AT213179B - Isolierbahn, insbesondere Isolierbandage - Google Patents
Isolierbahn, insbesondere IsolierbandageInfo
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Description
<Desc/Clms Page number 1> EMI1.1 IsolierbandageFür die Isolierung von Rohren und Kabeln sowie als Mittel zur Abdichtung gegen Feuchtigkeit, aggressive Dämpfe und schädliche Gase und auch zur Dämpfung von Fahr- und Schwingungsgeräuschen im Karosserie-und Waggonbau sind in neuerer Zeit bandförmige Isoliermittel vorgeschlagen worden, die aus einem Fasermaterial enthaltenden Träger und einer gegen Korrosion schützenden Imprägniermasse auf Basis von Bitumenprodukten, Teerprodukten, Wachsen, Harzen od. dgl. bestehen. Beim Aufbringen derartiger Isolierbandagen oder von Isolierstücken dieser Zusammensetzung lässt sich eine innige Verbindung mit der zu schützenden Unterlage erzielen, die dank der plastischen Natur der Imprägniermittel auch bei Frost und Erschütterungen erhalten bleibt. Es hat sich gezeigt, dass in manchen Fällen an die elektrischen Eigenschaften derartiger Isoliermittel höhere Anforderungen gestellt werden müssen, die mit den bisherigen Isolierbandagen nicht immer erreicht werden können. Ausserdem ist es erwünscht, die weiche Oberfläche der Bandage beim Aufbringen auf Rohren, Kabeln und andern Bauteilen, wie sie z. B. in feuchtigkeits-oder korrosionsgefährdeten Anlagen oder bei Rohrinstallationen im Freien mit den dort wiederholt auftretenden grossen Temperaturunterschieden Anwendung finden, auch vor mechanischer Beschädigung zu schützen ; hiebei soll aber die für die Herstellung einer innigen Verbindung mit der Unterlage erforderliche Plastizität des Isoliermittels nicht beeinträchtigt werden. In diesem Zusammenhang ist bereits vorgeschlagen worden, ein flexibles Isoliermaterial zu verwenden, das aus anorganischem Fasermaterial, z. B. Glasvlies, Imprägniermitteln auf Basis von Bitumen und einem Unterlagsfilm aus Polyäthylen besteht. Es zeigt sich aber, dass ein derartiges Isoliermaterial nicht für alle Anwendungszwecke ausreicht und vor allem keine für praktische Verhältnisse genügende Temperaturwechselbeständigkeit besitzt. Wird nämlich ein Isolierbelag der beschriebenen Art Temperaturschwankungen ausgesetzt, wie es vor dem Verlegen isolierter Rohrleitungen in den Rohrgräben der Fall ist, so treten in der Kälte Schrumpfneigungen und bei Wärmeeinwirkung Falten-und Rissbildungen auf, als deren Folge die Folie wellig und locker um das Rohr hängt, während die Isoliermasse sich teilweise ablöst und die einheitliche Verbindung zwischen Folie, Isoliermasse und Rohr verlorengeht. Hiedurch wird die Adhäsion am Rohr beeinträchtigt, Wasser und Feuchtigkeit kann eindringen, wodurch der Isolierwert weit herabgesetzt und unter Umständen sogar völlig aufgehoben wird. Es wurde nun gefunden, dass diese Nachteile dadurch behoben werden können, dass man die aus einem Fasermaterial und einer Korrosionsschutzmasse aufgebaute Isolierbahn in der Weise ausbildet, dass die Isolierbahn wenigstens an einer Seite mit einer unmittelbar auf dem imprägnierten Träger aufliegenden, biegsamen Polyvinylchloridfolie überzogen ist. Durch die Verwendung einer Polyvinylchloridüberzugsfolie wird erfindungsgemäss ein absolut glatter Belag erzielt, der bei allen Temperaturschwankungen ohne Faltenbildungen bestehen bleibt und einem schroffen oder auch wiederholten Temperaturwechsel, wie dies in der Praxis bei frei verlegten Rohren häufig auftritt, absolut standhält. Überraschenderweise hat sich dabei gezeigt, dass die Polyvinylchloridfolie trotz ihres Gehaltes an polaren Substituenten einen den Isolierbandagen mit Polyäthylenfolie in elektrischer Hinsicht gleichwertigen Isoliereffekt ergibt. Ein besonderer Vorteil der Erfindung beruht darauf, dass sich die Polyvinylchloridfolie mit der Bandage zusammen gleichmässig mitdehnt und daher ein Ausgleichen der verschiedenen Unebenheiten auf den zu umwickelnden Rohren und ein glattes Auflegen der gesamten, aus Glasfaserbahn und Imprägniermasse samt Überzugsfolie gebildeten Bandage ermöglicht. Dadurch lässt sich die Isolierbahn dem zu bewickelnden Rohrmaterial viel leichter anpassen als dies bei Polyäthylenfolien mit ihrer für den vorliegenden Gebrauchszweck viel zu hohen Zugfestigkeit der Fall ist. <Desc/Clms Page number 2> Bei der Ausführung der Erfindung erweisen sich Polyvinylchloridfolien von z. B. 0,03 bis 0,3 mm Stärke als ausreichend biegsam, sie haften sehr gut an dem mit Isoliermasse getränkten Träger aus Fasermaterial und ermöglichen ein einwandfreies Aufbringen auf der zu schützenden Unterlage. In bezug auf die elektrischen Eigenschaften ergibt sich beispielsweise für eine Bandage, deren elektrischer Durchschlagswiderstand gewöhnlich zwischen 3000 und 7000 V liegt, dass durch Aufbringung einer Folie gemäss der Erfindung aus Weich-PVC der Durchschlagswiderstand auf etwa 30000 V erhöht wird. Gleichzeitig wird die Oberfläche der Bandage gegen Beschädigung beim Aufbringen und Verlegen und damit gegen das Verbleiben von Fehlstellen in der fertigen Isolierung gesichert. Auch der Auftragsvorgang wird erleichtert, da die Bandage mit dem einseitigen Folienüberzug leichter von der Vorratsrolle abzuwickeln ist als bisher. Werden an das Isoliermittel weniger hohe Anforderungen gestellt, so kann auch ein dünneres Folienmaterial Verwendung finden. Unter Umständen kann es sich auch als vorteilhaft erweisen, die erfindungsgemäss verwendeten Kunststoffolien auf beiden Seiten der Isolierbahn aufzutragen und eine der beiden Folien, die auch von verschiedener Stärke sein können, unmittelbar vor dem Aufbringen abzuziehen, so dass gute Haftung der Bandage gewährleistet bleibt. Bei der nach der Erfindung ausgebildeten Isolierbahn kann als Träger ein beliebiges, Fasern enthaltendes Material Verwendung finden. So kann ein übliches Textilmaterial, z. B. ein Jute- oder Baumwoll- gewebe, mit dem Isoliermittelgemisch imprägniert und sodann mit der Pol} viny1chloridfolie bedeckt werden. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung haben sich Träger aus Glasgewebe oder Glasvlies bason- der.. bewährt, gegebenenfalls auch in Form eines Mischgewebes von Glas- und Textilfasern. Die eigentliche Isoliermasse kann aus den hiefür gebräuchlichen Bitumen-und Erdölprodukten, einschliesslich Asphalt, aufgebaut sein. Geeignete Mischungen enthalten Bitumen, Erdöldestillate und vaselineähnliche Stoffe, gelegentlich auch synthetische Wachse, Natur- und Kunstharze u. dgl. sowie Füllmittel, z. B. Silikate. Die Mischung wird so eingestellt, dass eine bei 200 C bzw. bei Temperatur der Verlegung der Isolierbahn plastisch bleibende Masse erhalten wird. Das neue Isoliermittel zeigt seine Schutzwirkung besonders gegen den schädlichen Einfluss von Streuströmen, von ungewöhnlich stark korrodierenden Medien und gegen mechanische Beschädigung, auch von schon isolierten Bauteilen. EMI2.1
Claims (1)
- dukten, Wachsen, Harzen od. dgl. Isoliermitteln, dadurch gekennzeichnet, dass die Isolierbahn wenigstens an einer Seite mit einer unmittelbar auf dem imprägnierten Träger aufliegenden, biegsamen Polyvinylchloridfolie überzogen ist.
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