AT211660B - Photographische Kamera - Google Patents

Photographische Kamera

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AT211660B
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photographic camera
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camera
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Gauthier Gmbh A
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Description


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  Photographische Kamera 
Die Erfindung bezieht sich auf eine photographische Kamera mit Einstellern für Blende, Belichtungs- zeit und Aufnahmeentfernung. 



   Aufgabe der Erfindung ist es, eine solche Kamera so auszubilden, dass sie eine optimale Bedienungseinfachheit und Bedienungs-Übersichtlichkeit sowie eine hohe Bedienungsschnelligkeit und-Sicherheit bietet. Weiterhin soll die Erfindung bei Kameras verschiedenster Art und unabhängig von deren jeweiligem Aufbau anwendbar sein. 



   Eine Lösung dieser Aufgabe wird gemäss der Erfindung dadurch erzielt, dass eine von Hand betätigbare Schalteinrichtung angeordnet ist, mittels welcher eine motorische Antriebsvorrichtung für zwei verschiedene Bewegungsrichtungen einschaltbar und ausschaltbar ist, und dass die Antriebsvorrichtung mindestens mit einem der Einsteller zwecks Erzielung einer an sich   bekannten, selbsttätigen Verstellung verbun-   den ist. 



   Eine in dieser Weise ausgebildete Kamera besitzt bedeutsame Vorzüge gegenüber an sich bekannten Kameras der eingangs genannten Art. Diese äussern sich insbesondere in einer einfachen Bedienbarkeit und einer erheblichen Erhöhung der Bedienungsschnelligkeit der Kamera. Insbesondere wird durch die erfindungsgemässe Anordnung einer Antriebsvorrichtung erreicht, dass der Bedienende die Einsteller zum Verstellen nicht mehr zu umgreifen braucht, sondern lediglich die Antriebsvorrichtung durch einen leichten Fingerdruck einzuschalten hat.

   Da die Antriebsvorrichtung nicht nur bei bestimmten Kameras, sondern unabhängig von deren jeweiligem Aufbau an jeder Kamera anordenbar ist, die über Einsteller für Blende, Belichtungszeit und Entfernung verfügt, kommt der Erfindung eine besonders umfassende Bedeutung zu, wobei in jedem Falle die vorstehend genannten Vorteile in vollem Umfange sichergestellt sind. 



   In besonders günstiger Ausbildung der Erfindung ist die Antriebsvorrichtung mit den von ihr ver-   stellbarenEinstellern   mittels einer lösbaren Kupplung verbunden. Hiedurch ist der Vorteil geschaffen, dass bei einem Ausfall der Antriebsvorrichtung eine   Belichtungs- oder   Entfernungseinstellung der Kamera in leichter, an sich bekannter Weise auch von Hand durchführbar ist. 



   In den Ausführungsbeispielen ist die lösbare Kupplung erfindungsgemäss als Reibungskupplung ausgebildet. Diese Ausbildung führt zu einer höchstmöglichen Einfachheit der Kamerabedienung sowie zu einem raumsparenden Aufbau und einer grösstmöglichsten Funktionssicherheit der Vorrichtung, insbesondere deshalb, da besondere Betätigungsglieder zum Einrücken der Kupplung entfallen können. 



   Eine besonders günstige Ausgestaltung der Erfindung lässt sich dadurch erzielen, dass als Antriebseinrichtung ein Elektromotor, vorzugsweise ein Niederspannungs-Gleichstrommotor, angeordnet ist. 



   Erfindungsgemäss ist weiterhin zum Antrieb eines der Einsteller für Blende, Belichtungszeit und Auf-   nahmeentfemung     der Niederspannungs-Gleichstrommotor als Kleinstmotor   mit hoher Drehzahl ausgebildet und   über ein   bzw. mehrere Untersetzungsgetriebe mit mindestens einem der Einsteller verbunden. 



   Durch diese Anordnung ist am Abtrieb der Untersetzungsgetriebe ein genügend grosses Drehmoment erzielbar, dass damit in bekannter Weise aufgebaute Einstellvorrichtungen für Entfernung, Blende und Belichtungszeit sicher verstellbar sind. 



   Die   erfindungsgemässe Kombination eines Kleinstmotors   mit hoher Drehzahl mit einem Untersetzungsgetriebe führt zu dem besonders bedeutsamen Vorteil, dass der Elektromotor und das bzw. die Untersetzungsgetriebe im Innenraum des Kameragehäuses anordenbar sind. Hiedurch wird ein geschlossenes, die Bedienungsübersichtlichkeit begünstigendes Kameraäusseres sichergestellt. 

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   Weiterhin wird durch eine Anordnung der Reibungskupplung zwischen dem Untersetzungsgetriebe bzw. -getrieben und dem bzw. den Einstellern eine besonders leichte Verstellbetätigung der Einsteller bei manueller Bedienungsweise der Kamera erzielt, da ausschliesslich die Einsteller, nicht jedoch die zugehörigen Getriebeteile verstellt werden. 



   Wie bereits erwähnt, erbringt die erfindungsgemässe Kombination eines Kleinstmotors hoher Drehzahl mit einem Untersetzungsgetriebe den Vorteil, dass die Antriebsvorrichtung und die zum Verstellen der jeweiligen Einsteller dienenden Bauteile raumgedrängt und wenig Platz beanspruchend im Innern der Kamera anordenbar sind. In besonders günstiger Weise kann nunmehr der Motor und das bzw. die Untersetzungsgetriebe auch im Innenraum des Verschlussgehäuses angeordnet sein. Der Aufbau der den Motor und das Untersetzungsgetriebe umfassenden Antriebsvorrichtung lässt sich hiebei so vornehmen, dass diese Teile keinen   grösseren   Raum im Verschluss als ein an sich bekanntes Vorlaufwerk oder   einHemmwerkbe-   nötigen. 



   Durch die vorgenannte Anordnung wird ein höchstmöglicher Wirkungsgrad der Antriebsvorrichtung und eine grösstmögliche Verstellgenauigkeit erzielt, da zusätzliche Übertragungsteile zur Überbrückung eines räumlichen Abstands zwischen dem Untersetzungsgetriebe und den Einstellern in Fortfall kommen. 



  Darüberhinaus erweist es sich auch für einen sicheren und schnellen Kamerazusammenbau als Vorteil, wenn die mechanischen Antriebsmittel der zu verstellenden und am   Objektiwerschluss   angeordneten Einsteller ebenfalls im Verschluss angeordnet sind. 



   Der Erfindungsgedanke, zum Verstellen der Einsteller für Blende, Belichtungszeit und Aufnahmeentfernung eine von Hand ein- und ausschaltbare Antriebsvorrichtung anzuordnen, führt, wie vorstehend angegeben, zu besonderen Vorteilen bei Kameras jeder Art. Inbesondere hat der Erfindungsgedanke in Weiterbildung besondere Bedeutung für eine Kamera mit selbsttätiger Belichtungssteuerung, bei welcher die Belichtungswerteinstellung in an sich bekannter Weise durch Herbeiführen der Koinzidenz zwischen einem Belichtungsmesserzeiger und einem Nächführglied bzw. einer Einstellmarke erfolgt. 



   Gemäss der Erfindung ist bei einer solchen Kamera vorgesehen, dass die Antriebsvorrichtung mit einem der Belichtungsmesserkupplung zugehörenden Steuerteil zusammenarbeitet. 



   Bei einer in dieser Weise ausgebildeten Kamera lässt sich ein besonders hohes Mass an Bedienungseinfachheit und Bedienungsschnelligkeit erzielen. Da bei modernen Kameras der Belichtungsmesserzeiger und das Nachführglied vielfach in den Sucher eingespiegelt sind, braucht der Bedienende nur noch das Aufnahmeobjekt anzuvisieren und kann nun, ohne die Beobachtung des Objekts unterbrechen zu müssen, durch Betätigen der Antriebsvorrichtung die Koinzidenz zwischen Nachführglied und Belichtungsmesserzeiger herbeiführen und nach Erreichen derselben den Verschluss auslösen. Dieses, gemäss der Erfindung mögliche Einstellverfahren ist insbesondere bei in Bewegung befindlichen Aufnahmeobjekten von besonderem Vorteil. 



   Eine besonders unverwickelte und Aufwand sparende Ausbildung einer Kamera mit getrennt betätigbaren Einstellern   für Belichtungszeit und Blende   ergibt sich dadurch, dass die Antriebsvorrichtung mit dem Einsteller für die Blende zusammenarbeitet. Die Verstellung des mit der Blende verbundenen Einstellers durch die Antriebsvorrichtung bietet hiebei den Vorteil, dass der Belichtungszeiteinsteller auf einen der Bewegung des Aufnahmeobjekts angepassten Zeitwert eingestellt bleibt und nicht unbeabsichtigt verstellt wird. Ausserdem lässt sich eine in dieser Weise ausgebildete Kamera mit einem Mindestaufwand an Bauteilen und Bauraum gestalten, da weitläufige Übertragungsmechanismen entfallen können.

   Weiterhin erfordert diese Art der Automatisierung des Einstellvorgangs eine relativ geringe Verstellkraft, was sich günstig auf die Dimensionierung der Antriebsvorrichtung auswirkt. 



   Bei einem Antrieb von mehr als einem Einsteller kann zur Erhöhung der Bedienungseinfachheit und Bedienungssicherheit gemäss der Erfindung für jeden Einsteller eine gesonderte, von Hand betätigbare Schalteinrichtung zum Ein- bzw. Ausschalten der Antriebsvorrichtung angeordnet sein. 



   Eine weitere Bedienungsvereinfachung einer photographischen Kamera der vorstehend genannten Art ist dadurch erzielbar, dass jede Schalteinrichtung zum Ein- bzw. Ausschalten der Antriebsvorrichtung mit einer weiteren Schalteinrichtung für Links- bzw. Rechtslauf der Antriebsvorrichtung zusammenarbeitet. Die Ausbildung der   zusätzlichenSchalteinrichtung für Links-bzw. Rechtslauf   der Antriebsvorrichtung kann hiebei in verschiedener Weise erfolgen. Besonders vorteilhafte Ausführungsbeispiele hiefür sind aus den Figuren und ihrer Beschreibung ersichtlich. 



   Um zu verhindern, dass bei gleichzeitigem, unbeabsichtigtem Betätigen mehrerer Schalteinrichtungen zum Ein-und Ausschalten der Antriebsvorrichtung sämtliche der diesen Schalteinrichtungen zugeordneten Einsteller verstellt werden und hiedurch eine eventuelle Beschädigung der Antriebsvorrichtung sowie eine Irritierung der Bedienungsperson   erfolgt, ist gemäss   der Erfindung vorgesehen, dass die Schalteinrichtungen 

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 bei Antrieb von mehr als einem Einsteller gegenseitig derart gesperrt sind, dass jeweils nur eine einzige
Schalteinrichtung betätigbar ist. Ausserdem werden durch die Sperrvorrichtungen Fehlbedienungen weitgehendst vermieden. 



   In einer   ändern Ausfuhrungsform der Erfindung   ist   an Stelle eines Elektromotors als Antriebsvorrichtung   ein durch Federkraft angetriebenes Untersetzungsgetriebe angeordnet. Eine derartige Ausbildung ist in Fällen von besonderem Vorteil, in denen aus räumlichen oder andern Gründen die Unterbringung einer
Antriebskraftquelle zur Speisung eines Elektromotors als Antriebsvorrichtung auf Schwierigkeiten stösst oder der Motor selbst nicht ohne Beeinträchtigung des Funktionsablaufs der   Verschluss-bzw. Kameramecha-   nismen anordenbar ist. 



   Eine in vorbeschriebener Weise ausgebildete, mittels Federkraft betriebene Antriebsvorrichtung zum
Verstellen der Einsteller erfordert für ihren Aufbau nur einfach gestaltete Bauteile und gewährleistet eine ebenso sichere Funktionsweise wie ein Elektromotor. Ausserdem besitzt eine solche Antriebsvorrichtung den bedeutsamen Vorteil, dass zu ihrem Betrieb keinerlei sich erschöpfende Kraftquellen, wie z. B. Batte- rien, benötigt werden, sondern dass diese Antriebsvorrichtung stets funktionsfähig ist. 



   Um die Bedienungsperson einerseits nicht mit   zusätzlichenEinstelloperationen   zubelasten und ander- seits die vorstehend erwähnte Funktionsbereitschaft der Antriebsvorrichtung sicherzustellen, ist gemäss der
Erfindung vorgesehen, dass die Feder   zum Antrieb des Untersetzungsgetriebes gleichzeitig   mit dem Spannen des Verschlusses durch einen mit dem   Verschlussspannmechanismus   zusammenwirkenden Teil gespannt wird. 



   Bei einer Antriebsvorrichtung der vorbeschriebenen Art ist es wünschenswert, die Einsteller sowohl nach der einen als auch nach der andern Drehrichtung verstellen zu können. Zu diesem Zweck besitzt das Untersetzungsgetriebe eine von Hand betätigbare und wahlweise schaltbare Getriebegruppe zum Umkehren der Bewegungsrichtung des   abtreibenden,   mit einem der Einsteller in Eingriff stehenden Getriebeteils. 



   Für die Bedienung und die Funktionsbereitschaft der Antriebsvorrichtung ist es von Vorteil, dass mit der Antriebsvorrichtung eine Sperreinrichtung zusammenarbeitet, die nach dem Spannen der Antriebsfeder selbsttätig zur Wirkung gelangt und durch den von Hand betätigbaren Schaltteil der wahlweise einschaltbaren Getriebegruppe mit der Antriebsvorrichtung in oder ausser Eingriff bringbar ist. 



   In der Zeichnung und der nachfolgenden Beschreibung sind verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt und beschrieben. Hieran sind die vorgenannten und weitere, sich aus der Erfindung ergebende Vorteile näher erläutert. 



   Fig. 1 zeigt in Draufsicht von oben eine erfindungsgemäss ausgebildete photographische Kamera mit einem im Innenraum der Kamera angeordneten Motor als Antriebsvorrichtung, welcher über ein Untersetzungsgetriebe mit einem Entfernungseinsteller gekuppelt ist. Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht eines Teils der in Fig. 1 dargestellten Kamera. Fig. 3 zeigt in schematischer Darstellung eine Schalteinrichtung zur Steuerung des in Fig. 1 im Kamerainnenraum angeordneten Verstellmotors für den Entfernungseinsteller. 



  Die Schalteinrichtung ist in einer Lage gezeigt, in welcher der Motor stromlos ist. Fig. 4 zeigt die Schalteinrichtung gemäss Fig. 3, jedoch bei eingeschaltetem Motor und einem Umlauf desselben in Pfeilrich-   tung. Fig.   5 zeigt die gleiche Schalteinrichtung wie die Fig. 3 und 4, jedoch in einer Schaltstellung, die der Drehrichtung des Motors in Fig. 4 entgegengesetzt ist. Fig. 6 zeigt in einer Draufsicht von oben und   teilweisem Schnitt die Erfindung anHand einerKamera mitObjektivverschluss   und einer an sich bekannten Einrichtung zur selbsttätigen Belichtungssteuerung.

   Der Motor als Antriebsvorrichtung ist in diesem Ausführungsbeispiel im   Verschlussinnenraum   angeordnet und unter Zwischenschaltung einer Getriebekette wechselweise mit einem Entfernungseinsteller und, über einen Blendeneinsteller, mit dem Mechanismus zur Belichtungssteuerung kuppelbar. Fig. 7 zeigt in einer Draufsicht von vorne und teilweisem Schnitt durch den Verschluss und das Kameragehäuse die Anordnung des Motors und des Getriebes im Verschlussinnenraum gemäss Fig. 6, sowie die Schalteinrichtungen hiefür. Fig. 8 zeigt in einer Teilansicht den Verschluss gemäss den Fig. 6 und 7,   u. zw.   teilweise im Schnitt gemäss der Linie A-B in Fig. 7.

   Fig. 9 zeigt in einer Draufsicht auf die   Verschlussrückseite   einen Teil der Einrichtungen zum Kuppeln des in den Fig. 6,7 und 8 gezeigten Motors mit einem der beiden Einsteller für Blende und Entfernung. Fig. 10 zeigt in einer Draufsicht auf den Verschlussinnenraum eine weitere   Ausführungsform   der Erfindung, bei der als Antriebsvorrichtung ein unter der Wirkung einer Feder stehendes Untersetzungsgetriebe angeordnet ist. In der Figur dient das Verstellgetriebe zum Antrieb des Entfernungs-Einstellers. Fig. 11 zeigt in   einemLängsschn1tt   durch den Verschluss gemäss der Linie C-D in Fig. 10 die Lagerung und Anordnung des mit dem Entfernungs-Einsteller gekuppelten Getriebeteils.

   Fig. 12 zeigt die Anordnung und Ausbildung eines Betätigungsteils zum Ein- und Ausschalten sowie für Links- und Rechtslauf der Antriebsvorrichtung gemäss Fig. 10. 

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   In den Fig. 1 und 2 ist mit 1 das Gehäuse einer photographischen Kamera bezeichnet, die einen im Kamerainnenraum angeordneten, nicht näher gezeigten Verschlussmechanismus besitzt, dessen Wirkungsweise für das Verständnis der Erfindung unwesentlich ist und daher an dieser Stelle nicht näher beschrieben zu werden braucht. An der Vorderseite der Kamera ist ein Objektiv 2 mit einem konzentrisch zur opti-   schen Achse   drehbar   gelagerten Entfernungseinsteller 3 angeordnet. Letzterer   trägt eine Entfernungsskala 4, die nach einer ortsfesten Marke 5 einstellbar ist. 



     Zum Einstellen der Aufnahmeentfernung   besitzt die in Fig. 1 gezeigte Kamera einen an sich bekann-   tenMischbildentfernungsmesser',   der mit dem Einsteller 3 gekuppelt ist. An letzterem ist eine sich in radialer Richtung erstreckende Steuerkurve 6 ausgebildet, die auf einen um eine Achse 7 schwenkbar gelagerten Spiegel 8 einwirkt. Das im Spiegel 8 erscheinende Bild des Aufnahmegegenstandes wird auf einen im Sucher 9 liegenden, halbdurchlässigen Spiegel 10 reflektiert und mit dem von der linken   Einblicköff-   nung eingefangenen Bild durch Drehen des Entfemungseinstellers 3 und damit durch eine leichte Schwenkung des Spiegels 8 übereinandergelegt.

   Da   das Mass   der   erforderlichen Schwenkung von der Entfernung des Ge-     genstandesabhängt, istdamitbereits   die richtige Aufnahmeentfernung eingestellt, und der Verschluss kann nach vorheriger Einstellung durch Betätigen des Auslösers 11 ausgelöst werden. 



   Gemäss der Erfindung ist nunmehr eine   von Hand ein- und ausschaltbareAntriebsvorrichtung angeord -   net, welche mit mindestens einem der Einsteller für Blende, Belichtungszeit und Aufnahmeentfernung zusammenarbeitet und eine selbsttätige Verstellung desselben bewirkt. Die Vorteile einer solchen Anordnung, insbesondere das erreichbare Höchstmass an Bedienungseinfachheit und Bedienungsschnelligkeit, sind bereits in der Beschreibungseinleitung eingehend dargelegt. 



   Bei der in Fig. 1 gezeigten Kamera ist als Antriebseinrichtung ein Elektromotor 12, u. zw. ein Nie-   derspannungs-Gleichstrommotor, angeordnet,   der als Kleinstmotor mit hoher Drehzahl ausgebildet ist und über ein Untersetzungsgetriebe 13 mit dem Entfernungseinsteller 3 zusammenarbeitet. Durch die Kombi- 
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Drehzahlgeschaffen, da durch denschnellaufenden Motor am abtreibendenRad des   Untersetzungsgetriebes   ein relativ hohes Drehmoment erzielbar ist. Hiedurch lässt sich der bei derartigen Einstellern übliche Verstellwiderstand gut überwinden. 



   Wie aus   den Fig. 1   und 2 ersichtlich, handelt es sich bei dem Untersetzungsgetriebe 13 um ein mehrstufiges Stirnradgetriebe, dessen abtreibendes Rad in eine am Einsteller 3 ausgebildete, nicht näher gezeigte Kronenverzahnung eingreift. 



   Um ausser einer Verstellung des Einstellers 3 mittels der gezeigten Antriebsvorrichtung auch eine Verstellung desselben von Hand vornehmen zu können, ist die Antriebsvorrichtung gemäss der Erfindung mit dem Einsteller3 mittels einer   lösbaren Kupplung   verbunden. Als besonders vorteilhaft und nur einen geringen Bauraum und keinerlei Wartung beanspruchend hat sich hiebei die Verwendung einer Reibungskupplung erwiesen, die in Fig. 1 mit 14 bezeichnet und erfindungsgemäss zwischen dem Untersetzungsgetriebe 13 und dem Einsteller 3 angeordnet ist. 



   Wie aus den Fig. 1 und 2 weiterhin hervorgeht, sind sowohl der Elektromotor 12 als auch das Untersetzungsgetriebe 13 im Innenraum des Kameragehäuses untergebracht. Durch diese Anordnung sind Motor und Getriebe gegen äussere Einflüsse, wie z. B. Verunreinigungen od. dgl. geschützt, wodurch wiederum eine hohe Funktionssicherheit der gesamten Verstelleinrichtung gewährleistet ist. Ausserdem lässt sich durch die im Kamerainnern angeordnete. Antriebsvorrichtung eine bedienungshandliche, glatte und geschlossene Aussenform der Kamera erzielen. 



   Zum Ein- bzw. Ausschalten des Motors 12 dient ein aus der Oberseite des Kameragehäuses herausragender Schalter 15   (Fig. 1).   Letzterer ist mit einer   im Kameragehäuse   gelagerten Welle 16 verbunden, deren im Innern der Kamera befindliches Ende mit einer gemäss der Erfindung weiteren Schalteinrichtung 17 für Links- bzw. Rechtslauf der Antriebsvorrichtung zusammenarbeitet. 



   Diese Schalteinrichtungistin den Fig. 3, 4und 5 in verschiedenen Schaltstellungen gezeigt. Die Schalteinrichtung umfasst eine aus nichtleitendem Werkstoff bestehende Scheibe 17a, die mit der Welle 16 auf Drehmitnahme verbunden ist. Auf der Scheibe 17a sind metallische Brücken 17b und 17c angeordnet, von denen die erste mit dem Minuspol, die zweite dagegen mit dem Pluspol einer Stromquelle 18 verbunden ist. Als Stromquelle kann eine Batterie vorgesehen sein, die im Innern einer Filmspule untergebracht ist, beispielsweise in der in der deutschen Patentschrift Nr. 1062105 gezeigten Weise. Zwischen den Brückenenden sind Stromabnehmer 19,20 angeordnet, die mit dem Motor 12 verbunden sind. 



   In der in Fig. 3 gezeigten Stellung der Schalteinrichtung. liegen die Stromabnehmer 19,20 zwischen den Brückenenden. Der Motor ist stromlos und steht still. Bei einem Verschwenken des Schalters 15 (Fig. 1) nach links wird auch die Scheibe 17a mit den Brücken 17b und 17c entgegen dem Uhrzeigersinn 

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 mit verschwenkt   (Fig. 4). Hiedurch wird   der ortsfeste Stromabnehmer 19 mit der am Minuspol anliegenden Brücke 17b und der Stromabnehmer 20 mit der am Pluspol anliegenden Brücke 17c verbunden. Der Motor dreht sich in Pfeilrichtung und verstellt hiebei über das Übersetzungsgetriebe 13 den   Entfernungseinstel-   ler 3. 



   Soll sich der Motor nun in einer der in Fig. 4 gezeigten Drehrichtung entgegengesetzten Richtung drehen, so wird der Schalter 15 nach rechts verschwenkt, wodurch die Scheibe 17a die in Fig. 5 gezeigte Lage einnimmt. Der Stromabnehmer 19 liegt nunmehr am Pluspol der Brücke 17c, während der Stromabnehmer 20 mit dem Minuspol der Brücke 17b verbnnden ist. Sobald der Schalter 15 losgelassen wird, kehrt die Scheibe 17a selbsttätig wieder in die in Fig. 3 gezeigte Normallage zurück, in welcher der Motor stromlos ist. 



   Zu diesem Zweck ist im Kameragehäuse eine Feder 21 angeordnet, deren freies Ende zwischen zwei auf der Scheibe 17a befestigten Stiften 17d liegt. Bei einem Verschwenken der Scheibe 17a nach links oder rechts wird auch das freie Ende der Feder 21 in der in den Fig. 4 und 5 gezeigten Weise mitgenommen. Sobald der Schalter 15 losgelassen wird, kehrt die Scheibe 17a unter dem Einfluss der auf einen der Stifte 17d einwirkenden Feder 21 in ihre Normallage gemäss   Fig. l zurück.   



   Die vorstehend beschriebene Schalteinrichtung besitzt den Vorteil, dass sie einfach und funktionssicher aufgebaut ist und infolge ihrer geringen Baumasse ohne Schwierigkeiten im Innenraum jeder Kamera unterbringbar ist. 



   In den Fig.   6,   7,8 und 9 ist die Erfindung in Weiterbildung an einer photographischen Kamera mit einem Objektivverschluss und selbsttätiger Belichtungssteuerung gezeigt, wobei die Belichtungswerteinstellung in an sich bekannter Weise durch Herbeiführen der Koinzidenz zwischen einem Belichtungsmesserzeiger und einem Nachführglied bzw. einer Einstellmarke erfolgt. 



   In den   Fig. 6,   7 und 8 ist das Gehäuse der photographischen Kamera wiederum mit 1 bezeichnet. An der Frontseite desselben ist in an sich bekannter Weise ein Objektivverschluss 22 angeordnet. An der Stirn-   fläche 23a   eines mit 23 bezeichneten Verschlussgehäuses liegt ein mit einer Griffrändelung 24a versehener und eine Skala 24b tragender Belichtungszeiteinstellring 24 auf. Letzterer ist am Rohrstutzen 25a einer Verschlussgrundplatte 25 geführt und durch eine mittels eines Schraubrings 26 gesicherte Frontplatte 27 in axialer Richtung gehalten. 



   Weiterhin ist an   der Vorderseite des Objektivverschlusses   ein Entfernungseinstellring 3 zur Verstellung einer an sich gleichfalls bekannten Frontlinse 28 angeordnet. Der Ring 3 ist mit einer Griffrändelung 3a versehen und trägt ebenso wie der Einsteller 3 in Fig. 1 eine Entfernungsskala 4, die gegenüber einer an der Frontplatte 27 ortsfest angeordneten Marke 5 einstellbar ist. 



   An der Rückseite des Objektivverschlusses ist ein Blendeneinstellring 29 angeordnet, der in an sich bekannter Weise an einem Bund 23b eines am Verschlussgehäuseboden 23c ausgebildeten Rohrstutzens 23d radial geführt und mittels Schrauben od. dgl. in axialer Richtung gesichert ist. Am Umfang des Einstellrings 29 ist eine Blendenskala 29a angebracht, die ebenso wie die Belichtungszeitskala 24b mit einer kamerafesten Marke 30 zusammenarbeitet. 



   Wie bereits erwähnt, besitzt die in den Fig. 6-9 gezeigte Kamera eine Einrichtung zur selbsttätigen Belichtungssteuerung, bei welcher in Abhängigkeit von der Bewegung des Blenden- und Belichtungszeiteinstellrings 29 bzw. 24 ein im Kamera-Oberteil gelagertes, als Zeiger 31 ausgebildetes Nachführglied 
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 beitet. 



   Zum Übertragen der Bewegung des Blendeneinstellrings 29 bzw. des Belichtungszeiteinstellrings 24 auf das Nachführglied 31 dient ein im Kameragehäuse gelagerter Stift 33. Dieser ist mittels eines Steuerkurvenrings 34, der eine der Stirnseite der Kamera zugewendete, axial gerichtete Steuerkurve 34a besitzt, beim Drehen eines der Ringe 24 bzw. 29 in zur Verschlussachse paralleler Richtung verschiebbar. 



   Die Verbindung zwischen dem die Steuerkurve 34a tragenden Ring 34 und den Einstellringen 24 und 29 für Belichtungszeit und Blende kann verschiedener Art sein.   Z. B. könnte   diese Verbindung in der in der österr. Patentschrift Nr. 199486 offenbarten Weise vorgenommen sein. Ebenso könnte dieser Ring aber auch beispielsweise der Differentialring eines an sich bekannten Zahnraddifferentialgetriebes sein. Für die vorliegende Erfindung ist die Verbindungsart zwischen den genannten Ringen ohne Bedeutung und bedarf daher keiner näheren Erklärung. 



   Die übertragung der Verschiebebewegung des   Stifts 33 auf den Nachführzeiger   31 erfolgt mittels eines Winkelhebels 35, der im Kameragehäuse um eine Achse 36 gelagert ist. Der eine Arm 35a des Hebels arbeitet hiebei mit dem Stift 33, der andere Arm 35b dagegen mit einem in einer   Führungsbüchse   37 verschiebbaren Stift 38 zusammen. Dieser steht mit seinem einen Ende mit einem senkrecht zur Papierebene 

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 abgebogenen Lappen 39a eines auf einer Achse 40 gelagerten Zahnrades 39 in Verbindung, welches mit einem auf einem Bolzen 41 gelagerten Zahnrad 42 kämmt. Gleichachsig mit dem Zahnrad 42, und mit diesem auf Bewegungsmitnahme fest verbunden, ist eine Steuerkurve 43 angeordnet, die auf einen am Hebelarm 31a des Nachführzeigers 31 befestigten Stift 31b einwirkt.

   Der bei 31c gelagerte Zeiger steht unter der Wirkung einer Feder 44, die ihn entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen sucht. Hiedurch ist der Stift 31b stets spielfrei an der Steuerkurve 43 angelegt. Eine zweite, um die Achse 40 des Zahnrads 39 gewundene Feder 45 bewirkt durch Anlage ihres einen Endes am Lappen 39a und ihres   andem   Endes an einem kamerafesten Stift 46 eine spielfreie Anlage der Stifte 33 und 38 an den mit ihnen zusammenarbeitenden Teilen. 



   Bei der in den Fig. 6-9 gezeigten Kamera ist gemäss der Erfindung die Antriebsvorrichtung,   u. zw.   der Motor 12 und das Untersetzungsgetriebe 13, im Verschlussinnenraum angeordnet. 



   Der Vorteil dieser Anordnung besteht vor allem darin, dass infolge des dichten Beieinanderliegens der Antriebsvorrichtung und der von ihr verstellbaren Einsteller weitläufige und verwickelte Übertragungsglieder entfallen und hiedurch sowohl eine leichte und Kosten sparende Herstellbarkeit einer Kamera gemäss der Erfindung als auch eine hohe Funktionssicherheit derselben gewährleistet ist. 



   Im Ausführungsbeispiel gemäss den Fig. 6-8 dient der Motor 12 zum Verstellen des Blendeneinstellrings 29 und des Entfernungseinstellrings 3. Zu diesem Zweck arbeitet der Motor mit zwei   Getriebegrup-   pen zusammen, von denen die eine mit dem Einstellring 3 verbunden ist und die Räder 47, 48,49 und 50 umfasst, während die andere Getriebegruppe dem Blendeneinstellring 29 zugeordnet ist und aus dem Zahnrad 51 und dem Ritzel 52 gebildet wird. 



   Beide Getriebegruppen sind mit dem Elektromotor 12 wechselweise durch eine von Hand schaltbare Kupplungseinrichtung verbindbar, die eine aus zwei einarmigen Hebeln 53,54 gebildete Schwinge   umfasst.   



  Der eine Hebel 53 der Schwinge ist im Verschlussinnenraum am Boden der Verschlussgrundplatte 25 angeordnet und um einen konzentrisch zur Motorachse im Boden der Verschlussgrundplatte befestigten Zapfen 55 schwenkbar gelagert. Der andere Hebel 54 ist auf der Rückseite des Verschlusses angeordnet und um einen im Verschlussgehäuseboden 23c ebenfalls konzentrisch zur Motorachse befestigten Zapfen 56 schwenkbar gelagert. Beide Hebel 53 und 54 sind durch eine Welle 57 miteinander verbunden. Letztere ist in einem nicht näher dargestellten, dem Schwenkbereich der Schwinge entsprechenden, konzentrisch zur Motorachse verlaufenden Schlitz im Boden der Verschlussgrundplatte 25 und des Verschlussgehäuses 23c geführt. 



   Im Boden des Blendeneinstellrings 29 sind zwei weitere, konzentrisch zur Verschlussachse verlaufende Schlitze für die Welle 57 und den Zapfen 56 ausgebildet. Die Länge dieser nicht näher gezeigten Schlitze ist auf den maximalen Verstellbereich des Blendeneinstellrings 29 abgestimmt. 



   An dem im Verschlussinnenraum liegenden Ende der Welle 57 ist mit letzterer auf Drehmitnahme fest verbunden ein Zahnrad 58 befestigt, welches mit seinen Zähnen in ein auf der Motorachse befestigtes Zahnrad 59 eingreift. Am entgegengesetzten, ausserhalb des Verschlusses liegenden Ende der Welle 57 ist gleichfalls ein Zahnrad 60 befestigt, welches mit der Welle 57 ebenfalls auf Drehmitnahme verbunden ist. 



   Die Schwinge 53,54 steht unter dem Einfluss einer nicht näher gezeigten Feder, die das Bestreben hat, das Zahnrad 60 ständig im Eingriff mit dem Übertragungsrad 51 zu halten. Letzteres ist auf einem im Kameragehäuse befestigten Bolzen 61 drehbar gelagert und liegt zusammen mit dem Rad 60, dem Ritzel 52 und dem Hebel 54 der Schwinge in einer Ausfräsung 62 im Kameragehäuse. 



   Das Ritzel 52 ist am ausserhalb des Verschlusses liegenden Ende einer parallel zur Verschlussachse gelagerten Welle. 63 ausgebildet. Am andern, durch die Zylindermäntel der Einstellring 24 und 29 verdeckten Ende der Welle 63 befindet sich eine Verzahnung 64, die in einen am Blendeneinstellring 29 ausgebildeten Zahnkranz 65 eingreift. Durch die Getriebekette 59,58, 60,51, 52,64 und 65 ist somit eine Antriebsverbindung zwischen dem Motor 12 und dem mit dem Blendeneinstellring 29 verbundenen Steuerkurven- ring 34 hergestellt. 



   Zum Betätigen der Schwinge 53,54 ist im Kameragehäuse weiterhin eine Kupplungsstange 66 senkrecht zur Papierebene verschiebbar gelagert. Am unteren Ende besitzt die Stange 66 einen Schlitz 66a, der nach einer Seite geöffnet ist, und in den ein am einen Ende der Welle 57 ausgebildeter Zapfen 57a eingreift (Fig. 9). Bei einer Bewegung der Kupplungsstange 66 in Pfeilrichtung mittels einer noch zu beschreibenden Einrichtung wird die Welle 57 über den Zapfen 57a mitgenommen und die beiden Schwingenhebel 53 und 54 ebenfalls in Pfeilrichtung um ihre Drehzapfen 55 bzw. 56 verschwenkt. Dabei gelangen die Zähne der Räder 60 und 51 ausser Eingriff. Die Verbindung zwischen den Zahnrädern 58 und 59 bleibt dagegen bestehen. 

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   Bereits nach einer kurzen Schwenkbewegung der Schwinge 53,54,   d. h.   sobald sich die Räder 60,51 ausser Eingriff befinden, gelangt das Rad 58 mit dem Rad 47 (Fig. 7) in Eingriff. Damit ist eine sichere Antriebsverbindung zwischen dem Motor 12 und der   zweitenGetriebegruppe   47,48, 49,50 zum Verstellen des Entfernungseinstellrings 3 hergestellt. 



   Von den genannten Getriebeteilen sind die Räder 47 und 48 in nicht näher gezeigter Weise an der Verschlussgrundplatte 25 gelagert, während das Rad 49 am einen Ende einer sowohl im Boden der Verschlussgrundplatte 25 als auch in der Frontplatte 27 gelagerten Welle 67 mit letzterer auf Drehmitnahme fest verbunden ist (Fig. 8). An dem der Frontplatte zugeordneten Wellenende ist das Zahnrad 50 angeordnet, welches mit seinen Zähnen in einen am Aussenumfang des Entfernungseinstellrings 3 ausgebildeten Zahnkranz 68 eingreift. 



   Sowohl das Rad 50 als auch die Verzahnung 68 sind in vorteilhafter Weise vollständig durch die Frontplatte 27 abgedeckt. 



   In Weiterbildung der Erfindung ist nunmehr für jeden der Einsteller 29 und 3, also für Blende und Entfernung, eine gesonderte, von Hand betätigbare Schalteinrichtung zum Ein-bzw. Ausschalten des Motors 12 angeordnet. Ebenso wie in dem in Fig. l gezeigten Ausführungsbeispiel, sind diese Schalteinrichtungen im Oberteil des Kameragehäuses untergebracht. Wie die Fig. 6 und 7 zeigen, umfassen die genannten Schalteinrichtungen zwei aus der Kameraoberseite heraustretende Schalter 69,70, welche in Schaltstellungen für Links- und Rechtslauf des Motors 12 bewegbar sind und mit je einer der in den Fig. 3, 4 und 5 gezeigten Schalteinrichtungen 17 zusammenarbeiten. Die Wirkungsweise dieser Schalteinrichtungen ist bereits so ausführlich bei den genannten Figuren behandelt worden, dass sich nochmalige Ausführungen über ihre Wirkungsweise erübrigen.

   Von den Schaltern 69 und 70 dient der erstere zur Verstellung des Blendeneinstellrings 29, während der letztere die Verstellung des Entfernungseinstellrings 3 bewirkt. 



   Um nunmehr sicherzustellen, dass jeweils nur ein einziger Einsteller verstellt werden kann, ist gemäss der Erfindung vorgesehen, dass die Schalteinrichtungen zur Verstellung der Einsteller, d. h. die Schalter 69, 70, gegenseitig derart gesperrt sind, dass jeweils nur eine einzige Schalteinrichtung betätigbar ist. 



   Im Ausführungsbeispiel ist zu diesem Zweck eine Vorrichtung mechanischer Art angeordnet, die u. a. die Schwinge 53,54 mit den Zahnrädern 58 und 60 sowie die Kupplungsstange 66 (Fig. 9) umfasst. 



   An Stelle einer solchen mechanischen Vorrichtung könnte in anderer Weise auch eine elektrische Sperrvorrichtung Anwendung finden. Die Auswahl zwischen den möglichen Sperrsystemen wird sich insbesondere nach den räumlichen Verhältnissen der jeweiligen Kamera richten. 



   Gemäss den Fig. 6 und 7 umfasst die mechanische Sperrvorrichtung ausser den bereits genannten Teilen einen doppelarmigen Schalter 70, der an seinem, in Fig. 6 unteren Ende, einen Stift 71 trägt, der in einer nicht gezeigten Schlitzführung in das Kameragehäuse hineinragt. Am unteren Ende des Stifts 71 greift eine in Führungen 72a und 72b horizontal geführte Schubstange 73 an, die zwischen den Führungen 72a und 72b eine in Fig. 7 gezeigte, nach oben gerichtete Kröpfung 73a besitzt. Im Scheitelpunkt der Kröpfung 73a liegt das winklig abgebogene Ende 74a eines zweiarmigen Hebels 74, der zwischen La-   gerböckchen   75 um einen Bolzen 76 schwenkbar gelagert ist.

   Der dem winklig abgebogenen Ende 74a gegenüberliegende Arm des Hebels 74 liegt unterhalb des in den Kameraoberteil hineinragenden, ebenfalls winklig abgebogenen Endes 66b der Kupplungsstange 66   (Fig. 6). Unter   dem Einfluss der auf letztere entgegen der Pfeilrichtung in Fig. 9 einwirkenden, nicht gezeigten Feder, ist eine kraftschlüssige Verbindung zwischen der Schubstange 73 und der Kupplungsstange 66 hergestellt. 
 EMI7.1 
 Schalter 69 oder 70 betätigt ist, im Eingriff mit der zum Antrieb des Blendeneinstellrings 29 vorgesehenen Getriebegruppe. Sobald der dem Einstellring 29 zugeordnete Schalter 69 betätigt wird, dreht sich die Motorachse je nach der eingenommenen Schaltstellung des Schalters 69 links- oder rechtsläufig und treibt hiebei den Blendeneinstellring 29 mit entsprechender Drehrichtung an.

   Die Betätigung des Schalters 69 hat also keine Änderung der vorstehend beschriebenen Eingriffsverhältnisse zwischen dem Rad 60 und dem Rad 51 zur Folge. 



   Sobald nun der dem Entfernungseinstellring 3 zugeordnete Schalter 70 betätigt wird, wird zunächst über den Stift 71 die Schubstange 73 verschoben. Hiebei wirkt eine der   Schrägflächen   der Schubstangenkröpfung 73a auf das winklig abgebogene Ende 74a des Hebels 74 ein und drückt dasselbe nach unten. Der andere, unter dem winkelförmig abgebogenen Ende 66b des Hebels 66 liegende Arm des Hebels 74 bewegt sich nach oben und nimmt hiebei die Kupplungsstange 66 in Pfeilrichtung (Fig. 9) mit. Über den Schlitz 66a und den Wellenzapfen 57a werden die Räder 51 und 60 nunmehr ausser Eingriff gebracht und gleichzeitig das Rad 58 mit dem Rad 47 der Getriebegruppe des Entfernungseinstellrings 3 gekuppelt. 

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   Eingriffszeitpunkt   der Zahnräder und Einschaltzeitpunkt des Motors   sind in allen Fällen so aufeinander abgestimmt, dass der Motor erst dann eingeschaltet wird, wenn die Zähne der Räder bereits kämmen. 



   Mit der vorstehend beschriebenen Vorrichtung ist auf einfache und unverwickelte Weise erreicht, dass die   beiden Getriebegruppen nach Abschalten der Antriebsvorrichtung   stets eine solche Ausgangslage wieder einnehmen, dass bei Einschalten eines der beiden Schalter 69 oder 70 ohne vorhergehende Aufhebung eines   früherenKupplungs-bzw. Eingriffsverhältnisses   sofort die diesem Schalter zugeordnete Getriebegruppe eingekuppelt ist. Anderseits wird auch bei gleichzeitigem Betätigen beider Schalter 69 und 70 stets nur ein einziger Einsteller verstellt, u. zw. im Ausführungsbeispiel der Entfernungseinstellring 3. Es liegt jedoch ebenso im Bereich der Erfindung, auch beide Schalter 69 und 70 gegenseitig so zu sperren, dass bei gleichzeitigem Betätigen derselben keiner einschaltbar ist.

   Zu diesem Zweck bedarf es lediglich eines einfachen mechanischen Gestänges, welches die beiden Schalter miteinander verbindet. Auf eine Darstellung desselben ist jedoch aus Gründen der Übersichtlichkeit verzichtet worden. 



   Um ausser einer selbsttätigen Verstellung der Einsteller 3 und 29 mittels der Antriebsvorrichtung auch eine Handverstellung vornehmen zu können, sind ebenso wie im Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 1 zwischen den Untersetzungsgetrieben und den Einstellern Reibungskupplungen 116 und 117 angeordnet. Letztere sind in den Fig. 6 und 8 schematisch dargestellt. 



   In den   Fig. 10,   11 und 12 ist ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung gezeigt, bei der als Antriebsvorrichtung ein durch Federkraft angetriebenes Untersetzungsgetriebe angeordnet ist. 



   Wie aus den Fig. 10 und 11 ersichtlich, ist diese Antriebsvorrichtung ebenfalls im Innenraum eines Objektivverschlusses an einer   Verschlussgrundplatte   25 angeordnet. Das dort gezeigte, mittels einer Feder angetriebene Untersetzungsgetriebe könnte jedoch in gleich günstiger Weise auch im Kamerainnenraum, beispielsweise im Oberteil einer Kamera, angeordnet sein, wie dies in Fig. l an Hand eines Elektromotors bereits gezeigt ist. 



   Gemäss der Erfindung ist die Anordnung der Antriebsvorrichtung so getroffen, dass die Feder zum Antrieb des Untersetzungsgetriebes gleichzeitig mit dem Spannen des Verschlusses durch einen mit dem Verschlussspannmechanismus zusammenwirkenden Teil gespannt wird. Wie dies im einzelnen geschieht, geht aus der Fig. 10 hervor. 



   In dieser Fig. 10 ist an der Verschlussgrundplatte 25 an einer die   Verschlussrückwand   durchragenden und mit demFilmtransport der Kamera in an sich bekannter Weise verbundenen Welle 77 eine an sich bekannte Spann- und Antriebsscheibe 78 zum Spannen einer nicht näher gezeigten Verschlussantriebsfeder gelagert. Weiterhin ist an der Verschlussgrundplatte ein zweiarmiger Hebel 79 auf einer Welle 80 schwenkbar angeordnet. Der eine Arm 79a des Hebels 79 arbeitet mit einem auf der Oberseite der Spannscheibe befestigten Stift 81 zusammen, während sein zweiter Arm 79b mit einem Stift 82 eines auf einer Welle 83 gelagerten Zahnsegments 84 zusammenwirkt. 



   Eine sich einerseits an der Verschlussgehäuseseitenwand 23. und anderseits an einem Stift 85 abstützende Feder 86 hat das Bestreben, den Hebel 79 entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen. Am Zahnsegment 84 greift eine Feder 87 an, welche bestrebt ist, das Segment im Uhrzeigersinn zu drehen. 



   Mit der Verzahnung des Segments 84 stehen die am Boden der Verschlussgrundplatte 25 gelagerten Übertragungsräder 88,89 und 90 im ständigen Eingriff. Weiterhin ist zur Verzögerung der Ablaufbewegung des Getriebes ein Anker 91 und ein Ankerrad 92 angeordnet, welches über ein Zwischenrad 93 mit dem Rad 89 des Getriebes verbunden ist. 



   Zwischen den beiden Zahnrädern 88 und 90 ist ein einarmiger Hebel 94 um eine Achse 95 schwenkbar angeordnet. Die Drehachse 95 wird von dem Zapfen 96 eines Ritzels 97 gebildet (Fig. 11). Letzteres ist, unter Zwischenschaltung einer Friktionskupplung 98, mit einem in der Frontplatte 27 geführten Ritzel 99 verbunden. Letzteres steht mit der Verzahnung 68 des Entfernungseinstellrings 3 im Eingriff. 



   Wie die Fig. 10 zeigt, ist am Hebel 94 ein weiteres Zahnrad 102 gelagert, welches als Übertragungsrad dient und mit dem Ritzel 97 in ständigem Eingriff steht. Die Abmessungen des Rades 102 und der Achsabstand von den Mitten der Räder 88 und 90 sind hiebei unter Wahrung eines gewünschten Übersetzungsverhältnisses so gewählt, dass die Zähne des Rades 102 bei der in Fig. 10 gezeigten Mittelstellung des Hebels 94 weder mit den Zähnen des Rades 88 noch mit denen des Rades 90 kämmen. Erst bei einer leichten Schwenkung des Hebels 94 in einer der durch den Bewegungspfeil gekennzeichneten Richtungen gelangt das Rad 102 entweder mit dem Rad 88 oder dem Rad 90 in Eingriff. 



   Um die vorerwähnte Mittelstellung des Hebels 94 sicherzustellen, ist eine Feder 103 angeordnet, die einerseits am Hebel 94 an einem Bolzen 104 befestigt ist und sich anderseits mit ihren Enden an je einem an der Verschlussgrundplatte 25 befestigten Bolzen 105 abstützt. 



   Zum Kuppeln des Zahnrads 102 mit einem der Zahnräder 88 bzw. 90 ist an dem in Fig. 10 linken Ende 

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 des Hebels 94 ein den Verschluss nach rückwärts durchragender Arm 106 befestigt, der mit einer in Fig. 12 schematisch dargestellten Schalteinrichtung zusammenarbeitet. Diese Schalteinrichtung umfasst einen aus der Oberseite der Kamera heraustretenden Betätigungsteil 107, welcher auf einer im Kameragehäuse gelagerten Welle 108 befestigt ist. Am unteren Ende der Welle 108 ist ein winklig abgebogener Teil 109 angeordnet, in dessen Gabel 109a der Arm 106 hineinragt. Bei einer Verschwenkung des Betätigungsteils 107 in einer der durch Pfeil angedeuteten Richtungen wird über die Teile 108, 109 und 106 der Hebel 94 mitverschwenkt und hiebei das Rad 102 entweder mit dem Rad 88 oder mit dem Rad 90 in Eingriff gebracht. 



   Mit dem Hebel 94 arbeitet weiterhin eine in Fig. 10 gezeigte   Sperr- und   Auslöseeinrichtung zusammen. Wie aus dieser Figur ersichtlich, ist konzentrisch zum Zahnrad 90 und mit diesem auf Drehmitnahme fest verbunden, ein Sperrklinkenrad 110 angeordnet. Mit dem Klinkenrad 110 arbeitet ein um eine Achse 111 schwenkbar gelagerter, zweiarmiger Sperrklinkenhebel 112 zusammen, der durch seinen Sperr- zahn 112a unter der Wirkung einer Feder 113 verschwenkt wird und hiebei das Klinkenrad 110 an einer Drehung im Uhrzeigersinn hindert. Der dem Sperrzahn 112a entgegengesetzte Arm 112b ist in der in Fig. 10 gezeigten Weise winklig abgebogen und steht mit einem Arm 114a eines zweiarmigen Hebels 114 in Verbindung. Der andere Arm 114b besitzt   eine Ausnehmung 114c   mit zwei Steuerkurven 114d und 114e, die in der Bewegungsbahn des Hebelendes 94a liegen.

   Eine am Hebel 114 angreifende Feder 115 bewirkt, dass der Hebelarm 114 mit seiner Ausnehmung 114c ständig am Ende 94a des Hebels 94 anliegt. 



   Die in den Fig. 10, 11 und 12 gezeigte Antriebsvorrichtung arbeitet in folgender Weise :
Mit dem an sich bekannten Spannen des Verschlusses wird über die Welle 77 die Spann- und Antriebsscheibe 78 in Pfeilrichtung gedreht. Der an der Scheibe befestigte Stift 81 trifft hiebei auf den Hebelarm 79a des zweiarmigen Hebels 79, wodurch letzterer entgegen der Wirkung der Feder 86 im Uhrzeigersinn bewegt wird. Der andere Arm 79b des Hebels 79 wirkt auf den Stift 82 des Segments 84 ein, verschwenkt dieses entgegen dem Uhrzeigersinn und spannt hiebei die am Segment angelenkte Feder 87. 



  Kurz vor Erreichen der Endstellung der Spannscheibe 78 kommen der Stift 81 und der Hebelarm 79a ausser Eingriff, so dass der Hebel 79 nunmehr unter der Wirkung der Feder 86 in die in Fig. 10 gezeigte Ausgangslage zurückschnellen kann. Die Klinke 112 hält über das Sperrad 110 und die Getrieberäder 88,89 und 90 die Feder 87 in ihrer gespannten Lage. 



   Zum Auslösen der Antriebsvorrichtung wird nunmehr der Betätigungsteil 107 in der einen oder andern Richtung verschwenkt und hiebei der mit dem Betätigungsteil 107 über die Teile 108, 109 und 106 in Verbindung stehende Hebel 94 soweit mitgenommen, bis das Zahnrad 102 aus seiner in Fig. 10 gezeigten Mittellage entweder mit dem Zahnrad 88 oder mit dem Zahnrad 90 in Eingriff kommt. Kurz vor Erreichen der vollen Eingriffslage des Zahnrads 102 trifft das Ende 94a des Hebels 94 auf eine der am Hebelarm 114b ausgebildeten Steuerkurven 114e bzw. 114d, wodurch der Hebel 114 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt wird. 



   Der andere Hebelarm 114a wirkt hiebei auf den Arm 112b des Sperrklinkenhebels 112, dessen Sperrzahn 112a nunmehr unter einer Schwenkung des Hebels 112 im Uhrzeigersinn mit dem Sperrad 110 ausser Eingriff gebracht wird. In diesem Augenblick findet sich auch das Zahnrad 102 in vollem Eingriff mit dem Zahnrad 88 bzw. 90, so dass das Getriebe nunmehr unter Wirkung der Feder 87 ablaufen kann. 



   Je nachdem, ob das Zahnrad 102 mit dem Zahnrad 88 oder mit dem Zahnrad 90 kämmt, drehen sich die Ritzel 97 und 99 sowie der Entfernungseinstellring 3 so lange im Rechts- bzw. Linkslauf, wie der Be-   t tigungstei11   107 gehalten wird. Nach Loslassen desselben kehrt der Hebel 94 unter dem Einfluss seiner Feder 103 in die in Fig. 10 gezeigte Mittellage zurück, in der sich das Zahnrad 102, wie bereits erwähnt, weder mit dem Rad 88 noch mit dem Rad 90 im Eingriff befindet. Da in der Mittellage des Hebels 94 auch die Steuerkurve 114e bzw. 114d nicht mehr am Hebelende 94a anliegt, kann auch der Sperrklinkenhebel 112 mit dem Sperrklinkenrad 110 wieder in Eingriff kommen und die gesamte Antriebsvorrichtung   stillsetzen.

   Nach Ablauf des Verschlusses und Rückkehr   der Spann- und Antriebsscheibe 78 in ihre in Fig. 10 gezeigte Ausgangsstellung kann die Antriebsvorrichtung in der vorbeschriebenen Weise erneut gespannt werden. 



   Im Vorstehenden ist eine durch Federkraft angetriebene Antriebsvorrichtung zum Antrieb eines einzigen Einstellers, im Ausführungsbeispiel des Entfernungseinstellrings 3 gezeigt. Es liegt weiterhin im Bereich der Erfindung, an Stelle eines einzigen Einstellers auch mehrere Einsteller durch die beschriebene Antriebsvorrichtung anzutreiben, wie dies beispielsweise bei der in den Fig. 6,7, 8 und 9 gezeigten   Ka-   mera der Fall ist. 



   Welche Ausgestaltungen die Erfindung im einzelnen auch erfahren mag, stets sind durch die Anordnung einer mühelos von Hand ein-und ausschaltbaren Antriebsvorrichtung für einen oder mehrere der 

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 Einsteller für Blende, Belichtungszeit und Aufnahmeentfernung die Vorteile einer Vereinfachung der Kamerabedienung und einer Verkürzung der Aufnahmebereitschaft gewährleistet. Der Erfindungsgedanke wird hiebei nicht dadurch berührt, dass es bei photographischen Kameras mit selbsttätiger Belichtungsregelung bekannt ist, elektrische Stellmotore mit selbsttätiger Steuerung anzuwenden.

   Gegenüber diesen bekannten Vorrichtungen unterscheidet sich die Erfindung grundsätzlich dadurch, dass die bewährten, sich insbesondere durch   Störunanfälligkeit     auszeichnenden Indikations-Verfahren und -Mittel   für das Einstellen von Einstellen beibehalten sind, während die zur Verstellbetätigung notwendigen Mässnahmen auf einen leichten Fingerdruck und eine einfach zu verstehende Augenkontrolle, beispielsweise das Beobachten der Koinzidenz zweier Zeiger, beschränkt sind. 



   Eine gemäss dem Erfindungsgedanken ausgebildete Kamera zeichnet sich daher durch ein Höchstmass an "praktisch sinnvoller" Automatisierung aus, wobei hiezu ausschliesslich hinsichtlich ihrer Funktionssicherheit erprobte Bauelemente Verwendung finden. 



   Die Weiterbildung der Erfindung in bezug auf eine lösbare Kupplung, insbesondere eine Reibungskupplung, zwischen einem Einsteller und der diesem zugeordneten Antriebsvorrichtung schafft den weiteren, besonders bedeutsamen Vorteil, dass in unverwickelter und bedienungseinfacher Weise auch eine Handbetätigung der Einsteller in an sich bekannter Weise durchführbar ist, falls keine Antriebsenergie für die Antriebsvorrichtung vorhanden ist,   d. h.   wenn beispielsweise die Batterie erschöpft oder die Antriebsfeder entspannt ist. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Photographische Kamera mit Einstellern für Blende, Belichtungszeit und Aufnahmeentfernung, dadurch gekennzeichnet, dass eine von Hand betätigbare Schalteinrichtung angeordnet ist, mittels welcher eine motorische Antriebsvorrichtung für zwei verschiedene Bewegungsrichtungen einschaltbar und ausschaltbar ist, und dass die Antriebsvorrichtung mindestens mit einem der Einsteller (3,24, 29) zwecks Erzielung einer an sich bekannten, selbsttätigen Verstellung verbunden ist.

Claims (1)

  1. 2. Photographische Kamera nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung mit dem von ihr verstellbaren Einsteller (3,24, 29) mittels einer lösbaren Kupplung verbunden ist.
    3. Photographische Kamera nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lösbare Kupplung als Reibungskupplung (14, 98, 116, 117) ausgebildet ist.
    4. Photographische Kamera nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebseinrichtung ein Elektromotor (12), vorzugsweise ein Niederspannungs-Gleichstrommotor, angeordnet ist.
    5. Photographische Kamera nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (12) als Kleinstmotor mit hoher Drehzahl ausgebildet und über ein bzw. mehrere Untersetzungsgetriebe (13, 47-50, 51, 52) mit mindestens einem der Einsteller (3,24, 29) verbunden ist.
    6. Photographische Kamera nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (12) und das bzw. die Untersetzungsgetriebe (13, 47-50, 51,52) im Innenraum des Kameragehäuses (1) angeordnet sind.
    - 7. Photographische Kamera nach den Ansprüchen 3 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungskupplung (14, 98, 116, 117) zwischen dem Untersetzungsgetriebe bzw. -getrieben (13,47-50, 51,52) und dem bzw. den Einstellern (3,24, 29) angeordnet ist.
    8. Photographische Kamera nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor (12) und das bzw. die Untersetzungsgetriebe (13, 47-50, 51,52) im Innenraum des Verschlussgehäuses {23) angeordnet sind.
    9. Photographische Kamera nach Anspruch l, mit selbsttätiger Belichtungssteuerung, bei welcher die Belichtungswerteinstellung in an sich bekannterweise durch Herbeiführen der Koinzidenz zwischen einem Belichtungsmesserzeiger und einem Nachführglied bzw. einer Einstellmarke erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung mit einem der Belichtungsmesser-Kupplung zugehörenden Steuerteil (34) zusammenarbeitet.
    10. PhotographischeKameranachAnspruch 9 mit getrennt betätigbarenEinstellern für Belichtungszeit und Blende, welche über eine Belichtungsmesser-Kupplung mit einem Nachführglied bzw. einer Einstellmarke des Belichtungsmessers zusammenarbeiten, dadurch gekennzeichnet, dass die Antriebsvorrichtung mit dem Einsteller (29) für die Blende gekuppelt ist.
    11. Photographische Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Antrieb von mehr als einem Einsteller für jeden (3,29) derselben eine gesonderte, von Hand betätigbare Schalteinrichtung (69,70) zum Ein- bzw. Ausschalten der Antriebsvorrichtung angeordnet ist.
    12. Photographische Kamera nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede Schalteinrich- tnng (69, 70) zumEin- bzw. Ausschalten derAntriebsvorrichtung mit einer weiteren Schalteinrichtung (17) für Links- bzw. Rechtslauf der Antriebsvorrichtung zusammenarbeitet. <Desc/Clms Page number 11>
    13. Photographische Kamera nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalteinrichtungen bei Antrieb von mehr als einem Einsteller (3,29) gegenseitig derart gesperrt sind, dass jeweils nur eine einzige Schalteinrichtung (69 bzw. 70) betätigbar ist.
    14. Photographische Kamera nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass als Antriebsvorrichtung ein durch Federkraft angetriebenes Untersetzungsgetriebe (84,88-93, 97, 99, 102) angeordnet ist.
    15. PhotographischeKamera nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet. dass die Feder (87) zum Antrieb des Untersetzungsgetriebes (84,88-93, 97, 99, 102) gleichzeitig mit dem Spannen des Verschlusses durch einen mit dem Verschlussspannmechanismus zusammenwirkenden Teil (79) gespannt wird.
    16. Photographische Kamera nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Untersetzungsgetriebe (84,88-93, 97, 99, 102) eine von Hand betätigbare und wahlweise schaltbare Getriebegruppe (102) zum Umkehren der Bewegungsrichtung des abtreibenden, mit einem der Einsteller (3) in Eingriff stehenden Getriebeteils (97,99) umfasst.
    17. Photographische Kamera nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Antriebsvorrichtung eine Sperreinrichtung (110, 112) zusammenarbeitet, die nach dem Spannen der Antriebsfeder (87) selbsttätig zur Wirkung gelangt und durch einen von Hand betätigbaren Schaltteil (94) der wahlweise einschaltbaren Getriebegruppe (102) mit der Antriebsvorrichtung in oder ausser Eingriff bringbar ist.
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