extrahiert.

   Nach Entfernung des Lösungsmittels, dessen Überreste im Vakuum mittels eines Stickstoffstroms entfernt werden, fallen 103 g   ox-Chlor-M-aminocaprolactam   (Ausbeute   99, 8%)   an. 



   PATENTANSPRÜCHE : 
1. Verfahren zur Herstellung von   (x. - Halogeno-   
 EMI2.2 
 chloro-N-carbochloride in Anwesenheit von Wasser mit einer Hypohalogenverbindung umsetzt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion zuerst bei einer Temperatur von 0 bis 200 C durchgeführt und die Reaktionstemperatur anschliessend bis auf 60-70 C gesteigert wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Hypohalogenverbindung ein Reaktionsprodukt angewendet wird, das man erhält, wenn man ein in Wasser verteiltes Hydroxyd und/oder Oxyd mit Halogen reagieren lässt.
AT675459A 1958-09-25 1959-09-16 Verfahren zur Herstellung von α-Monohalogen-ω-lactamen AT213390B (de)

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