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Schraubverbindung für Kunststoffrohre
Die Kerbempfindlichkeit thermoplastischer Kunststoffe, die sich insbesondere bei langzeitiger Beanspruchung ungünstig auswirkt, ist bekannt. So ist es kaum möglich, in Kunststoffrohre Gewinde zu schneiden, da durch die an den Kerbstellen auftretenden Spannungserhöhungen bei Belastung sehr bald Bruch eintritt. Eine Minderung dieses Übelstandes ist zu beobachten, wenn an Stelle des spanabhebenden Gewindeschneidens das spanlose Rollen tritt, doch sind auch in diesen Fällen die eintretenden Spannungserhöhungen noch ungünstig. Bei Kunststoffrohren ist es bekannt, das Rohrende mit einer mit Aussengewinde versehenen Hülse zu verankern, um so eine Rohrverschraubung vornehmen zu können, ohne das Gewinde in die Rohrwand des Kunststoffrohres einschneiden zu müssen.
Da die Verbindung der mit Aussengewinde versehenen Hülse mit dem Kunststoffrohr durch Deformieren des Kunststoffrohres zustandekommt, sind derartige Verbindungen mit der bereits erwähnten spanlosen Verformung vergleichbar. Es treten hiebei Spannungserhöhungen auf, die die Haltbarkeit des Rohres herabsetzen.
Es wurde nun gefunden, dass bei einer Schraubverbindung für Kunststoffrohre, bei der das Gewinde auf einem über das Kunststoffrohr geschobenen, mit ihm bündig abschliessenden zweiten Rohrstück aufgebracht ist, die durch die Kerbwirkung der Gewindegänge auftretende ungünstige Spannungserhöhung wirkungslos bzw. aufgehoben wird, wenn man die beiden Rohre nur in ihrer übereinanderliegenden. Stimzone fest miteinander verbindet, so dass das auf dem äusseren Rohrstück aufgebrachte Gewinde lediglich auf Druck beansprucht ist.
Bringt man nämlich das Gewinde nicht auf dem zu verbindenden Rohr selbst an, sondern auf einem zweiten Rohrstück, das mit dem eigentlichen Leitungsrohr nur an der Dichtungsstelle fest verbunden ist (Fig. 1), so wird das Gewinde bei einer Beanspruchung der Rohrverbindung nur auf Druck beansprucht, da die durch den Innendruck des Fördergutes im Rohr entstehende Axialspannung nunmehr nicht direkt an dem das Gewinde tragenden Rohrstück angreift. Dabei ist es unmassgeblich, wie der das Gewinde tragende Rohrabschnitt mit dem eigentlichen Rohr verbunden ist, etwa durch Aufschrumpfen, Kleben, Schweissen, Umbördeln oder sonstwie. Wichtig ist lediglich, dass diese Verbindung, die auf Abscheren beansprucht wird, keine Schwächung erfährt und möglichst verstärkt wird.
Die Fig. 2 zeigt eine andere Ausführungsform dieser Rohrverbindung. Durch die konische Ausbildung des Rohrabschnittes wird bewirkt, dass die Kräfte erst oberhalb der Verbindung zwischen a und b eingeleitet werden, so dass in dem das Gewinde tragenden Rohrabschnitt keine Zugkräfte, sondern nur Druckkräfte übertragen werden.
Um ein Ausweichen des plastisch-elastischen Kunststoffes, und damit eine Beeinträchtigung der Rohrverbindung zu vermeiden, bzw. um die konische Form zu erzielen, kann ein konischer Zwischenring lose eingelegt werden, wie es in Fig. 3 veranschaulicht ist.
In den Zeichnungen bezeichnet a jeweils die Leitungsrohre, b die Gewinde tragenden Rohrabschnitte, c die Gewindemuffen und d den konischen Zwischenring.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Schraubverbindung fürkunststoffrohre, bei der das Gewinde auf einem über das Kunststoffrohr geschobenen, mit ihm bündig abschliessenden zweiten Rohrstück aufgebracht ist, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rohre (a, b) nur in ihrer übereinanderliegenden Stirnzone fest miteinander verbunden sind, so dass das auf dem äusseren Rohrstück (b) aufgebrachte Gewinde lediglich auf Druck beansprucht ist.
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