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Anordnung einer Visiereinrichtung für Schleuderstreuer oder andere
Landmaschinen, deren Arbeitsbreite wesentlich grösser als ihre Baubreite ist
Die Erfindung betrifft eine Anordnung einer Visiereinrichtung für Schleuderstreuer oder andere Land- maschinen, deren Arbeitsbreite wesentlich grösser als ihre Baubreite ist. Bisher bekannte, auf Kraftfahrzeugen im allgemeinen und Landmaschinen im besonderen angeordnete Visiereinrichtungen sind im wesentlichen in Fahrtrichtung orientiert und dienen zur Anvisierung eines vorausliegenden Fixpunktes, um diesen ansteuern zu können.
Bei Schleuderstreuern, welche ab einer gewissen Arbeitsbreite an den Rändern des Streubereiches schwächer streuen, ist es zur Erzielung eines gleichmässigen Streubildesüber die gesamte bestreute Fläche notwendig, die einzelnen Streustreifen zueinander in gleichen Abständen anzuordnen, um so den äusseren Teil jedes Streustreifens durch den anschliessenden Streustreifen in richtige Masse zu überdecken. Das dazu erforderliche genaue "Anschlussverfahren" war bisher sehr schwierig ; der richtige Streifenabstand konnte nämlich nur auf sehr umständliche und zeitraubende Weise durch fortlaufendes Ausmessen der richtigen Abstände und durch Einschlagen von Markierungspfählen oder durch Aufstellen einer zusätzlichen Bedienungsperson zum genauenEinweisen der Maschine eingehalten werden.
Die Erfindung befasst sich nun damit, Schleuderstreuer oder ähnliche Arbeitsmaschinen mit einer Visiereinrichtung auszustatten, die es ermöglicht, durch seitliches Anvisieren eines infolge der grossen Arbeitsbreite der Maschine relativ weit abliegendenFeldrandes oder einer entsprechend weit abliegendenMaschinenspur den neuenArbeitsstreifen in eine gewünschte Relativlage zum Feldrand bzw. den vorhergehenden Arbeitsstreifen zu bringen. Zur Lösung der geschilderten Aufgaben wird erfindungsgemäss an der Maschine selbst (bei selbstfahrenden Maschinen) oder an einem mit ihr kuppelbaren Transportfahrzeug (z. B. Traktor) eine aus Visier und Visierträger bestehende Visiereinrichtung mit quer zur Fahrtrichtung der Maschine verlaufenderVisierlinie vorgese- hen.
Mit Hilfe der Erfindung kann aber der Schlepperfahrer bzw. Maschinenführernach richtiger Einstellung des Visiers auf die wirksame Arbeitsbreite durch Anvisieren des Feldrandes oder bei den anschliessenden Streustreifen durch Anvisieren der Schlepper-bzw. Maschinenspur des vorhergehenden Arbeitsstreifens die Ma- schine tatsächlich genau den gewünschten Anschluss herstellen. Zur beliebigen Einstellung der Arbeitsbreite ist zweckmässig das Visier in seiner Neigung relativ zum Fahrersitz der Maschine bzw. des Transportfahrzeuges einstellbar.
Um die Arbeitsbreite nach beiden Seiten der Maschine hin einhalten zu können, wird vorzugsweise der Visierträger um eine in der Mittelebene des Fahrersitzes liegende Achse in zwei um ungefähr 1800 gegeneinander versetzte Arbeitsstellungen schwenkbar gehaltert, wobei der Visierträger für
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sierstellung relativ zur Bodenfläche entsprechende Arbeitsbreite unabhängig von der durch örtliche Bodenunebenheiten bedingten Neigung der Maschine bzw. des Transportfahrzeugs eingehalten werden kann, ist das Visier zweckmässig an dem Visierträger kardanisch pendelnd angelenkt und weist ein unter dem Anlenkpunkt angebrachtes Gewicht auf.
In den Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt die Anord-- nung einer an einem Schleuderstreuer um eine horizontale Achse schwenkbar angelenkten Visiereinrichtung mit einem doppelseitigen, einstellbaren Visier in Ansicht von hinten ; in Fig. 2 ist diese Anordnung in Ansicht von oben und in Fig. 3 in Ansicht von rechts (in Fahrtrichtung gesehen) mit einer zusätzlich
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er um eine vertikale Achse drehbar angelenkte Visiereinrichtung mit einem kardanisch aufgehängten Visier in Ansicht von hinten bzw. in Draufsicht dargestellt.
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Bei der in den Fig. 1-3 veranschaulichten Visieranordnung ist am Schleuderstreuer 1 ein Bügel 3 derart gelagert, dass er um eine horizontale Drehachse 2 schwenkbar ist. Dieser Bügel 3 liegt nach unten fest auf einem am Vorratsbehälter des Schleuderstreuers angebrachten Anschlag 7 auf und kann nach oben über den Kopf des Fahrers auf die gegenüberliegende Seite geschwenkt werden. Er trägt an seinem rechts bzw. links vom Fahrer liegenden Ende ein entsprechendes Visier, das beispielsweise aus zwei hinteren- ander angeordneten, horizontal liegenden Stäben 4 besteht, die auf einem höheverstellbaren und um eine
Achse 5 schwenkbaren Visierlineal 6 nahe den beiden. Enden desselben angebracht sind.
Die um die horizontale Achse 2 schwenkbare Anordnung ist dann erforderlich, wenn beim Hin- und 6
Herfahren auf dem Feld abwechselnd nach links und rechts visiert werden muss. Beim Senken des an die
Zugmaschine meistens mittels eines Hubmechanismus in Dreipunktaufhängung angekuppelten Streuaggre- gates legt sich infolge der gelenkigen Lagerung der Bügel 3 einfach z. B. auf den Kotflügel des Schleppers auf. Da die Höhe des Schleuderstreuers über dem Erdboden und die Höhenlage des am Steuer befestigten
Visiers relativ zum Fahrer immer die gleiche sein muss, ist eine einstellbare Hôhenkontlollvorrlchtung vorgesehen, welche beispielsweise in Form einer kleinen, an einem Haken 9 aufgehängten Kette 8 auf dem über dem Kotflügel 10 des Schleppers befindlichen Teil des Bügels 3 angebracht ist.
Die Höhenein- stellung muss z. B. nach jedem Beladungsvorgang vorgenommen werden, wobei die Arbeitsmaschine bzw. der Streuer so weit hochgehoben wird, dass der untere Teil der Kette 8 den Kotflügel 10 gerade noch be- rührt.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine um eine senkrechte Achse 11schwenkbar an einem Schleuderstreuer an- gelenkte Visiereinrichtung, die in horizontaler Richtung auf die rechte oder linke Seite des Fahrers ge- schwenkt werden kann. Bei dieser Ausführung ist eine Unterteilung des Bügels 3 in zwei Teile 3a und 3b erforderlich, wobei der Teil 3b am Teil Sa um eine horizontale Achse 14 drehbar gelagert ist und am freien Ende ein nach Fig. 1 ausgebildetes doppeltes Visier trägt. Der Teil 3b kann mit dem Teil Sa fest verbunden sein, wenn er, wie in Fig. 5 mit strichlierten Linien angedeutet ist, symmetrisch zum Teil Sa ausgebildet ist und an seinen beiden Enden einfache Visierlineale 6 bzw. 6b mit Visierstäben 4 bzw. 4b trägt.
Da auf unebenem Gelände die Visiergenauigkeit naturgemäss verringert wird, ist es erforderlich, dass das Visierlineal seine einmal eingestellte Neigung zur Arbeitsebene beibehält. Diese Forderung wird zweckmässig dadurch erfüllt, dass das Visier 4,6 bzw. 4b, 6b kardanisch am Bügel 3 bzw. 3a, 3b aufge- hängt und durch ein unterhalb des Anlenkpunktes 12 angebrachtes Gewicht 13 in der jeweils richtig ein- gestellten Lage zum Boden gehalten wird (vgl. Fig. 4).
Abschliessend soll noch darauf hingewiesen werden, dass auch bei der erfindungsgemässen Anordnung der Visiereinrichtung am Transportfahrzeug die Höhenlage des Streuers relativ zum Fahrzeug unverändert gehalten werden muss.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anordnung einer Visiereinrichtung für Schleuderstreuer oder andere Landmaschinen, deren Arbeitsbreite wesentlich grösser als ihre Baubreite ist, dadurch gekennzeichnet, dass an der Maschine (1) selbst oder an einem mit ihr kuppelbaren Transportfahrzeug eine aus Visier (6) und Visierträger (3) bestehende Visiereinrichtung mit quer zur Fahrtrichtung der Maschine verlaufender Visierlinie vorgesehen ist.