AT212548B - Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von in Hüllrohren liegenden Spanngliedern - Google Patents
Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von in Hüllrohren liegenden SpanngliedernInfo
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Description
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Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von in Hüllrohren liegenden Spanngliedern
Bei Vorspannarbeiten mit nachträglichem Verbund bestehen die Spannglieder meist aus Stahldrähten, die in Blechhüllrohren liegen und mit Vorkehrungen zum Spannen und Verankern der Spannglieder-Enden versehen sind. Diese Hüllrohre samt Drahteinlagen werden in die Schalung verlegt und einbetoniert, wobei der Beton die Hüllrohre dicht umschliesst, die Spanndrähte jedoch zunächst nicht vom Beton oder Mörtel berührt werden. Nach entsprechendem Erhärten des Betons werden die Stahldrähte in den Hüllrohren gespannt und im gespannten Zustand an den Spanngliedenden festgelegt. Dann werden die Htillrohre mit Zementmörtel injiziert, wodurch der nachträgliche Verbund hergestellt und der Korrosionsschutz bewirkt wird.
Vom Zeitpunkt des Einbaues in die Schalung bis zum Injizieren ist der Spannstahl jedoch der Korrosion ausgesetzt, was vielfach zu schweren Schäden wie Drahtrissen und den damit verbundenen Folgen führt. Man hat daher schon versucht, die Spanndrähte durch geeignete Öle oder Öl-Emulsionen, die nach dem Einbau injiziert wurden und vor dem Injizieren des Betons herausgewaschen wurden, vor Korrosion zu schützen.
Wenn nun aber durch besondere Umstände das Injizieren stark verzögert wird-beispielsweise durch Frost - so reicht dieser Ölschutz erfahrungsgemäss nicht aus, die Korrosion zu verhindern. Dieser Fall kommt in der Praxis oft vor, da man die Bauarbeiten soweit In die kalte Jahreszeit weiterführt, als es das Wetter erlaubt. Man kann auch noch bei Kälteeinbruch das letztemal Betonieren, da bei den grossen Betonmasse etwa einer Brücke genug Abbindewärme frei wird, um das Bauwerk unter Anwendung einfacher Frostschutzmittel einwandfrei abbinden zu lassen. Das etwa zwei Wochen später erfolgende Spannen der Spannglieder ist auch einwandfrei, möglich, das Injizieren des Betons ist aber meist nicht mehr möglich, da der Frost bereits eingesetzt hat.
Man muss mit dem Injizieren des Betons bis zur ärmeren Jahreszeitmanchmal Monate - ohne voll wirksamen Korrosionsschutz der gespannten Vorspanneinlagen warten und die Möglichkeit der Spannungskorrosion ist die ganze Zeit über gegeben.
Man hat daher verschiedene zusätzliche Massnahmen ausprobiert, hauptsächlich das Einblasen staub-
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bei bestimmten Bitumenarten, oder aber ganz oder zum Teil sublimiert und den Spanndraht durch solche Umhüllungen schützt. Diese Verfahren stammen aber aus einer andern Technik (Verpackungstec11l1ik) und sind für den Spannbeton deshalb nicht geeignet, wie die Erfahrung zeigt, weil nur die Anfangsstrecken nach den Enden der Spannglieder geschützt werden und bei grösserer Länge der Spannglieder-etwa 30 m und mehr-eine sichere Verteilung des Schutzmittel auf die ganze Länge nicht gewährleistet ist. Diese Methoden haben aber weiters den Nachteil, den Verbund mit dem später eingebrachten Injektionsgut zu stören. Es gelingt nämlich nicht, das eingeblasene Bitumen oder Schutzpulver voll zu beseitigen.
Jedenfalls ist das Herauswaschen des Korrosionsschutzmittels eine lästige und Kosten verursachende Arbeit.
Das erfindungsgemässe Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von in Hüllrohren liegenden Spanngliedern beseitigt diese Nachteile und besteht im wesentlichen darin, dass die im Hüllraum befindliche Luft durch ein das Spannglied nicht angreifendes Gas ersetzt wird. Dies ermöglicht, auf billigste Weise eine Korrosion zu vermeiden. Es wird die im Hüllrohr befindliche Luft durch Einblasen eines geeigneten Gases beseitigt und das Hüllrohr nach beendeter Gasfüllung sorgfältig verschlossen, was sehr einfach ist, da ja diese Verschlussmöglichkeit für den Vorgang des Injizierens (Ansatzstutzen mit Schraubengewinden) sowieso vorhanden sein muss,
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stellen.
Gemäss der Erfindung wird das Gas unter Überdruck in das Hüllrohr eingebracht und im Hüllrohr unter Überdruck eingeschlossen.Das korrosionshindernde Füllgas wird unter entsprechendem Druck auf der einen Seite so lange in das Hüllrohr geleitet, bis die vorher vorhandene Luft auf der andern Seite ausgeströmt ist, oder doch bis auf winzige und unschädliche Reste verdünnt wurde. Die Kontrolle kann an der
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eventuell vorhandenen Endtrompeten. Der so erreichte Korrosionsschutz ist absolut verlässlich und im ganzen Spannkabel gleichmässig vorhanden. Er kann leicht geprüft und jederzeit, beispielsweise durch ein eingebautes Manometer, kontrolliert werden. Ein besonderes Ausspülen dieses Schutzmittels beim Injizieren des Zementes erübrigt sich.
Diese Art des Korrosionsschutzes ist natürlich auch anwendbar, wenn der Verbund nicht hergestellt werden soll, wie dies beispielsweise bei federnd festgehaltenen Endwiderlagem vorgespannter Strassendecken oder Flugzeugpisten der Fall-Ist.
PATENT ANSPRÜCHE : lu Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von in Hüllrohren liegenden Spanngliedern, dadurch gekennzeichnet, dass die im Hüllraum befindliche Luft durch ein das Spannglied nicht angreifendes Gas ersetzt wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hüllrohrmit Stickstoff gefüllt wird.3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Gas unter Überdruck in das Hüllrohr eingebracht und im HüHrdbr unter Überdruck eingeschlossen wird.
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