AT212924B - Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes

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AT212924B AT937059A AT937059A AT212924B AT 212924 B AT212924 B AT 212924B AT 937059 A AT937059 A AT 937059A AT 937059 A AT937059 A AT 937059A AT 212924 B AT212924 B AT 212924B
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Oerlikon Maschf
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes 
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes,   insbe-   sondere für Transformatoren und elektrische Maschinen, wobei das Paket bei vermindertem   Pressdruck   an mindestens einer Schichtseite mit einem Harzgemisch bestrichen wird, so dass das Harz selbsttätig zwischen die Blechschichten dringt und nach der Durchtränkung des Paketes der volle Pressdruck wieder hergestellt wird, worauf eine Trocknung erfolgt. 



   Das vorgenannte Verfahren ist im Patent Nr. 202641 näher beschrieben. Es wird hiebei ein aus bereits isolierten Blechen aufgebautes Paket durch eine   Pressvorrichtung   gehalten und das Klebeharz auf die Schmalseite der Bleche aufgebracht. Man kann dadurch in einfachster Weise   Blechkörper   herstellen, die sich gegenüber den bisher üblichen infolge des   Wegfalles von Pressbolzenund   Pressplatten durch eine wirksame Reduktion der Eisenverluste und die Erhöhung des   Eisenfüllfaktors   auszeichnen. 



   Um das Verfahren auch bei Blechpaketen mit sehr grossen Abmessungen erfolgreich anwenden zu können, ist es notwendig, dass erfindungsgemäss die Verminderung des Pressdruckes nur stellenweise erfolgt und somit auch das Aufbringen des dünnflüssigen Harzgemisches und die Herstellung des vollen   Prees-   druckes schrittweise an verschiedenen Stellen des Paketes vorgenommen wird. 



   Der Vorteil der Erfindung besteht darin, dass infolge der nur lokalen Aufhebung des   Pressdruckes   das Blechpaket die durch das Schichten und Vorpressen gegebene Form beibehält und eine einwandfreie Durchtränkung des Paketes mit dem Harz erreicht wird. Hiezu muss die Pressvorrichtung so konstruiert sein, dass sie sich an entsprechenden Stellen elastisch deformiert, um dem Harzgemisch das Eindringenzuerleichtern. 



   Gemäss weiteren Merkmalen der Erfindung ist es vorteilhaft, das Blechpaket etwa auf die Verarbeitungstemperatur des Harzgemisches vorzuwärmen. Ferner ist es zweckmässig, nach Beendigung des schrittweisen Klebeprozesses das Paket, insbesondere bei Verwendung der weiter unten beschriebenen neuen Kunststoffe, vorzuhärten und schliesslich auszuhärten. 



   Die Blechpakete elektrischer Maschinen und Transformatoren erreichen normalerweise Betriebstem-   peraturen von 100 - 1200 C.   Diese Erwärmung ist auch bei geklebten Paketen ohne weiteres zulässig, besonders dann, wenn keine Zug-, Scher-und Biegebeanspruchungen auftreten. Sobald jedoch, die Temperaturen über 1200 C steigen, sinkt die Festigkeit der bisher üblichen Kunstharze etwa auf die Hälfte, und selbsttragende Konstruktionen sind dann gefährdet. Bei magnetisch schwach ausgenUtzten Maschinen lassen sich zwar Temperaturen von 1200 C vermeiden, doch sind solche Konstruktionen schwer und teuer. Eine Verbesserung hinsichtlich der Dimensionenund des Preises kann nur durch Erhöhung der magnetischen Beanspruchung erzielt werden.

   Dies bedeutet, dass die Temperatur   1m   Blechpaket stellenweise noch höhere Werte annimmt als   1200 C.   In diesem Fall werden die heute zur Verfügung stehenden, weitgehend benützten Aethoxylinharze plastisch. Ein weiterer Nachteil der bekannten Harzgemische liegt in ihrer relativ niedrigen Tropfzeit, die bei den hier vorliegenden Verarbeitungstemperaturen etwa   1 - 2   Stunden beträgt. Grössere Blechpakete erfordern wegen dieser kurzen Verarbeitungsdauer die Verwendung von kleinen Harzmengen, was den fabrikatorischen Aufwand erheblich erhöht. 



   Sämtliche vorgenannten Mängel lassen sich vermeiden, wenn weiteren Erfindungsmerkmalen entsprechend für das Einstreichen des Paketes ein härtbares, metallmodifiziertes Epoxyharz Verwendung fin- 

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 det, welches eine Verbindung aus einem höchstens eine Hydroxylgruppe im Molekül enthaltenden Epoxyharz mit einem Epoxyäquivalent zwischen   165-400   und aus einem   o-Titansäuretetraalkylester   darstellt. Mit gleichem Vorteil kann man aber auch einen metallorganischen Glycidylpolyäther verwenden, welcher eine Verbindung aus 0,   1     - 40 Gew. -Teilendes Esters   einer Halbmetall-Säure mit 100   Gew.-Teilen eines   Glycidylpolyäthers darstellt, der eine unter 400 liegende Epoxyäquivalenz und weniger als lHydroxyl- äquivalent je kg aufweist.

   Diese Stoffe, welche den Namen"Emorlit"erhalten haben, sind ohne Beimischung irgendwelcher Stabilisierungsmittel während einiger Monate bei Raumtemperatur haltbar, ohne zu gelatinieren. Sie besitzen eine hohe Wärmefestigkeit, gute   Alterungsbeständigkeit   und sehr geringe dielektrische Verluste bei Temperaturen bis zu 2000 C. Die Härtezeit lässt sich bei Verwendung der neuen Materialien erheblich vermindern, ohne dass der   gefährliche   Härteschwund eintritt, wenn das durchtränkte Paket während einer Zeit von 5 bis 15 Stundenbei Temperaturen von 60 bis   1200   C vorgehärtet und darauf während einer Zeit von 6 bis 24 Stunden bei Temperaturen von 60 bis 1600 C ausgehärtet wird. 



   In der Zeichnung sind als   Ausführungsbeispiele   des Erfindungsgegenstandes Blechpakete von Transformatoren und elektrischen Maschinen wiedergegeben. 
 EMI2.1 
 untere Joch des gestrichelt angedeuteten Blechkörpers bezeichnet. Die   Pressvorrichtung   3 wird nach Beendigung des   Klebe- und Härteprozesses selbstverständlich wieder   entfernt, und sie ist so zu konstruieren, dass das Paket um die eigene Achse geschwenkt werden kann. Die Pressbolzen tragen die Bezugsziffer 4, 5 kennzeichnet die Fläche, welche mit Harz zu bestreichen ist, und 6 gibt strichpunktiert die Zone an, in der der Pressdruck lokal vermindert wird. 
 EMI2.2 
   schenkliger   Transformator dargestellt. 



   Der Fig. 3 ist ein mittels Führungsbolzen 8 gehaltenes Blechsegment 9 einer elektrischen Maschine zu entnehmen, wobei wiederum mit 4 ein Pressbolzen, mit 5 die zu bestreichende Fläche und mit 6 die Zone verminderten Pressdruckes bezeichnet wird. 7 stellt die Pressvorrichtung dar. 



   In Fig. 4 sind für gleiche Teile   dieselben Bezugsziffem verwendet wie in Fig. 3. Von der Pressvor-   richtung 10 wird ein kompletter Blechschnitt 11 einer elektrischen Maschine gehalten. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes, insbesondere für Transformatoren und elektrische Maschinen, wobei das Paket bei vermindertem Pressdruck an mindestens einer Schichtseite mit einem Harzgemisch bestrichen wird, so dass das Harz selbsttätig zwischen die Blechschichten dringt und nach der Durchtränkung des Paketes der volle Pressdruck wieder hergestellt wird, worauf eine Trocknung erfolgt, nach Patent Nr. 202641 dadurch gekennzeichnet,   dass bei grossen Blechpaketendie Verminderung des   Pressdruckes nur stellenweise erfolgt und somit auch das Aufbringen des dünnflüssigen Harzgemisches und die Herstellung des vollen Pressdruckes schrittweise an verschiedenen Stellen des Paketes vorgenommen wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Blechpaket etwa auf die Verarbeitungstemperatur des Harzgemisches vorgewärmt wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für das Einstreichen des Paketes ein härtbares, metallmodifiziertes Epoxyharz Verwendung findet, welches eine Verbindung aus einem höchstens eine Hydroxylgruppe im Molekül enthaltenden Epoxyharz mit einem Epoxyäquivalent zwischen 165 - 400 und aus einem o-Titansäuretetraalkylester darstellt.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass für das Einstreichen des Paketes ein metallorganischer Glycidylpolyäther Verwendung findet, welcher eine Verbindung aus 0, l- 40 Gew.-Teilen des Esters einer Halbmetallsäure mit 100 Gew.-Teilen eines GlycidylpolySthers darstellt, der eine unter 400 liegende Epoxyäquivalenz und weniger als 1 Hydroxyläquivalent je kg aufweist.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das durchtränkte Paket während einer Zeit von 5 bis 15 Stunden bei Temperaturen von 60 bis 1200 C vorgehärtet wird.
    6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das durchtränkt Paket während einer Zeit von 6 bis 24 Stunden bei Temperaturen von 60 bis 1600 C ausgehärtet wird.
AT937059A 1959-01-15 1959-12-23 Verfahren zur Herstellung eines Blechpaketes AT212924B (de)

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