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Anlagen. insbesondereEs ist eine bekannte Massnahme, zur Sicherung für Arbeiten in Schaltzellen bei unter Spannung stehenden Sammelschienen oder Abzweigkabeln Zwischenwände aus Isolierstoff vorzusehen, die über Führungsschienen an den Zellenwänden von aussen so eingeschoben werden, dass der jeweils spannungsführende Trennschalterpol der Berührung mit Sicherheit entzogen ist. Auf diese Weise ist es möglich, die im Falle von Reinigungs- oder Überwachungsarbeiten abzuschaltenden Anlagenteile auf ein Minimum zu beschränken. Den bisher zu dem in Rede stehenden Zweck bekannten Zwischenwänden haftet jedoch folgender be- trieblicher Nachteil an.
Da diese Zwischenwände in einer Höhe von zirka 3m zu liegen kommen, ist ein Einschieben ohne Hilfsmittel wie Leitern oder Böcken nicht möglich. Die Verwendung solcher Hilfsmittel in unter Spannung befindlichen Anlagen ist jedoch gefährlich und in den meisten Fällen daher auch verboten. Es muss also, wenn auch nur kurzzeitig, ein grosser Teil der Anlage abgeschaltet werden, damit die Zwischenwand ohne Gefahr in eine Zelle eingeschoben werden kann. Nun sind aber auch nur kurzzeitige Abschaltungen von Anlageteilen unerwünscht und vielfach sogar untragbar.
Ziel der Erfindung ist es, durch geeignete Ausbildung einer solchen Zwischenwand ihre Einbringung in die hiefür vorgesehenen Führungsschienen an den Schaltzellenwänden ohne besondere Hilfsmittel zu ermöglichen.
Gegenstand der Erfindung ist eine Berührungsschutzeinrichtung in elektrischen Anlagen, insbesondere in Schaltzellen, bestehend aus einer über Führungsschienen einschiebbaren Zwischenwand, wobei erfindungsgemäss die Zwischenwand aus zwei gelenkig, vorzugsweise über Scharniere, miteinander verbundenen Teilen besteht, die in vorzugsweise senkrechter Lage zueinander über im einen Teil geführte Stangen starr miteinander kuppelbar sind.
An Hand der Zeichnungen soll der erfindungsgemässe Vorschlag näher erläutert werden. Fig. l zeigt eine Hochspannungsschaltzelle, in der die erfindungsgemässe BerührungsschutzeinrichtungVerwendung finden kann, die Fig. 2 und 3 zeigen die Ausbildung der Zwischenwand und die Art ihrer Einbringung.
In Fig. l bedeutet 1 die Schaltzellenwand, 2 die Zellenvorderfront (Bedienungsseite), die von Blechtüren oder Blechpaneelen gebildet wird und 3 die etwa durch Gittertüren abgeschlossene Zellenrückseite.
Die Schaltzelle nimmt die spannungsführenden Geräte und Leitungen auf, im vorliegenden Fall also den Leistungsschalter 4, die Messwandler 5, die Trennschalter 6 und die Doppelsammelschienen 7. Zwischen Trennschalter und Sammelschienen ist im dargestellten Fall eine Decke 8 eingezogen, die bei Fehlschal- tungen der Trenner die sich eventuell bildenden Lichtbögen von den Sammelschienen abhält. Mit 9 ist die nach unten gehende Ableitung angedeutet und mit 10 sind Führungsschienen an den Zellenseitenwänden positioniert, über die in bekannter Weise eine Isolierwand eingeschoben wird, womit dann der obere, spannungführende Trennschalterpol der Berührung durch einen in der Schaltzelle Arbeitenden entzogen ist.
In den Fig. 2 und 3 bedeutet 10 die schon bekannte Führungsschiene und 11 und 12 zwei über Scharniere 13 miteinander verbundene Isolierstoffplatten. An der grösseren 12 dieser Platten sind Führungen 18 für vorzugsweise zwei Stangen 17 aus Isoliermaterial angebracht. Das eine Ende dieser Stangen 17 trägt ein Schraubengewinde 16. Die zweite Platte 11 besitzt Fortsätze 15, die ein Muttergewinde 21 tragen, in welches bei zueinander eLwa rechtwinkeliger Lage der beiden Plattenteile 11 und 12 die Enden der Stangen 17 eingeschraubt werden können, womit ein starrer L-förmiger Gesamtplattenquerschnitt entsteht. Der
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Plattenteil 11 trägt ferner eine federbelastete Klinke 14, die mit einer Sperrnocke 19 an der Führungsschiene 10 zusammenarbeitet.
Wie Fig. 3 erkennen lässt, trägt der Plattenteil 12 in ihm drehbar gelagerte Schraubenmuttern 20, in die die das Gewinde 16 tragenden Enden der Stangen 17 eingeschraubt werden können, worauf Teil 12 m eine Ebene mit Teil 11 gebracht und in die Führungsschienen 10 eingeschoben werden kann. Aus Festigkeitsgründen, insbesondere um die Durchbiegung der Zwischenwände, die ja je nach der Zellenbreite bis zu 2m Länge haben können, bei noch vertretbarer Plattenstärke zu begrenzen, wird der Teil 11 stärker oder doch mit einem Querschnitt höheren Widerstandsmomentes ausgeführt, so dass Teil 11 auf Teil 12 unterstützend wirken kann.
In Anwendung der erfindungsgemässen Zwischenwandausbildung ist es möglich, die Zwischenwand leicht zu transportieren, da sie im abgewinkelten Zustand (Fig. 2) nach Einschrauben der Stangenenden in das Muttergewinde 21 einen hinreichend starren Körperbildet, und sie allein mit Hilfe der Stangen 17 bis in die Höhe der Führungsschienen 10 zu heben. In entsprechende Höhe gehoben, wird der Teil 11 in die Führungsschienen 10 eingeschoben, bis die Klinke 14 sich gegen die Sperrnocke 19 legt. Dann können die Stangen 17 aus dem Muttergewinde 21 herausgeschraubt und in die Schraubenmuttern 20 eingesetzt werden. Nunmehr wird allein mit Hilfe der Stangen 17 der Plattenteil 12 geschwenkt, bis er in einer Ebene zu liegen kommt mit Teil 11, und die gesamte Zwischenwand'in die Führungsschienen eingefahren.
Alle diese Handlungen könnenbei geschlossener Schaltzellentür vorgenommen werden. Erst nach vollständiger Ein- bringung der Zwischenwand brauchen die Zellenabschlüsse geöffnet werden, womit schon ein völlig gefahrloses Betreten der Zelle gewährleistet ist. Ist die Arbeit in der Schaltzelle beendet, so werden die Stan- gen 17 in das Muttergewinde 20 eingeschraubt, sodann wird mit ihrer Hilfe die Zwischenwand vorgezogen, bis die Sperrklinke 14 ein weiteres Herausziehen verhindert. In dieser Lage wird der Teil 12 herabgeklappt und werden die Stangen 17 aus dem Muttergewinde 20 herausgeschraubt und in die Führungen 18 eingeschoben. Durch Einschrauben der Stangenenden 16 in das Gewinde 21 wird wieder ein starrer Körper geschaffen.
Das aus Teil 15 heraustretende Stangenende hebt schliesslich die Sperrklinke gegen den auf ihr lastenden Federdruck an, worauf auch Teil 11 aus den Führungsschienen gezogen werden kann.
In der aufgezeigten Weise lassen sich auch sehr grosse Zwischenwände in einfacher Weise transportieren, einbringen und wieder aus der Zelle entfernen, ohne hiezu besonderer Hilfsgeräte zu bedürfen, deren Verwendung nicht nur umständlich sondern auch ohne weitere Vorsichtsmassnahmen verboten ist.
Es sei noch erwähnt, dass dieselbe Platte natürlich auch verwendet werden kann, wenn auch im unteren Teil der Schaltzelle eine offene Trennstelle vorgesehen ist, weil auch aus Richtung 9 (Fig. l) etwa infolge Netzvermaschung eine Rückspannung möglich ist, und der spannungsführende Pol des unteren Trennschalters abgedeckt werden muss.
Da die Führungsschienen 10 für die Zwischenwände in einer bestimmten Anlage immer in gleicher Höhe sind, könnte, sofernedies erforderlich ist, zur Vereinfachung des Einschiebens der Zwischenwand ein geeignetes leichtes Eisengerüst hergestellt werden, in welchem die Stangen 17 so verankert werden, dass hiedurch von selbst der Teil 11 der Zwischenwand in die für das Einbringen erforderliche Höhe kommt.
Das Gerüst wird dann zweckmässig über Fahrrollen leicht transportierbar gemacht.
PATENTANSPRÜCHE : l. Berührungsschutzeinrichtung in elektrischen Anlagen, insbesondere in Schaltzellen, bestehend aus einer über Führungsschienen einschiebbaren Zwischenwand, dadurch gekennzeichnet, dass die Zwischenwand aus zwei gelenkig, vorzugsweise über Scharniere (13), miteinander verbundenen Teilen (11, 12) besteht, die in vorzugsweise senkrechter Lage zueinander über im einen Teil geführte Stangen (17) starr miteinander kuppelbar sind.