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Kabelanschluss für Starterbatterien mit Bleiakkumulatoren
Die vielfältigen, derzeit in Gebrauch stehenden'Kabelanschlüsse für Starterbatterien mit Bleiakku- mulatoren besitzen, sofern dieselben nicht ganz aus Bronze gefertigt sind, durchwegs den Polkonus um- schliessende Polzwingen aus Hartblei. Da aber dieses Material sehr ungünstige Festigkeitsverhältnisse auf- weist, werden schon beim Abguss desselben an geeigneten Stellen Einlagen aus Metallen hoher Festigkeit miteingegossen, die den Hartbleikörper derart armieren, dass der fertige Gusskörper genügende Festigkeit zum Festklemmen des Polkonus aufweist und gleichzeitig der Umguss aus Hartblei das an sich säureemp- findliche Armierungsmetall vor Säureangriff schützt.
Diese Bauweisen ergeben aber komplizierte und da- her teure Konstruktionen, die unwirtschaftlich sind und sich überdies einer verlässlichen Kontrolle im Be- trieb entziehen. Um verlässlich korrosionsfreie Kabelanschlüsse zu erhalten, ist es unerlässlich, den Pol- konus mit dem gleichen Kontaktmaterial - also Hartblei - von genügendem Querschnitt zu umkleiden und die Erzeugung des Kontaktdruckes einem andern, säurefesten Bauelement hoher Zugfestigkeit zu über- tragen, gleichzeitig aber für eine verlässliche, leicht kontrollierbare Stromweiterleitung bis zum Kabel- anschlussbolzen zu sorgen.
Am einfachsten wird dieses Ziel durch eine Bauweise erreicht, bei welcher der Polkonus erfindungsgemäss auf seiner ganzen Mantelfläche von einer geschlitzten Polzwinge aus Hartblei mit zylindrischer Mantelfläche umgeben ist und dieselbe von einer bandförmigen Spannlasche umschlossen ist, wobei selbstverständlich eine gut leitende Brücke zum ebenfalls teilweise mit Hartblei umkleideten Kabelanschlussbolzen vorgesehen werden muss, die notwendigerweise die Spannlasche entweder umgreift oder durch ein geeignetes Langloch durchdringt.
Da die aus Hartblei gefertigte Polzwinge wegen der geringen Leitfähigkeit dieses Materials eine ziemliche Höhe (gleich der Höhe des genormten Polkonus) aufweisen muss und die Spannlasche aus säurefestem Spezialstahl von einer Zugfestigkeit von zirka 80 kg/mm2be- steht, kann der früher ausgesprochenen Bedingung leicht entsprochen werden. Aus Festigkeits- und Kon- trollgründen ist natürlich der Umguss der Spannlasche der Durchdringung auf dem Wege eines eingestanzten Langloches vorzuziehen, da das Trägheitsmoment des Hartbleiquerschnittes an der Umgussstelle wesentlich grösser ausfällt, als bei einer Durchdringung der Spannlasche.
Die technische Ausführung des Erfindungsgegenstandes ist der beigelegten Zeichnung zu entnehmen.
Die Fig. 1, 2,3 und 4 zeigen nur schematische Darstellungen eines erfindungsgemässen Kabelanschlusses (in Fig. l und 3 im Axialschnitt nach der Linie Y, Y1, und in Fig. 2 und 4 in der Draufsicht), wogegen Fig. 5 und 6 die praktisch verwendbaren Bauformen im Horizontalschnitt bzw. Axialschnitt darstellen. Fig. 7 zeigt den Schnitt durch eine besondere Bauweise, bei der der Kabelanschlussbolzen samt eingelötetem Kabel neben dem Polkonus in der Entfernung d zu liegen kommt, damit die einzelnen Zellenverbindungen umgangen werden.
In den Fig. 1 und 2 stellt 1 den Polkonus der Batterie dar, der von der seitlich geschlitzten Hartbleizwinge 2 umgeben ist. Erstere wird mit Hilfe der Spannlasche 3 und der Spannschraube 4 gegen den Polkonus 1 gedrückt. Die Spannlasche-3 besitzt auf der Kabeleinführungsseite ein Langloch, durch das eine flache Platte aus Hartblei, welche die leitende Brücke 5 zu dem eingegossenen Kabelanschlussbolzen 7 und dem mit Hilfe eines Langloches 12 eingelöteten Kabel 8 bildet, hindurchgeführt ist. Natürlich kann diese Bauweise nur durch einen Kokillenguss erreicht werden, bei dem vor dem Hartbleiabguss die Spannlasche 3 und der Kabelanschlussbolzen 7 eingelegt und entsprechend fixiert werden. Die Hartbleizwinge 2 ist infolge der Anordnung der Spannlasche 3 nur auf Druck in radialer Richtung beansprucht und kann daher nicht verformt werden.
Der kurze Verbindungssteg 5, der in der Zeichnung mit dem Langloch iden-
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tisch ist, ferner der anschliessende Umguss des Anschlussbolzens 7 müssen aber wegen des ohm'sehen Wi- derstandes genügend kräftig gehalten werden.
Die zweite Möglichkeit, zum gleichen Ziel zu gelangen, zeigen die schematischen Fig. 3 und 4, die sich von den Fig. 1 und 2 nur dadurch unterscheiden, dass der Verbindungssteg 9 im Langloch zwischen der Hartbleizwinge 2 und dem Anschlussbolzen 7 durch einen Umguss der an dieser Stelle schmäler. ausgebil- deten Spannlasche 3 erreicht wird. Beide Bauweisen ergeben bei richtiger Dimensionierung gut brauchbare Kabelanschlüsse.
Der Paragummischutz 10 sitzt anfänglich als Ring 10 am Hals des Hartbleizwingenteiles 6 und wird nach dem Einlöten des Wagenkabels 8 als Benetzungsschutz über den Kabelanschlussbolzen und die Kabelisolation 8 hinübergewälzt. Nach Anziehen der Spannlaschenschraube 4 und Aufbiegen der Sicherungsplatte 11 ist der Kabelanschluss betriebsfertig vorbereitet.
Die Vorzüge der durch Fig. 1 - 7 dargestellten Bauweisen sind folgende :
1) Äusserst einfache und billige Kokille für den Vielfachguss der Formstücke 2, 6 und 9.
2) Der Guss der Hartbleizwinge 2 und die Montage der Spannlasche 3 finden in einem Arbeitsgang statt.
3) Bei der Umschliessung des Polkonus 1 durch die Hartbleizwinge 2 wird letztere nur auf reinen Druck beansprucht. Ein Bruch der Hartbleizwinge ist praktisch unmöglich.
4) Grossflächiger und vollkommen kontrollierbarer leitender Stromübergang vom Polkonus 1 zur Hartbleizwinge 2 und über den Hartbleisteg 5 im Langloch bzw. den Umguss 9 zum Kabelanschlussbolzen 7.
5) Bequeme und sichere Einlötung der Kabelader in den Anschlussbolzen 7.
6) Kein Teil des ganzen Kabelanschlusses kann beim praktischen Gebrauch verloren gehen.
7) Die ringförmige Spannlasche 3 umspannt infolge des sauberen Kokillengusses fugenlos die geschlitzte Hartbleizwinge 2. Das Anziehen der Zwingenschraube 4 erfordert daher nur wenig Schraubenumdrehungen.
8) Der Kabelanschluss ermöglicht infolge seiner absoluten Korrosionsfreiheit ein Verbleiben der Batterie im Wagen während ihrer ganzen Lebensdauer.