AT211570B - Flüssigkeitsverbrauchsmeßeinrichtung, insbesondere für Brennkraftmaschinen - Google Patents

Flüssigkeitsverbrauchsmeßeinrichtung, insbesondere für Brennkraftmaschinen

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AT211570B
AT211570B AT458858A AT458858A AT211570B AT 211570 B AT211570 B AT 211570B AT 458858 A AT458858 A AT 458858A AT 458858 A AT458858 A AT 458858A AT 211570 B AT211570 B AT 211570B
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AT
Austria
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liquid
internal combustion
combustion engines
switch
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Siegfried Ing Dietrich
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Siegfried Ing Dietrich
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Description


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    Flüssigkeitsverbrauchsmesseinrichtung,   insbesondere für
Brennkraftmaschinen 
Die vorliegende Erfindung betrifft   eine Flüssigkeitsverbrauchsmesseinrichtung, insbesondere für   Brenn- kraftmaschinen, mit einem in der Flüssigkeitszuführungsleitung liegenden Messrohr, das über einen Strö- mungsrichtungsumschalter abwechselnd in beidenRichtungen durchflossen wird,   wobei dieses Messrohr   einen
Schwimmer enthält, der vom Flüssigkeitsstrom trägheitslos mit hin-und herbewegt wird und an den Enden des Messrohres elektrische Kontakte schliesst, welche über Relais die Umschaltung des Strömungsrichtungs- umschalters bewirken und ein Zählwerk oder sonstiges Anzeigegerät weiterschalten. 



   Derartige Messeinrichtungen sind in der Patentliteratur bereits mehrfach beschrieben, jedoch wahr- scheinlich wegen der praktischen Undurchführbarkeit oder nicht genügender Genauigkeit der Anzeige noch nicht im Kraftfahrzeug verwendet worden, obwohl der dringlichste Wunsch der Kraftfahrer nach ganz genau ablesbarem Kraftstoffverbrauch für eine z. B. an einem Tage zurückgelegte Wegstrecke oder für den   Normverbrauch"Liter   pro 100 Kilometer" noch nicht erfüllt wurde. 



   Diese bekannten Einrichtungen bedürfen eines   grösseren Flüssigkeitsdruckes, um   einen in einem relativ. kurzen Rohrstück laufenden dichthaltenden Kolben in Bewegung setzen zu können, wobei dieser Kolben durch Elektrokontaktgebung die   Durchflussrichtungsänderung dadurch herbeiführt, dass strenggängige Wech-     i selhähne   üblicher Bauart mit ziemlich viel   Strömaufwand   elektrisch gesteuert werden. Da eine Messein- richtung, ganz besonders im Kraftfahrzeug, eichgenau und einwandfrei funktionieren muss bzw. der Flüs- sigkeitsdruck in der Brennstoffzufuhr nur verschwindend klein ist, erscheinen diese Einrichtungen als prak- tisch unbrauchbar. 



   Die vorliegende Erfindung betrifft dagegen eine Flüssigkeitsverbrauchsmesseinrichtung, die den be- kannten Geräten gegenüber weitaus überlegen ist, indem sie eine auf 1/100 Liter genau zeigende absolut   eichgenaue,   flüssigkeitsdichte und praktisch einwandfrei erprobte Messeinrichtung darstellt. 



   Diese Vorteile werden erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass an den Enden des zur Erreichung einer möglichst schnellen Schwimmerbewegung lang und dünn gehaltenen Messrohres je ein flüssigkeitsdichter, auf geringen Anstoss des Schwimmers ansprechender Schalter, insbesondere Quecksilbernadelschalter, vor- gesehen ist, wobei diese Schalter sich in Erweiterungen der Messröhrenenden befinden. 



   In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung dargestellt,   u. zw.   zeigen 
 EMI1.1 
 ten Strömungsrichtungsumschalters in drei Rissen, Fig. 3 ein Polwenderelais und Fig. 4 das Literzählwerk. 



  Bei Ottomotoren wird die Kraftstoffleitung zwischen Kraftstoffpumpe K und Vergaser V unterbrochen und der Messröhrengeber   M und Strömungsrichtungsumschalter R angeschlossen.   Die Glas- oder Plexiglasröhre des Gebers weist an beiden Enden Erweiterungen auf, welche flüssigkeitsdichte Quecksilbernadelschalter 1 eingebaut haben, die bei leisester Berührung Kontakt geben. Diese Kontaktgabe wird durch den luftgefüllten Laufschwimmer L getätigt, wodurch die jeweilige Magnetspule des Polwenderelais 2 (Fig.   3)   durch den ganz geringen Relaisstrom durchflossen wird und die entsprechenden Hauptstromkontakte 3 geschlossen werden. Dadurch werden die Feldspulen des   Strömungsr1chtungsumschalters   R stromdurchflossen und drehen den Permanentmagnetanker 4 mit angebautem Flussrichtungswechselzylinder 5 um 900 weiter.

   Es wird also bei jeder steuernden Kontaktgebung der   beiden Schalter l   der Wechselzylinder in gleicher Richtung eine Vierteldrehung weitergedreht und damit die Durchflussrichtung in der Messröhre M reversiert. 



  Die Entfernung der Nadelschalter 1 voneinander ist derart eingestellt, dass der Rauminhalt der langen und dünnen   Messröhre   genau 10   cm*   beträgt. Wie die Zeichnung zeigt, beträgt hiebei die Länge der Messröhre ein Vielfaches,   z. B.   mehr als das Zwanzigfache ihres Durchmessers. 

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   Das Zählwerk Z wird bei jedem 10   cms-Durchlaufum   eine 1/100 Literziffer weitergedreht. Der An- trieb   des Literzählwerks   erfolgt beispielsweise durch eine flexible Welle. Ist das Armaturenbrett des Kraft- fahrzeugs jedoch vom   Strömungsrichtungsumschalter   weiter entfernt, kann das Zählwerk mit einem Elek- troimpulsgeber üblicher Bauart kombiniert werden, welcher über Kabel den Klemmen 3 parallel geschal-   tet wird. Erfindungsgemäss   befindet sich der Magnetanker 4 mit Wechselzylinder 5 in einem völlig flüssig- keitsdichten Gehäuse (Ankerlager im Inneren des Gehäuses), es ist daher ein Austreten des Kraftstoffs wie bei Vorhandensein von Wellendichtungen u. dgl. vermieden bzw. grösste Leichtgängigkeit gewährleistet. 



   Deshalb erfolgt in diesem Ausführungsbeispiel auch der Antrieb des Zählwerks über den Magnetankermit- nehmer 6. 



   Das am Armaturenbrett des Kraftfahrzeugs angebrachte Zählwerk ist vierstellig und zeigt, von
1/100 Liter zu 1/100 Liter weiterspringend, in weiterer Folge die Zehntel- und die ganzen Liter bis zum
Messbereichsende von 99, 99 Liter an. Das Zählwerk Z kann, wie Fig. 4 zeigt, auch reversiert werden, um eine genaue Benzinuhr zu schaffen. Die Einstellschrauben 7 gestatten das Stellen aller vier Zahlenreihen auf gewünschte Werte. Somit erscheint die erfindungsgemässe Vorrichtung für verschiedene Messaufgaben i geeignet. Erstens zeigt sie den genauen Verbrauch für eine bestimmte Wegstrecke, zweitens, wenn man den   Tageskilometerzähler   und den Benzinzähler auf Null stellt, den genau ablesbaren Verbrauch pro
100 Kilometer beim Durchfahren eines Kilometers. Motorunzulänglichkeiten sind daher durch fallweise angezeigten Mehrverbrauch sofort zu erkennen.

   Drittens wird aus der Verbrauchsmesseinrichtung eine
1/100 Liter genau   zeigende"Benzinuhr",   wenn man bei ursprünglich entleertem Brennstofftank das Zähl- werk der Anlage   auf "Rücklauf" und   auf die von der Tanksäule angezeigte Litermenge einstellt. Beim nächsten Kraftstofftanken wird dem angezeigten Tankinhalt die von der Tanksäule angezeigte abgegebene Füllmenge dazugezählt und auf dem Zählwerk eingestellt. Damit ist jederzeit, auch während der Fahrt und erstmalig auch bei sehr schräg stehendem Fahrzeug, der ganz genaue Tankinhalt ablesbar. Das
Zählwerk kann in etwas kostspieligerer Ausführung auch derart ausgebildet werden, dass lediglich jeweils die von der Tanksäule angezeigte abgegebene Kraftstoffmenge durch Tasten zum bereits angezeigten Inhalt addiert wird, wodurch das Zusammenzählen entfällt. 



   Die Quecksilbernadelschalter 1 sind für sich flüssigkeitsdicht geschlossene Einheiten und werden in den Messröhrenerweiterungen festgehalten. Eine exakt gelagerte Nadel mit Kontaktmaterialspitze taucht bei leichtestem Anstoss in eine mit Quecksilber gefüllte zweite Kammer ein. Die Trennwand der beiden Kammern des   Quecksilbernadelschalters   weist eine feine Bohrung auf, durch welche die Nadelspitze bei Betätigung des Schalters mit dem Quecksilber in Berührung kommt, wodurch Kontaktgabe für den ganz schwachenRelaissteuerstromkreis   erfolgt. Eine haardünne Spiralfeder drückt   die Nadel wieder in die Ruhestellung. Die Flüssigkeitsabdichtung erfolgt durch ein Membranehäutchen. 



   Die   erfindungsgemässe Flüssigkeitsverbrauchsmesseinrichtung wurde praktisch   erprobt und arbeitet - sogar bei heute kaum mehr üblichen   Fallbenzinanlagen - eichgenau   und fehlerfrei. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1.   Flüssigkeitsverbrauchsmesseinrichtung,   insbesondere für Brennkraftmaschinen, mit einem in der   Flüssigkeitszuführungsleitung   liegenden Messrohr, das über einen Strömungsrichtungsumschalter abwechselnd in beiden Richtungen durchflossen wird, wobei dieses Messrohr einen Schwimmer enthält, der vom Flüssigkeitsstrom trägheitslos mit hin-und herbewegt wird und an den Enden des Messrohres elektrische Kontakte schliesst, welche über Relais die Umschaltung des Strömungsrichtungsumschalters bewirken und ein Zählwerk oder sonstiges Anzeigegerät weiterschalten, dadurch gekennzeichnet, dass an den Enden des zur Erreichung einer möglichst schnellen   Schwimmerbewegung   lang und dünn gehaltenen Messrohres je ein   flüssigkeitsdichter,

     auf geringen Anstoss des Schwimmers ansprechender Schalter, insbesondere Quecksil-   bernadelschalter, vorgesehen ist, wobei diese Schalter   sich   in Erweiterungen der Messröhrenenden   befinden.

Claims (1)

  1. 2. Messeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsrichtungsumschalter in an sich bekannterweise als Vierwegehahn ausgebildet ist und zusammen mit einem mit ihm verbundenen Permanentmagnetanker in einem flüssigkeitsdichten Gehäuse untergebracht ist, wobei die mit dem Anker zusammenwirkenden Spulen aussen an diesem Gehäuse angeordnet sind.
AT458858A 1958-06-30 1958-06-30 Flüssigkeitsverbrauchsmeßeinrichtung, insbesondere für Brennkraftmaschinen AT211570B (de)

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