AT210900B - Feuchtwasser für den Offsetdruck - Google Patents

Feuchtwasser für den Offsetdruck

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  Feuchtwasser für den   Offsetdruk   
Für das Offsetdruckverfahren ist die gegenseitige Abstossung von fetter Farbe und Wasser sehr wichtig. In der Regel lässt man während des Druckvorganges sowohl fette Farbe als auch Wasser an die Offsetplatte herantreten, wobei das Wasser die Aufgabe hat, die nichtdruckenden Teile der Druckplatte vor der Farbannahme zu schützen. Häufig wird das Wasser von der Druckfarbe verdrängt, und es tritt Hydrophobierung der Druckplatte auch an den Stellen ein, die fette Farbe nicht annehmen sollen. Um solcher unerwünschten Hydrophobierung vorzubeugen, hat man schon die Verwendung von Feuchtwasser vorgeschlagen, die nicht nur aus Wasser bestehen. Auch diese arbeiten nicht in allen Fällen befriedigend. So verursachen darin enthaltene Metallsalze bei längerem Kontakt mit der Druckplatte unerwünschte Kristallbildungen.

   Versucht man den gewünschten Effekt allein durch wässerige Lösungen von mehrwertigen Alkoholen zu erlangen, müssen relativ konzentrierte Lösungen verwendet werden. Diese sind von der Raumtemperatur und dem Feuchtigkeitsgehalt der Luft   beträchtlichabhängig, unddie entstehenden Drucke    fallen mehr oder weniger klebrig an. Auch Kolloide, wie Gummi arabicum, lösliche Stärke und andere pflanzliche Gummis, werden oft als Feuchtwasser-Zusatz verwendet. Sie sind bekanntlich ausgezeichnete Nährböden für Pilze und Bakterien. Bei den neuerdings in Gebrauch gekommenen vorsensibilisierten Druckfolien greifen die bisher verwendeten Feuchtwasser häufig auch die Bildstellen an oder vermögen bei Maschinenstillstand nicht das Tonen der Druckplatte an den bildfreien Stellen zu verhindern. 



   Gegenstand der Erfindung ist ein Feuchtwasser für den Offsetdruck, dessen Verwendung ausgezeichnete Drucke ergibt und das durch einen Gehalt von hochdispersem Siliciumdioxyd gekennzeichnet ist. Unter hochdispersem Siliciumdioxyd, das für die Zwecke der Erfindung brauchbar ist, wird beispielsweise Siliciumdioxyd mit den extrem geringen Teilchengrössen von 5 bis 40   mp.   verstanden. Man stellt derartig hochdisperses Siliciumdioxyd nach verschiedenen Verfahren grosstechnisch her, beispielsweise in der Gasphase aus Siliciumhalogeniden. 



   Gegenstand der Erfindung ist auch Feuchtwasser für den   Offsetdruk,   in dem an Stelle des hoch- dispersen Siliciumdioxydes hochdisperses Mischoxyd von Aluminiumoxyd und Siliciumdioxyd vorhanden ist. Hochdisperse Mischoxyde dieser Art befinden sich im Handel, beispielsweise unter der   Markenbezeichnung Aerosil"AL.   



   Bei der   erfindungsgemässen   Verwendung von dispergiertem Siliciumdioxyd als Feuchtwasser im Offsetdruckverfahren treten die oben angegebenen Nachteile nicht auf. Als besonders vorteilhaft ergibt sich aus dem Gebrauch des Feuchtwassers nach der Erfindung, dass die Druckfarben schneller trocknen, wodurch die Wartezeiten, die sich vor allem bei Mehrfarbendrucken zwischen zwei verschiedenen Farben ergeben, verkürzt werden. Die Druckfarben schlagen nicht so tief in das Papier ein, und die Druckauflagen sind hoch, weil die Siliciumdioxyd-Suspensionen unschädlich sind. 



  Der Gebrauch des erfindungsgemässen Feuchtwassers macht es bei Maschinenstillstand unnötig, die Druckplatten frisch zu gummieren. Besonders bei Mehrfarbendrucken, wo bisher mehrere Druckplatten bei jeder Pause frisch gummiert werden mussten, ist in dem Wegfall der Gummierung der Druckplatte eine wesentliche Verbesserung des Offsetdruckverfahrens zu sehen. 



   Zur Herstellung des erfindungsgemässen Feuchtwassers kann man hochdisperses Siliciumdioxyd, beispielsweise das unter der Markenbezeichnung   Aerosil"als ungepresstes,   sehr lockeres, bläulichweisses Pulver im Handel befindliche Erzeugnis, in Wasser suspendieren. Vorteilhaft geht man von den ebenfalls im Handel erhältlichen wässerigen, milchig weissen Siliciumdioxyd-Suspensionen mit einem Gehalt von etwa 10-28%   Si02   aus und verdünnt sie mit Wasser. Feuchtwasser mit sehr 
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 für die Praxis solche von 0, 3 bis   0, 5% Si02.   Ohne Nachteile können jedoch auch höhere Konzentrationen verwendet werden. 



   Es kann vorteilhaft sein, dem erfindungsgemässen Feuchtwasser weitere Zusätze hinzuzufügen, darunter auch solche, deren Verwendung im Feuchtwasser bereits bekannt ist. Beispiele solcher weiteren wasserlöslichen bzw. mit Wasser mischbaren Zusatzstoffe sind Ammoniumphosphat, zitronensaure Salze, Glycerin und andere Alkohole, Polyglykole, Dextrine, Alginate, Carboxymethyl- 

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 cellulosen und pflanzliche Gummis, von denen man jeden für sich oder mehrere zusammen der erfindungsgemässen Siliciumdioxyd-Suspension zusetzen kann. 



   Beispiel 1 : Ein für den Gebrauch im Offsetdruckverfahren sehr geeignetes Feuchtmittel wird hergestellt aus   975 cm3   Wasser, 25 cm3 einer   15% feinverteiltes Si02   enthaltenden wässerigen Siliciumdioxyd-Suspension, z. B. dem unter der Markenbezeichnung K   315 "Aerosil" erhältlichen   Produkt. 



   Der pH-Wert des Feuchtmittels liegt bei 5-6. 



  Es wird ohne weiteres als Feuchtmittel verwendet. 



   Ein mit gleich gutem Ergebnis verwendbares Offsetdruck-Feuchtmittel erhält man, wenn man in dem Feuchtwasser annähernd äquivalente Mengen des im Handel befindlichen Erzeugnisses   "Aerosil" AL 0 111/200 an Stelle der obengenannten    Suspension K 315 homogen verteilt. 



     Beis piel2 : Man stellt ein Feuchtmittelfür   den Offsetdruck her aus 500 cm3 Wasser, 250 cm3 einer 15% feinverteiltes   Si02   enthaltenden Siliciumdioxyd-Suspension (vgl. Beispiel 1), 10 g primärem Ammoniumphosphat, 250 cm3 Glycerin. 
Zum Gebrauch in der Offset-Druckmaschine wird das vorstehende konzentrierte Mittel mit Wasser auf das zehnfache Volumen verdünnt. 



  Der pH-Wert liegt dann zwischen 5, 0 und 5, 5. Der verdünnten Lösung kann Formaldehyd oder ein anderes Desinfektionsmittel zugesetzt werden.
Beispiel 3 : Ein ausgezeichnete Feuchtmittel für den   Offsetdruk   erhält man, wenn man dem in Beispiel 1 beschriebenen Gemisch noch   5 g   tertiäres Natriumcitrat zusetzt und homogen darin verteilt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Feuchtwasser für den Offsetdruk, gekennzeichnet durch einen Gehalt an hochdispersem Siliciumdioxyd oder hochdispersen Mischoxyden aus Siliciumdioxyd und Aluminiumoxyd, gegebenenfalls auch an weiteren wasserlöslichen bzw. wassermischbaren Zusatzstoffen, vorzugsweise an mehrwertigen Alkoholen, Ammoniumphosphat oder Citraten.
AT509959A 1958-07-25 1959-07-13 Feuchtwasser für den Offsetdruck AT210900B (de)

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