<Desc/Clms Page number 1>
Befeuchtungskammer zum Befeuchten von Bahnen von hydrophilem Arbeitsgut
EMI1.1
<Desc/Clms Page number 2>
Druckerpresse häufig eintretenden ruckweise Vorschub desArbeitsgutes nicht zu viel Dampf in die Kam- mer eindringt, sind senkrecht angebrachte Sammelrohre und horizontal angebrachte Laufrohre vorgesehen, so dass kleine anfängliche Mengen von Dampf, welche trotz unterbrochenem Arbeitsgang in die Dampf- leitungen eingedrungen waren, kondensieren und nicht in die Kammer eindringen, sondern als Kondensat abgeleitet werden.
Wenn gewünscht wird. Papierprodukte, wie z. B. Milchflaschenverschlüsse, Kartons oder andere ein- zelne Gegenstände zu befeuchten, wird die Befeuchtungskammer mit einem horizontal laufenden Treib- riemen versehen, auf welchem die zu behandelnden Gegenstände entweder mit der Hand oder maschinell eingebracht werden. Bei manchen Produkten mag es angezeigt sein, vor Einführung derselben in die Be- feuchtungskammer eine zus1ì. tzliche Luft- oder Wasserzerst ubung anzuwenden.
Von den Zeichnungen stellt Fig. 1 eine Ansicht einer Druckerpresse dar, auf der die Befeuchtungs- vorrichtung vorliegender Erfindung angebracht ist, wobei Teile der Presse weggebrochen sind ; Fig'. 2 ist ein vertikaler Querschnitt durch die Befeuchtungsvorrichtung derFig. 1 ; Fig. 3 ist eine vergrösserte Teilan- sicht, die eine spezielle Bauart einer Düse zeigt ; Fig. 4 stellt eine Prellvorrichtung dar.
In den Fig. 1 - 4 ist eine Befeuchtungsvorrichtung, kombiniert mit einer Druckerpresse, gezeigt. Eine erfindungsgemäss verwendbare Mehrfarben-Druckerpresse P ist mit den üblichen Drucker- und Trockenwalzen 10, 10 und 11, 11 versehen. Die Bahn S, welche aus Papier, Glassin, regenerierter Zellulose oder einem andern entsprechenden bedruckbaren Material besteht, wird durch die Druckerpresse und dann über die Führungsrolle 12 geführt. Sodann geht die Bahn abwärts durch die Befeuchtungskammer 13 und um eine Kühlwalze 14 herum. Die Kammer 13 ist mit Absaugeleitungen 15 und 16 versehen, durch welche die Luft und der Dampfüberschuss von der Kammer abgeleitet werden.
Dampfführende Heizschlangen 17 und 18 umgeben die langgestreckten Einlassteile 19 und 20 der Leitungen und sorgen für eine genügend hohe Temperatur, so dass ungewünschte oder übermässige Kondensation vermieden wird. Gesättigter Dampf wird durch Einlassöffnungen 21 bzw. 22 in die Heizschlangen 17 und 18 eingeführt und kondensierter oder gesättigter Dampf durch Röhren 23 und 24 abgeleitet. Weitere Rohraggregate befinden sich im Gehäuse 13 zwischen den horizontal angebrachten Heizschlangen 17 und 18 und der hindurchgehenden Bahn S. Diese Aggregate 25, 26 bestehen aus vertikal angebrachten Sammelleitungen 27, 27 und 28, 28, auf denen Manometer 29, 29 angebracht sind.
Die horizontal angebrachten Dampfleitungen 30, 30, die die Sammelleitungen miteinander verbinden, sind mit Düsen 31, 31 (Fig. 3) versehen, durch welche der Dampf, der durch die Dampfleitung 32 zu den Sammelleitungen gelangt, direkt auf die BahnCS oder indirekt auf die Bahn GS (vgl. Fig. 2) gebracht wird. Da der Dampf auf stark absorbierendes Material, wie z. B. Glassin, nicht direkt geleitet werden kann, werden Düsen 31a, 31a, verwendet, die den Dampf in einem Winkel von ungefähr 450 gegen die dünnen seitlichen Blenden 35, 35 der Prellvorrichtung 36 richten (s. Fig. 4).
Die horizontal angebrachten Dampfleitungen sind am Ende leicht nach abwärts gebogen, so dass eine Anhäufung des Kondensates in den Leitungen vermieden wird. Die Blenden oder Prellplatten 35 sind so geformt, dass sie mit den Düsen 31a ausgerichtet sind.
Um Textilien, regenerierte Zellulosefilme, Sulfit-oder Hartpapier zu befeuchten, kann der Dampf direkt auf. das Arbeitsgut ausströmen gelassen werden.
In diesem Fall können die Prellvorrichtungen 36, 36 von dem vorderen Teil der Aggregate 25 und 26 entfernt werden ; die Prellvorrichtungen werden von dem obersten Laufrohr mit Hilfe verstellbarer Ausleger 37, 37 gestützt. Wenn die erforderliche Dampfmenge direkt auf die Bahn ausströmen gelassen wird, können die Düsen 31a durch Düsen 31 ersetzt werden, die eine Winkelbohrung 38 aufweisen, welche eine horizontal verlaufende äussere Ausmündung Tiat, so dass der Dampf horizontal, ungefähr im rechten Winkel, gegen die Bahn CS gerichtet wird (s. Fig. 3). Gesättigter Dampf für beide Aggregate 25 und 26 wird durch die Dampfleitung 32 und das Regelventil 39 in die Sammelleitungen 27,28 einströmen gelassen.
Wenn nur kleine Dampfmenge durch das Regelventil 39 austreten, wird der Dampf, bevor ein genügend grosser Druck entsteht, der ein Ausströmen von Dampf aus den Düsen gestatten würde, in den Sam - melleitungen27 und 28 kondensieren. Auch sind dieDüsen31 und 31a oberhalb der Mitte derLaufröhren30 angebracht, wodurch bei ruckweiser Vorschubbewegung der Bahn eine zusätzliche Vorsichtsmassnahme ge- gen ein verfrühtes oder unerwünschtes Einströmen von Dampf in die Kammer getroffen ist. Kondensate in den Aggregaten 25 und 26 und den Sammelleitungen werden von den Befeuchtungsvorrichtungen durch vier grosse Absaugeleitungen 48, 49, 50 und 51 entfernt.
Die Befeuchtungsvorrichtung stellt eine verbesserte zusätzliche Anlage für Mehrfarben-Druckerpressen dar, mit deren Hilfe es ermöglicht wird, die erforderliche Befeuchtung von ungefähr 6 - 7 Ufo auf der sich bewegendenFilmbahn unmittelbar nach Bedruckung derselben zu erzielen. Die Befeuchtungsvorrichtung ist einfach und kann leicht den zur Behandlung verschiedener Sorten von Verpackungsmaterial, wie
<Desc/Clms Page number 3>
EMI3.1